Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

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Vertigo
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#51

Beitrag: # 55307Beitrag Vertigo
03.01.2019, 19:27

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Und genau so Bands wie Wytch Hazel oder Hammerhead geben mir die Hoffnung zurück, dass harte Musik auch heute noch Musik sein kann und diesen alten Herrn wieder erreichen kann.
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#52

Beitrag: # 55308Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 19:35

nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 18:56
OK, Warum hasse ich regelrecht die bösen 80-er?
Weil alles, was musikalich bis dahin aufgebaut wurde, für Null & nichtig erklärt worden ist! Außer Punk, selbstverfreilicht, den ich auch hasse.
Somit mußten fast alle Federn lassen, sogar der Schlager hörte sich Scheiße an. OK, hier lag*s dann wirklich an der Produktion; Orchester wurden gesampelt, Schlagzeug elektronisch, wenn nicht sogar gleich ein drum Computer eingesetzt wurde.
Ach Zappa mußte zurück weichen, nur das bei ihm anhörbarer Jazz Rock dabei rauskam.
Die Genesis Alben stehen mittlerweil hier, aber gemocht, werden sie immer noch nicht! Mama, zwar kein typischer Genesis Sound, hat aber was!
Die Yes Drama ist ein Drama & läutete ein noch größeres ein, wobei ich mich sogar an 90125, bis auf drei songs dran gewöhnt habe. Aber Big Generator, auweia, da geht nur Shoot High, Aim Low, ein so gar kein Yes song, hat aber was!
Klar, Deep Purple hatten am 29. Oktober 1984 das Perfect Strangers Album vorgelegt & haben es damit allen bewiesen, das es zumindest im Hard Rock Bereich funktionieren kann! Aber auch hier war die Luft schnell wieder raus, denn am 12. Januar 1987 erschien The House of Blue Light, ein RohrKrepierer sondersgleichen.
King Crimson: zu den Aufnahmen zu live im Alabama hieß es: "Besser kann man RockMusic nicht spielen!" OK, wenn man die 70-er schon vergessen hat, kann man es so sehen? Gut, dem gegenüber, was Andere so brachten, war es ja noch anhörbar. Aber die Rhythmik auf ein Minimum, wie schon Jahre vorher bei Can, zurück gefahren, gesungen & ein bißchen solis, das wars. Verwunderlich, das das ein drummer mitgemacht hat, der immer behauptete, das er keinen 4/4 spielen wird. Sein Name Bill Bruford! Es war die billigste Phase von King Crimson & in den 90-ern als sechser Besetzung wurde es nur leicht besser! Bis auf Thrakattak. Hier schmissen sie alles rein, was sie bei Thrak nicht verwenden durften. Es hätte ein so geiles Album werden können, wenn beide vereinigt auf einem, von mir aus DoppelAlbum erschienen wären.
Ich lasse es jetzt sein, mal sehen was von Euch jetzt noch kommt?

OK, die 80-er hatten bei mir auch was Gutes: Da ich nicht mehr zu solchen Veranstaltungen ging & mit den Bluesern nicht rumpilgern konnte, weil ich ja auch zum WE arbeiten mußte, hing ich vorm Radio rum & hatte genug Zeit, die music der 70-er kennen zu lernen! & das war*s wert!
Es ist wohl war, das es auch in der 60-ern genug BubbleGum music & Musiker gab, die waren ja im beat club zu genüge: "& jetzt der nächste Nr. One Hit!" Oder GaragenBands, die nur nach Punk klangen.
Über die 50-er & davor kann ich mich nicht äußern, ist nicht meine Baustelle, nie gewesen!

Ach ja, der Neo Prog, der war für mich der Ersatz, wenn ich auch der Meinung bin, die trauen sich nicht so richtig!
Marillion - Script for a Jester’s Tear: 14. März 1983
Ich hatte mich bis dato gefragt, es sein mußte, als eines dieser Alben veröffentlicht wurde, wenn*s gut geht, noch von einer nagelneuen Band, die keiner kennt & hier durfte ich es selbst miterleben! Vier der sechs Songs wurden sogar im Radio gespielt! GardenParty sogar nachmittags!

