Die besten Songs von Pink Floyd

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Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76120Beitrag Oracle
09.01.2020, 00:02

Echoes
Mit "Echoes" bringen Pink Floyd einen Longtrack von besonderer Faszination hervor.
Die Piano-Echos, der grandiose Vokalteil und der Übergang zu diesem unwiderstehlichen Gitarrenriff -genial!
Zehn Minuten Musik voller musikalischer Ideen führen zu einem abrupten Bruch, wo das Stück mit Effekten und Wal-Sounds vor sich hin schwebt.
Der Zwischenteil ist zwingend genug um bis zur Rückkehr des Songs dem Höhepunkt, einer Wahnsinns Klimax, durchzuhalten
Hier wurde ein, mehr als 23 Minuten lang fesselndes Musikstück kreiert, dass eindrucksvoll den grenzenlosen Geist dieser Band demonstriert.

Astronomy Domine
Mit den durch ein Megaphon verlesenen Namen der Planeten, wird ein neues Rockzeitalter eingeläutet.
Plötzlich ist Rock- oder Beatmusik nicht mehr nur zum tanzen und Stampfen da, sondern Barrett machte vor, wie man sich auch künstlerisch ausdrücken kann.
Die zoomenden Gitarren, die Morsecode-Synths, hämmernde Trommeln und körperloser Gesang entfalten eine unbekannte, neuartige Mystik.
Barrett hat hier innovative Wege aufgezeigt und Pink Floyd für den späteren Massenkonsum vorzubereitet.
Alle Zutaten für ihren späteren Mega-Erfolg wurden hier begründet.

Shine on You Crazy Diamond (Parts I-V)
Syd Barrett ist ins Studio geschlendert, als seine alte Band gerade ihre Symphonie zu seinem Wahnsinn aufnahm.
Die majestätische Komposition sorgt mit Synthflächen und Gitarrenechos, für einen grandiosen epischen Auftakt.
Es wird Barretts verrückter Geist beschworen, mit einer perfekten Produktion und einer Atmosphäre die vorher und nachher niemand mehr hinbekommen hat.

Sheep
Was für ein aufregender 10-minütige Höhepunkt mit stürmischen Orgeln und Bässen und schonungslosen Texten ("You better watch out! There may be DOGS about!").
Aber der Song kehrt zum unerwarteten glücklichen Ende, einem triumphalen Gitarrenriff das ausdrückt, dass die Tiere an der Macht doch besiegbar sind ("Have you heard the news? The DOGS are dead!")

Comfortably Numb
Die ultimative und gewaltigste Power-Ballade der Floyds, nein der Rockgeschichte.
Sowohl kleine Soundeffekt, wie der "Nadelstich", als auch das übergroße Schlussgitarrensolo, dass Gilmour mit einer solchen unbestrittenen, stratosphärischen Meisterschaft spielt, machen den Song zu einem göttlichen Musikstück.

Interstellar Overdrive
Interstellar, dunkel und tief ist dieses instrumentale Opus der Syd-Ära ohne Zweifel.
Eine zehnminütige Abfahrt von Barretts genialstem Riff, mit einem atemberaubenden Zwischenteil, voller miauenden Gitarren und zwitschernden Orgeln.
Längst hat man das Zeitgefühl verloren, kehrt das Stück zum Leben zurück und endet mit einem Stereo-Panning-Reprise.

Careful With That Axe, Eugene
Ein Psychedelic-Rock-Freakout aus dem Lehrbuch.
Die ersten drei Minuten bauen sie eine unheimliche Atmosphäre auf ,pumpender Bass und eine bedrohliche Orgel schwillt, bevor Waters das böse Omen des Songs flüstert und dann der Song mit seinem Schreien explodiert - ein Hurrikan bricht aus!

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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76121Beitrag Oracle
09.01.2020, 00:05

Was sind für euch die besten, genialsten, liebsten Pink Floyd Songs?

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Vertigo
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76140Beitrag Vertigo
09.01.2020, 17:24

Die besten Songs vermag ich nicht zu sagen, das ist ja vermutlich für jeden anders. Aber meine Lieblingssongs kann ich listen:

Interstellar Overdrive:
Das Grundriff ist simpel und extrem effektiv. Ein ideales Vehikel um darüber zu jammen. Hab ich mich nie davon abgehört, definitiv die Geburt des Space-Rock für mich noch lang bevor Hawkwind das spielten

Set The Controls For The Heart Of The Sun:
Seit ich den Song in der Pompeii Liveversion das erstemal hörte hat mich das gefangen. Diese mystische Atmosphäre die sich durch den Song zieht jagte mir eine Gänsehaut über den Rücken. Die Studioversion ist gut, aber in den Liveversionen bis zu 15 Minuten rum entfaltet der Song seinen Sog. Ich liebe außerdem Nicks live gespielten Loop mit den Paukenschlegeln auf dem Drumset

A Saucerful Of Secrets:
Die ganze Essenz der frühen Floyd. Vom schrägen, fast entnervenden Experiment bis zur hymnisch alles in Freude auflösenden Coda ist da alles drin was frühe Floyd ausmachten. Auch einer von dem ich nie genug bekomme

