Die besten Songs von Deep Purple

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AusDemWegIchBinArzt
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Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76531Beitrag AusDemWegIchBinArzt
30.01.2020, 07:58

Eine meiner absoluten Alltime-Lieblingsbands. Eigentlich m√ľ√üte hier das komplette Purple-Universum nebst seiner Satellitencombos Rainbow, Whitesnake, Gillan / Ian Gillan Band, Captain Beyond und Paice Ashton Lord aufgef√ľhrt werden, weil die alle gleicherma√üen gro√üartig sind. Aber ich beschr√§nke mich mal lieber auf die Hauptband - da ist das Werk auch schon umfangreich genug ;-).

Erst mal nur die vorl√§ufige Auflistung. Genauere Begr√ľndungen (bei der Menge an Songs gibts viel zu schreiben.... boys_0222 ), wie sonst auch, dann zu einem sp√§teren Zeitpunkt.


1. April: Was f√ľr ein feierliches Manifest ! Diese Perle ist einer der fr√ľhen Versuche Jon Lords, Klassik mit Rock und progressiven Ans√§tzen zu verbinden und ohne Einschr√§nkungen eine wundersch√∂ne, gehaltvolle Komposition. Wahrlich meisterhaft !

2. Bird Has Flown: Die dritte Deep Purple-Scheibe (und letzte mit Rod Evans sowie Nick Simper) markiert unter den fr√ľhen Alben am deutlichsten die Hinwendung zum harten Rock, w√§hrend die beiden Vorg√§nger noch etwas unentschlossen zwischen den Stilen pendelten und auch mit Psychedelic-, Beat-, Pop- und Prog-Einfl√ľssen experimentierten. Das etwas d√ľster angestrichene "Bird Has Flown" besitzt zwar noch nicht den H√§rtegrad der sp√§ter mit Zeugs wie "Speed King" aufgefahren wurde, ist aber definitiv ein sch√∂n treibender Rocksong mit 60ies-Flair.

3. Emmaretta: Das St√ľck war auf dem regul√§ren dritten Longplayer gar nicht vertreten, sondern wurde nur als separate Single ver√∂ffentlicht. Doch hier l√§√üt sich ein weiteres Mal die Entwicklung zur Hardrockband hervorragend erkennen. Ein knackig groovender Hardrockstampfer, der bereits alle Merkmale nachfolgender DP-Songs besitzt und daher durchaus auch mit Ian Gillan am Gesang vorstellbar w√§re. Praktisch der Culmination Point der Rod Evans-√Ąra.

4. Speed King: Einer meiner ewigen Lieblingssongs. Wirkt auch im Jahre 2020 genauso garstig wie zum Zeitpunkt seiner Entstehung und mu√ü unter damaligen Verh√§ltnissen geradezu Schockwirkung besessen haben. Hier beginnt die Phase Deep Purple 2.0. Der gesanglich sensationell auftrumpfende junge Ian Gillan kreischt sich in diesem Monster von einem Song die Seele aus dem Leib, die dominante Orgel knirscht und knarzt b√∂sartig durch diesen musikalischen Orkan und schon die fiese, kakophonische Einleitung des St√ľcks bl√§st einem nach wie vor zuverl√§sig die Schmalzkruste aus den Ohren. Unterm Strich ist das strukturell eigentlich ein Rock¬īn¬īRoll-Song, aber auf ein v√∂llig neues Level gehoben und so unfassbar aggressiv und explosionsartig dargeboten, dass man hier eigentlich wirklich den endg√ľltigen Startpunkt von Hardrock und Heavy Metal gleichzeitig sehen muss. Einfach nur geil.

5. Flight Of The Rat: Ein weiteres Lieblingsst√ľck von mir, auf das tendenziell √§hnliches zutrifft wie auf "Speed King". Ein rasante Abfahrt wie aus dem Bilderbuch: Schnell, hart, laut und gepr√§gt durch exzellente Gitarren-/Orgel-Duelle sowie Gillans abermals herausragenden Gesang.

6. Into The Fire: Ebenfalls ein Paradebeispiel f√ľr spannungsvollen, zeitlosen Hardrock, der mit wenigen Mitteln viel mehr erreicht als die meisten heutigen Bands mit ihren unz√§hligen technischen M√∂glichkeiten. Rau, druckvoll, und etwas schleppend schiebt der Song nach vorne, um dann im Refrain kurzzeitig zu explodieren.

7. Hard Lovin¬īMan
: Das ist reinrassiger Proto-Metal aus einer Zeit, als der Terminus Heavy Metal eigentlich √ľberhaupt noch nicht wirklich existierte. Feuriger, unerbittlich vorantreibender Groove und eine ungez√§hmte, wilde Aggression kennzeichnen diesen Brecher von einem Song.
Einfach hinreißend.

8. Fireball: Der gnadenlos vorw√§rtspreschende Opener des gleichnamigen Albums setzt das Strickmuster des "In Rock"-Materials nahtlos fort und begr√ľndete zudem die - unwahre - Legende vom sogenannten "crazy foot".....man war der Meinung, Ian Paice habe die rasante Double Bass-Attacke (so ziemlich die erste in der Rockmusik √ľberhaupt) mit nur einem Pedal auf einer einzigen Bassdrum gefahren und lange Zeit lie√ü man die Welt auch in diesem Glauben, bis Paice im R√ľckblick mal irgendwann mit dem Ger√ľcht aufr√§umte und erkl√§rte, das Ganze sei v√∂llig normal mit zwei Pedalen und zwei Bassdrums entstanden. Im Studio habe noch eine Bassdrum von Keith Moon herumgestanden, die habe er sich zu seiner eigenen dazugeholt. Theoretisch habe er das technisch gesehen zwar auch mit nur einem Fu√ü hinbekommen k√∂nnen, aber dann h√§tte einfach der n√∂tige Druck gefehlt. Wie auch immer, "Fireball" macht gleich mal zu Beginn richtig klar, wie man schwarze Streifen auf dem Asphalt hinterl√§√üt.

9. Fools: EInes der sch√∂nsten St√ľcke von Purple √ľberhaupt. Der Song beginnt ruhig, steigert sich allm√§hlich in der Intensit√§t und offenbart letztlich die Strukturen eines progressiv angehauchten Hardrock-Krachers, der nicht nur von Gitarrenriffs, sondern auch gleichwertig von Jon Lords grandioser Orgel gef√ľhrt wird. Im Mittelteil wird es ruhiger und das St√ľck m√§√§andert durch psychedelisch anmutende Klangwelten, bevor es wieder an Fahrt aufnimmt und schlie√ülich seinem Finale zugef√ľhrt wird. Ganz ganz gro√ü.

10. Highway Star: Harter und doch l√§ssiger Dampfhammer-Rock¬īn ¬īRoll wie aus dem Bilderbuch, wobei die Studioversion die eigentliche Klasse nur erahnen l√§√üt, da sie etwas schaumgebremst daherkommt. Wirklich furios zur Geltung kam und kommt das St√ľck nach wie vor erst in der entfesselten Livedarbietung, wovon es zahlreiche auf Konserve festgehaltene Zeugnisse gibt (besonders erw√§hnenswert seien hier z.B. die Versionen aus Tokio 1975 oder Long Beach 1976).

11. Maybe I¬īm A Leo: Eigentlich ein gutes Beispiel daf√ľr, dass Purple auch schon mit funkigen Elementen jonglieren konnten, bevor sie dann mit Hughes und Coverdale ganz exzessiv auf diese Schiene eingeschwenkt sind. Hier kommt das alles aber noch etwas fluffiger, lockerer und weniger aggressiv r√ľber als sp√§ter dann, irgendwie spielerischer. So oder so ist das aber einfach ein richtig guter Song.

