Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!


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sopor joe
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#26

Beitrag: # 55206Beitrag sopor joe
02.01.2019, 20:53

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Sabarthez hat geschrieben:
02.01.2019, 17:00
Ich schätze mal wir bewegen uns hier lediglich in uns, an sich, genehmen musikalischen Bahnen und ich muß nicht die Charts oder das Programm von MDR Sachsen aufzählen... boys_0137 :biggrinn:

Also, alles völlig überflüssig im Rock-Bereich stehen bei mir ganz vorne an...

KISS , STATUS QUO, AEROSMITH, ALICE COOPER, METALLICA, THE BEACH BOYS, OZZY OSBOURNE, TED NUGENT, BRYAN ADAMS, BON JOVI, ALLMAN BROTHERS, BEE GEES

...endet bei mir alles mit einem müden Gähnen oder dem ablehnenden hochziehen der Augenbrauen... KISS sind da ganz weit vorne, dämliche Show ohne musikalische Inhalte.

Dann gibt's da noch BOB DYLAN... mit dem Herrn pflege ich eine persönliche Fehde, weswegen ich nur eine LP von ihm habe, die ich mal geschenkt bekam.

VAN MORRISON hat bei mir auch keinen Sympathiebonus.
Wow, unterschreiben würde ich da lediglich BRYAN ADAMS , der am Silvester kurz mit seiner Unplugged Gröhlerei im TV gewesen sein soll, wie man mir entsetzt berichtete.

BON JOVI, obwohl ich doch tatsächlich mal einen Golf 3 Bon Jovi gefahren habe, und daß , ohne die Band zu mögen!!! War halt die Austattung, die mir gefiel und Stones gab es gerade nicht.

Von Aerosmith, Metallica, Ozzy Osbourne, Ted Nugent steht hier nix in der Sammlung. Wobei ich Letzteren davon noch am meisten mag, trotz, naja ihr wisst es ja bereits. Der könnte es aber mit Nostalgiebonus noch rein schaffen ins Regal.

STATUS QUO mochte ich schon immer. War die erste Band, die ich zusammen mit anderen Leuten entdeckte und sie sind momentan gerade wieder sehr angesagt bei mir.

BEE GEES (bis 1972) und BEACH BOYS , sowie BOB DYLAN liebe ich über alles und sind dementsprechend häufig bei mir vertreten.

VAN MORRISON , da sind es hauptsächlich die Sachen mit Them, die Aufnahmen der 60er und 70er, die mir gefallen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Schon interessant, wie verschieden hier bei jedem die Abneigungen liegen.


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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#27

Beitrag: # 55207Beitrag sopor joe
02.01.2019, 21:00

Friese hat geschrieben:
02.01.2019, 19:50
Roller-Rocker hat geschrieben:
02.01.2019, 16:22
Friese hat geschrieben:
02.01.2019, 15:52

Ich würde allerdings statt Nena den Jauler hier eintragen.
Dreimal dürft ihr raten, wer gemeint ist. :biggrinn:
Schätze mal, Du meinst den Gröle-Meier? Die gesungenen Preßwehen?
Der ist seit Anfang der 90er bei mir auch unten durch aber ich meinte in diesem Fall den grässlichen Naidoo.
Wenn der schon anfängt zu singen, klappen sich bei mir die Fußnägel hoch. :evil:

Bezüglich Bon Jovi kann ich sagen, dass der Song "Dry County" bei mir sehr hoch im Kurs steht. Könnte vielleicht auch daran liegen, dass es mit fast zehn Minuten einer ihrer längsten Titel ist. boys_0137
Gut, dass du den Naidoo noch erwähnst. Den habe ich gar nicht genannt , weil er mir gerade nicht auf den Keks geht, will sagen, durch die Medien geistert.
Bei Herbert weiß ich nicht. als Schauspieler ist er mir, genau, wie MMM , wesentlich lieber, denn als Musiker. Seine älteren Sachen fand ich aber immer recht gelungen und längst nicht so mackerhaft dümmlich, wie die von MMM .

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#28

Beitrag: # 55208Beitrag AusDemWegIchBinArzt
02.01.2019, 21:07

Westernhagen war als Schauspieler große Klasse. Dabei hätte er mal bleiben sollen, wäre besser gewesen. Weiß der Teufel, auf was für Berater der gehört hat...
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.


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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#29

Beitrag: # 55209Beitrag sopor joe
02.01.2019, 21:12

nixe hat geschrieben:
02.01.2019, 18:39
OK, ich hasse die 80-er, aber auch hier bilden Ausnahmen die Regel!
& ich mag Kraut Rock, je krautiger, umso besser! Nur was da so alles unter den Kraut Rock Teppich gekehrt wurde, ist ja auch nicht normal.
Alles, aber Ausnahmen bilden auch hier die Regel, was danch aus unseren Landen kam, läßt mir die Galle spritzen!
Art Rock, oder wie es neudeutsch heißt Prog Rock ist bei mir angesagt, aber auch hier gibt es die Unterschiede! Dasselbe gilt logischerweise auch für Neo, Retro & weiß der Geier was für Prog.
Womit ich nicht klar komme, ist Jazz, Dixie, Americana, Soul, Funk, mehr fällt mir gerade nicht ein. Heavy Metal fiehl mir noch ein.
Der Boss, da wurde schon genug geschrieben & ich schließe mich da an. Ebenso bei Bobbele, Van the Man & andere nichtSänger!
Bei mir müssen Sänger zu der Musik passen, deswegen komme ich auch mit den jetzigen Marillion ganz gut klar. Grateful Dead, ok, dazu muß ich Bock haben, denn wenn, dann auch ein komplettes concert!
Der arme Santana, oh mann, klar ist er auf seine Weise im Strom mitgeschwommen & lustig an Supernatural, die ich bis heute noch nicht komplett gehört habe, auch den NachFolger nicht, war, das
meine Schwester mich frug: "Ist das der Santanta?" Sie war genauso überrascht, das es ihn noch gab, wie all diese Radio DJs, die dann von einem ComeBack sprachen. Dabei war er nie weg, nur in denen ihren schwammigen Gehirnen!
Ich habe ihm, wie auch Tina Turner, oder Joe Cocker, ihren Erfolg gegönnt, aber deswegen mochte ich es doch nicht!
Sorry, aber zu deinem einleitenden Satz nur soviel:
Ist mir zu allgemein. Ganze Jahrzehnte oder Musikgenres abzukanzeln finde ich ein wenig sehr oberflächlich und nichtssagend. WELCHE 80er denn? Das , was in den Charts gewesen ist, den Underground, den Alternative Bereich, den New Wave, die NDW?

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#30

Beitrag: # 55212Beitrag nixe
02.01.2019, 21:25

sopor joe hat geschrieben:
02.01.2019, 21:12
nixe hat geschrieben:
02.01.2019, 18:39
OK, ich hasse die 80-er, aber auch hier bilden Ausnahmen die Regel!
& ich mag Kraut Rock, je krautiger, umso besser! Nur was da so alles unter den Kraut Rock Teppich gekehrt wurde, ist ja auch nicht normal.
Alles, aber Ausnahmen bilden auch hier die Regel, was danch aus unseren Landen kam, läßt mir die Galle spritzen!
Art Rock, oder wie es neudeutsch heißt Prog Rock ist bei mir angesagt, aber auch hier gibt es die Unterschiede! Dasselbe gilt logischerweise auch für Neo, Retro & weiß der Geier was für Prog.
Womit ich nicht klar komme, ist Jazz, Dixie, Americana, Soul, Funk, mehr fällt mir gerade nicht ein. Heavy Metal fiehl mir noch ein.
Der Boss, da wurde schon genug geschrieben & ich schließe mich da an. Ebenso bei Bobbele, Van the Man & andere nichtSänger!
Bei mir müssen Sänger zu der Musik passen, deswegen komme ich auch mit den jetzigen Marillion ganz gut klar. Grateful Dead, ok, dazu muß ich Bock haben, denn wenn, dann auch ein komplettes concert!
Der arme Santana, oh mann, klar ist er auf seine Weise im Strom mitgeschwommen & lustig an Supernatural, die ich bis heute noch nicht komplett gehört habe, auch den NachFolger nicht, war, das
meine Schwester mich frug: "Ist das der Santanta?" Sie war genauso überrascht, das es ihn noch gab, wie all diese Radio DJs, die dann von einem ComeBack sprachen. Dabei war er nie weg, nur in denen ihren schwammigen Gehirnen!
Ich habe ihm, wie auch Tina Turner, oder Joe Cocker, ihren Erfolg gegönnt, aber deswegen mochte ich es doch nicht!
Sorry, aber zu deinem einleitenden Satz nur soviel:
Ist mir zu allgemein. Ganze Jahrzehnte oder Musikgenres abzukanzeln finde ich ein wenig sehr oberflächlich und nichtssagend. WELCHE 80er denn? Das , was in den Charts gewesen ist, den Underground, den Alternative Bereich, den New Wave, die NDW?
Na gut, letztendlich das was man zu hören bekam, klar, das Radio-taugliche! den New Wave, die NDW! Mit dem Underground & dem Alternative Bereich kenne ich mich nicht aus. Aber ich glaube nicht, das ich da fündig werden würde!
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