Cymbaline:
Beckenchen? War das der Kosename für ein Mädel? Ich mochte diesen kleinen Pop-Song jedenfalls immer sehr, einfach die Stimmung

Grantchester Meadows:
Oh wie lieb ich den. Kann man einen faulen Sommertag auf ner Wiese am Wasser besser einfangen? Roger hat hier die Stimmung seiner Studenten-Sommer perfekt umgesetzt

Careful With That Axe, Eugene:
Für mich einer der umheimlichsten Songs überhaupt. The One Chord Wonder, wie er in Floyd-Kreisen hieß, weil sie nur auf einem Akkord das Stück unglaublich spannend vorwärts treiben. Eine dichte, beklemmende Atmosphäre wird kreiiert, während Roger den Eugene warnt vorsichtig mit der Axt zu sein. Und dann dieser markerschütternde Schrei. Das Stück ist ein knapp 6 bis 8 Minuten Horrorfilm, je nach Version, und immer ein Volltreffer. Ich kenn nix vergleichbares von keiner Band

Atom Heart Mother:
Schlicht ein Meisterwerk für mich. Das erstemal, dass ich mich mit Orchestermusik auseinandersetzte. Eines dieser Musikwerke, dass ich damals beim ersten Hören extrem sperrig und schwierig fand und das sich mit jedem Hören mehr und mehr in höchsten Genuß auflöste. Schlichte Schönheit für mich, hör ich mir auch gern mal dreimal hintereinander an, wie auch....

Echoes:
Der absolut perfekte psychedelisch-progressive Longtrack. Von der Einleitung mit dem Echolot, den elegischen Strophen, über den treibenden Mittelteil mit den Möwengeräuschen, welche zur surrealen Meeresatmosphäre beitragen, vorwärts getrieben von Rogers Bass zur Wiederkehr der Elegie und der Auflösung in Schönheit. Besser gehts nicht in Lang.

One Of These Days:
In der Liste der Lieblings Bass-Riffs muß der mit ganz vorne sein. Der Bass durch die Echokammer gejagt treibt und trägt das ganze Stück. Das verfremdet hingeworfene "One Of These Days I'm Going To Cut You Into Little Pieces" erzeugt bei mir dann ein "Careful..." Deja-Vu. Auf andere Art ähnlich unheimlich

A Pillow Of Winds:
Wohl meine Lieblingsballade der Floyds mit "Grantchester Meadows" zusammen. Wie nach dem dräuenden "One Of These Days" dieser Hauch von Wind ins Hörbild tritt finde ich immer wieder genial. Wieder so eine Sommer auf der Wiese Stimmung für mich.

Obscured By Clouds / When You're In:
Die Sounds und die Stimmung habens mir wieder angetan. Schade find ichs nur, weil ich das Gefühl habe, da hätte mit Geduld wieder was ganz großes draus werden können. Aber ich hör das Songdoppel auch so immer wieder gerne

The Great Gig In The Sky:
Macht mich immer wieder fertig. Es geht ja eigentlich um den Tod, aber so wie Claire Torry (ich mein die wars) das hier interpretiert gehts eben auch um den kleinen Tod, den Orgasmus. Der Beweis dass eine Stimme allein sogar ganz ohne Text aus einem ganz netten Stück etwas absolut besonderes machen kann

On The Run:
Da steh ich einfach auf diese frühen Synthie Spielereien, auf die verwendeten Sounds. Und der Hubschrauber der dir von links nach rechts durch den Kopf jagt bleibt genial

Us & Them:
Die getragene Atmosphäre - Floyd ist für mich einfach Atmosphäre - ists hier. Dazu die Saxophoneinwürfe, die inbrünstiger kommen als der Song es erwarten lässt, nur um dann wieder in diese schläfrige Stimmung zurückzufallen. Ein ganz typisches Floyd-Stück, welches für David Gilmour wohl irgendwie zur Blaupause seiner späteren Idee von Floyd wurde hab ich so das Gefühl

Welcome To The Machine:
Ja klar, "Shine On..." ist an sich der Höhepunkt dieses Albums, aber mein Höhepunkt war immer das hier. Ich liebe alte Industriehallen. Riesige Turbinen, Eisenträger, gedämmte Lampen, das Rattern von Förderbändern und dampfende, stampfende Maschinen, die wie Relikte einer bereits untergegangenen Zukunft wirken. Das alles hat das Stück für mich, ein Hörspiel für meine Phantasie. Einer meiner ganz großen Floyd-Lieblinge

Dogs:
In Sachen eng zusammenhängender funktionierender Longtrack die Nummer 2 hinter "Echoes". Würde auch zur Nr. 1 taugen wenn "Echoes" nicht soo riesengroß wäre. Aber bei "Dogs" passt alles. Nie war Gilmour rockiger als hier und allein das ist schon die halbe Miete. Dazu liebe ich den Text hier sehr, eine messerscharfe Betrachtung vieler Karrieremenschen. Außerdem mag ich die aufeinander aufbauende Dramatik des Stückes, die wirklich hin zu einem Höhepunkt treibt.

Sheep:
Das ander Animal ohne dem es nicht geht. Wiedermal treibender Bass von Roger, verfremdeter Gesang, noch einmal eine Meisterleistung von Rick Wright und dann noch den Psalm 23 mit verändertem Text eingebaut, ein Geniestreich das Stück.