12. Pictures Of Home: Der Song verstr√∂mt eine leichte, durchaus anheimelnde und w√§rmende Melancholie, ist melodisch √ľberzeugend und besitzt einfach einen sch√∂nen Fluss sowie einen gewissen Swing, was mir in der Gesamtkombination immer ausnahmend gut gefallen hat.

13. Smoke On The Water: Ja ja, ich wei√ü, die meisten werden "langweilig" oder "abgenudelt" schreien - handelt es sich hier doch quasi um DAS (meistzitierte) Purple-Signatureriff √ľberhaupt. Die Geschichte hinter dem Song kennt eh jeder, da brauche ich nicht weiter drauf einzugehen. Unterm Strich ist und bleibt ein sch√∂ner, straighter Hardrock-Klassiker, der ebenso wie "Highway Star" eigentlich erst live so richtig zur Geltung kommt, weil die Studiovariante im Vergleich etwas ladegehemmt wirkt.

14. Lazy: Ein angejazzter, beschwingter Rock¬īn¬īRoll-Song, der im Verlauf m√§chtig Dampf entwickelt und viel Raum f√ľr Improvisation l√§√üt, was nat√ľrlich gerade live viele M√∂glichkeiten bietet. Gillan pr√§sentiert sich in absoluter Hochform und auch die √ľbrigen Instrumentalisten sind kaum zu bremsen in ihrer Spielfreude, das wird bereits auf der Studioaufnahme mehr als deutlich. Macht immer wieder Spa√ü.

15. Mary Long: Eine sch√∂ne, eing√§ngige Hardrock-Nummer mit ansprechender Melodief√ľhrung und qualitativ sicherlich einer der st√§rksten Songs auf dem etwas durchwachsenen "Who Do We Think We Are"-Album (1973).

16. Burn: Mit den beiden neuen im Team, Coverdale und Hughes (anstelle von Gillan und Glover) wuchsen Purple √ľber sich hinaus und zeigten ganz neue Facetten ihrer Schaffenskraft, die sich vor allem in einer deutlichen Hinwendung zu funkigen und souligen Elementen manifestierten. Der st√ľrmische Titelsong des 74er Albums ist hingegen noch frei von diesen neuen Bestandteilen und bietet einfach hochkar√§tigen, virtuosen Hardrock alter Purple-Schule, der zudem auch gewisse Einfl√ľsse aus der europ√§ischen Klassik nicht leugnen kann. Das St√ľck wird kraftvoll und heavy intoniert, kommt aber trotzdem nicht so brachial und archaisch wie fr√ľheres Material der "In Rock-"/"Fireball"-√Ąra daher, sondern wesentlich feingliedriger. Einer der ganz gro√üen Purple-Momente, der nicht zuletzt von brillianten Gitarren-und Orgelpassagen lebt.

17. Might Just Take Your Life
: Hier schl√§gt die neue musikalische Schlagseite erstmals in voller St√§rke durch. In eine bluesig-soulige Grundierung eingebetteter Hardrock wird hier geboten, der mit unversch√§mter L√§ssigkeit gespielt und durch eines der besten Orgelriffs gepr√§gt wird, die Jon Lord jemals erdacht hat. Das St√ľck swingt, groovt und zeigt nicht zuletzt den jungen David Coverdale von seiner besten Seite.

18. Lay Down, Stay Down: Ebenfalls durch soulige Elemente aufgewertet treibt der Song schärfer und eine Spur aggressiver voran als das etwas entspanntere "Might Just Take Your Life", zudem entfaltet sich hier der gesangliche Kontrast zwischen Coverdale und Glenn Hughes besonders schön, die damals beide stimmlich absolut auf der Höhe waren.

19. Sail Away: Ein oftmals √ľbersehenes Meisterwerk und somit quasi ein unbekanntes Highlight auf "Burn" - gleichwohl eben aber gerade einer meiner definitiven Inselsongs von der Band. Harter, eher d√ľster und nicht ganz undramatisch in Szene gesetzter Funkrock, der auf mich seit jeher wie der Soundtrack zu einem 70er Jahre-Abenteuerfilm wirkt und zuverl√§ssig Kopfkino bei mir ausl√∂st. Ein Song, der mich jedesmal wieder auf eine Reise mitnimmt.

20. Mistreated: Was soll man dazu noch gro√ü schreiben ? Gr√∂√üer gehts nicht mehr, massiver und theatralischer kann man harten Blues nicht in Szene setzen ! Was f√ľr ein Monster von einem Song ! Eine Komposition, die einem nach wie vor durch Mark und Bein f√§hrt und daf√ľr sorgt, dass sich die K√∂rperbehaarung senkrecht aufstellt. Schleppend, wuchtig, voller Drama und gesanglich das beste, was David Coverdale jemals in seinem Leben abgeliefert hat. Schon die Studioaufnahme l√§√üt einem fast den Atem stocken, doch in den Liverversionen steigert sich die Intensit√§t geradezu bis ins Unerme√üliche - mehr, als das menschliche Hirn √ľberhaupt zu verarbeiten im Stande ist. Nicht ohne Grund wurde dieses √úberwerk auch von anderen Bands aus dem unmittelbaren Purple-Umfeld regelm√§√üig bei Konzerten gespielt, beispielsweise von Rainbow oder Whitesnake. Selbst Ronnie James Dio hat es nach seiner Rainbow-Zeit noch oft bei Auftritten mit seiner eigenen Band in Szene gesetzt. Ein Zeichen f√ľr die Qualit√§t und Zeitlosigkeit dieses einzigartigen Geniestreichs.

21. Coronarias Redig: Ein etwas unbekannteres Instrumental (lediglich beim "Ahaaahahahaaa..." des Quasi-Refrains ist Coverdales Stimme kurz vernehmbar), welches immer etwas unter dem Radar lief...wurde im Original lediglich als B-Seite der "Might Just Take Your Life"-Single veröffentlicht und tauchte dann erst viel später auf der einen oder anderen Best-Of wieder auf (z.B. auf dem 3CD-Set "Platinum Collection"). Eine schön knackig eingespielte, leicht tänzelnde Funk Rock-Nummer, die ich immer wieder gerne höre und die zweifellos auch ganz regulär auf die "Burn"-Scheibe gepasst hätte.

22. Stormbringer: Ein grandioser Albumauftakt ! Hinsetzen, Augen schlie√üen, abheben ! Ein harter, energischer Rocksong der klassischen Deep Purple-Schule, angetrieben durch ein donnerndes Gitarrenriff. Ein Wahnsinnsst√ľck, im wahrsten Sinne des Wortes aufw√ľhlend wie ein schwerer Sturm.

23. Hold On: Funky, groovy, im Refrain fast etwas gospelig und insgesamt durchaus mit einem gewissen Pop-Appeal gesegnet, stehen hier vor allem der h√ľpfende Bass von Glenn Hughes und Jon Lords E-Piano im Mittelpunkt. Ritchies Gitarre hingegen ist nur sehr untergeordnet wahrnehmbar, abgesehen von einem kurzen, aber engagiert gespielten Solo. Feines St√ľck.

24. Lady Double Dealer: Hier gehts wieder schnell, intensiv und gitarrenlastig zur Sache. Ein klassischer Deep Purple-Hardrocktrack wie aus dem Bilderbuch - die alte "Fireball"-/"Highway Star"-"/Burn"-Schule eben und dabei kein St√ľck schlechter als die genannten.