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#31

Beitrag: # 55213Beitrag sopor joe
02.01.2019, 21:52

nixe hat geschrieben:
02.01.2019, 21:25
sopor joe hat geschrieben:
02.01.2019, 21:12
nixe hat geschrieben:
02.01.2019, 18:39
OK, ich hasse die 80-er, aber auch hier bilden Ausnahmen die Regel!
& ich mag Kraut Rock, je krautiger, umso besser! Nur was da so alles unter den Kraut Rock Teppich gekehrt wurde, ist ja auch nicht normal.
Alles, aber Ausnahmen bilden auch hier die Regel, was danch aus unseren Landen kam, läßt mir die Galle spritzen!
Art Rock, oder wie es neudeutsch heißt Prog Rock ist bei mir angesagt, aber auch hier gibt es die Unterschiede! Dasselbe gilt logischerweise auch für Neo, Retro & weiß der Geier was für Prog.
Womit ich nicht klar komme, ist Jazz, Dixie, Americana, Soul, Funk, mehr fällt mir gerade nicht ein. Heavy Metal fiehl mir noch ein.
Der Boss, da wurde schon genug geschrieben & ich schließe mich da an. Ebenso bei Bobbele, Van the Man & andere nichtSänger!
Bei mir müssen Sänger zu der Musik passen, deswegen komme ich auch mit den jetzigen Marillion ganz gut klar. Grateful Dead, ok, dazu muß ich Bock haben, denn wenn, dann auch ein komplettes concert!
Der arme Santana, oh mann, klar ist er auf seine Weise im Strom mitgeschwommen & lustig an Supernatural, die ich bis heute noch nicht komplett gehört habe, auch den NachFolger nicht, war, das
meine Schwester mich frug: "Ist das der Santanta?" Sie war genauso überrascht, das es ihn noch gab, wie all diese Radio DJs, die dann von einem ComeBack sprachen. Dabei war er nie weg, nur in denen ihren schwammigen Gehirnen!
Ich habe ihm, wie auch Tina Turner, oder Joe Cocker, ihren Erfolg gegönnt, aber deswegen mochte ich es doch nicht!
Sorry, aber zu deinem einleitenden Satz nur soviel:
Ist mir zu allgemein. Ganze Jahrzehnte oder Musikgenres abzukanzeln finde ich ein wenig sehr oberflächlich und nichtssagend. WELCHE 80er denn? Das , was in den Charts gewesen ist, den Underground, den Alternative Bereich, den New Wave, die NDW?
Na gut, letztendlich das was man zu hören bekam, klar, das Radio-taugliche! den New Wave, die NDW! Mit dem Underground & dem Alternative Bereich kenne ich mich nicht aus. Aber ich glaube nicht, das ich da fündig werden würde!
Solange du es nicht probierst, wirst du es auch niemals erfahren!
Es war in den Achtzigern nicht anders, als in den anderen Jahrzehnten auch. Da lief immer nur das Bekannteste der ganzen Strömungen, die im Underground flossen.
Zum Beispiel das, was in den Charts als NDW vermarktet wurde, hatte seine Ursprünge in der alternativen Szene der End Siebziger Früh Achtziger. da gab es zu der Zeit eine riesige Anzahl von kleinen Plattenfirmen und Cassetten - Labels. Wenn dir Namen wie Freiwillige Selbstkontrolle, Palais Schaumburg, die ganz frühen DAF S.Y.P.H, Der Plan , Die Krupps, Pyrolator, usw. nichts sagen, dann solltest du da eventuell mal reinhören. Gerade in Düsseldorf gab es da unheimlich vieles, was auch Querverweise in Richtun Krautrock hatte. Leute, wie Holger Czukay oder Connie Plank waren da ja auch oftmals involviert.
Ob das was für dich ist, weiß ich nicht. Aber man sollte meiner Meinung schon kennen, was man verteufelt. ;)Und das meine ich jetzt in keinster Weise abwertend.

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#32

Beitrag: # 55216Beitrag nixe
02.01.2019, 22:19

sopor joe hat geschrieben:
02.01.2019, 21:52
nixe hat geschrieben:
02.01.2019, 21:25
sopor joe hat geschrieben:
02.01.2019, 21:12


Sorry, aber zu deinem einleitenden Satz nur soviel:
Ist mir zu allgemein. Ganze Jahrzehnte oder Musikgenres abzukanzeln finde ich ein wenig sehr oberflächlich und nichtssagend. WELCHE 80er denn? Das , was in den Charts gewesen ist, den Underground, den Alternative Bereich, den New Wave, die NDW?
Na gut, letztendlich das was man zu hören bekam, klar, das Radio-taugliche! den New Wave, die NDW! Mit dem Underground & dem Alternative Bereich kenne ich mich nicht aus. Aber ich glaube nicht, das ich da fündig werden würde!
Solange du es nicht probierst, wirst du es auch niemals erfahren!
Es war in den Achtzigern nicht anders, als in den anderen Jahrzehnten auch. Da lief immer nur das Bekannteste der ganzen Strömungen, die im Underground flossen.
Zum Beispiel das, was in den Charts als NDW vermarktet wurde, hatte seine Ursprünge in der alternativen Szene der End Siebziger Früh Achtziger. da gab es zu der Zeit eine riesige Anzahl von kleinen Plattenfirmen und Cassetten - Labels. Wenn dir Namen wie Freiwillige Selbstkontrolle, Palais Schaumburg, die ganz frühen DAF S.Y.P.H, Der Plan , Die Krupps, Pyrolator, usw. nichts sagen, dann solltest du da eventuell mal reinhören. Gerade in Düsseldorf gab es da unheimlich vieles, was auch Querverweise in Richtun Krautrock hatte. Leute, wie Holger Czukay oder Connie Plank waren da ja auch oftmals involviert.
Ob das was für dich ist, weiß ich nicht. Aber man sollte meiner Meinung schon kennen, was man verteufelt. ;)Und das meine ich jetzt in keinster Weise abwertend.
OK, bei Holger Czukay weiß ich das das sehr schwere Kost ist, deswegen habe ich mir seine Box nicht geholt.
DAF, Der Plan , Die Krupps sind für mich nix.
Freiwillige Selbstkontrolle, Palais Schaumburg; da kenne ich nur die Namen & das reicht mir schon. Da kann ich mir nicht vorstellen, das das was für mich ist.
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#33

Beitrag: # 55218Beitrag sopor joe
02.01.2019, 22:31

nixe hat geschrieben:
02.01.2019, 22:19
sopor joe hat geschrieben:
02.01.2019, 21:52
nixe hat geschrieben:
02.01.2019, 21:25