Comfortably Numb / Run Like Hell:
"The Wall" ist ja für mich eine komplette Meisterleistung ohne Ausfall. Da ist jeder Song wie er sein muß, ob als kleine Überleitung oder als Hauptsong gedacht. Wenn ich aber welche rausnehmen muß, dann diese beiden. "Comfortably Numb" hat ganz alleine die stadionrockgeeignete Powerballade erfunden. Da stimmt alles und Davids Solo ist sein schönstes Solo überhaupt. Dazu der Text, welchen ich auch immer sehr berührend finde. Pink ist fertig, will nur noch angenehm betäubt rumlümmeln, muß aber wieder raus an die Front, das Geschäft ruft. Die emotionale Tragik welche Stardasein mit sich bringen kann hat Roger hier sehr schön ausgedrückt, in Wort und Ton.
"Run Like Hell" ist dann wieder eine dieser bedrohlichen Meisterleistungen die Roger eben auch konnte. Huh was für ein fieser Text. So gehetzt wie die Musik. Ja, lauf wie der Teufel, sonst kriegen sie dich und genau das vermittelt Text und Musik perfekt. Gilmour hatte recht, als er die beiden Wall-Songs rausgriff für seine eigenen Liveshows. Wenn man welche rausnehmen wollte, dann die beiden. Aber wie gesagt, "The Wall" ist komplett genial. Ein textliches konzeptuelles Meisterwerk von Roger.

When The Tigers Broke Free:
Puh, kann ich nicht hören ohne zu heulen. Die naiv wirkende und darum so unglaublich anrührende Sicht des kleinen Jungen auf die Ereignisse die seinem Vater das Leben gekostet haben. Vielleicht heul ich da weil mein Vater auch in diesem Krieg war, zwar zurückkam, aber irgendwie nie wieder richtig ankam im normalen Leben. So hab auch ich immer empfunden, meinen Vater verloren zu haben.

The Dogs Of War:
Schau an, Gilmour kann ja doch auch mit schwierigen Themen. Nur dass es textlich nicht so unglaublich unter die Haut geht wie bei Roger. Aber die von Streichern vorwärts getriebene Wutballade über die Kriegstreiber der Welt gehört zu den wenigen Höhepunkten der Gilmour-Floyd Ära für mich.

Sorrow:
Das Gitarrenintro - vor allem live - bringt den Song auf den Weg und auch wenn da dann nix vergleichbares mehr passiert, hat das Stück Größe, nicht zuletzt eben wegen des genialen dramatischen Intros

High Hopes:
Die Division Bell machts hier. Noch einmal gelingt Gilmour diese typische elegische Floyd-Atmosphäre. Die Idee mit der Glocke ist toll! Ich liebe Glockenklänge!! Ein wehmütiger Blick zurück....the sun was brighter, the grass was greener - so empfind ich das Stück. Sowas mag ich.

Keep Talking:
Das soulige Stück um Kommunikationsschwierigkeiten ist ein weiterer Favorit von mir. Die Talk-Box wird sinnvoll eingesetzt und der Refrain zusammen mit den Mädels hängt sich bei mir fest. Das war das erste Stück, dass ich damals vom kommenden Floyd-Album im Radio hörte und drum war ich überzeugt, dass das Album mir gefallen wird. Hat dann aber lang gedauert, weil das Album zwar als ganzes schön ist, aber so richtige Höhepunkte eben nicht vorhanden sind. Doch die Atmosphäre ist hier ein letztesmal dicht und rundum stimmig, im Gegensatz zum Vorgängeralbum
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76144Beitrag Oracle
09.01.2020, 19:44

gehört Shine on... bei dir nicht zum PF-Hauptwerk?

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Vertigo
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76161Beitrag Vertigo
10.01.2020, 09:09

Oracle hat geschrieben:
09.01.2020, 19:44
gehört Shine on... bei dir nicht zum PF-Hauptwerk?
Schon, aber ich hab mich von dem ein wenig abgehört. Wenn ichs mal wieder rauskrame gefällts mir nach wie vor gut, aber ich wähle in der Regel andere Stücke zum anhören, wenn ich nur einzelne Songs wähle. Und auf der "Wish..." ist das z.B. immer "Welcome To The Machine", da lieb ich jeden Ton
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76171Beitrag AusDemWegIchBinArzt
10.01.2020, 19:05

1. Astronomy Domine: Das war unwissentlich mein erster Kontakt mit Pink Floyd, weil das Stück jahrzehntelang die Titelmelodie der ARD-Sendung "Brennpunkt" gewesen ist. Ich war 8 oder 9, als ich das Stück erstmals bewußt registriert habe (vermutlich, weil meine Eltern die Sendung gerade ansahen), ohne natürlich eine Ahnung zu haben wer das ist, geschweige denn von Psychedelic Rock überhaupt. Aber irgendwie hat sichs im Kopf festgesetzt und umso größer einige Jahre später dann die Überraschung, als ich - musikalisch mittlerweile deutlich weitergebildet und gefestigt - feststellte, dass Pink Floyd dahintersteckten. Großartige Nummer. 8-)

2. Interstellar Overdrive: Aus meiner Sicht die ultimative Ausgangsbasis für treibenden, exzessiven, halluzinogen durchtränkten Space Rock. Neben "Astronomy Domine" für meine Begriffe DAS Stück des ansonsten ziemlich wirren, inhomogenen Debüts.

