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Forever Old
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Re: Geburtstage

Beitrag: # 73786Beitrag Forever Old
13.10.2019, 20:09

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AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
10.10.2019, 07:25
Ganz ehrlich, ich weiß dass das ein kontroverser Gedanke ist, aber manchmal frage ich mich, ob man für bestimmte Tätergruppen nicht doch die Todesstrafe wieder einführen sollte.
Nein ! Niemals !

Mehr schreibe ich nicht, sonst trete ich eine politische Lawine los ...
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Oracle
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Re: Geburtstage

Beitrag: # 73812Beitrag Oracle
14.10.2019, 20:16

Forever Old hat geschrieben:
13.10.2019, 20:09


Mehr schreibe ich nicht, sonst trete ich eine politische Lawine los ...
wobei eine politische Lawine vielleicht besser wäre als Meinungen zu unterdrücken.
Ich erkenne inzwischen ein gesellschaftliches Problem, dass sich Mehrheiten unreflektiert einfach dem Mainstream anschließen.
Das Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen, ist vielen wichtiger, als tatsächlich etwas Richtiges zu tun.

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Forever Old
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Re: Geburtstage

Beitrag: # 73817Beitrag Forever Old
14.10.2019, 21:24

Oracle hat geschrieben:
14.10.2019, 20:16
Forever Old hat geschrieben:
13.10.2019, 20:09


Mehr schreibe ich nicht, sonst trete ich eine politische Lawine los ...
wobei eine politische Lawine vielleicht besser wäre als Meinungen zu unterdrücken.
Ich erkenne inzwischen ein gesellschaftliches Problem, dass sich Mehrheiten unreflektiert einfach dem Mainstream anschließen.
Das Gefühl, auf der richtigen Seite zu stehen, ist vielen wichtiger, als tatsächlich etwas Richtiges zu tun.
Da gebe ich Dir absolut recht, lieber Andreas.

Allerdings bin ich - auch - vom Forengrundsatz ausgegangen, die Politik außen vor zu lassen.

Und meine eigene, höchst persönliche Meinung habe ich ja mit den beiden Worten (welche von Dir nicht zitiert wurden und hinsichtlich
Deiner Aussage auch nicht zitiert werden sollten, wie ich stark vermute) glasklar zum Ausdruck gebracht. Argumente, Begründungen o.ä.
dafür könnte ich in Hülle und Fülle anführen ...

... aber schlussendlich sind wir ja hier im Geburtstagsthread, wo m.E. das alles gar nicht hinpasst.

Ein eigener Thread zu der Thematik - oder zu anderen, ähnlich gelagerten Themen - wäre eine Möglichkeit. Ob diese gut gehen würde ?? boys_0137
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Vertigo
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Re: Geburtstage

Beitrag: # 73826Beitrag Vertigo
15.10.2019, 08:32

Forever Old hat geschrieben:
14.10.2019, 21:24
Ob diese gut gehen würde ?? boys_0137
Politik verbindet nicht, Politik trennt. Ich bin zwar grundsätzlich der Meinung, dass man seine Meinung äußern sollte und irgendwelchem gesellschaftlich korrekten Mainstream werde ich mich nie automatisch anpassen, aber Politik im Forum diskutieren führt vermutlich zu noch mehr Unruhe als zuletzt
Ich lese gerade:




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Re: Geburtstage

Beitrag: # 73872Beitrag AusDemWegIchBinArzt
15.10.2019, 10:55

Vertigo hat geschrieben:
15.10.2019, 08:32
Forever Old hat geschrieben:
14.10.2019, 21:24
Ob diese gut gehen würde ?? boys_0137
Politik verbindet nicht, Politik trennt. Ich bin zwar grundsätzlich der Meinung, dass man seine Meinung äußern sollte und irgendwelchem gesellschaftlich korrekten Mainstream werde ich mich nie automatisch anpassen, aber Politik im Forum diskutieren führt vermutlich zu noch mehr Unruhe als zuletzt
Ich habe nicht gesagt, das möchte ich mal an dieser Stelle dem Verständnis halber ausdrücklich betonen, dass ich die Todesstrafe unreflektiert befürworte ! Mir ist natürlich bewußt, dass grundsätzlich die Todesstrafe weder ein Allheilmittel darstellt, noch in irgendeiner Form abschreckende Wirkung auf Nachahmungstäter hat. Siehe Amerika. Und mir ist auch klar, dass es schon schwierig wird bei der Gewissensfrage, wer eine solche verhängte Strafe dann vollstrecken soll.