Na gut, letztendlich das was man zu hören bekam, klar, das Radio-taugliche! den New Wave, die NDW! Mit dem Underground & dem Alternative Bereich kenne ich mich nicht aus. Aber ich glaube nicht, das ich da fündig werden würde!
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Es war in den Achtzigern nicht anders, als in den anderen Jahrzehnten auch. Da lief immer nur das Bekannteste der ganzen Strömungen, die im Underground flossen.
Zum Beispiel das, was in den Charts als NDW vermarktet wurde, hatte seine Ursprünge in der alternativen Szene der End Siebziger Früh Achtziger. da gab es zu der Zeit eine riesige Anzahl von kleinen Plattenfirmen und Cassetten - Labels. Wenn dir Namen wie Freiwillige Selbstkontrolle, Palais Schaumburg, die ganz frühen DAF S.Y.P.H, Der Plan , Die Krupps, Pyrolator, usw. nichts sagen, dann solltest du da eventuell mal reinhören. Gerade in Düsseldorf gab es da unheimlich vieles, was auch Querverweise in Richtun Krautrock hatte. Leute, wie Holger Czukay oder Connie Plank waren da ja auch oftmals involviert.
Ob das was für dich ist, weiß ich nicht. Aber man sollte meiner Meinung schon kennen, was man verteufelt. ;)Und das meine ich jetzt in keinster Weise abwertend.
OK, bei Holger Czukay weiß ich das das sehr schwere Kost ist, deswegen habe ich mir seine Box nicht geholt.
DAF, Der Plan , Die Krupps sind für mich nix.
Freiwillige Selbstkontrolle, Palais Schaumburg; da kenne ich nur die Namen & das reicht mir schon. Da kann ich mir nicht vorstellen, das das was für mich ist.
Du kannst das Verallgemeinen wirklich nicht lassen :biggrinn:
Ein Tip: Hör mal in die Czukay Alben "Movies", "Der Osten ist rot" und "Full Circle" rein. Und falls du es nicht schon kennen solltest: "Rastakraut Pasta" von Moebius & Plank, da macht der Holger nämlich auch mit.

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#34

Beitrag: # 55221Beitrag nixe
02.01.2019, 23:00

sopor joe hat geschrieben:
02.01.2019, 22:31
nixe hat geschrieben:
02.01.2019, 22:19
sopor joe hat geschrieben:
02.01.2019, 21:52


Solange du es nicht probierst, wirst du es auch niemals erfahren!
Es war in den Achtzigern nicht anders, als in den anderen Jahrzehnten auch. Da lief immer nur das Bekannteste der ganzen Strömungen, die im Underground flossen.
Zum Beispiel das, was in den Charts als NDW vermarktet wurde, hatte seine Ursprünge in der alternativen Szene der End Siebziger Früh Achtziger. da gab es zu der Zeit eine riesige Anzahl von kleinen Plattenfirmen und Cassetten - Labels. Wenn dir Namen wie Freiwillige Selbstkontrolle, Palais Schaumburg, die ganz frühen DAF S.Y.P.H, Der Plan , Die Krupps, Pyrolator, usw. nichts sagen, dann solltest du da eventuell mal reinhören. Gerade in Düsseldorf gab es da unheimlich vieles, was auch Querverweise in Richtun Krautrock hatte. Leute, wie Holger Czukay oder Connie Plank waren da ja auch oftmals involviert.
Ob das was für dich ist, weiß ich nicht. Aber man sollte meiner Meinung schon kennen, was man verteufelt. ;)Und das meine ich jetzt in keinster Weise abwertend.
OK, bei Holger Czukay weiß ich das das sehr schwere Kost ist, deswegen habe ich mir seine Box nicht geholt.
DAF, Der Plan , Die Krupps sind für mich nix.
Freiwillige Selbstkontrolle, Palais Schaumburg; da kenne ich nur die Namen & das reicht mir schon. Da kann ich mir nicht vorstellen, das das was für mich ist.
Du kannst das Verallgemeinen wirklich nicht lassen :biggrinn:
Ein Tip: Hör mal in die Czukay Alben "Movies", "Der Osten ist rot" und "Full Circle" rein. Und falls du es nicht schon kennen solltest: "Rastakraut Pasta" von Moebius & Plank, da macht der Holger nämlich auch mit.
OK, das kann ich machen!
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#35

Beitrag: # 55235Beitrag Vertigo
03.01.2019, 10:53

Schwierige Frage. Wenn ich all die Musik und Künstler weglasse, deren Klänge sowieso nur als Ge- und Verbrauchsmusik konzipiert wird, bleiben dann im für mich ernstzunehmenden Bereich der Musik nur sehr, sehr wenige Bands übrig die ich wohl komplett nicht mag.

Generell gilt für mich, jede Band kann mich mit nem guten Song überraschen, das hab ich einfach zu oft erlebt, auch bei Bands/Künstlern, die ich in der Richtung gar nicht auf der Rechnung hatte.

Grundsätzliche Dinge die ich nicht mag, sind sinnlose Aggression in der Musik. Drum halte ich weite Teile der Heavy Metal Szene für Volltrottel, denn wer ist schon dauernd schlecht drauf außer ein kompletter Idiot?. Energieausstoß bei der Musik liebe ich, Aggression ist nur in kleinen Dosen sinnvoll und wichtig.

Melancholie liebe ich, Traurigkeit brauch ich in der Musik nicht wirklich. In kleinen Dosen gut, wichtig, weil berührend, ein ganzes Album oder ne ganze Karriere dadurch is nix für mich. Drum mag ich Gothic-Bands die dunkle Atmosphären kreieren, aber nicht die, welche in Selbstmitleid und ewiger Trauer zerfliessen.

Über heutige Produktionen von Musik und ihren Klang hab ich ja schon oft geredet. Durch übertrieben wuchtig, knallig, laut produzierte Musik wird mir noch der beste Song verdorben. Da gehts dann gar nimmer um die Qualität des Songs, die ich schon trotzdem erkennen kann, ich mag das dann einfach nicht hören, weil ich das Gefühl habe, dass mich diese Musik erschlagen statt begeistern oder berühren soll und sowas mag ich nicht. Das ist wie aufdringliche Leute am Tisch, die dich ohne Punkt und Komma in einer Lautstärke zulabern. Da ists mir dann wurscht wenn der Inhalt eigentlich interessant ist, Aufdringlichkeit mag ich einfach nicht.

Da ca. locker 90 Prozent der neuesten Produktionen bei mir unter "aufdringlich" fallen, egal ob nun Pop oder Rock oder Hard- und Heavy-Rock, auch Prog usw. usf. fällt vieles durch weils einfach scheiße klingt für mich.

Aber Künstler die ich als Künstler respektiere, aber komplett ablehnen würde, ich glaub da gibts nix oder mir fällts nicht ein, weil ich mich immer lieber mit dem was ich gut, schön, beachtenswert und dergleichen finde, beschäftige, als mit dem Schlechten und Negativen des Lebens.
Ich lese gerade:

ERNST HOFACKER - 1967 Als Pop unsere Welt für immer veränderte

MICHAEL JACKSON - Whisky

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#36

Beitrag: # 55237Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 11:05

@nixe: Es gab in den 80ern haufenweise gute Sachen, genauso, wie es auch in den 60ern und 70ern schlechte Sachen gegeben hat. Das kann man in keinem Fall pauschalisieren. Gerade im Rock-und Metalbereich kamen in den 80ern so einige Jahrhundertalben heraus, die kein Stück schlechter als die großen Rockalben der 70er waren. Auch der Progressive Rock fing an, zarte neue Pflänzchen austreiben zu lassen (Marillion, Pallas, Twelfth Night, IQ usw.)

In der NDW war auch bei weitem nicht alles schlecht und das liegt einfach daran, dass die Bezeichnung NDW letztlich auch nur eine Schublade ist, in die man alles reingeknallt hat, genauso wie vorher beim Krautrock. Doch es gab da so viele unterschiedliche Sachen - natürlich auch mieses, fürchterliches Zeugs, aber eben auch gute und interessante Geschichten. Der Hauptunterschied zum Krautrock dürfte vor allem darin liegen, dass die NDW von vorneherein kommerzieller ausgerichtet war und viel bessere Verkäufe und mediale Aufmerksamkeit generieren konnte, als die teilweise doch sehr speziellen Sachen aus der Krautrock-Ära.

Es existierten auch in den 80ern interessante Randbereiche, die es sich zu entdecken lohnt und ansonsten hatten ja auch Leute wie Kate Bush oder Gruppen wie Tears For Fears ihre große Zeit gerade in den diesem Jahrzehnt.