Manchmal urteilst Du aber auch sehr hart, mein Lieber. Ohne Dir das Recht auf Deine eigene Meinung nehmen zu wollen, gibts da zumindest ein Wort, das mich etwas stört dabei und das ist das Wort "Hass". Also ich finde, man kann Musik scheiße finden und nicht mögen, aber der Begriff "Hass", den Du ja mehrfach verwendest ("Ich hasse Punk" etc.) ist da für mich irgendwie fehl am Platz.

Abgesehen davon dass ich der Auffassung bin, Hass - egal auf was oder wen - sollte im Leben keinen Platz haben, wird da auch so ein unnötiges Feindbild aufgebaut, das gerade in der Musik eigentlich gar nichts zu suchen hat. Wenn man etwas scheiße findet (und Geschmäcker sind nun mal verschieden, das ist völlig legitim, sieht man ja in diesem Thread sehr schön), hört man es sich halt nicht an. Oder man kann eine bissige Kritik dazu verfassen, das geht auch, sowas mache ich ja selber gerne ab und zu....aber der Begriff "Hass" ist mir in diesem Zusammenhang einfach zu weit hergeholt. Also nimms mir bitte nicht übel, ist nicht böse gemeint, aber das mußte ich mal eben loswerden... boys_0222 ;)

Ansonsten: Über die "Drama" hatten wir uns schon mal gezankt, falls Du Dich erinnerst :mrgreen: . Ich finde sie großartig - tolle Songs, kreative Ideen, total unterschätzt. Und mich stört es kein bißchen, dass Jon Anderson fehlt. Das eigentliche Drama fängt für mich erst mit "90125" an.

"The House Of Blue Light" ist zwar eindeutig schwächer als "Perfect Strangers", da stimme ich Dir zu. An vielen Stellen wirkt sie ein bißchen wie hüftsteife Resteverwertung der "Perfect Strangers"-Sessions. Aber sie ist immer noch zu gut, um als Rohrkrepierer gehandelt zu werden und hat mit "Hard Lovin´ Woman", "Bad Attitude", "Strangeways" oder "The Unwritten Law" allemal gute Songs zu bieten, die zudem auch keineswegs im negativen Sinne "typisch" 80er-mäßig klingen.

King Crimson haben nie ein schlechtes Album gemacht, auch in den 80ern nicht. Sie klangen halt nur einfach anders als vorher, aber auch in den 70ern war das schon so...."Larks´ Tongues In Aspic" klingt ja nun auch nicht gerade wie "In The Court Of The Crimson King". Fripp ist halt nie stehengeblieben und hat sich immer innovativ weiterentwickelt, auch um den Preis, das bisherige komplett über den Haufen zu werfen. Ob man das Ergebnis dann mag oder nicht, ist die eine Sache, wie überall. Aber ganz objektiv betrachtet kam bei KC nie Schrott heraus, auch nicht in den 80er Jahren.
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#53

Beitrag: # 55309Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 19:37

Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 19:27
Und genau so Bands wie Wytch Hazel oder Hammerhead geben mir die Hoffnung zurück, dass harte Musik auch heute noch Musik sein kann und diesen alten Herrn wieder erreichen kann.
Jo, Hammerhead gehören auch unbedingt dazu. Wobei die ja nicht neu sind, die gibts schon seit 1977. Bloß erschien das erste richtige Album erst lange nach der Jahrtausendwende. Was lange reift, wird eben gut. ;)
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#54

Beitrag: # 55310Beitrag Vertigo
03.01.2019, 19:39

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 19:37
Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 19:27
Und genau so Bands wie Wytch Hazel oder Hammerhead geben mir die Hoffnung zurück, dass harte Musik auch heute noch Musik sein kann und diesen alten Herrn wieder erreichen kann.
Jo, Hammerhead gehören auch unbedingt dazu. Wobei die ja nicht neu sind, die gibts schon seit 1977. Bloß erschien das erste richtige Album erst lange nach der Jahrtausendwende. Was lange reift, wird eben gut. ;)
Kenn ich auch erst durch dich, hab ich mir inzwischen besorgt.
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#55