25. The Gypsy: Ein wunderbares St√ľck. Melodi√∂s, leicht melancholisch, voller Leidenschaft, dabei trotzdem groovebetont und leicht angefunkt. Ritchies Gitarre f√ľhrt dabei durch das Hauptmotiv, untermalt von Jons Orgel.

26. Soldier Of Fortune: Ein gef√ľhlvolles Manifest vom Allerfeinsten, mit √ľberragendem Coverdale-Gesang. Diese Ballade ziehe ich dem allm√§chtigen "Child In Time" in jeder Hinsicht vor! Nicht ohne Grund, hat Coverdale den Song sp√§ter auch mit Whitesnake noch oft genug intoniert. Ist eben was ganz besonderes. 8-)

27. Comin¬īHome
: Ein l√§ssig groovender Rock¬īn¬īRoll-Song als Opener des von den Fans seinerzeit kontrovers aufgenommenen "Come Taste The Band"-Albums, welches heutzutage zum Gl√ľck und v√∂llig zu recht rehabilitiert ist. Tip: Bei der ge-remasterten Version kommen die Orgel und einige feine Details noch besser zum Vorschein.

28. Lady Luck: Purple goes Funk in Reinkultur. Das, was man auf "Burn" und "Stormbringer" begonnen hatte, wurde auf "Come Taste The Band" zur Vollendung gef√ľhrt, ma√ügeblich getragen durch das Duo Coverdale/Hughes. Sehr zum Leidwesen von Blackmore, der nicht zuletzt deshalb den Dienst quittierte und daf√ľr Rainbow ins Leben rief. Ein feiner Song: Kurz, pr√§zise, knackig, eing√§ngig auf den Punkt gespielt.

29. Gettin¬īTighter: Von einem Monstergroove getragene Hughes-Komposition, die das Thema Funk einmal mehr in den Mittelpunkt r√ľckt. Sowohl sexy, als auch aufgrund der knallharten Spielweise geradezu brachial. Hard Funk at it¬īs best.

30. Love Child: √Ąhnliches gilt auch f√ľr das schleppend-funkige "Love Child", welches im Mittelteil zudem mit einem spacigen Synthiepart
√ľberzeugt. Ebenfalls eines meiner ewigen Lieblingsst√ľcke von Purple. Groovig, beinhart und doch voller Seele. W√§chst √§hnlich wie "Gettin¬īTighter" live √ľber sich hinaus - eine Schande, dass Purple solche St√ľcke aus der Mk.III/IV-√Ąra heute nicht mehr spielen, weil gewisse Personen (Gillan/Glover) eifers√ľchtelig was dagegen haben.

31. You Keep On Moving: Boah, was ist das f√ľr eine g√∂ttliche Komposition ! Eines der besten 10 St√ľcke, die Purple jemals verbrochen haben !
Die dominante Basslinie, der eher verhaltene, gef√ľhlvolle Gesang von Coverdale/Hughes, die sukzessive Steigerung bis hin zum eruptiven Ausbruch - das ist ganz gro√ües Kino, wie es heute kaum noch eine Band hinbekommt ! Eine Wahnsinnsnummer, ein G√§nsehautgarant par Excellence !

32. Cry Free: Das St√ľck entstammt den "In Rock"-Sessions, landete dann aber doch nicht auf der Scheibe (warum eigentlich nicht ?), sondern kam erst 1977 auf der Outtake-und sonstwas-Sammlung "Powerhouse" zum Vorschein. Einfach ein grandios geradeaus bretternder, famoser Hardrock-Song, nicht mehr und nicht weniger, der meines Erachtens auch ganz regul√§r auf "In Rock" gepasst h√§tte, weil er qualitativ nicht schlechter als die √ľbrigen Songs ist !

33. Knocking At Your Back Door
: Die Reunionphase der Mk.II-Besetzung finde ich auch aus heutiger Sicht immer noch richtig gut. DIe Band hatte es mit der "Perfect Strangers-"Comebackscheibe geschafft, ihren ureigenen Sound in die 80er zu transportieren ohne die Wurzeln zu verleugnen, konnte aber trotzdem glaubw√ľrdig neue Akzente setzen, die nicht aufgesetzt wirkten und der Gruppe das √úberleben neben den ganzen zwischenzeitlich aus dem Boden geschossenen Heavy Metal-Bands sicherten. Das flotte "Knocking At Your Back Door" ist ein Paradbeispiel f√ľr gelungenes Songwriting und kann quasi stellvertretend f√ľr die 80er-Jahre-Purple betrachtet werden, wobei es sich vor den 70er Klassikern in keinster Weise verstecken muss.

34. Under The Gun
: Eine flotte, melodi√∂se Nummer mit unwiderstehlichem Drive und einmal mehr durch Ritchie Blackmore einflie√üende klassische Elemente. Erstklassiger 80√≠es Hardrock at it¬īs best !

35. Perfect Strangers: War "Smoke On The Water" der Signature-Song der 70er, so gelang es, das gleiche im folgenden Jahrzehnt mit dem Titelsong der "Perfect Strangers"-Scheibe zu wiederholen. Ein unantastbarer Kracher, der bis heute unverzichtbar in der Setlist ist und auf Augenhöhe mit den Klassikern der 70er Jahre steht. Ein orientalisch angehauchter Mid Tempo-Stampfer der edelsten Sorte, geprägt durch satte Orgelklänge und brillianten Gillan-Gesang.

36. A Gypsy¬īs Kiss: Ein weiteres Paradebeispiel daf√ľr, wie Deep Purple in den 80er Jahren neue, zeitgem√§√üe Akzente setzen konnten, ohne ihre ureigene Identit√§t zu verleugnen. Flotter 80ies-Hardrock im allerbesten Purple-Stil.

37. Wasted Sunsets: Auch in den 80ern zeigte sich die Band imstande, absolute Megaballaden zu kreieren, wie das v√∂llig unkitschige "Wasted Sunsets" zeigt, welches gleichzeitig eines der √ľbersehenen Highlights der "Perfect Strangers"-Scheibe darstellt.

38. Bad Attitude: "The House Of Blue Light" als zweites Album nach der Mk.II.Reunion setzt zwar den "Perfect Strangers-"Stil weitestgehend fort, wirkt aber leider nur zu oft wie eine Resterampe nicht verwendeter und eher zweitklassiger Ideen f√ľr das legend√§re Vorg√§ngerwerk, leidet zudem unter einem d√ľnnen Sound und kann somit das Niveau der Comebackscheibe nicht auf ganzer L√§nge halten. Zuviel Durchschnitt und unausgegorenes tummelt sich unter den Songs, zudem waren sich die alten Intimfeinde Blackmore und Gillan nach anf√§nglicher Harmonie zu diesem Zeitpunkt auch schon l√§ngst wieder nicht mehr gr√ľn, was sicherlich dem Entstehungsprozess nicht zum Vorteil gereichte. Dennoch finden sich hier und da kleinere Preziosen, wie zum Beispiel "Bad Attitude". Ein Song, der qualitativ ohne weiteres auf "Perfect Strangers" gepa√üt h√§tte und als einer der wenigen "House Of Blue Light"-Songs das Niveau besagter Scheibe aufrechthalten kann. Tip: Da die Studioversion soundm√§√üig wie gesagt etwas blutleer und verhalten wirkt, den Song in der LIvefassung von "Nobody¬īs Perfect" (1988) genie√üen - da entfaltet der Song erst seine wahre Gr√∂√üe. K√∂nnte die Band gerne auch heute mal wieder live ausgraben.