Das, was so einige 80er Produktionen bisweilen schwerverdaulich macht, ist vor allem der Klang. Diese knalligen, halligen "Larger-than-life-"Produktionen mit ihren ganzen aufgeblasenen, künstlichen, sterilen Sounds (besonders schlimm z.B. "Hysteria" von Def Leppard oder "Ra" von Eloy). Das ist bisweilen hart an der Schmerzgrenze oder darüber hinaus. Man muß es als zeittypisches Merkmal hinnehmen, als typischen 80er Kolorit. Das fand man damals eben geil, auch wenn es eigentlich scheiße klingt, Punkt. In den frühen 60ern fand man es dafür toll, wenn alle Musiker auf der Bühne die gleichen Anzüge trugen. Nun ja, das ist eben einfach so. Kann man weglächeln.

Insgesamt würde ich jedenfalls nie pauschal sagen, dass die 80er schrecklich waren.
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#37

Beitrag: # 55238Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 11:11

Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 10:53

Grundsätzliche Dinge die ich nicht mag, sind sinnlose Aggression in der Musik. Drum halte ich weite Teile der Heavy Metal Szene für Volltrottel, denn wer ist schon dauernd schlecht drauf außer ein kompletter Idiot?. Energieausstoß bei der Musik liebe ich, Aggression ist nur in kleinen Dosen sinnvoll und wichtig.
Das halte ich für ein bißchen übertrieben, da "weite Teile der Heavy Metal Szene" zu nennen. Das trifft aus meiner Sicht hauptsächlich auf die Prügelbands und Brüllaffen zu, aber nicht auf normale, klassische Heavy Metal-Gruppen.
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#38

Beitrag: # 55239Beitrag Vertigo
03.01.2019, 11:15

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 11:11
Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 10:53

Grundsätzliche Dinge die ich nicht mag, sind sinnlose Aggression in der Musik. Drum halte ich weite Teile der Heavy Metal Szene für Volltrottel, denn wer ist schon dauernd schlecht drauf außer ein kompletter Idiot?. Energieausstoß bei der Musik liebe ich, Aggression ist nur in kleinen Dosen sinnvoll und wichtig.
Das halte ich für ein bißchen übertrieben, da "weite Teile der Heavy Metal Szene" zu nennen. Das trifft aus meiner Sicht hauptsächlich auf die Prügelbands und Brüllaffen zu, aber nicht auf normale, klassische Heavy Metal-Gruppen.
Da bin ich zu wenig in der heutigen Szene drin um dir da recht zu geben oder dich zu widerlegen. Ich merke halt wenn ich in irgendwas metallisches heute reinhöre, sei es mal im Netz in eine Platte oder mal in ne Übertragung von Wacken oder sowas reinschaue, dann geht mir das in Sekunden meist auf den Sack. Und da ich ja mit Heavy Metal groß geworden bin liegts an der Musikrichtung an sich ja nicht. Zu simpel, zu laut, zu aggressiv einfach von allem zu viel, außer von der Kreativität, da deutlich zu wenig
Ich lese gerade:

ERNST HOFACKER - 1967 Als Pop unsere Welt für immer veränderte

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#39

Beitrag: # 55241Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 11:45

Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 11:15
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 11:11
Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 10:53

Grundsätzliche Dinge die ich nicht mag, sind sinnlose Aggression in der Musik. Drum halte ich weite Teile der Heavy Metal Szene für Volltrottel, denn wer ist schon dauernd schlecht drauf außer ein kompletter Idiot?. Energieausstoß bei der Musik liebe ich, Aggression ist nur in kleinen Dosen sinnvoll und wichtig.
Das halte ich für ein bißchen übertrieben, da "weite Teile der Heavy Metal Szene" zu nennen. Das trifft aus meiner Sicht hauptsächlich auf die Prügelbands und Brüllaffen zu, aber nicht auf normale, klassische Heavy Metal-Gruppen.
Da bin ich zu wenig in der heutigen Szene drin um dir da recht zu geben oder dich zu widerlegen. Ich merke halt wenn ich in irgendwas metallisches heute reinhöre, sei es mal im Netz in eine Platte oder mal in ne Übertragung von Wacken oder sowas reinschaue, dann geht mir das in Sekunden meist auf den Sack. Und da ich ja mit Heavy Metal groß geworden bin liegts an der Musikrichtung an sich ja nicht. Zu simpel, zu laut, zu aggressiv einfach von allem zu viel, außer von der Kreativität, da deutlich zu wenig
Ich versteh Dich da schon....ich bin natürlich sicherlich mehr auf dem Laufenden und in der Szene aktiver drin als Du wahrscheinlich, aber deswegen kann ich da ja teilweise auch zustimmen. Weil ich weiß wovon ich rede, denn genau das, was Dir auf den Sack geht, nervt mich genauso an vielen heutigen Bands. Kaum noch Leute, die gut komponieren können....die sind technisch zwar alle super, aber das verschwindet letztlich unter viel Aggro-Gehabe, Gebrülle, Geschreie und Tattoos bis der Arzt kommt. Dazu oft diese auf Vollfettstufe getrimmten modernen Produktionen.

Wobei es in den letzten Jahren zum Glück ja wieder Bands gibt, die anders ticken und die sich erfreulicherweise auf ganz andere Werte besinnen (Wytch Hazel, Dark Forest oder Horisont).

Ansonsten habe ich aber bei vielen modernen Metalbands den Eindruck, dass die nach einem Masterplan vorgehen, wie am Reißbrett konstruiert. Diese Entwicklung macht ja leider auch vor dem harten Rock nicht halt. Das hat mit meinem Verständnis von Hardrock und Heavy Metal nicht viel zu tun.

Eine gute Hardrock oder Metal-Band hingegen, jedenfalls eine nach meinem Verständnis, kann auch mit 60 oder 70 und darüber hinaus noch problemlos und in Würde auf der Bühne stehen, wie die alten Blueser, ohne das es aufgesetzt und albern wirkt. Die ganzen Brüllaffen dagegen, bei denen wirkt es oft mit 45 schon peinlich, weil man ihnen dieses ganze Geprügel, Gehampel und Mackergetue einfach nicht mehr abnehmen kann.

Wobei ich nicht grundsätzlich was gegen die ganz harten Sachen habe, da differenziere ich auch nochmal: Das, was heute als Black-, (Neo-)Thrash-oder Death Metal läuft sowie alles, was auf die Endung -core hört, damit kannst du mich jagen. Das fällt genau unter die Kategorie, die ich oben kritisiere und ist für mich eine der absoluten Fehlentwicklungen der letzten 25 Jahre. Auch der sogenannte Power Metal, der ja von den genannten Formen immer noch die traditionelleste ist, wird immer merkwürdiger.

Aber so einige alte Sachen aus dem Thrash-Bereich, wie etwa Sodom, Megadeth, die frühen Metallica, Testament, Wrathchild America, Overkill oder allen voran Venom, die lege ich durchaus gerne mal auf wenn mir danach ist. Diese Bands haben ihre Wurzeln aber auch noch viel erkennbarer im traditionellen Heavy Metal, im Punk sowie bei Gruppen wie Motörhead oder Tank.