Beitrag: # 55311Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 19:40

Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 19:39
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 19:37
Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 19:27
Und genau so Bands wie Wytch Hazel oder Hammerhead geben mir die Hoffnung zurück, dass harte Musik auch heute noch Musik sein kann und diesen alten Herrn wieder erreichen kann.
Jo, Hammerhead gehören auch unbedingt dazu. Wobei die ja nicht neu sind, die gibts schon seit 1977. Bloß erschien das erste richtige Album erst lange nach der Jahrtausendwende. Was lange reift, wird eben gut. ;)
Kenn ich auch erst durch dich, hab ich mir inzwischen besorgt.
Die "The Sin Eater" ? Die ist gut, nicht wahr ? :good:
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#56

Beitrag: # 55313Beitrag Vertigo
03.01.2019, 19:45

Crimson fand und find ich auch nie scheiße. Ich mag da beileibe nicht alles, aber Fripp war und ist immer sein eigener Herr, sein eigener Kopf, macht das was er mag. Das ist da so in den 80ern nicht so mein Fall, kommt aber auf dem 80er Livealbum "Absent Friends" schon viel besser für mich als auf den drei Studioalben. Die würde ich aber niemals als 80er Schrott sehen.

"House Of Blue Light" ist recht schwach (hat aber z.B. das großartige "Strangeways"), doch das hat mit den 80ern ja so absolut gar nix zu tun, sondern ganz viel mit ner Band, die mal wieder dabei war sich leidenschaftlich in die langen Haare zu kriegen.

"Drama" kann man mögen oder nicht (ich mag sie) aber nach den 80ern klingt die auch keinen Deut. Anders als davor, doch nach 80er klangen Yes erst ab der Nr. 12345 ;)

Und Hass ist mir auch viel zu derb hier als Wort. Ich mag nicht alle Musik und manche finde ich richtig scheiße, aber warum soll ich sie denn hassen? Hass ist was sehr, sehr, sehr persönliches und drum muß mir da jemand schon persönlich sehr weh getan haben, dass ich Hass empfinden würde. Das geht über Musik aber gar nicht, da müsste jemand meiner Frau oder geliebten Freunden was antun.
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#57

Beitrag: # 55315Beitrag Vertigo
03.01.2019, 19:46

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 19:40
Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 19:39
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 19:37


Jo, Hammerhead gehören auch unbedingt dazu. Wobei die ja nicht neu sind, die gibts schon seit 1977. Bloß erschien das erste richtige Album erst lange nach der Jahrtausendwende. Was lange reift, wird eben gut. ;)
Kenn ich auch erst durch dich, hab ich mir inzwischen besorgt.
Die "The Sin Eater" ? Die ist gut, nicht wahr ? :good:
Da hattest das Titelstück im Eclipsed-Forum gepostet, das hat gereicht. Dann war sie auf der Liste und vor ein paar Wochen mal sehr billig zu haben. Ganz feine Scheibe für ein altes NWOBHM Herz!
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#58

Beitrag: # 55316Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 19:51

Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 19:46
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 19:40
Vertigo hat geschrieben:
03.01.2019, 19:39


Kenn ich auch erst durch dich, hab ich mir inzwischen besorgt.
Die "The Sin Eater" ? Die ist gut, nicht wahr ? :good:
Da hattest das Titelstück im Eclipsed-Forum gepostet, das hat gereicht. Dann war sie auf der Liste und vor ein paar Wochen mal sehr billig zu haben. Ganz feine Scheibe für ein altes NWOBHM Herz!
Genauso war auch mein Gefühl dabei, als ich die Scheibe zum ersten Mal hörte. Da geht einem echt das Herz auf !
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nixe
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#59

Beitrag: # 55322Beitrag nixe
03.01.2019, 21:10

OK, falsche WortWahl, ich mag es nicht & ich will es nicht! OK?
Hatte ich geschrieben, das ich King Crimson Scheiße finde, wir wollen es doch nicht gleich übertreiben! Nicht scheiße, sondern billig!
Bei Drama liegt es nicht unbedingt am Fehlen von Jon, denn als ich Machine Messiah das erste Mal hörte, hörte ich es nicht. OK, ich war noch Yes-Anfänger! Aber I am the Camera (ding dong)Camera Camera, nervt einfach nur.
Auf The House of Blue Light gefiehl mir ein einziger song, das ist schon recht dünn; Mitzi Dupree!
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#60

Beitrag: # 55324Beitrag nixe
03.01.2019, 21:23

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 19:35
Manchmal urteilst Du aber auch sehr hart, mein Lieber. Ohne Dir das Recht auf Deine eigene Meinung nehmen zu wollen, gibts da zumindest ein Wort, das mich etwas stört dabei und das ist das Wort "Hass". Also ich finde, man kann Musik scheiße finden und nicht mögen, aber der Begriff "Hass", den Du ja mehrfach verwendest ("Ich hasse Punk" etc.) ist da für mich irgendwie fehl am Platz.