39. Hard Lovin¬īWoman: Hier gilt prinzipiell das Gleiche wie f√ľr "Bad Attitude": Eine oft √ľbersehene und leider mittlerweile etwas in Vergessenheit geratene Perle der insgesamt ansonsten d√ľrftig ausgefallenen "House Of Blue Light"-Scheibe, quasi das zweite (rar ges√§hte) Highlight des Albums nebst "Bad Attitude". Auch dieses St√ľck gewinnt vor allem live ("Nobody¬īs Perfect" sei abermals als Referenzalbum empfohlen!) enorm dazu und kommt erst dort zur vollst√§ndigen Bl√ľte.

40. King Of Dreams
: "Slaves And Masters", die einzige Scheibe mit Joe Lynn Turner, ist seit jeher ein Streitfall und das aus gutem Grund. Es handelt sich weitestgehend um ein eher kommerziell ausgerichtetes AOR-Album, welches nicht wirklich oft nach Deep Purple klingt, sondern eher nach Rainbows seichter Phase - in der bekanntlich Joe Lynn Turner dort ebenfalls hinterm Mikro stand. "Slaves And Masters" ist also quasi in weiten Teilen Rainbow light, wenn man so will. Das mu√ü jetzt nicht grunds√§tzlich schlecht sein, aber erstens erwartet man von Purple dann doch was anderes und zweitens ist das Hauptproblem, dass viele der Songs trotz der Ausrichtung nicht so richtig z√ľnden wollen oder eher beliebig an einem vorbeirauschen. Turner selbst ist eine Durchschnittsrockr√∂hre, die halt niemandem weh tut, aber auch keine sonderlich charismatischen Akzente setzen kann. Das war schon bei Rainbow so. Im Prinzip der massentaugliche Rocks√§nger-Typus a¬īla Bryan Adams. Der einzige Song auf "Slaves Of Masters", der wirklich h√§ngenbleibt und richtig gut ist, ist der Opener "King Of Dreams". Den w√ľrde ich daf√ľr aber auch auf jede Purple-Best Of nehmen. Und das Cover der Scheibe, das fand ich auch schon immer richtig klasse - das h√§ngt bei mir seit √ľber 20 Jahren in Plakatgr√∂√üe im Wohnzimmer an der Wand. Fr√ľher im Norden, jetzt halt in Bayern. :biggrinn:

41. The Battle Rages On: Auf dem gleichnamigen 93er-Album, gleichzeitig dem letzten Blackmore-Auftritt, lief die Band ein letztes Mal zumindest in Teilen zur Hochform auf, vor einer länger währenden Durststrecke. "In Teilen" bedeutet, dass die Scheibe zu lang geraten ist, was dem damals gerade so richtig in Fahrt kommenden CD-Zeitalter geschuldet ist. Der Versuchung, zuviele Songs auf ein Album zu nehmen (da ja die CD die Möglichkeit von 70-80 Minuten Spielzeit bietet), sind ja auch andere Bands damals reihenweise erlegen, anstatt wie noch kurz zuvor zu (spielzeittechnisch begrenzten) LP-Zeiten das Songmaterial sorgfältig zu selektieren zwischen Schrott und Nicht-Schrott. Ergo landeten in dieser Zeit bei vielen Bands, so auch bei Purple, Songs auf einer Scheibe, die man sich besser erspart hätte, weil sie einfach nur Durchschnitt oder sogar unterdurchschnittlich waren. Hätte man von den 10 Songs (bei anderen Bands war es noch schlimmer mit der Anzahl) wenigstens drei Langweiler und Rohrkrepierer weggelassen, wäre ein relativ rundes Album draus geworden. So aber hat man eben eine Mischung aus ungefähr vier herausragenden Songs ("The Battle Rages On", "Anya", "A Twist In The Tale", "Lick It Up"), drei immerhin ordentlichen aber nicht weltbewegenden und drei Totalausfällen. Wie auch immer, der fiebrig-nervöse, vorwärtstreibende Titeltrack ist definitiv eines der lebenslänglichen Bandhighlights und bietet beste Purple-Trademark-Schule (stilistisch noch deutlich orientiert an den 80er Scheiben wie "Perfect Strangers") mit einem Riff zum Niederknien und dem Fazit: Alles richtig gemacht !

42. Anya
43. A Twist In The Tale
44. Vincent Price
45. All The Time In The World
46. Time For Bedlam
47. The Surprising


Wie man sieht, habe ich die Phase von "Purpendicular" (1995) bis "The Rapture Of The Deep" (2005) ausgeklammert, weil da aus meiner Sicht keine wirklich herausragenden, inspirierten Songs erschienen sind, sondern eher nette, solide Durchschnittskost auf anst√§ndigem Niveau, aber eben auch nicht mehr. Erst ab "Now What?!" (2013) wurde es auf die alten Tage √ľberraschenderweise wieder deutlich besser.
Wenn Musik Bilder erzeugen und den H√∂rer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erf√ľllt.


Fr√ľher war mehr Lametta !!!

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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76561Beitrag Oracle
30.01.2020, 22:49

Ich bin hier nicht der große Purple-Fan und kenne auch nicht die komplette Discografie.
Dennoch habe ich einige absolute Lieblingssongs:

Nein, die Liste beginnt nicht mit Smoke on the water sondern mit:

Speed King
"Speed King" eröffnet das mächtige "In Rock-Album" mit einer Wand aus klanglichem Chaos, bevor es zur Geburt des Heavy-Rocks springt.
Mit maximaler Rock'n'Roll-Performance gibt dieser Geschwindigkeitss√ľchtige Song √ľber f√ľnf Minuten lang Vollgas und l√§sst nie nach.
Der Song ist einer der lautesten des Albums und enth√§lt einen gro√üartigen Improvisationspart, was sehr untypisch f√ľr einem Studio-Song ist.

Highway Star
Der Opener zur legendären Machine Head LP der Band, "Highway Star", ist möglicherweise die beste Zusammenfassung von allem, was an den besten Deep Purple-Songs großartig war.
Jedes Mitglied √ľberzeugt hier mit fantastischen Leistungen an ihren Instrumenten besonders das Zusammenspiel von Blackmores Gitarre und Lords Orgel ist legend√§r.
Der treibende Song, hat einen rasanten Groove der von null auf hundert geht.
Blackmores Solo gehört zum besten Gitarrensolo aller Zeiten.

Black Night
Black Night, die h√∂chste Chartsingle der Band in Gro√übritannien, wurde urspr√ľnglich als Non-Album-Single ver√∂ffentlicht.
Vermutlich fand die Band den Song so großartig, dass sie ihn schnell rausbringen wollten.
Wenn du dieses Lied laut h√∂rst, dringen Paices Drums tief in deine Geh√∂rg√§nge und Blackmore mit seinem Riff schafft eine d√ľstere, nerv√∂s Atmosph√§re.
"Black Night" ist nat√ľrlich eine der Hymnen der Band.

Woman From Tokyo
Deep Purple liefern mit diesem Klassiker aus dem Album Who Do We Think We Are? Von 1973 einen großartigen Song in einer geradlinigen, rifflastigen Rockkulisse.
Obwohl sich die Band w√§hrend der Aufnahme zu diesem Album zu zerstreiten begann, war "Woman From Tokyo" ein perfektes Beispiel f√ľr DP, die sich geradeaus in den mit einem dynamischen Riff im Kern, in den Rock'n'Roll-Himmel bl√§st.

Child in Time
Wenn man von einem "epischen Song" spricht, denkt man zuerst an dieses Monster-St√ľck aus dem Album In Rock.
Mit √ľber 10 Minuten expantiert hier ein St√ľck Musik mit einer Intensit√§t, die vorher nie da war.
Jeder, vor allem Blackmore und Sänger Ian Gillan, ist hier genau richtig.