Diese Gruppen sind aber auch ansonsten viel lockerer drauf als die ganzen heutigen muskelbepackten, zutätowierten Brüllheinis mit ihrem "evil" Getue und diesen ganzen lächerlichen Äußerlichkeiten.
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#40

Beitrag: # 55249Beitrag nixe
03.01.2019, 13:03

Ich hatte geschrieben:
"OK, ich hasse die 80-er, aber auch hier bilden Ausnahmen die Regel!"
Ich habe keine Lust, jede Band einzeln durch den Kakao ziehen zu müssen! Dafür gab es einfach zuviel Stuß!
Mit dem meißten Heavy Metal kannst Du mich jagen, nur wenn die Songs über das mainstreamhafte Timing von 3 bis 5 Minuten geht, oder sie Balladen machen, wird's für mich interessant!
Selbst Songs, wie Paranoid, Fireball, Easy living, Comunication Breakdown & so, empfinde ich als langweilig. Gut das die nicht so lang sind. Na ja, dann wären sie ja auch interessanter!
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#41

Beitrag: # 55251Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 13:22

nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 13:03
Ich hatte geschrieben:
"OK, ich hasse die 80-er, aber auch hier bilden Ausnahmen die Regel!"
Ich habe keine Lust, jede Band einzeln durch den Kakao ziehen zu müssen! Dafür gab es einfach zuviel Stuß!
Und mindestens genauso viel gutes ! Also, von mir aus können wir die gerne einzeln durchgehen... :roll:
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#42

Beitrag: # 55253Beitrag nixe
03.01.2019, 13:29

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 13:22
nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 13:03
Ich hatte geschrieben:
"OK, ich hasse die 80-er, aber auch hier bilden Ausnahmen die Regel!"
Ich habe keine Lust, jede Band einzeln durch den Kakao ziehen zu müssen! Dafür gab es einfach zuviel Stuß!
Und mindestens genauso viel gutes ! Also, von mir aus können wir die gerne einzeln durchgehen... :roll:
Na dann fang mal an! Mal sehen, was mir dazu einfällt?
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

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Tschüß
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#43

Beitrag: # 55254Beitrag Vertigo
03.01.2019, 13:33

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 13:22
Also, von mir aus können wir die gerne einzeln durchgehen... :roll:
Is eh immer sinnvoller. Alles über nen Kamm scheren führt ja zu nix.

Etablierte 70er Bands oder Einzelmusiker kacken bei mir fast alle in den 80ern ab, weil sich fast alle irgendwann mal auf die grauslich platten Soundeffekte verlassen hatten und die Energie, wie auch die Kreativität im Koksstaub erstickten. Nicht überraschend, dass das viele auch bald wieder gelassen haben.

Als Ausnahme fallen mir hier Rush ein. Das Rush es geschafft haben, den Technikaspekt ihrer Musik im Sinne der 80er zu modernisieren, dabei den Energielevel der 70er runterzufahren und trotzdem qualitativ sehr hochwertigen, damals sehr modernen Rock machten, das zeigt die Klasse der Band. Ich glaub die einzige 70er Rock-Band deren 80er Output keinen Scheiß darstellt.

Von den bereits vorher dagewesenen Stars fällt mir noch David Bowie und Miles Davis ein, wo das eine Natürlichkeit angenommen hatte, so dass ich denen ich das 80er Dingens abgenommen hatte. Das lag wohl einfach daran, dass Bowie und Davis beide einfach immer schon Chamäleons waren, immer schon alles um sich rum assimiliert hatten.

Anders ist es mit Bands die in den 80ern quasi erst richtig groß geworden sind, vielleicht Ende der 70er das oder die ersten Alben vorlegten aber dann so richtig in den 80ern zum Zug kamen. Die haben dieses Jahrzehnt meist viel mehr inhaliert gehabt und darum auch was im Rahmen der Gegebenheiten eigenständiges vorlegen können.

Wo ich eben bei den 70er Helden immer das Gefühl hatte, nun ja, da zieht sich halt jemand die nun angesagte Jacke und Hose an, aber es wirkt wie Fasching, wie verkleidet, nicht natürlich aus der Person kommend.
Ich lese gerade:

ERNST HOFACKER - 1967 Als Pop unsere Welt für immer veränderte

MICHAEL JACKSON - Whisky

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#44

Beitrag: # 55255Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 13:49

Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 13:33
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 13:22
Also, von mir aus können wir die gerne einzeln durchgehen... :roll:
Is eh immer sinnvoller. Alles über nen Kamm scheren führt ja zu nix.

Etablierte 70er Bands oder Einzelmusiker kacken bei mir fast alle in den 80ern ab, weil sich fast alle irgendwann mal auf die grauslich platten Soundeffekte verlassen hatten und die Energie, wie auch die Kreativität im Koksstaub erstickten. Nicht überraschend, dass das viele auch bald wieder gelassen haben.

Als Ausnahme fallen mir hier Rush ein. Das Rush es geschafft haben, den Technikaspekt ihrer Musik im Sinne der 80er zu modernisieren, dabei den Energielevel der 70er runterzufahren und trotzdem qualitativ sehr hochwertigen, damals sehr modernen Rock machten, das zeigt die Klasse der Band. Ich glaub die einzige 70er Rock-Band deren 80er Output keinen Scheiß darstellt.

Von den bereits vorher dagewesenen Stars fällt mir noch David Bowie und Miles Davis ein, wo das eine Natürlichkeit angenommen hatte, so dass ich denen ich das 80er Dingens abgenommen hatte. Das lag wohl einfach daran, dass Bowie und Davis beide einfach immer schon Chamäleons waren, immer schon alles um sich rum assimiliert hatten.

Anders ist es mit Bands die in den 80ern quasi erst richtig groß geworden sind, vielleicht Ende der 70er das oder die ersten Alben vorlegten aber dann so richtig in den 80ern zum Zug kamen. Die haben dieses Jahrzehnt meist viel mehr inhaliert gehabt und darum auch was im Rahmen der Gegebenheiten eigenständiges vorlegen können.

Wo ich eben bei den 70er Helden immer das Gefühl hatte, nun ja, da zieht sich halt jemand die nun angesagte Jacke und Hose an, aber es wirkt wie Fasching, wie verkleidet, nicht natürlich aus der Person kommend.
Hmm....also gerade in Bezug auf Bowie wären seine 80er Alben so ziemlich das letzte, was mir als Referenz einfiele. Abgesehen von "Scary Monsters", die noch ganz am Anfang des Jahrzehnts stand, finde ich keine einzige seiner 80er Scheiben gelungen. Weder musikalisch, noch klanglich. Das wäre für mich also ein typisches Negativbeispiel, Chamäleon hin oder her.

Da finde ich die 80er Alben von Genesis beispielsweise wesentlich angenehmer, sowohl von den Kompositionen her, als auch klanglich (mit Ausnahme von "Invisible Touch", da wurde soundmäßig dann auch einiges versaut).

Rush ist ein Streitfall. Grundsätzlich sehe ich es ähnlich wie Du und gerade beispielsweise die "Signals" ist ein Album, welches ich sehr schätze. Aber ich kenne auch viele Leute, die den 80er-Sound von Rush rundherum ablehnen, gerade eben wegen der vielen Synthies und der ganzen Soundspielereien.

Natürlich ist es auch so, wie Du ganz richtig schreibst, das Bands, die erst gegen Ende der 70er aktiv wurden und damit eindeutig eher in die 80er hineinpositioniert waren, logischerweise einen anderen Ansatz, eine andere Herangehensweise pflegten als ältere Gruppen.

Allerdings gibt es genügend Beispiele für alte Bands, die auch - neben Rush oder Genesis - in den 80ern tolle Platten gemacht haben, die sowohl von den Songs als auch vom Sound her mindestens akzeptabel bis sehr gut waren:

Deep Purple ("Perfect Strangers")
Black Sabbath ("Heaven And Hell", "Mob Rules", "Born Again", "Headless Cross" - das sind vier bockstarke Scheiben aus diesem Jahrzehnt).
King Crimson ("Discipline", "Beat", "Three Of A Perfect Pair" - anders als die 70er Scheiben, aber nicht weniger innovativ oder interessant).
Thin Lizzy (alle 80er Scheiben bis zur Auflösung, auch wenn "Thunder And Lightning" vielleicht nicht den besten Sound hatte, aber starke Songs allemal)
Gary Moore (den kannte man ja schon seit den frühen 70ern und er hat auch solo in den 80ern nicht ein schlechtes Album gemacht)

Alte Bands, die hingegen in den 80ern total abgekackt sind, wären für mich:

David Bowie (hatten wir ja schon)
Uriah Heep (von "Head First" 1983 bis "Raging Silence" 1989 nur seichter Mist, der nach allem klang, aber nicht nach Heep)
Status Quo (leider war da spätestens nach dem Abgang von Lancaster für eine ganze Weile der Ofen richtig aus)
Yes (keine Frage, nach "Drama" gings steil bergab)
Ange (hatten sich zunächst noch recht akzeptabel in die 80er gerettet, schmierten dann aber gegen Mitte des Jahrzehnts ab)
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.