Andererseits stelle ich mir aber die andere Frage, ob ein Mensch sein Recht auf Leben oder auf Integration in die Gesellschaft ab einer bestimmten Schuldlage nicht doch einfach verwirkt hat. Zum Beispiel dann, wenn er ein Kind mißhandelt und getötet hat oder so, wie in Halle, unzählige unschuldige Zivilisten in seinem Wahn zum Opfer hat werden lassen. Oder sonstwie ein besonders menschenverachtendes, grausames Verbrechen begangen hat. Es gibt solch unmenschliche Verbrechen, die an perverser Grausamkeit nicht mehr zu übertreffen und somit auch überhaupt nicht mehr zu verzeihen sind.

Es existieren einfach Täter und Tatvorgänge, bei denen mir zunehmend das Verständnis dafür fehlt, solche Leute auch noch auf Staatskosten bis zum Rest ihres Lebens in einer geheizten Zelle unterzubringen oder gar an oftmals völlig sinnlosen Resozialisierungsmaßnahmen teilnehmen zu lassen (und wie oft die schief gehen, wissen wir alle). Zumal es das Leid, das sie über andere Menschen gebracht haben, nie wieder gutmachen kann und aus meiner Sicht daher auch nicht vermittelbar ist, schon gar nicht den Opfern gegenüber.

Und ich finde daher, eine solche Fragestellung ist zumindest diskussionswürdig, auch wenn ich ein vehementer Befürworter des Rechtsstaates bin und grundsätzlich humane Gesetze in weiten Bereichen besser finde als drastische Sanktionen. Aber ich meine durchaus, es gibt Grenzen für alles und vielleicht müssen Dinge einfach auch mal neu justiert, differenziert und bewertet werden.

Ich habe auch keine vorgefertigte Meinung zu dem Thema, die ich hier durchdrücken will und lasse mich gerne eines anderen belehren, von daher finde ich schon, dass man darüber durchaus mal sprechen darf ohne das Forum gleich dem Vorwurf der Politiserung auszusetzen. Es geht mir dabei übrigens überhaupt nicht um die Frage "rechts" oder "links" oder "deutscher Täter" - "ausländischer Täter", nur um Mißverständnissen vorzubeugen. Es geht mir um die generelle Frage der adäquaten Bestrafung für JEDEN, der etwas besonders schlimmes getan hat, egal wo derjenige herkommt. Und das ich grundsätzlich eher linksliberal als andersherum ticke, sollte ja jeder wissen hier. Aber ich denke, solche Fragen darf man sich auch dann trotzdem stellen.
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.



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Vertigo
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Re: Geburtstage

Beitrag: # 73873Beitrag Vertigo
15.10.2019, 12:01

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
15.10.2019, 10:55

Ich habe nicht gesagt, das möchte ich mal an dieser Stelle dem Verständnis halber ausdrücklich betonen, dass ich die Todesstrafe unreflektiert befürworte ! Mir ist natürlich bewußt, dass grundsätzlich die Todesstrafe weder ein Allheilmittel darstellt, noch in irgendeiner Form abschreckende Wirkung auf Nachahmungstäter hat. Siehe Amerika. Und mir ist auch klar, dass es schon schwierig wird bei der Gewissensfrage, wer eine solche verhängte Strafe dann vollstrecken soll.

Andererseits stelle ich mir aber die andere Frage, ob ein Mensch sein Recht auf Leben oder auf Integration in die Gesellschaft ab einer bestimmten Schuldlage nicht doch einfach verwirkt hat. Zum Beispiel dann, wenn er ein Kind mißhandelt und getötet hat oder so, wie in Halle, unzählige unschuldige Zivilisten in seinem Wahn zum Opfer hat werden lassen. Oder sonstwie ein besonders menschenverachtendes, grausames Verbrechen begangen hat. Es gibt solch unmenschliche Verbrechen, die an perverser Grausamkeit nicht mehr zu übertreffen und somit auch überhaupt nicht mehr zu verzeihen sind.

Es existieren einfach Täter und Tatvorgänge, bei denen mir zunehmend das Verständnis dafür fehlt, solche Leute auch noch auf Staatskosten bis zum Rest ihres Lebens in einer geheizten Zelle unterzubringen oder gar an oftmals völlig sinnlosen Resozialisierungsmaßnahmen teilnehmen zu lassen (und wie oft die schief gehen, wissen wir alle). Zumal es das Leid, das sie über andere Menschen gebracht haben, nie wieder gutmachen kann und aus meiner Sicht daher auch nicht vermittelbar ist, schon gar nicht den Opfern gegenüber.