Perfect Strangers
Als das Album Perfect Strangers 1984 aufgenommen wurde, war es eine Wiederbelebung der oft als "Mark II" bezeichneten Besetzung.
Alle waren in verschieden Projekte zerstreut, was den neuen Song gut getan hat
Blackmore and Glover kamen von Rainbow zur√ľck, Ian Gillian von Black Sabbath, John Lord von Whitesnake und Ian Paice von Gary Moores Band.
Da war sie wieder, die tuckernde Orgel, die stampfenden Drums, die Sirenenstimme und die exzellente Gitarrenarbeit von Blackmore.

Space Truckin
Machine Head landete innerhalb einer Woche nach Veröffentlichung auf Platz 1 in Großbritannien.
Songs wie Space Truckin waren der Grund daf√ľr.
Das Album-Cover zeigt ein verschwommenes, verzerrtes Bild der Band, was genau widerspiegelt was in deinem Gehirn beim hören von Space Truckin passiert.

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Vertigo
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76577Beitrag Vertigo
31.01.2020, 13:35

Auch ein sehr schönes Thema, die Purpurnen

Chasing Shadows:
Die perkussive Nummer vom selbstbetitelten dritten Album ist ein ganz großer Favorit von mir. Paicies Getrommel und die Melodielinie habens mir da angetan

April:
Hakt zwar ganz leicht an der einen oder anderen Stelle, aber f√ľr mich ists ein Meisterwerk. Von der Kammermusik zur Rockband in 12 Minuten, ganz ganz toll

Child In Time:
Na da kommt kein ernsthafter Rockh√∂rer dran vorbei. Der Prototyp f√ľr eine progressive Hardrock-Nummer aus der allerobersten Klasse. Auch nach zig Jahren des H√∂rens packt mich Gillans Gesang immer wieder. Nicht von dieser Welt

Flight Of The Rat:
Mein erstes Lieblingslied auf dem Album nach dem Kauf. Das galoppiernde Riff und Jons fauchende Orgel reichen mir eigentlich allein schon aus das hier reinzunehmen

Hard Lovin' Man:
Und f√ľr mich immer irgendwie der Zwilling von "Flight Of The Rat". Ebenso ein s√§gendes Riff und sehr gute Fauchorgel. Die beiden geh√∂ren zu den gr√∂√üten Hardrocksongs von Purple f√ľr mich

Black Night (live):
"24 Carat Purple". Jeder der Musik h√∂rte und den ich je damals zuhause besuchte hatte dieses Album daheim. Also auch M√§dels die sonst keinen Hardrock h√∂rten, aber das mu√üte scheinbar sein, wenn die Jungs zu Besuch waren. Einen Song darauf √ľbersprangen die Herr-(und Frau)schaften allerdings meist, "Black Night" in der damals unver√∂ffentlichten Liveversion. Das ist immer noch die absolut ultimative, unerreichte Version dieses St√ľckes. Wilde Purple vom Feinsten. Alles treibt und dr√§ngt vorw√§rts und die Solos wirken so, als ob sie dieses ungez√ľgelt wilde weiter und weiter voran treiben wollen. Nicht ein Solo unterbricht das St√ľck, alle tragen dazu bei, dass der Ritt noch wilder wird. Da geht mir einer ab, Black Night in DIESER Liveversion. Klar, dass ich mir die LP nur wegen dieses St√ľcks kaufte, den Rest hatte ich alles auf den normalen Alben. Auch wenn Ritchie hier mit dem Riff und der Melodie die Blues Magoos beklaut hat, es ist eine gro√üe Nummer. Und bei "Child In Time" hat Jon ja geklaut

Fools:
Meine Lieblingsnummer auf der "Fireball". Hat was mystisches und einen der sch√∂nsten Mittelteile eines Purple-St√ľcks

No One Came:
Rhythmisch von diesem Fuzz-Bass vorangetrieben, mit einer ganz faszinierend schleppenden Begleitung von Paice, als ob er immer ein bisserl hinter Rogers Bass hinterherhinkt. Und da wir ja alle wissen, dass wir hier von absoluten Könnern reden, find ich das schon eine sehr gute Idee, das so hinzubasteln. Ians Text mag ich auch sehr gern, Gedanken dazu wie es ist als Musiker zu versuchen es zu schaffen

When A Blind Man Cries:
Was hab ich da schon Tr√§nen vergossen bei diesem Schmuckst√ľck. Tieftrauriger Text, supersensibel von Gillan und Band vorgetragen. Ganz ganz dicker Fehler, dass der niemals auf nem normalen Album erschien. Ich meine, Ritchie mochte ihn nicht, wohl weil er erkannte wie gut der ist und weil sein Lieblingsgegner Gillan hier nat√ľrlich am erstrahlen ist

Maybe I'm A Leo:
Der h√ľpfende Rhythmus bewirkts, dass mir das St√ľck immer besonders gefiel, auf ner rundum guten "Machine Head"

Pictures Of Home:
Noch ein von Ritchie ungeliebtes St√ľck, welches immer mein Lieblingsst√ľck auf dem Album war. Die Gitarrenmelodie und das ganze St√ľck vermittelt etwas dunkles, melancholisches, das mag ich

Lazy:
Die Rock & Roll Nummer war auch immer oberste Pflicht bei mir. Ein ideales Jam-Vehikel f√ľr Konzerte, aber auch die Studioversion ist ganz wunderbar. Das St√ľck swingt und ich wette, das ist Gillans Idee, da kam der alte Rock & Roller wieder durch

Highway Star:
Fr√ľher ein ganz gro√üer Favorit von mir, hab ich mich heute recht abgeh√∂rt davon. An sich aber ists ein perfektes Deep Purple St√ľck, das alle Qualit√§ten der Band zum Vorschein bringt. Nur die Raffinesse fehlt mir ein bisserl im Arrangement, grad im Vergleich mit den anderen St√ľcken. Und im Vergleich mit den √§lteren Kraftprotzen "Flight Of The Rat" oder "Hard Lovin' Man" gefallen mir die heute viel besser

Woman From Tokyo:
Da haben sie sich nochmal zusammengerissen und eine weitere Paradenummer im ganz typischen Purple-Sound hingelegt. Ein Ohrwurm mit Substanz

Smooth Dancer:
Wieder ne ganz typische Ian Gillan Nummer f√ľr mein Empfinden. Es ist ja ein Text √ľber Ritchie und wie Ian ihn empfindet, aber das musikalische Arrangement hat wieder genau den kleinen Pfiff den Purple oft auch vermissen lie√üen.