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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#45

Beitrag: # 55258Beitrag sopor joe
03.01.2019, 15:13

Mal ganz ehrlich: Hier werden mir viel zu oft die Achtziger auf den schlechten Sound reduziert. Das waren sicherlich viele Gruppen, die sich da den modischen Klangerzeugnissen hingaben. Aber eine Gruppe und ihre Musik rein deshalb schon abzuwerten, käme mir niemals in den Sinn. Dafür kenne ich auch genügend Bands, die sich da einen Dreck drum scherten und ihr Ding ohne diesen ganzen klanglichen Firlefanz durchgezogen haben, mitunter auch, weil sie dafür gar kein Geld übrig hatten und sich auf die Grundwerte beziehen mussten.

Was David Bowie angeht:
Für nicht wenige Alben unterschreibe ich das sogar. Das von mir damals noch heiss geliebte Let´s Dance Album, , womit er seine , meiner Meinung nach qualitativ schwächste Phase einleitete, bietet mir heute längst nicht mehr soviel, wie noch im Erscheinungsjahr. . Der Tiefpunkt kam dann für mich mit Tonight. Die beiden Nachfolgealben besitze ich bis heute nicht.
Aber Outside, 1995 und Earthling, zwei Alben, die ich auch lange Zeit nur aus der Ferne beäugte, skeptisch, gehören heute für mich heute zu seinen besten Alben der 90er.Und Hours gefällt ebenfalls großartig. Bowie hat sich da selber aus dem Sumpf gezogen, in dem er sich mit jüngeren Musikern einließ und es zu einer gegenseitigen Beeinflussung kam.

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#46

Beitrag: # 55259Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 15:19

sopor joe hat geschrieben:
03.01.2019, 15:13
Mal ganz ehrlich: Hier werden mir viel zu oft die Achtziger auf den schlechten Sound reduziert. Das waren sicherlich viele Gruppen, die sich da den modischen Klangerzeugnissen hingaben. Aber eine Gruppe und ihre Musik rein deshalb schon abzuwerten, käme mir niemals in den Sinn. Dafür kenne ich auch genügend Bands, die sich da einen Dreck drum scherten und ihr Ding ohne diesen ganzen klanglichen Firlefanz durchgezogen haben, mitunter auch, weil sie dafür gar kein Geld übrig hatten und sich auf die Grundwerte beziehen mussten.

Was David Bowie angeht:
Für nicht wenige Alben unterschreibe ich das sogar. Das von mir damals noch heiss geliebte Let´s Dance Album, , womit er seine , meiner Meinung nach qualitativ schwächste Phase einleitete, bietet mir heute längst nicht mehr soviel, wie noch im Erscheinungsjahr. . Der Tiefpunkt kam dann für mich mit Tonight. Die beiden Nachfolgealben besitze ich bis heute nicht.
Aber Outside, 1995 und Earthling, zwei Alben, die ich auch lange Zeit nur aus der Ferne beäugte, skeptisch, gehören heute für mich heute zu seinen besten Alben der 90er.Und Hours gefällt ebenfalls großartig. Bowie hast sich da selber aus dem Sumpf gezogen, in dem er sich mit jüngeren Musikern einließ und es zu einer gegenseitigen Beeinflussung kam.
Ja, klar, das Bowie später wieder stärkere Sachen gemacht hat, steht außer Frage. Das Gemecker bezog sich ja wirklich konkret nur auf sein Schaffen in den 80er Jahren.

Und zumindest zu meinen Aussagen muß ich anmerken, dass ich ansonsten die Fahne der 80er aus Überzeugung hier ziemlich hochgehalten habe bisher und selbst in Bezug auf den oft, äh, anstrengenden Sound vieler Alben konstatiert habe, dass man das eben als Zeitdokument betrachten sollte. ;)
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#47

Beitrag: # 55270Beitrag Vertigo
03.01.2019, 17:35

Ich sag ja nicht, dass Bowie in den 80ern starke Alben gemacht hat, ich fand nur, dass das bei ihm natürlich gewirkt hat, jetzt im Gegensatz z.B. zu Yes oder Dylan oder Grateful Dead um einige zu nennen. Dass Bowies Sound auf einmal nach 80ern klang find ich so normal wie eben vorher der Folk-Ansatz, der Progressive-Dreh, der Glam/Hard-Rock, der Soul usw. usf. bei ihm. Bei ihm wirkte das nie verkrampft, für mich war er so. Er streifte sich das über wie ein neues Gewand und es passte. Trotzdem sind seine 80er Alben seine schwächsten und ich hab lang lang mit mir gehadert ob ich mir nun die Box dazu kaufen soll, was ich jetzt doch getan habe. Aber nur, weil ich wußte, die Box mit den Alben der 90er - 1.Outside, Earthling, Hours - werde ich mir definitiv holen (ich hab die Alben eh einzeln bisher) und dann will ich da keine Lücke haben, drum die Box.
In den 80ern war Bowie nicht innovativ, sondern Mitläufer. Aber eben für mich ein natürlicher Mitläufer im Gegensatz zu so vielen anderen Kollegen.

Dass ich die 80er auf den Sound in vielen Fällen reduziere, liegt daran, dass ich daran das größte Manko sehe. Es ist ja nicht so, dass die ganzen 70er Helden auf einmal verlernt hatten gute Songs zu schreiben und gute Musik zu machen. Das Anbiedern an den Sound hats verdorben.

Genesis ist da zwiespältig. Da gibts auch in den 80ern ganz großartige Songs, aber auch nicht wenige die so platt, so durchschnittlich und so schlecht sind, die wären in den 70ern nicht auf ner B-Seite gelandet. Für viele Musiker hats da gereicht, dass der Sound schön modern knallt, dann wars okay. Da hat sie einfach ihre Geschmackssicherheit verlassen.

Dass es auch in den 80ern ganz wunderbare Alben gab....logisch!! Der Neoprog fing da an. Marillion, Pendragon, IQ, Twelfth Night, Pallas...eine besser als die andere und ja auch grade mit den 80ern Alben (mit Ausnahme von Pendragon, die waren später stärker).

Überhaupt ist die erste Hälfte der 80er so bis 1984 teils 85 rum noch mit guten Alben bestückt. Dann kippt das, dann überwiegt Klang vor Inhalt bei vielen.

Musikrichtungen die in den 80ern aufkamen wie z.B. das ganze Gothic-Ding hab ich damals nicht gehört, das entdeckte ich erst später. Aber da gehts für mich erst spät los. The Mission find ich mit "Children" großartig, das war 1988, "Carved In Sand" schon 1990. Sisters Of Mercy und ihr "Floodland" 1987, "Vision Thing" 1990. Fields Of The Nephilim waren erst Ende der 80er stark, The Cure mag ich erst so richtig mit der "Disintegration" von 1989.

Und vermutlich gibts noch viele Beispiele. Ende der 80er begann die Rückbesinnung auf Inhalt und ordentliche Produktion. Aber so von 1984 bis 1987/88 rum war ein tiefes Loch in vielerlei Richtung.
Ich lese gerade:

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#48

Beitrag: # 55288Beitrag Sabarthez
03.01.2019, 18:11

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 11:45
Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 11:15
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 11:11


Das halte ich für ein bißchen übertrieben, da "weite Teile der Heavy Metal Szene" zu nennen. Das trifft aus meiner Sicht hauptsächlich auf die Prügelbands und Brüllaffen zu, aber nicht auf normale, klassische Heavy Metal-Gruppen.
Da bin ich zu wenig in der heutigen Szene drin um dir da recht zu geben oder dich zu widerlegen. Ich merke halt wenn ich in irgendwas metallisches heute reinhöre, sei es mal im Netz in eine Platte oder mal in ne Übertragung von Wacken oder sowas reinschaue, dann geht mir das in Sekunden meist auf den Sack. Und da ich ja mit Heavy Metal groß geworden bin liegts an der Musikrichtung an sich ja nicht. Zu simpel, zu laut, zu aggressiv einfach von allem zu viel, außer von der Kreativität, da deutlich zu wenig
Ich versteh Dich da schon....ich bin natürlich sicherlich mehr auf dem Laufenden und in der Szene aktiver drin als Du wahrscheinlich, aber deswegen kann ich da ja teilweise auch zustimmen. Weil ich weiß wovon ich rede, denn genau das, was Dir auf den Sack geht, nervt mich genauso an vielen heutigen Bands. Kaum noch Leute, die gut komponieren können....die sind technisch zwar alle super, aber das verschwindet letztlich unter viel Aggro-Gehabe, Gebrülle, Geschreie und Tattoos bis der Arzt kommt. Dazu oft diese auf Vollfettstufe getrimmten modernen Produktionen.