3. Apples And Oranges: Ein kleines, simples, angenehm unspektakuläres Stück mit typischer Sixties-Atmosphäre, das ich aber immer sehr mochte und welches eine eigenwillige Stimmung besitzt, die ich nicht unbedingt beschreiben, der ich mich aber auch nicht entziehen kann. Es verströmt einfach so ein charmant unschuldiges Feeling, wie ich finde.

4. Arnold Layne: Im Prinzip gilt hier musikalisch ähnliches wie bei "Apples And Oranges", nur dass ich in diesem Fall auch noch den skurrilen Text über einen Damenwäschedieb-/fetischisten so herzerfrischend und angenehm schräg finde.

5. Let There Be More Light: Ist bis heute mein Lieblingsstück auf "Saucerful...". Hier laufen Pink Floyd erstmals zu absoluter Hochform auf. Eine weniger wüste Form jenes psychedelischen Rocks, wie er noch auf dem Vorgängeralbum zu finden war....dafür deutlich sphärischer, ätherischer, schwebender und daher schon in Richtung des zukünftigen Sounds weisend.

6. Set The Controls For The Heart Of The Sun: Das zweite Highlight auf "A Saucerful Of Secrets". Mystisch und düster, während beispielsweise "Let There Be More Light" vergleichsweise positiv klingt. Dieses Stück lebt vor allem von seiner unheimlichen Atmosphäre, die den Hörer wie ein immer stärker werdender Sog verschlingt.

7. Careful With That Axe, Eugene: Ein absoluter Klassiker, der mit zum besten gehört, was die frühen Pink Floyd je verbrochen haben. Quasi eine psychedelische Urschrei-Therapie. Der Song windet sich genüßlich in aller Breite durch die Eingeweide, lebt von einer sich unermüdlich steigernden Spannung und knisternder Intensität, um sich schließlich mit einer für PF-Verhältnisse schon fast ungewohnten Brachialität zu entladen. Eines dieser Stücke, von denen ich nie genug bekommen kann. :yahoo:

8. Fat Old Sun: Ruhig, entspannt und eher melancholisch gehalten, ist das eines der wenigen von mir geliebten Stücke auf "Atom Heart Mother".

9. One Of These Days: Pulsierend, mäandernd, düster, wuchtig, basslastig....dazu ein im übrigen PF-Kontext vergleichsweise heftig rockendes Stück, welches dennoch ganz dem experimentellen Geist der Band verpflichtet bleibt und einen unsterblichen Klassiker par excellence darstellt. Mir gehts da ähnlich wie Jürgen, ich fühle mich manchmal an "Careful with that Axe, Eugene" erinnert.

10. Obscured By Clouds: Mehr eine unheimliche Soundcollage als ein wirklich komponierter Song, aber ich mag es dennoch gerne, gerade wegen der Atmosphäre.

11. Us And Them: Vieles auf "Dark Side Of The Moon" ist mir einfach zu "schön" - zu sauber, zu poliert und zu sehr mit Effekten und Soundgimmicks überfrachtet, wobei das Album unterm Strich betrachtet von der Produktion her auch heute noch absolut state of the art ist, das steht außer Frage. Dennoch haben mich viele der Stücke als solche darauf nie so wirklich begeistert, abgesehen von "Money" (das aber stilistisch nicht zum Rest der Scheibe passt) und eben "Us And Them". Letzteres ist einfach nur wunderschön...elegant, getragen, feierlich, voller epischer Erhabenheit. Einfach zum Niederknien.

12. Shine On You Crazy Diamond: Muß man dazu noch viel schreiben ? Die Geschichte zu diesem Meisterwerk an schwebender Eleganz bzw. dem dazugehörigen Album kennt jeder (das unerwartete Auftauchen des jahrelang von der Bildfläche verschwundenen, geistig entrückten Syd Barrett während der Aufnahmesessions) und der Song ist für mich seit jeher einer der ganz großen, kosmischen Pink Floyd-Momente für die Ewigkeit, dessen Magie ich mich bis heute nicht entziehen kann. Hat sich für mein Empfinden nie auch nur ansatzweise abgenutzt.

13. Welcome To The Machine: Gehört für mich in eine Reihe mit "Shine On...." und ist ebenso ein garantierter Gänsehautlieferant, der eine ganz eigene, bedrohlich wirkende Atmosphäre zelebriert.

14. Have A Cigar Musikalisch ist es vielleicht gar nicht so herausragend wie andere Stücke auf "Wish You Were Here", aber ohne diesen quasi als Bindeglied zwischen den übrigen Kompositionen fungierenden Track würde das Album nicht vollständig funktionieren. Nicht zuletzt liegt das natürlich auch an dem wunderbar zynischen Text des Lieds, welches zudem last but not least von Roy Harpers kongenialem Gesang getragen wird.