Abgesehen davon dass ich der Auffassung bin, Hass - egal auf was oder wen - sollte im Leben keinen Platz haben, wird da auch so ein unnötiges Feindbild aufgebaut, das gerade in der Musik eigentlich gar nichts zu suchen hat. Wenn man etwas scheiße findet (und Geschmäcker sind nun mal verschieden, das ist völlig legitim, sieht man ja in diesem Thread sehr schön), hört man es sich halt nicht an. Oder man kann eine bissige Kritik dazu verfassen, das geht auch, sowas mache ich ja selber gerne ab und zu....aber der Begriff "Hass" ist mir in diesem Zusammenhang einfach zu weit hergeholt. Also nimms mir bitte nicht übel, ist nicht böse gemeint, aber das mußte ich mal eben loswerden... boys_0222 ;)

Ansonsten: Über die "Drama" hatten wir uns schon mal gezankt, falls Du Dich erinnerst :mrgreen: . Ich finde sie großartig - tolle Songs, kreative Ideen, total unterschätzt. Und mich stört es kein bißchen, dass Jon Anderson fehlt. Das eigentliche Drama fängt für mich erst mit "90125" an.

"The House Of Blue Light" ist zwar eindeutig schwächer als "Perfect Strangers", da stimme ich Dir zu. An vielen Stellen wirkt sie ein bißchen wie hüftsteife Resteverwertung der "Perfect Strangers"-Sessions. Aber sie ist immer noch zu gut, um als Rohrkrepierer gehandelt zu werden und hat mit "Hard Lovin´ Woman", "Bad Attitude", "Strangeways" oder "The Unwritten Law" allemal gute Songs zu bieten, die zudem auch keineswegs im negativen Sinne "typisch" 80er-mäßig klingen.

King Crimson haben nie ein schlechtes Album gemacht, auch in den 80ern nicht. Sie klangen halt nur einfach anders als vorher, aber auch in den 70ern war das schon so...."Larks´ Tongues In Aspic" klingt ja nun auch nicht gerade wie "In The Court Of The Crimson King". Fripp ist halt nie stehengeblieben und hat sich immer innovativ weiterentwickelt, auch um den Preis, das bisherige komplett über den Haufen zu werfen. Ob man das Ergebnis dann mag oder nicht, ist die eine Sache, wie überall. Aber ganz objektiv betrachtet kam bei KC nie Schrott heraus, auch nicht in den 80er Jahren.
Wenn Du meinen Text nicht kopiert hättest wär*s weg, denn ich habe es geändert, ok?
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#61

Beitrag: # 55325Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 21:26

nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 21:23
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 19:35
Manchmal urteilst Du aber auch sehr hart, mein Lieber. Ohne Dir das Recht auf Deine eigene Meinung nehmen zu wollen, gibts da zumindest ein Wort, das mich etwas stört dabei und das ist das Wort "Hass". Also ich finde, man kann Musik scheiße finden und nicht mögen, aber der Begriff "Hass", den Du ja mehrfach verwendest ("Ich hasse Punk" etc.) ist da für mich irgendwie fehl am Platz.

Abgesehen davon dass ich der Auffassung bin, Hass - egal auf was oder wen - sollte im Leben keinen Platz haben, wird da auch so ein unnötiges Feindbild aufgebaut, das gerade in der Musik eigentlich gar nichts zu suchen hat. Wenn man etwas scheiße findet (und Geschmäcker sind nun mal verschieden, das ist völlig legitim, sieht man ja in diesem Thread sehr schön), hört man es sich halt nicht an. Oder man kann eine bissige Kritik dazu verfassen, das geht auch, sowas mache ich ja selber gerne ab und zu....aber der Begriff "Hass" ist mir in diesem Zusammenhang einfach zu weit hergeholt. Also nimms mir bitte nicht übel, ist nicht böse gemeint, aber das mußte ich mal eben loswerden... boys_0222 ;)

Ansonsten: Über die "Drama" hatten wir uns schon mal gezankt, falls Du Dich erinnerst :mrgreen: . Ich finde sie großartig - tolle Songs, kreative Ideen, total unterschätzt. Und mich stört es kein bißchen, dass Jon Anderson fehlt. Das eigentliche Drama fängt für mich erst mit "90125" an.