Burn:
Obergeniale Hardrock-Nummer. Wild, ungez√ľgelt, gef√§hrlich, die alte wilde Energie ist hier zur√ľck mit den beiden Neuen im Team. Ein weiteres Ritchie-Riff f√ľr die Ewigkeit

Sail Away:
Das unentdeckte St√ľck des "Burn" Albums welches eigentlich nie in irgendeiner Liste auftaucht und mir nach "Burn" immer am besten gefiel. Melancholisch und auch hier wieder mit ner sehr interessanten Gitarrenlinie versehen

You Fool No One:
Die Melodie und Ian Paice's Kuhglocke habens mir hier besonders angetan. Das war einfach richtig kreativer Hardrock, weg von den typischen Klischees

What's Going On Here:
Lässig mit Bar-Piano und sehr schönen Gitarrenverzierungen, dazu einem sehr gelungenen abwechselnden Lead-Gesang von Hughes und Coverdale

Mistreated:
Ritchies Meisterblues, Coverdales meisterliche Darbietung. Punkt. Der Grund warum Ian Gillan gehen mu√üte, Ritchie hatte das St√ľck schon fertig und konnte sich einfach nicht vorstellen, dass Gillan das so singen kann wie er sich das vorstellte, drum wollte er einen bluesbezogeneren S√§nger haben

Stormbringer:
Noch ein Hardrock-Monolith. M√§chtig donnerendes Riff, Coverdales irgendwie finstere Vocals, ich betete das St√ľck an und tu das noch heute

You Can't Do It Right:
So schwierig das "Stormbringer" Album zu zerpfl√ľcken weil ich es absolut komplett sch√§tze. Aber diese kleine Nummer hier hats mir immer schon besonders drauf angetan

Soldier Of Fortune:
Mu√ü nat√ľrlich genannt werden. Ritchie und Davids Antwort auf "When A Blind Man Cries". Hat fast dieselbe Intensit√§t wie das andere St√ľck und ist f√ľr mich Davids sensibelste Darbietung

Gettin' Tighter:
Glenns Funknummer gehört unter lauter guten zu den besten hier

This Time Around / Owed To "G":
Eine Pianoballade mit jazzig- souligem Unterton und deutlicher Melancholie, ein wenig spacig verhuscht, welche, √ľbergeleitet vom Schlagzeug, in ein Rockinstrumental, das dieselbe Melodik wie die Ballade √ľbernimmt, √ľbergeht. Meisterlich!

You Keep On Moving:
Eine ganz wunderbare Basslinie, die schon das ganze St√ľck ausmacht, die Atmosph√§re kreiert und bis zum Schlu√ü alles tr√§gt. Der zarte Gesang kr√∂nt das. Wenn es dann laut wird und der Song kr√§ftig rumpelt sag ich, eine der besten Nummern im ganzen Purplekatalog

Knocking At Your Back Door:
9 Jahre weg und dann hauen sie eine ganz ganz typische Purplenummer gleich an den Anfang. An der hab ich mich totgehört damals, rauf und runter. Klappt noch heute

A Gypsy's Kiss:
So mag ich Purples schnelle Nummern am liebsten. Jons Hammond macht die Melodie und treibt an

Strangeways:
Der einzige Grund warum ich das "House Of Blue Light" Album behalten hatte damals, sind diese 7:17 Minuten. Die ewig wiederholte Phrase die sich durchs ganze Lied so zieht hat sich mir festgebohrt. Gillan bringt mal wieder seinen Erzählgesang wie damals bei "No One Came", mag ich immer besonders, weils ein Stilmittel ist, das andere nicht brachten

The Battle Rages On:
Ein allerallerletztes Mal rafft sich Ritchie zu so nem typischen, bohrenden ganz gro√üen Hardrockriff auf. Ich wei√ü nicht ob Ian den Text mal wieder auf Ritchie bezog, ich hatte immer das Gef√ľhl

Anya:
Und ein letztes Mal legt Ritchie eines dieser fl√ľssig melodischen Riffs vor, die ebenso typisch wie diese Hardrock-S√§ger f√ľr ihn sind. Die ungarische Folk-Melodie (hab ich gelesen) lieb ich sehr. Verbinde ich au√üerdem heutzutage mit meiner 2016 verstorbenen Freundin Anja, denn diesen Song h√∂rte ich instinktiv als erstes, nachdem ich von ihrem Tod erfahren hatte

Vincent Price:
Na also, es geht doch noch. Nach ner langen Durststrecke gibts auch mal wieder was ungewöhnliches, das dennoch nach Deep Purple klingt von ihnen zu hören. Sehr gutes Spätwerk

Time For Bedlam:
Die Vorabsingle ihres noch aktuellen Albums hatte den ungew√∂hnlichen Effekt, dass ich die tats√§chlich tagelang rauf- und runtergeh√∂rt hatte, was bei nem neuen Purplesong seit "Anya" - und das lag immerhin schon 24 Jahre zur√ľck - nicht mehr passiert war. F√ľr mich eines der allerallerbesten Purple-St√ľcke, ganz gro√ü in Instrumentierung und Text und ein absoluter Ohrwurm noch dazu
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76581Beitrag AusDemWegIchBinArzt
31.01.2020, 14:51

Ich seh schon, heute abend irgendwann mu√ü ich dann mal anfangen, meine eigene Liste genauer zu kommentieren....√ľbrigens fein, J√ľrgen, dass Du viele der Songs favorisierst, die auch bei mir ganz oben rangieren. ;)
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76590Beitrag Oracle
31.01.2020, 23:49

Ihr kennt da viele St√ľcke die bei mir nie h√§ngen geblieben sind.
Zugegeben, meine Liste ist sehr Greatest Hits lastig.
Ich kann da aber nichts dagegen machen, das sind einfach die wichtigsten Songs f√ľr mich.

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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76595Beitrag AusDemWegIchBinArzt
01.02.2020, 06:57

Oracle hat geschrieben: ‚ÜĎ
31.01.2020, 23:49
Ihr kennt da viele St√ľcke die bei mir nie h√§ngen geblieben sind.
Zugegeben, meine Liste ist sehr Greatest Hits lastig.
Ich kann da aber nichts dagegen machen, das sind einfach die wichtigsten Songs f√ľr mich.

Vielleicht solltest Du die Gelegenheit nutzen, den einen oder anderen genannten Song noch mal nachzuhören und Dir in Erinnerung zu rufen, dann bleibt vielleicht doch noch das eine oder andere abseits der Greatest Hits hängen. ;) :biggrinn:
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76596Beitrag AusDemWegIchBinArzt
01.02.2020, 07:29

Die ersten f√ľnf St√ľcke in meiner Liste habe ich gestern abend schon geschafft, dann bin ich leider derma√üen m√ľde geworden, dass es nicht mehr weiterging. Ich setzte die Arbeit heute abend fort.
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76602Beitrag Pavlos
01.02.2020, 11:10

Eine Top 50 Liste ohne Child In Time? Come on.....

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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76606Beitrag AusDemWegIchBinArzt
01.02.2020, 14:29

Pavlos hat geschrieben: ‚ÜĎ
01.02.2020, 11:10
Eine Top 50 Liste ohne Child In Time? Come on.....
Ja, bewu√üt ohne "Child In Time" - und dazu stehe ich auch. Das ist ein nettes St√ľck, hat aber nie zu meinen Lieblingssongs von Purple geh√∂rt und ist f√ľr mich daher auch kein Top 50-Kandidat. :biggrinn:
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76607Beitrag Pavlos
01.02.2020, 18:16

Nett?

Puh....