15. Dogs: "Animals" ist zusammen mit "Wish You Were Here" mein persönliches Magnum Opus von Pink Floyd. Hier haben die Floydschen Klanggemälde ihren ultimativen Höhepunkt erreicht und beide Alben bilden für mich quasi die Blaupause für Musik dieser Art. Auf "Animals" schätze ich gerade die etwas schroffere, harschere und durchaus gitarrenorientiertere Gangart, die einerseits einen organischen, ergänzenden Kontrast zu den fließenden Synthesizer-und Orgel-Soundlandschaften herstellt und dennoch letztlich mit ihnen eine symbiotische Einheit bildet. Gerade beim abwechslungsreichen "Dogs" wird dieses Zusammenspiel auf hervorragende Art und Weise illustriert und auch hier sind es wieder nicht zuletzt die grandiosen textlichen Inhalte, die das Sahnehäubchen auf dieser fantastischen Nummer darstellen.

16. Sheep: Ich denke, das vorwärtstreibende, sinnigerweise durch blökende Schafe eingeleitet werdende "Sheep" ist mein absoluter Alltime-Lieblingssong der Band, der mit fast jazzig angehauchtem E-Piano, dominanter Basslinie, Vocodereffekten und einer Gesangsstimme gefällt, die eindringlich mit flirrenden Synthesizerklängen verschmilzt. Ein sehr dynamischer Track und ebenfalls ganz großes Kino.

17. Another Brick In The Wall: Das Stück begleitet mich im Prinzip auch schon fast mein ganzes Leben, ich finde es musikalisch und inhaltlich nach wie vor gut und auch wenn der eine oder andere jetzt vielleicht "abgenudelt" stöhnen mag, empfinde ich es in diesem Fall nicht ganz so dramatisch. Allerdings ist es auch der einzige Song, den ich auf "The Wall" mag, für den Rest des Albums konnte ich mich nie erwärmen.

18. Keep Talking: Ein letztes großes, kreatives Aufbäumen. Ein hochatmosphärisches Breitwand-Epos mit rockigen Passagen und souligen Backgroundsängerinnen, welches klassische Pink Floyd-Zutaten mit (nicht unbedingt erwarteten) neuen Einflüssen und Ideen vermengt.

19. High Hopes: Einfach eines der schönsten Lieder, die ich kenne und das mich immer wieder berührt. Das Video dazu gefiel mir übrigens auch immer ausgezeichnet.
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.


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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76190Beitrag Oracle
11.01.2020, 10:15

Ist ja interessant, dass du Apples And Oranges und Another Brick In The Wall in die engere Wahl ziehst.
Dafür aber kein Echoes, AHM oder Saucerful of Secrets

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Vertigo
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76197Beitrag Vertigo
11.01.2020, 10:33

Oracle hat geschrieben:
11.01.2020, 10:15
Ist ja interessant, dass du Apples And Oranges und Another Brick In The Wall in die engere Wahl ziehst.
Dafür aber kein Echoes, AHM oder Saucerful of Secrets
Fand ich auch interessant, bin mal gespannt auf Matthias' Erläuterungen dazu. Geht doch mehr Unterschiedlichkeit bei Floyd als man so meinen könnte
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76214Beitrag AusDemWegIchBinArzt
12.01.2020, 17:35

Ich hab die einzelnen Lieder jetzt aus meiner Sicht wie versprochen alle ausführlicher beleuchtet. Müßt ihr nochmal etwas hochscrollen. 8-)
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.


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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76222Beitrag Oracle
12.01.2020, 22:14

Poles Apart
weil "Poles Apart" mehr als jede andere Post-Animals-Veröffentlichung an die frühen Psychedelic-Songs der Band erinnert.
Das bedeutet lange Keyboard-Strecken, diese hallenden, anhaltenden Gitarrenakkorde - und segmentierten Song-Zyklen, die mühelos ineinander fließen.
Allerdings merkt man hier schon, dass die Stücke ohne Roger Waters narrativ nicht so stark waren.
Ein letztes Mal haben sie zusammen im Studio etwas geschaffen, dass an die Klasse von Saucerful of Secrets oder dem Großteil von Wish You Were Here ran kommt.
Während Amlor doch eher ein Gilmour-Werk war, klingt Division Bell endlich wieder wie Pink Floyd, wenn auch nur für einen Moment.

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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76223Beitrag Oracle
12.01.2020, 22:25

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
12.01.2020, 17:35
Ich hab die einzelnen Lieder jetzt aus meiner Sicht wie versprochen alle ausführlicher beleuchtet. Müßt ihr nochmal etwas hochscrollen. 8-)
Ja, interessante Auswahl, besonders weil nicht die Konsenskracher dominieren.
Be Arnold Layne bin ich auch noch am überlegen aber da hat vielleicht See Emily Play die Nase vorn.
Wobei es bei Floyd kaum Songs gibt die ich nervig finde, ich denke an Not now John und Take me back aber sonst.