"The House Of Blue Light" ist zwar eindeutig schwächer als "Perfect Strangers", da stimme ich Dir zu. An vielen Stellen wirkt sie ein bißchen wie hüftsteife Resteverwertung der "Perfect Strangers"-Sessions. Aber sie ist immer noch zu gut, um als Rohrkrepierer gehandelt zu werden und hat mit "Hard Lovin´ Woman", "Bad Attitude", "Strangeways" oder "The Unwritten Law" allemal gute Songs zu bieten, die zudem auch keineswegs im negativen Sinne "typisch" 80er-mäßig klingen.

King Crimson haben nie ein schlechtes Album gemacht, auch in den 80ern nicht. Sie klangen halt nur einfach anders als vorher, aber auch in den 70ern war das schon so...."Larks´ Tongues In Aspic" klingt ja nun auch nicht gerade wie "In The Court Of The Crimson King". Fripp ist halt nie stehengeblieben und hat sich immer innovativ weiterentwickelt, auch um den Preis, das bisherige komplett über den Haufen zu werfen. Ob man das Ergebnis dann mag oder nicht, ist die eine Sache, wie überall. Aber ganz objektiv betrachtet kam bei KC nie Schrott heraus, auch nicht in den 80er Jahren.
Wenn Du meinen Text nicht kopiert hättest wär*s weg, denn ich habe es geändert, ok?
Ich hoffe nicht, dass Du das jetzt persönlich genommen hast ? :shock: So war das keinesfalls gemeint. Diese Bemerkung hätte ich bei jedem anderen genauso gemacht.
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#62

Beitrag: # 55326Beitrag nixe
03.01.2019, 21:27

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 21:26
nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 21:23
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 19:35
Manchmal urteilst Du aber auch sehr hart, mein Lieber. Ohne Dir das Recht auf Deine eigene Meinung nehmen zu wollen, gibts da zumindest ein Wort, das mich etwas stört dabei und das ist das Wort "Hass". Also ich finde, man kann Musik scheiße finden und nicht mögen, aber der Begriff "Hass", den Du ja mehrfach verwendest ("Ich hasse Punk" etc.) ist da für mich irgendwie fehl am Platz.

Abgesehen davon dass ich der Auffassung bin, Hass - egal auf was oder wen - sollte im Leben keinen Platz haben, wird da auch so ein unnötiges Feindbild aufgebaut, das gerade in der Musik eigentlich gar nichts zu suchen hat. Wenn man etwas scheiße findet (und Geschmäcker sind nun mal verschieden, das ist völlig legitim, sieht man ja in diesem Thread sehr schön), hört man es sich halt nicht an. Oder man kann eine bissige Kritik dazu verfassen, das geht auch, sowas mache ich ja selber gerne ab und zu....aber der Begriff "Hass" ist mir in diesem Zusammenhang einfach zu weit hergeholt. Also nimms mir bitte nicht übel, ist nicht böse gemeint, aber das mußte ich mal eben loswerden... boys_0222 ;)

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Wenn Du meinen Text nicht kopiert hättest wär*s weg, denn ich habe es geändert, ok?
Ich hoffe nicht, dass Du das jetzt persönlich genommen hast ? :shock: So war das keinesfalls gemeint. Diese Bemerkung hätte ich bei jedem anderen genauso gemacht.
Nein, die falsche WortWahl hatte ich ja getroffen & ich gebe Euch ja recht, *ne Nummer zu hart! :handshake:
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

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#63

Beitrag: # 55327Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 21:33

nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 21:27
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 21:26
nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 21:23


Wenn Du meinen Text nicht kopiert hättest wär*s weg, denn ich habe es geändert, ok?
Ich hoffe nicht, dass Du das jetzt persönlich genommen hast ? :shock: So war das keinesfalls gemeint. Diese Bemerkung hätte ich bei jedem anderen genauso gemacht.
Nein, die falsche WortWahl hatte ich ja getroffen & ich gebe Euch ja recht, *ne Nummer zu hart! :handshake:
Puh, da bin ich aber froh. Hatte schon echt Sorge, dass Du Dich jetzt irgendwie zu sehr angegriffen fühlen könntest. :handshake:
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#64