*zu Herztropfen greif*

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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76608Beitrag Vertigo
02.02.2020, 07:52

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
01.02.2020, 14:29
Pavlos hat geschrieben: ‚ÜĎ
01.02.2020, 11:10
Eine Top 50 Liste ohne Child In Time? Come on.....
Ja, bewu√üt ohne "Child In Time" - und dazu stehe ich auch. Das ist ein nettes St√ľck, hat aber nie zu meinen Lieblingssongs von Purple geh√∂rt und ist f√ľr mich daher auch kein Top 50-Kandidat. :biggrinn:
Also des is ein Schmarrn. Da du seit Jahrzehnten Rockh√∂rer bist, kannst du zwar sagen "Child In Time" gef√§llt mir nicht, aber dass das St√ľck nicht nur "nett" ist, sondern ein absoluter Meilenstein in der Rockmusik solltest du erkennen k√∂nnen. Aufbau und Durchf√ľhrung ist so weit weg von jeder anderen Rockmusik bis dato und wurde zwar oft versucht zu kopieren, jedoch in dieser Intensit√§t nie erreicht. Sowas erkennt man auch, wenn mans ned mag. Du bist blo√ü dagegen, weils alle m√∂gen, soweit kenn ich dich schon :mrgreen:
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76609Beitrag AusDemWegIchBinArzt
02.02.2020, 08:58

Vertigo hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 07:52
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
01.02.2020, 14:29
Pavlos hat geschrieben: ‚ÜĎ
01.02.2020, 11:10
Eine Top 50 Liste ohne Child In Time? Come on.....
Ja, bewu√üt ohne "Child In Time" - und dazu stehe ich auch. Das ist ein nettes St√ľck, hat aber nie zu meinen Lieblingssongs von Purple geh√∂rt und ist f√ľr mich daher auch kein Top 50-Kandidat. :biggrinn:
Also des is ein Schmarrn. Da du seit Jahrzehnten Rockh√∂rer bist, kannst du zwar sagen "Child In Time" gef√§llt mir nicht, aber dass das St√ľck nicht nur "nett" ist, sondern ein absoluter Meilenstein in der Rockmusik solltest du erkennen k√∂nnen. Aufbau und Durchf√ľhrung ist so weit weg von jeder anderen Rockmusik bis dato und wurde zwar oft versucht zu kopieren, jedoch in dieser Intensit√§t nie erreicht. Sowas erkennt man auch, wenn mans ned mag. Du bist blo√ü dagegen, weils alle m√∂gen, soweit kenn ich dich schon :mrgreen:
Nee nee, das ist nix neues bei mir.....wir haben da schon mal dr√ľber diskutiert, vor einigen Jahren. K√∂nnte noch im Eclipsed-Forum gewesen sein. F√ľr mich pers√∂nlich ist der Song wirklich immer nur "nett" gewesen. Damit meine ich nicht, das "nett" die kleine Schwester von Schei√üe ist. Das Lied an sich ist keineswegs schlecht, aber bei mir pers√∂nlich hat es eben nie den gottgleichen Status erreicht, den es f√ľr andere besitzt. Und es ist auch tats√§chlich der einzige Purple-Song, wo mir Gillans Gekreische irgendwann auf den Sack geht. Und deswegen brauche ich das auch nicht zwingend in meinen Top 50. Nehmen wir beispielsweise "Mistreated" hingegen, so ist mir dieses in jeder Hinsicht immer viel n√§her gewesen in der ganzen Umsetzung und von daher tats√§chlich unverzichtbar. 8-) :biggrinn:
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76612Beitrag Oracle
02.02.2020, 11:12

"Child In Time" nur nett? oh jemine! Das gibt einen Shitstorm im Netz :biggrinn:

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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76620Beitrag AusDemWegIchBinArzt
02.02.2020, 11:33

Oracle hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 11:12
"Child In Time" nur nett? oh jemine! Das gibt einen Shitstorm im Netz :biggrinn:
Damit kann ich leben. :biggrinn:
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76625Beitrag Vertigo
02.02.2020, 11:59

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 11:33
Oracle hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 11:12
"Child In Time" nur nett? oh jemine! Das gibt einen Shitstorm im Netz :biggrinn:
Damit kann ich leben. :biggrinn:
Sag ich ja, Hauptsache dagegen :biggrinn: :biggrinn:
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76626Beitrag AusDemWegIchBinArzt
02.02.2020, 12:19

Vertigo hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 11:59
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 11:33
Oracle hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 11:12
"Child In Time" nur nett? oh jemine! Das gibt einen Shitstorm im Netz :biggrinn:
Damit kann ich leben. :biggrinn:
Sag ich ja, Hauptsache dagegen :biggrinn: :biggrinn:
Aber nicht weil es mir ums Prinzip geht, sondern weil ich den Song einfach wirklich nicht sooooo √ľberragend toll finde. Was soll ich machen ? :biggrinn: :biggrinn:
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76627Beitrag Vertigo
02.02.2020, 12:28

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 12:19
Vertigo hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 11:59
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 11:33


Damit kann ich leben. :biggrinn:
Sag ich ja, Hauptsache dagegen :biggrinn: :biggrinn:
Aber nicht weil es mir ums Prinzip geht, sondern weil ich den Song einfach wirklich nicht sooooo √ľberragend toll finde. Was soll ich machen ? :biggrinn: :biggrinn:
Das ist f√ľr mich so als ob jemand sagt er liebt Schnitzel aber kein Fleisch
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76628Beitrag AusDemWegIchBinArzt
02.02.2020, 13:27

Vertigo hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 12:28
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 12:19
Vertigo hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 11:59


Sag ich ja, Hauptsache dagegen :biggrinn: :biggrinn:
Aber nicht weil es mir ums Prinzip geht, sondern weil ich den Song einfach wirklich nicht sooooo √ľberragend toll finde. Was soll ich machen ? :biggrinn: :biggrinn:
Das ist f√ľr mich so als ob jemand sagt er liebt Schnitzel aber kein Fleisch
Gut, also nochmal: Ich finde den Song nicht grunds√§tzlich schwach, aber eben auch l√§ngst nicht so super, dass er f√ľr mich eine besonders hervorgehobene Stellung besitzen w√ľrde. War immer schon so und wird auch sicherlich immer so bleiben. Da gibts einfach zig andere Purple-Songs, die mir wichtiger sind. Ich finde es immer irgendwie seltsam, wenn man sich f√ľr so was rechtfertigen mu√ü, nur weil man irgendeine Konsensmeinung nicht teilt. Das ist nun mal einfach so und fertig. ;)

Ich bin mit der weiteren Bearbeitung √ľbrigens jetzt immerhin schon mal bis Lied Nr.25 vorgedrungen in meiner Liste... :roll:
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76644Beitrag Vertigo
03.02.2020, 08:39

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 13:27
Ich finde es immer irgendwie seltsam, wenn man sich f√ľr so was rechtfertigen mu√ü..
Darum gehts doch gar nicht Matthias und auch ned darum, dass dir das St√ľck nicht gef√§llt, sondern dass du es als "nett" bezeichnet hast.

Es gibt meiner Meinung nach in der Kunst in allen Bereichen Meilensteine. Werke, die die entsprechende Kunstwelt danach ver√§ndert haben. Gem√§lde, nach denen alles anders war, Filme, klassische Werke, B√ľcher usw. usf.
Diese Werke m√ľssen mir pers√∂nlich nicht gefallen aber ich w√ľrde sie nie nur als nett bezeichnen, dazu sind sie zu gro√ü, ob mir das pers√∂nlich gef√§llt oder nicht. Das hat mich nur verwundert, weil Gr√∂√üe finde ich sollte man anerkennen, auch wenn sie nicht dem pers√∂nlichen Geschmack entspricht. Und "Child In Time" hat die Rockwelt definitiv ver√§ndert

Nicht anders mit "Smoke On The Water". Gefällt mir, war aber nie ein Liebling von mir, doch der Song ist groß, weil auch der ein Meilenstein wurde
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76648Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.02.2020, 14:46

Vertigo hat geschrieben: ‚ÜĎ
03.02.2020, 08:39
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
02.02.2020, 13:27
Ich finde es immer irgendwie seltsam, wenn man sich f√ľr so was rechtfertigen mu√ü..
Darum gehts doch gar nicht Matthias und auch ned darum, dass dir das St√ľck nicht gef√§llt, sondern dass du es als "nett" bezeichnet hast.