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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76226Beitrag AusDemWegIchBinArzt
13.01.2020, 07:16

Oracle hat geschrieben:
12.01.2020, 22:25
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
12.01.2020, 17:35
Ich hab die einzelnen Lieder jetzt aus meiner Sicht wie versprochen alle ausführlicher beleuchtet. Müßt ihr nochmal etwas hochscrollen. 8-)
Ja, interessante Auswahl, besonders weil nicht die Konsenskracher dominieren.
Be Arnold Layne bin ich auch noch am überlegen aber da hat vielleicht See Emily Play die Nase vorn.
Wobei es bei Floyd kaum Songs gibt die ich nervig finde, ich denke an Not now John und Take me back aber sonst.
Geht mir ähnlich, wirklich nervig ist bei Floyd aus meiner Sicht nicht viel.....es gibt Sachen, die mich weniger ansprechen respektive die ich schwach finde, wie große Teile von "The Wall" oder "The Final Cut" beispielsweise....aber richtig nervtötend finde ich nur wenig - sowas wie etwa "Corporal Clegg"....
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76228Beitrag Vertigo
13.01.2020, 08:47

Ich muss doch noch "Astronomy Domine" dazunehmen und zu "Shine On..." hatte ich ja schon gesagt, dass das auch dazugehört. Aber bei "Astronomy Domine" gings mir genau so wie dem Matthias, hatte ich ganz vergessen. Das war auch bei mir das erste Lied von Floyd, das ich je gehört habe ohne zu wissen, dass das Pink Floyd ist. Da hatte ich sogar dann schon Floyd-Platten im Schrank und wußte das noch nicht, bis ich bei nem Freund dann mal die "Piper" angehört hatte und da dann der "aber das ist doch das Lied von dem Fernsehmagazin"-Moment kam
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76238Beitrag Forever Old
13.01.2020, 15:53

Sehr, sehr schön ... da gefällt mir eigentlich (fast ?!) alles, was gepostet wurde.

Allerdings darf für mich die 2. Single "See Emily Play" aus 1967 auf keinen Fall fehlen, deshalb führe ich sie hier noch an. Der Song hat alles, was ein sog. Meilenstein braucht.
Und hat P.F. außerdem so richtig bekannt gemacht, zumal sogar in den Charts gelandet ---> das war seinerzeit eine richtige Offenbarung gewesen. :rainbow:
Music Is The Healing Force Of The Universe (Albert Ayler)

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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76246Beitrag AusDemWegIchBinArzt
13.01.2020, 18:50

Forever Old hat geschrieben:
13.01.2020, 15:53
Sehr, sehr schön ... da gefällt mir eigentlich (fast ?!) alles, was gepostet wurde.

Allerdings darf für mich die 2. Single "See Emily Play" aus 1967 auf keinen Fall fehlen, deshalb führe ich sie hier noch an. Der Song hat alles, was ein sog. Meilenstein braucht.
Und hat P.F. außerdem so richtig bekannt gemacht, zumal sogar in den Charts gelandet ---> das war seinerzeit eine richtige Offenbarung gewesen. :rainbow:
"See Emily Play", ja....ich denke, der Song darf tatsächlich nicht fehlen, jetzt so im Nachhinein betrachtet. Und irgendwie mag ich auch "Cirrus Minor" recht gerne, fällt mir dabei ein.
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76249Beitrag Oracle
13.01.2020, 23:51

Forever Old hat geschrieben:
13.01.2020, 15:53
Sehr, sehr schön ... da gefällt mir eigentlich (fast ?!) alles, was gepostet wurde.

Allerdings darf für mich die 2. Single "See Emily Play" aus 1967 auf keinen Fall fehlen, deshalb führe ich sie hier noch an. Der Song hat alles, was ein sog. Meilenstein braucht.
Und hat P.F. außerdem so richtig bekannt gemacht, zumal sogar in den Charts gelandet ---> das war seinerzeit eine richtige Offenbarung gewesen. :rainbow:
War eigentlich PF 1967 schon in Deutschland bekannt?
Du hast das ja schon bewusst miterlebt.

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Oracle
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76250Beitrag Oracle
13.01.2020, 23:53

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
13.01.2020, 07:16
Oracle hat geschrieben:
12.01.2020, 22:25
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
12.01.2020, 17:35
Ich hab die einzelnen Lieder jetzt aus meiner Sicht wie versprochen alle ausführlicher beleuchtet. Müßt ihr nochmal etwas hochscrollen. 8-)
Ja, interessante Auswahl, besonders weil nicht die Konsenskracher dominieren.
Be Arnold Layne bin ich auch noch am überlegen aber da hat vielleicht See Emily Play die Nase vorn.
Wobei es bei Floyd kaum Songs gibt die ich nervig finde, ich denke an Not now John und Take me back aber sonst.
Geht mir ähnlich, wirklich nervig ist bei Floyd aus meiner Sicht nicht viel.....es gibt Sachen, die mich weniger ansprechen respektive die ich schwach finde, wie große Teile von "The Wall" oder "The Final Cut" beispielsweise....aber richtig nervtötend finde ich nur wenig - sowas wie etwa "Corporal Clegg"....
Corporal Clegg ist eigentlich so schräg, dass es schon wieder gut ist.
Allerdings passt es überhaupt nicht auf das Album, wobei ich vermute, dass sie das Album nicht zu ernst werden lassen wollten.