Und ich finde daher, eine solche Fragestellung ist zumindest diskussionswürdig, auch wenn ich ein vehementer Befürworter des Rechtsstaates bin und grundsätzlich humane Gesetze in weiten Bereichen besser finde als drastische Sanktionen. Aber ich meine durchaus, es gibt Grenzen für alles und vielleicht müssen Dinge einfach auch mal neu justiert, differenziert und bewertet werden.

Ich habe auch keine vorgefertigte Meinung zu dem Thema, die ich hier durchdrücken will und lasse mich gerne eines anderen belehren, von daher finde ich schon, dass man darüber durchaus mal sprechen darf ohne das Forum gleich dem Vorwurf der Politiserung auszusetzen. Es geht mir dabei übrigens überhaupt nicht um die Frage "rechts" oder "links" oder "deutscher Täter" - "ausländischer Täter", nur um Mißverständnissen vorzubeugen. Es geht mir um die generelle Frage der adäquaten Bestrafung für JEDEN, der etwas besonders schlimmes getan hat, egal wo derjenige herkommt. Und das ich grundsätzlich eher linksliberal als andersherum ticke, sollte ja jeder wissen hier. Aber ich denke, solche Fragen darf man sich auch dann trotzdem stellen.
Zuerst gleich - ich meinte gar nicht explizit dich damit sondern eher generell, meine Erfahrung aus Foren zum Thema Politik in der Diskussion.

Und dann kurz zum Thema. Bei Menschen die ein Verbrechen begehen gegen die Menschheit, das Menschsein an sich bin ich durchaus der Meinung, dass man nicht versuchen sollte diese wieder auf Teufel komm raus zu integrieren, sondern dass dieser Mensch durch seine Handlung es verwirkt hat dieser Behandlung zuteil zu werden. Auch ich meine, es gibt Grenzen für alles und die sollte man ziehen und bei Überschreiten dann Konsequenzen durchsetzen. Oder in anderen Worten, keine Toleranz für Intolerante. Und selbstverständlich muss das für links wie rechts, für Deutsche wie Ausländer gelten.
Ich lese gerade:




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Re: Diskussionen

Beitrag: # 73893Beitrag Oracle
15.10.2019, 21:33

Über Politik kann man genauso unterschiedlicher Meinung sein wie bei Musik und da diskutieren wir ja auch.
Ich bin mir sicher, dass wir hier sehr unterschiedliche Meinungen und Ansichten haben und diese auch mit Leidenschaft verteidigen.
Allerdings sind wir (die nicht wie einige andere labile Personen schon hier ausgestiegen sind) auch sehr selbstsicher und robust in unseren Positionen, sodass wir mit unterschiedlichen Standpunkten und Differenzen auch zurechtkommen würden.

Als Pazifist bin ich auch generell gegen die Todesstrafe.

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Re: Diskussionen

Beitrag: # 85698Beitrag Oracle
08.11.2020, 20:33

Glückwunsch dem neuen US-Präsident Joseph Biden.
Drücken wir ihm die Daumen, dass er das gespaltene Amerika wieder beruhigt.
Der Politische Stil kann eigentlich nur besser werden.

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Re: Diskussionen

Beitrag: # 85699Beitrag AusDemWegIchBinArzt
09.11.2020, 07:35

Oracle hat geschrieben:
08.11.2020, 20:33
Glückwunsch dem neuen US-Präsident Joseph Biden.
Drücken wir ihm die Daumen, dass er das gespaltene Amerika wieder beruhigt.
Der Politische Stil kann eigentlich nur besser werden.
Tiefer als mit Trump konnte Amerika eigentlich nicht mehr sinken. Obwohl man das bei George W.Bush auch schon dachte - aber es geht eben doch immer noch schlimmer. Hoffen wir also, dass das Tal der Tränen für Amerika endlich durchschritten ist und der Schaden, denn Trump dem Land (und seinem Ansehen in der restlichen Welt) in vielerlei Hinsicht zufügte, über kurz oder lang wieder wettgemacht werden kann. Möge dieser zutiefst persönlichkeitsgestörte Anti-Demokrat auf immer und ewig in der Versenkung verschwinden.
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Vinyl
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Re: Diskussionen

Beitrag: # 85700Beitrag Vinyl
09.11.2020, 07:46

Die Spaltung ist in der Gesellschaft Amerikas tief vorhanden, aber Biden wird sicher ein Präsident sein, der bemüht sein wird die Gräben nicht noch weiter zu vertiefen und er wird einen anderen Stil pflegen im Umgang mit Partnern bzw. Vertretern anderer Staaten.