Es gibt meiner Meinung nach in der Kunst in allen Bereichen Meilensteine. Werke, die die entsprechende Kunstwelt danach ver√§ndert haben. Gem√§lde, nach denen alles anders war, Filme, klassische Werke, B√ľcher usw. usf.
Diese Werke m√ľssen mir pers√∂nlich nicht gefallen aber ich w√ľrde sie nie nur als nett bezeichnen, dazu sind sie zu gro√ü, ob mir das pers√∂nlich gef√§llt oder nicht. Das hat mich nur verwundert, weil Gr√∂√üe finde ich sollte man anerkennen, auch wenn sie nicht dem pers√∂nlichen Geschmack entspricht. Und "Child In Time" hat die Rockwelt definitiv ver√§ndert

Nicht anders mit "Smoke On The Water". Gefällt mir, war aber nie ein Liebling von mir, doch der Song ist groß, weil auch der ein Meilenstein wurde
Ich glaube, das mit dem "nett" wird hier etwas √ľberinterpretiert. Die Bezeichnung ist keineswegs abf√§llig gemeint, sondern dr√ľckt lediglich aus, dass ich das St√ľck okay und nicht grunds√§tzlich schlecht finde, es mir pers√∂nlich aber einfach nicht so viel bedeutet wie vielen anderen. Daf√ľr verwende ich das Wort "nett", quasi zusammenfassend. Das besitzt f√ľr mich keinerlei negative Konnotation.
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76674Beitrag Pavlos
03.02.2020, 21:04

Okay???










































:biggrinn:

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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76719Beitrag AusDemWegIchBinArzt
06.02.2020, 10:11

Bin jetzt bis Song 33 in meiner Liste weitergekommen...Purple sind ein weites Feld. :biggrinn:
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76722Beitrag Vertigo
06.02.2020, 10:17

Grade gelesen. Ich unterschreib jeden deiner Kommentare zu den "Come Taste..." Songs, ich kann mich nur nie so richtig √ľberwinden, weil das Album f√ľr mich so dicht ist und ich seit dem ersten H√∂ren da auch immer die Abfolge der Songs brauche. Verstehst wie ich meine? Das Album ist aus einem Gu√ü, eine richtige Einheit, ein Oberklasse-Wurf nochmal, der Purple in eine ganz andere Richtung - wir hattens schonmal davon Funk/Soul/Fusion-Jazz - h√§tte bringen k√∂nnen, wenn die Herren ges√ľnder und das Publikum aufgeschlossener f√ľr den Wandel gewesen w√§re.

"Come Taste The Band" geh√∂rt ganz sicher zu den Alben meines Lebens. In dem Fall das Album, dass mich an Soul und Funk rangef√ľhrt hat und - ohne dass ich es da wu√üte - mir den Boden bereitet hatte, damit ich dann viel sp√§ter Fusion-Jazz ebenso genie√üen kann.

Das Besondere daran ist aber, dass es eben eine gelernte Hardrock-Band hier spielt und drum alles von einer Rauhheit und Kantigkeit √ľberzogen ist, die reine Bands aus diesen Genres so nicht gespielt h√§tten.
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76723Beitrag AusDemWegIchBinArzt
06.02.2020, 10:31

Vertigo hat geschrieben: ‚ÜĎ
06.02.2020, 10:17
Grade gelesen. Ich unterschreib jeden deiner Kommentare zu den "Come Taste..." Songs, ich kann mich nur nie so richtig √ľberwinden, weil das Album f√ľr mich so dicht ist und ich seit dem ersten H√∂ren da auch immer die Abfolge der Songs brauche. Verstehst wie ich meine? Das Album ist aus einem Gu√ü, eine richtige Einheit, ein Oberklasse-Wurf nochmal, der Purple in eine ganz andere Richtung - wir hattens schonmal davon Funk/Soul/Fusion-Jazz - h√§tte bringen k√∂nnen, wenn die Herren ges√ľnder und das Publikum aufgeschlossener f√ľr den Wandel gewesen w√§re.

"Come Taste The Band" geh√∂rt ganz sicher zu den Alben meines Lebens. In dem Fall das Album, dass mich an Soul und Funk rangef√ľhrt hat und - ohne dass ich es da wu√üte - mir den Boden bereitet hatte, damit ich dann viel sp√§ter Fusion-Jazz ebenso genie√üen kann.

Das Besondere daran ist aber, dass es eben eine gelernte Hardrock-Band hier spielt und drum alles von einer Rauhheit und Kantigkeit √ľberzogen ist, die reine Bands aus diesen Genres so nicht gespielt h√§tten.
Ja, da kann ich mich Deinen Worten nur anschlie√üen. Das Album als Gesamtheit ist derma√üen vollst√§ndig, dass es eigentlich nur am St√ľck gewertet werden kann. Trotzdem ist das bei solchen Auflistungen nat√ľrlich schwierig, weswegen ich Songs herausgegriffen habe, die mir ganz besonders am Herzen liegen, der Einfachheit halber. Aber unter uns: Wenn ich die Scheibe anh√∂re, kann ich sie auch nur am St√ľck genie√üen, weil es ohne die richtige Reihenfolge nicht geht. Da kann ich nichts weglassen, das ist einfach ein Gesamtkunstwerk.

Stimmt auch, wenn man mit Soul und Funk zuvor eher wenig zu tun hatte, ist die Scheibe eine ideale Basis um da herangef√ľhrt zu werden.

Ich liebe gerade auch diese einmalige Mischung aus Feeling und brachialer H√§rte, das hat niemand so gut hinbekommen wie Purple, nicht mal Mother¬īs Finest.

F√ľr mich ist das immer noch reizvoll, Kopfkino dar√ľber anzustellen, wohin die Reise mit Purple wohl gegangen w√§re, wenn die Herren nicht so indisponiert gewesen w√§ren seinerzeit. Ein Zeugnis √ľber m√∂gliche Entwicklungen haben ja letztlich aber auch Paice/Ashton/Lord abgelegt, unter anderem.
Wenn Musik Bilder erzeugen und den H√∂rer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erf√ľllt.


Fr√ľher war mehr Lametta !!!

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Vertigo
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Re: Die besten Songs von Deep Purple

Beitrag: # 76724Beitrag Vertigo
06.02.2020, 10:39

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ‚ÜĎ
06.02.2020, 10:31
Ein Zeugnis √ľber m√∂gliche Entwicklungen haben ja letztlich aber auch Paice/Ashton/Lord abgelegt, unter anderem.
das PAL Album und dann nimm dazu Bolins Vergangenheit im Fusion-Jazz, dazu seine stilistisch sehr vielseitigen Soloalben, dazu Coverdales damals grade sehr ausgepr√§gte Liebe zu allem bluesigen, von flott bis zart, Glenns Soul- und Funk-Lust....ich spinn da auch immerzu gerne. Ich sehe da ein Monsteralbum der Band, wenn sie all diese Interessen und ihr K√∂nnen zu nem Album zusammenbrauen h√§tten k√∂nnen. Und immer nat√ľrlich das Hardrock-Gef√ľhl nach wie vor an Bord. H√§tte bei entsprechender Lust und Gesundheit sogar eines dieser 70er Studio Doppelalben werden k√∂nnen, wo sich dann ein Sammelsurium an Kreativem und den unterschiedlichsten Stilen befindet. Mal separat stehend, mal innerhalb eines St√ľckes. Hach.
"Ich glaube, dass ein Optimist, der erkennen mu√ü, dass seine Ideale sich nicht erf√ľllen, trotzdem ein erf√ľllteres Leben hat, als ein Pessimist, der sich best√§tigt sieht" (Richard David Precht)

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