Wobei es in den letzten Jahren zum Glück ja wieder Bands gibt, die anders ticken und die sich erfreulicherweise auf ganz andere Werte besinnen (Wytch Hazel, Dark Forest oder Horisont).

Ansonsten habe ich aber bei vielen modernen Metalbands den Eindruck, dass die nach einem Masterplan vorgehen, wie am Reißbrett konstruiert. Diese Entwicklung macht ja leider auch vor dem harten Rock nicht halt. Das hat mit meinem Verständnis von Hardrock und Heavy Metal nicht viel zu tun.

Eine gute Hardrock oder Metal-Band hingegen, jedenfalls eine nach meinem Verständnis, kann auch mit 60 oder 70 und darüber hinaus noch problemlos und in Würde auf der Bühne stehen, wie die alten Blueser, ohne das es aufgesetzt und albern wirkt. Die ganzen Brüllaffen dagegen, bei denen wirkt es oft mit 45 schon peinlich, weil man ihnen dieses ganze Geprügel, Gehampel und Mackergetue einfach nicht mehr abnehmen kann.

Wobei ich nicht grundsätzlich was gegen die ganz harten Sachen habe, da differenziere ich auch nochmal: Das, was heute als Black-, (Neo-)Thrash-oder Death Metal läuft sowie alles, was auf die Endung -core hört, damit kannst du mich jagen. Das fällt genau unter die Kategorie, die ich oben kritisiere und ist für mich eine der absoluten Fehlentwicklungen der letzten 25 Jahre. Auch der sogenannte Power Metal, der ja von den genannten Formen immer noch die traditionelleste ist, wird immer merkwürdiger.

Aber so einige alte Sachen aus dem Thrash-Bereich, wie etwa Sodom, Megadeth, die frühen Metallica, Testament, Wratchild America, Overkill oder allen voran Venom, die lege ich durchaus gerne mal auf wenn mir danach ist. Diese Bands haben ihre Wurzeln aber auch noch viel erkennbarer im traditionellen Heavy Metal, im Punk sowie bei Gruppen wie Motörhead oder Tank.

Diese Gruppen sind aber auch ansonsten viel lockerer drauf als die ganzen heutigen muskelbepackten, zutätowierten Brüllheinis mit ihrem "evil" Getue und diesen ganzen lächerlichen Äußerlichkeiten.
Sehe ich nun komplett anders! Ich höre bevorzugt Bands aus dem aktuellen Metal-Bereich; und zwar Doom, Black, Pagan und Gothic. Alles Genre die es in den 80ern nicht mal ansatzweise gab. Und gerade in diesen Bereichen sind Kompositionen erstklassig, weil viel mehr klassisch beeinflußt als nur stures Post-Blues-Rock-Gekloppe mit bunten Hosen.
Dazu gehören auch diverse Kreisch-Orgien a la CRADLE OF FILTH oder 40 minütige Doom-Symphonien von MONOLITHE.
Fette Produktionen gehören doch ebenfalls dazu... das ist ja Metal und kein Folk. Schließlich soll das eher wie WAGNER als wie SCHUBERT klingen.
Selbst diverse -core Sachen entfalten Live (SIX FEET UNDER, CANNIBAL CORPSE) eine unheimliche Energie für einen richtig spannenden Abend.

Der Bereich Metal ist für mich auch einer der wenigen, welcher sich glücklicherweise positiv und vielfältig weiterentwickelt hat.
Freiheiten werden nicht geschenkt, man muß sie sich nehmen. (Kropotkin)

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#49

Beitrag: # 55300Beitrag nixe
03.01.2019, 18:56

OK, Warum mag ich regelrecht die 80-er?
Weil alles, was musikalich bis dahin aufgebaut wurde, für Null & nichtig erklärt worden ist! Außer Punk, selbstverfreilicht, den ich auch nicht mag.
Somit mußten fast alle Federn lassen, sogar der Schlager hörte sich Scheiße an. OK, hier lag*s dann wirklich an der Produktion; Orchester wurden gesampelt, Schlagzeug elektronisch, wenn nicht sogar gleich ein drum Computer eingesetzt wurde.
Ach Zappa mußte zurück weichen, nur das bei ihm anhörbarer Jazz Rock dabei rauskam.
Die Genesis Alben stehen mittlerweil hier, aber gemocht, werden sie immer noch nicht! Mama, zwar kein typischer Genesis Sound, hat aber was!
Die Yes Drama ist ein Drama, wenn ich auch hier zwei songs mag & läutete ein noch größeres ein, wobei ich mich sogar an 90125, bis auf drei songs dran gewöhnt habe. Aber Big Generator, auweia, da geht nur Shoot High, Aim Low, ein so gar kein Yes song, hat aber was!
Klar, Deep Purple hatten am 29. Oktober 1984 das Perfect Strangers Album vorgelegt & haben es damit allen bewiesen, das es zumindest im Hard Rock Bereich funktionieren kann! Aber auch hier war die Luft schnell wieder raus, denn am 12. Januar 1987 erschien The House of Blue Light, ein RohrKrepierer sondersgleichen.
King Crimson: zu den Aufnahmen zu live im Alabama hieß es: "Besser kann man RockMusic nicht spielen!" OK, wenn man die 70-er schon vergessen hat, kann man es so sehen? Gut, dem gegenüber, was Andere so brachten, war es ja noch anhörbar. Aber die Rhythmik auf ein Minimum, wie schon Jahre vorher bei Can, zurück gefahren, gesungen & ein bißchen solis, das wars. Verwunderlich, das das ein drummer mitgemacht hat, der immer behauptete, das er keinen 4/4 spielen wird. Sein Name Bill Bruford! Es war die billigste Phase von King Crimson & in den 90-ern als sechser Besetzung wurde es nur leicht besser! Bis auf Thrakattak. Hier schmissen sie alles rein, was sie bei Thrak nicht verwenden durften. Es hätte ein so geiles Album werden können, wenn beide vereinigt auf einem, von mir aus DoppelAlbum erschienen wären.
Ich lasse es jetzt sein, mal sehen was von Euch jetzt noch kommt?

OK, die 80-er hatten bei mir auch was Gutes: Da ich nicht mehr zu solchen Veranstaltungen ging & mit den Bluesern nicht rumpilgern konnte, weil ich ja auch zum WE arbeiten mußte, hing ich vorm Radio rum & hatte genug Zeit, die music der 70-er kennen zu lernen! & das war*s wert!
Es ist wohl war, das es auch in der 60-ern genug BubbleGum music & Musiker gab, die waren ja im beat club zu genüge: "& jetzt der nächste Nr. One Hit!" Oder GaragenBands, die nur nach Punk klangen.
Über die 50-er & davor kann ich mich nicht äußern, ist nicht meine Baustelle, nie gewesen!