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nixe
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Re: Diskussionen

Beitrag: # 85703Beitrag nixe
09.11.2020, 09:20

Dieser Spinner hat es ja geschafft, das man mit dem America vor seiner Zeit schon zufrieden wäre & das war schon kein gutes America.
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

!!!I like Prog!!!

!!!Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten!!!

Tschüß
nixe

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Re: Diskussionen

Beitrag: # 85706Beitrag Vertigo
09.11.2020, 10:07

Trump ist erstmal weg, aber nicht weit weg. Der Trumpismus zieht sich quer durchs Land. 8 Millionen mehr Amerikaner als 2016 haben Trump diesmal gewählt. Trotzdem hat Biden 4,4 Millionen mehr Stimmen bekommen. Die Wahlbeteiligung war so hoch wie seit 1900 nicht mehr. Das zeigt also, wenn Trump ein Gutes geschafft hat, dann ist es die Tatsache, das Wahlvolk wieder zu mobilisieren.

Die Zahlen (oder ein Blick auf die Wahl-Landkarte) zeigen aber auch, da geht ein tiefer Riss, ein regelrechter Graben durchs Land. Biden kann also gar nicht anders regieren als die beiden Seiten möglichst immer zu vereinen. Er muß da sehr behutsam vorgehen, sehr vorsichtig agieren, denn da stehen Millionen im Land, die ihn gar nicht wollten. Da bin ich sehr neugierig ob er das schafft. Irgendwie steht die USA wieder da wo sie zu Beginn der 60er Jahre waren.

Ein Fehler, der meiner Meinung nach, bei der Betrachtung von Trump immer gemacht wird, ist für mich dieser: Warum wurde Trump gewählt? Was ist in den acht Jahren Obama in den USA passiert, dass vor vier Jahren jemand wie Trump gewählt wurde? Diese Fragen scheint sich niemand ernsthaft zu stellen. Wenn man aber nur Trump bekämpft/loswerden will, dann bekämpft man nur das Symptom, nicht die Ursache.

Außerdem - auch wenn wir Europäer das immer nur blind mit unseren Augen sehen wollen, die Amerikaner sind gar nicht so sehr gegen Trump wie wir das denken. 8 Millionen mehr, das ist eine Duftmarke. Die Gefühle, die also vorhanden sind - und das eben BEVOR Trump dran kam, denn diese Gefühle brachten ihn ja erst an die Macht - diese Gefühle haben sich also noch mehr verbreitert. Es gibt erste Zahlen, dass deutlich mehr Latinos ihn gewählt haben. Die simple Rechnung "Trump haut auf die illegalen Mexikaner drauf, ergo wählen ihn keine Latinos" - ging nicht auf. Ebenso bei den Frauen. Mehr Frauen als vor vier Jahren wählten Trump. Unsere daueraufgeregten Links-Damen im Land, die bei jedem Furz sofort "Sexismus" schreien gibt es so also in den USA nicht. Und es waren durchaus nicht nur ältere Semester unter den Frauen die ihn diesmal gewählt haben.

Wir Europäer verstehen die Amerikaner in ihrer Art zu fühlen und zu denken nicht, schauen dann immer arrogant rüber, halten alle für blöd und bescheuert und machen es uns in unserem elitären Denken dann wieder bequem um dann mal wieder geschockt und überrascht zu sein, wenn irgendwo auf der Welt etwas passiert, was nicht in das herrschende links-grüne Weltbild passt. Es gibt da draußen halt mehr als links und rechts, das passt aber irgendwie nicht mehr ins längst polarisierte Weltbild der satten Deutschen.

Drum sehe ich - Trump hin, Biden her - auf lange Sicht schwarz für Europa. Wir sind zu blind hier, zu selbstgefällig, zu satt, zu elitär. Und zu weit weg von dem, was alltägliches Leben für viele viele viele Menschen auf dieser Welt bedeutet.

Ich glaube, genau weil unsere elitäre Blindheit uns das wirkliche Leben vieler Menschen nicht erkennen lässt, werden solche Trumps gewählt. Und er wird nicht der letzte sein, wenn sich das nicht ändert.
Ich lese gerade:




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Re: Diskussionen

Beitrag: # 85714Beitrag nixe
09.11.2020, 13:53

Die Amis sind stark ausgeprägte Nationalisten,
America First hat sie vereint!
Kennt Ihr den Spruch noch: "Wenn die Welt unter geht, America kann gerettet werden!"
Die glauben wirklich dran.
So könnte ich mir das jedenfalls vorstellen.
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

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Tschüß
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