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Vertigo
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76258Beitrag Vertigo
14.01.2020, 08:18

Oracle hat geschrieben:
13.01.2020, 23:53
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
13.01.2020, 07:16
Oracle hat geschrieben:
12.01.2020, 22:25


Ja, interessante Auswahl, besonders weil nicht die Konsenskracher dominieren.
Be Arnold Layne bin ich auch noch am überlegen aber da hat vielleicht See Emily Play die Nase vorn.
Wobei es bei Floyd kaum Songs gibt die ich nervig finde, ich denke an Not now John und Take me back aber sonst.
Geht mir ähnlich, wirklich nervig ist bei Floyd aus meiner Sicht nicht viel.....es gibt Sachen, die mich weniger ansprechen respektive die ich schwach finde, wie große Teile von "The Wall" oder "The Final Cut" beispielsweise....aber richtig nervtötend finde ich nur wenig - sowas wie etwa "Corporal Clegg"....
Corporal Clegg ist eigentlich so schräg, dass es schon wieder gut ist.
Allerdings passt es überhaupt nicht auf das Album, wobei ich vermute, dass sie das Album nicht zu ernst werden lassen wollten.
Ich meine gelesen zu haben, dass das Rogers Versuch war, etwas schräges, das von Syd sein könnte, draufzupacken. Für sich allein genommen find ich den auch ganz nett, aber auf diesem Album stört er tatsächlich. Der passt besser auf ne Psychedelic-Kompilation mit allerlei Bands drauf
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76259Beitrag Vertigo
14.01.2020, 08:19

Oracle hat geschrieben:
13.01.2020, 23:51
Forever Old hat geschrieben:
13.01.2020, 15:53
Sehr, sehr schön ... da gefällt mir eigentlich (fast ?!) alles, was gepostet wurde.

Allerdings darf für mich die 2. Single "See Emily Play" aus 1967 auf keinen Fall fehlen, deshalb führe ich sie hier noch an. Der Song hat alles, was ein sog. Meilenstein braucht.
Und hat P.F. außerdem so richtig bekannt gemacht, zumal sogar in den Charts gelandet ---> das war seinerzeit eine richtige Offenbarung gewesen. :rainbow:
War eigentlich PF 1967 schon in Deutschland bekannt?
Du hast das ja schon bewusst miterlebt.
Bin ich gespannt was Reiner dazu schreibt. Ich hatte mal gelesen, dass die hier noch nicht wirklich bekannt waren, dass es die "Piper" nur als Import gab. Die haben wohl einzelne Leute persönlich aus London sich mitgebracht (denn da wurdest du schon drauf hingewiesen, dass du die Band sehen und das Album haben mußt) und so wurde der Name in der Szene dann hier bekannt, aber erst nur sehr moderat
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Forever Old
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76346Beitrag Forever Old
18.01.2020, 11:03

Oracle hat geschrieben:
13.01.2020, 23:51
Forever Old hat geschrieben:
13.01.2020, 15:53
Sehr, sehr schön ... da gefällt mir eigentlich (fast ?!) alles, was gepostet wurde.

Allerdings darf für mich die 2. Single "See Emily Play" aus 1967 auf keinen Fall fehlen, deshalb führe ich sie hier noch an. Der Song hat alles, was ein sog. Meilenstein braucht.
Und hat P.F. außerdem so richtig bekannt gemacht, zumal sogar in den Charts gelandet ---> das war seinerzeit eine richtige Offenbarung gewesen. :rainbow:
War eigentlich PF 1967 schon in Deutschland bekannt?
Du hast das ja schon bewusst miterlebt.
Ja, das war quasi der "Anfang" ihres Bekanntwerdens in der damaligen BRD. "See Emily Play" (übrigens die zweite Single von Pink Floyd) landete sogar in den Charts !!
Und kam dort ziemlich weit nach oben, wenn ich mich recht erinnere. Dadurch hatte es - zumindest in den "Insider-Musik-Freak-Kreisen" die ebenfalls 1967 erschienene
erste LP von Pink Floyd "The Piper At The Gates Of Dawn" ein bißerl "leicht", sich durchzusetzen. Besonders die Mund-Propaganda der Musik-Freaks einerseits und die
Lobeshymnen in den vielen unabhängigen Musik-Zeitschriften (von denen gab es unglaublich viele; teilweise selbst auf Schreibmaschine erstellt, mühsam kopiert und für
20 Pfennige oder so an Schulen, Unis, Musik-Kneipen etc. zum Verkauf ausgelegt) andererseits machten aus dieser ersten LP - in Verbindung mit der Single "See Emily
Play" - zu ... na ja, ich bin geneigt zu schreiben, richtige Erfolge. Im Verkauf und vor allem bei den Hörerinnen und Hörern. Schon ein Jahr später, 1968, galt Pink Floyd
als "Super Group". M.E. absolut zu recht ! :rainbow:

Jürgen hat schon recht: In den meisten Plattenläden musste man die LP in GB bestellen, das dauerte mitunter 2, 3 Monate, bis die Platte ankam ... :roll:

Aber alle und alles gierten ganz schnell auf die 2. LP 1968 !!!
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76365Beitrag Oracle
18.01.2020, 23:35