Ach ja, der Neo Prog, der war für mich der Ersatz, wenn ich auch der Meinung bin, die trauen sich nicht so richtig!
Marillion - Script for a Jester’s Tear: 14. März 1983
Ich hatte mich bis dato gefragt, es sein mußte, als eines dieser Alben veröffentlicht wurde, wenn*s gut geht, noch von einer nagelneuen Band, die keiner kennt & hier durfte ich es selbst miterleben! Vier der sechs Songs wurden sogar im Radio gespielt! GardenParty sogar nachmittags!
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#50

Beitrag: # 55303Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 19:11

Sabarthez hat geschrieben:
03.01.2019, 18:11
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 11:45
Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 11:15


Da bin ich zu wenig in der heutigen Szene drin um dir da recht zu geben oder dich zu widerlegen. Ich merke halt wenn ich in irgendwas metallisches heute reinhöre, sei es mal im Netz in eine Platte oder mal in ne Übertragung von Wacken oder sowas reinschaue, dann geht mir das in Sekunden meist auf den Sack. Und da ich ja mit Heavy Metal groß geworden bin liegts an der Musikrichtung an sich ja nicht. Zu simpel, zu laut, zu aggressiv einfach von allem zu viel, außer von der Kreativität, da deutlich zu wenig
Ich versteh Dich da schon....ich bin natürlich sicherlich mehr auf dem Laufenden und in der Szene aktiver drin als Du wahrscheinlich, aber deswegen kann ich da ja teilweise auch zustimmen. Weil ich weiß wovon ich rede, denn genau das, was Dir auf den Sack geht, nervt mich genauso an vielen heutigen Bands. Kaum noch Leute, die gut komponieren können....die sind technisch zwar alle super, aber das verschwindet letztlich unter viel Aggro-Gehabe, Gebrülle, Geschreie und Tattoos bis der Arzt kommt. Dazu oft diese auf Vollfettstufe getrimmten modernen Produktionen.

Wobei es in den letzten Jahren zum Glück ja wieder Bands gibt, die anders ticken und die sich erfreulicherweise auf ganz andere Werte besinnen (Wytch Hazel, Dark Forest oder Horisont).

Ansonsten habe ich aber bei vielen modernen Metalbands den Eindruck, dass die nach einem Masterplan vorgehen, wie am Reißbrett konstruiert. Diese Entwicklung macht ja leider auch vor dem harten Rock nicht halt. Das hat mit meinem Verständnis von Hardrock und Heavy Metal nicht viel zu tun.

Eine gute Hardrock oder Metal-Band hingegen, jedenfalls eine nach meinem Verständnis, kann auch mit 60 oder 70 und darüber hinaus noch problemlos und in Würde auf der Bühne stehen, wie die alten Blueser, ohne das es aufgesetzt und albern wirkt. Die ganzen Brüllaffen dagegen, bei denen wirkt es oft mit 45 schon peinlich, weil man ihnen dieses ganze Geprügel, Gehampel und Mackergetue einfach nicht mehr abnehmen kann.

Wobei ich nicht grundsätzlich was gegen die ganz harten Sachen habe, da differenziere ich auch nochmal: Das, was heute als Black-, (Neo-)Thrash-oder Death Metal läuft sowie alles, was auf die Endung -core hört, damit kannst du mich jagen. Das fällt genau unter die Kategorie, die ich oben kritisiere und ist für mich eine der absoluten Fehlentwicklungen der letzten 25 Jahre. Auch der sogenannte Power Metal, der ja von den genannten Formen immer noch die traditionelleste ist, wird immer merkwürdiger.

Aber so einige alte Sachen aus dem Thrash-Bereich, wie etwa Sodom, Megadeth, die frühen Metallica, Testament, Wratchild America, Overkill oder allen voran Venom, die lege ich durchaus gerne mal auf wenn mir danach ist. Diese Bands haben ihre Wurzeln aber auch noch viel erkennbarer im traditionellen Heavy Metal, im Punk sowie bei Gruppen wie Motörhead oder Tank.

Diese Gruppen sind aber auch ansonsten viel lockerer drauf als die ganzen heutigen muskelbepackten, zutätowierten Brüllheinis mit ihrem "evil" Getue und diesen ganzen lächerlichen Äußerlichkeiten.
Sehe ich nun komplett anders! Ich höre bevorzugt Bands aus dem aktuellen Metal-Bereich; und zwar Doom, Black, Pagan und Gothic. Alles Genre die es in den 80ern nicht mal ansatzweise gab. Und gerade in diesen Bereichen sind Kompositionen erstklassig, weil viel mehr klassisch beeinflußt als nur stures Post-Blues-Rock-Gekloppe mit bunten Hosen.
Dazu gehören auch diverse Kreisch-Orgien a la CRADLE OF FILTH oder 40 minütige Doom-Symphonien von MONOLITHE.
Fette Produktionen gehören doch ebenfalls dazu... das ist ja Metal und kein Folk. Schließlich soll das eher wie WAGNER als wie SCHUBERT klingen.
Selbst diverse -core Sachen entfalten Live (SIX FEET UNDER, CANNIBAL CORPSE) eine unheimliche Energie für einen richtig spannenden Abend.

Der Bereich Metal ist für mich auch einer der wenigen, welcher sich glücklicherweise positiv und vielfältig weiterentwickelt hat.
Also, die aktuellen Bands, die ich beiläufig erwähnte - nämlich Wytch Hazel, Dark Forest und Horisont - haben mit Retro-Bluesrock, Hippiegerödel und Blümchen-Schlaghosen schon mal gar nichts zu tun. Ich könnte auch noch weitere Beispiele nennen, wie Seven Sisters, Night Demon, Cauchemar, Eternal Champion, Atlantean Kodex, Ambush, White Wizzard, Striker....

Aber zum Glück haben die eben auch nichts mit dem modernen Geprügel am Hut, sondern besinnen sich auf die alten Werte der klassischen harten Rockmusik:

Auf ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen Härte / Aggression und Melodie (!) zum Beispiel, auf eine gesunde Mischung aus Anspruch und Zugänglichkeit, auf Atmosphäre, auf epische Momente, Abwechslungsreichtum, auf Einflüsse aus der NWOBHM und dem klassischen US-Metal, aber beispielsweise auch aus dem Progressive Rock oder Folk....und das, ohne allzu offensichtlich irgendwo zu klauen oder zu kopieren. Natürlich gibts gewisse Reminiszenzen an andere Bands, das läßt sich auch kaum vermeiden. Aber im großen und ganzen agieren diese Gruppen trotz ihrer traditionellen Ausrichtung erfreulich frisch und eigenständig.

Und sie beweisen damit eben, das man harten Rock und Heavy Metal auch heutzutage nach althergebrachtem Verständnis dieser Musik sehr schön zelebrieren kann, ohne ständig die Gitarren bis zum Anschlag zu verzerren und die ganze Zeit stupide herumzubrüllen. Spannung und Energie werden dadurch aus meiner Sicht viel besser transportiert - insbesondere wenn zwischendurch auch mal einen Gang runtergeschaltet wird - als wenn ständig irgendwer nonstop zu Uptempo-Blastbeats wie am Spieß herumkeift.

Stichwort "fette Produktion": Wenn Du eine wirklich gute, vorbildliche Hardrock- oder Metalproduktion hören willst, nimm Dir Martin Birch als Beispiel. Egal was er gemacht hat, ob Iron Maiden, Whitesnake, Deep Purple, Wishbone Ash oder Blue Öyster Cult - Du wirst kein einziges schlecht klingendes Album hören, das unter seiner Federführung entstanden ist. Er hat mit einer ungeheuren Feinfühligkeit für das Songmaterial und einer peniblen Genauigkeit, die den meisten Produzenten heutzutage abgeht, jedem Song und jedem Album genau das gegeben, was gebraucht wurde.

Seine Produktionen sind klanglich unerreicht und bis heute state of the art, haben aber mit diesem ganzen Superfett-Wahn der heutigen Zeit überhaupt nichts zu tun. Und der ist ja letztlich auch nur eine Folge davon, dass Alben selbst auf den billigsten PC-Boxen und Handylautsprechern irgendwie noch nach was klingen sollen.

Doom, Gothic und Pagan gabs in den 80ern übrigens sehr wohl schon, auch als eigenständig definierte Sub-Genres. Also, mindestens ab Mitte der 80er waren diese Begriffe definitiv geläufig. Wenn auch gerade der Pagan-Bereich sicherlich erst in den letzten 20 Jahren so richtig in Fahrt gekommen ist.

So ein Dauergekreische wie Cradle Of Filth brauche ich persönlich übrigens überhaupt nicht. Da ist für mich die Schmerzgrenze überschritten, einfach nur nervtötend ;) . Aber jedem seins.
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#51

Beitrag: # 55307Beitrag Vertigo
03.01.2019, 19:27

Und genau so Bands wie Wytch Hazel oder Hammerhead geben mir die Hoffnung zurück, dass harte Musik auch heute noch Musik sein kann und diesen alten Herrn wieder erreichen kann.
Ich lese gerade:

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