Beitrag: # 55330Beitrag nixe
03.01.2019, 22:16

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 21:33
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03.01.2019, 21:27
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03.01.2019, 21:26


Ich hoffe nicht, dass Du das jetzt persönlich genommen hast ? :shock: So war das keinesfalls gemeint. Diese Bemerkung hätte ich bei jedem anderen genauso gemacht.
Nein, die falsche WortWahl hatte ich ja getroffen & ich gebe Euch ja recht, *ne Nummer zu hart! :handshake:
Puh, da bin ich aber froh. Hatte schon echt Sorge, dass Du Dich jetzt irgendwie zu sehr angegriffen fühlen könntest. :handshake:
Ihr habt ja Recht: Der Ton macht die Musik! Aber eigentlich, dächte ich habe ich mich bisher noch nicht über meine Vorlieben & das Gegenteil geäußert. Jetzt habt Ihr mich doch auch der Reserve gelockt.
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#65

Beitrag: # 55331Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.01.2019, 22:18

nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 22:16
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 21:33
nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 21:27


Nein, die falsche WortWahl hatte ich ja getroffen & ich gebe Euch ja recht, *ne Nummer zu hart! :handshake:
Puh, da bin ich aber froh. Hatte schon echt Sorge, dass Du Dich jetzt irgendwie zu sehr angegriffen fühlen könntest. :handshake:
Jetzt habt Ihr mich doch auch der Reserve gelockt.
Na, ist doch bestens. Das ist ja auch der Sinn eines solchen Threads. :good:
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#66

Beitrag: # 55333Beitrag Oracle
03.01.2019, 23:13

Mal abgesehen von musikalischen Industrieprodukten bin ich ziemlich offen für alles.
Klar, es gibt eine Reihe von Genre, die ich generell ausschließe weil mir deren Ästhetik nicht zusagt.
Da fällt mir Alien Sex Fiend zuerst ein, da hatte ich mal die Acid Bath in den 80ern angetestet und bin bis heute davon angewidert.
Von den Christian Death, Marilyn Manson oder den Misfits hatte ich auch schon CDs, die mussten alle so schnell wie möglich wieder aus dem Haus raus.
Ich kann dieses Gehabe nicht nachvollziehen, ok ich bin ja auch ein Langeweiler.
Reign in Blood von Slayer nannte ich auch mein eigen aber sowas geht bei mir garnicht - No Way!
Dann gibt es so Klassik mit Metal oder opernhaftes Zeuchs wie Nightwish.
Bei den genannten Bands mag ich stellvertretend das ganze Genre nicht.
Hip Hop und Techno sind weitgehend auch passé, da gibt es aber interessante Randbereiche für mich.
Gewaltverherrlichung, Sexismus, Rassismus etc. verabscheue ich ebenfalls, Bands die damit kokettieren haben bei mir keine Chance.

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#67

Beitrag: # 55338Beitrag Oracle
04.01.2019, 01:14

Ja, der 80er-Knick, das war schon in vielerlei Hinsicht eine Zäsur.
Der größte Einfluss war sicher die Erfindung der Digitaltechnik und die zunehmende effizientere Vermarktung von Bands und Interpreten.
Einher ging der Wandel von einer Inhalts- und Wissens-interessierten Gesellschaft zur reinen Unterhaltungskultur.
Die 80er wurden überschattet von Megastars wie Michael Jackson, Bruce Springsteen oder Whitney Houston.
Riesige Stadionkonzerte, Vermarktung über Videoclips, Merchandising da rollte der Rubel noch besser als in den 70ern.
Dazu wurde alles mit synthetischer Tanzmusik und AOR-Balladen überflutet.
Viele Bands und Interpreten nervten mich damals alleine wegen ihrer Überpräsenz.
Selbst wenn Genesis oder YES ihre Musik der frühen 70er fortsetzen gewollt hätten, hätte kein Majorlabel das auch veröffentlicht.
Das war alles streng formatiert, da kamen auch künstlerisch freie Interpreten wie Van Morrison, Neil Young oder Frank Zappa nicht dran vorbei.