Forever Old hat geschrieben:
18.01.2020, 11:03

Ja, das war quasi der "Anfang" ihres Bekanntwerdens in der damaligen BRD. "See Emily Play" (übrigens die zweite Single von Pink Floyd) landete sogar in den Charts !!
Und kam dort ziemlich weit nach oben, wenn ich mich recht erinnere. Dadurch hatte es - zumindest in den "Insider-Musik-Freak-Kreisen" die ebenfalls 1967 erschienene
erste LP von Pink Floyd "The Piper At The Gates Of Dawn" ein bißerl "leicht", sich durchzusetzen.
Im Buch von Ingeborg Schober war auch die rede, dass die Düüls öfters nach London pilgerten und dort neben dem neusten Lifstyle-Klimbim die Piper und die Hapshash and the Coloured Coat importierten.
Diese beiden Alben waren dann sehr einflussreich in der aufkeimenden Münchner Szene.
Forever Old hat geschrieben:
18.01.2020, 11:03
. Besonders die Mund-Propaganda der Musik-Freaks einerseits und die
Lobeshymnen in den vielen unabhängigen Musik-Zeitschriften (von denen gab es unglaublich viele; teilweise selbst auf Schreibmaschine erstellt, mühsam kopiert und für
20 Pfennige oder so an Schulen, Unis, Musik-Kneipen etc. zum Verkauf ausgelegt) andererseits machten aus dieser ersten LP - in Verbindung mit der Single "See Emily
Play" - zu ... na ja, ich bin geneigt zu schreiben, richtige Erfolge.
Ah, sehr interessant, das machen wir heute im Internet.

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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 76373Beitrag Forever Old
19.01.2020, 16:02

Oracle hat geschrieben:
18.01.2020, 23:35
Forever Old hat geschrieben:
18.01.2020, 11:03
. Besonders die Mund-Propaganda der Musik-Freaks einerseits und die
Lobeshymnen in den vielen unabhängigen Musik-Zeitschriften (von denen gab es unglaublich viele; teilweise selbst auf Schreibmaschine erstellt, mühsam kopiert und für
20 Pfennige oder so an Schulen, Unis, Musik-Kneipen etc. zum Verkauf ausgelegt) andererseits machten aus dieser ersten LP - in Verbindung mit der Single "See Emily
Play" - zu ... na ja, ich bin geneigt zu schreiben, richtige Erfolge.
Ah, sehr interessant, das machen wir heute im Internet.
Stimmt ! :handshake:

War allerdings früher mit sehr viel Arbeit und Mühe verbunden gewesen. Und vor allem: Leutchen von "weiter weg" waren eigentlich derart kaum zu erreichen. Es sei denn, man hatte
mit der Zeit eine Art persönliches Netzwerk geknüpft und sich dann untereinander jeweils ein Heftchen mit der Post zugesandt und den anderen "erlaubt", Kopien zu erstellen. Ging aber alles
recht locker ab ... ich erinnere mich unheimlich gerne an diese antiquiert-nostalgischen Zeiten. :rainbow:

Die Mundpropaganda ging selbstverfreilich einfacher ... "Hey, weißte schon, dass im Herbst von Pink Floyd ´ne neue LP rauskommen soll ? Müssen wir bei unserem Stamm-Dealer abklären,
dass er mal auf alle Fälle 2 oder 4 oder ... LPs vorbestellt."

Das meist sehr persönliche, in der Regel sogar freundschaftliche Verhältnis zu dem Plattenverkäufer des Vertrauens spielte dabei übrigens auch eine unheimlich große Rolle. Da konnte ich /
konnten wir auch jederzeit die vom Großhändler (oder auch mal aus Übersee) zugesandten Listen der in den nächsten Monaten erscheinenden Platten einsehen und zusammen durchlesen.
Das war ganz entspannt und locker - und mit viel Vorfreude verbunden !
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nixe
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Re: Die besten Songs von Pink Floyd

Beitrag: # 79005Beitrag nixe
22.04.2020, 09:37

Sorry, ich weiß, das diese Story hier einige in- & auswendig kennen, aber es geht nicht anders:
Pink Floyd haben meinen Horizont erweitert & mich aus dem DiscoSumpf geschaufelt! Ohne sie, wäre ich nie hinter die Pforten der Wahrnehmung gekommen & hätte nie den erleuchteten Diamanten sehen können!
Ich kannte als bis dato keine longtracks & dann kam Shine on you crazy Diamond (pt.one)! OK, von einem (pt.one) wüßte ich mehrere Jahre nix.
Damals wußte ich eigentlich garnix, da keine Ansage auf meines Bruder*s TonBand war. Wie immer der große Bruder. Nur das sein MusikVerständnis auch noch im DiscoRock hängen geblieben war, also keine große Hilfe darstellte!
Aber so langsam lichtete sich der Schleier! Leider spielte da Welcome to the Machine noch keine große Rolle. Aber der holte noch gewaltig auf.
Ja, die b-side dieses Album offenbarte ich wirklich erst Jahre Später. Um Haaresbreite hätte ich (pt.two) nicht mal mit aufgenommen.
Das war also der Beginn meines musikalischen Erwachens & die Entdeckung des Art Rock!
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

!!!I like Prog!!!

!!!Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten!!!

Tschüß
nixe

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