Nun, ich finde es gab in jedem Jahrzehnt gute Musik, man muss da nur ein bisschen im Untergrund stochern, da gab es viele Szenen.
Genesis und YES finde ich übrigens auch in den 80ern gut, zwar mit Abstrichen aber manchmal ist eben auch der Digisound geil.

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#68

Beitrag: # 55377Beitrag AusDemWegIchBinArzt
04.01.2019, 13:08

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass ich die Toten Hosen absolut nicht ausstehen kann ? Wobei ich die ganz frühen Sachen noch gar nicht mal soooo schlimm finde - richtig auf den Zeiger gehen sie mir erst, seitdem sie, ungeachtet ihrer Strubbelfrisuren und Alibigitarren, zu einer Schlagercombo für "Bild"-Leser mutiert sind, der man aufgrund ihrer penetranten Omnipäsenz fast nirgendwo entkommt.

Alleine schon das entsetzliche "Tage wie diese", das damals während der Fußball-WM an jeder Ecke gedudelt wurde, verfolgt mich bis heute in meinen schlimmsten Albträumen.

Die Ärzte mag ich übrigens auch nicht besonders, aber die halte ich wenigstens noch für etwas intelligenter. Die Hosen sind in Sachen peinlicher Schlechtigkeit wirklich unerreicht. Immer wieder ein furchtbarer Gedanke, dass sowas die Musik ist, mit welcher sich die breite Masse zufriedengibt.
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Sabarthez
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#69

Beitrag: # 55395Beitrag Sabarthez
04.01.2019, 14:58

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 19:11
Sabarthez hat geschrieben:
03.01.2019, 18:11
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
03.01.2019, 11:45


Also, die aktuellen Bands, die ich beiläufig erwähnte - nämlich Wytch Hazel, Dark Forest und Horisont - haben mit Retro-Bluesrock, Hippiegerödel und Blümchen-Schlaghosen schon mal gar nichts zu tun. Ich könnte auch noch weitere Beispiele nennen, wie Seven Sisters, Night Demon, Cauchemar, Eternal Champion, Atlantean Kodex, Ambush, White Wizzard, Striker....

Aber zum Glück haben die eben auch nichts mit dem modernen Geprügel am Hut, sondern besinnen sich auf die alten Werte der klassischen harten Rockmusik:

Auf ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen Härte / Aggression und Melodie (!) zum Beispiel, auf eine gesunde Mischung aus Anspruch und Zugänglichkeit, auf Atmosphäre, auf epische Momente, Abwechslungsreichtum, auf Einflüsse aus der NWOBHM und dem klassischen US-Metal, aber beispielsweise auch aus dem Progressive Rock oder Folk....und das, ohne allzu offensichtlich irgendwo zu klauen oder zu kopieren. Natürlich gibts gewisse Reminiszenzen an andere Bands, das läßt sich auch kaum vermeiden. Aber im großen und ganzen agieren diese Gruppen trotz ihrer traditionellen Ausrichtung erfreulich frisch und eigenständig.

Und sie beweisen damit eben, das man harten Rock und Heavy Metal auch heutzutage nach althergebrachtem Verständnis dieser Musik sehr schön zelebrieren kann, ohne ständig die Gitarren bis zum Anschlag zu verzerren und die ganze Zeit stupide herumzubrüllen. Spannung und Energie werden dadurch aus meiner Sicht viel besser transportiert - insbesondere wenn zwischendurch auch mal einen Gang runtergeschaltet wird - als wenn ständig irgendwer nonstop zu Uptempo-Blastbeats wie am Spieß herumkeift.

Stichwort "fette Produktion": Wenn Du eine wirklich gute, vorbildliche Hardrock- oder Metalproduktion hören willst, nimm Dir Martin Birch als Beispiel. Egal was er gemacht hat, ob Iron Maiden, Whitesnake, Deep Purple, Wishbone Ash oder Blue Öyster Cult - Du wirst kein einziges schlecht klingendes Album hören, das unter seiner Federführung entstanden ist. Er hat mit einer ungeheuren Feinfühligkeit für das Songmaterial und einer peniblen Genauigkeit, die den meisten Produzenten heutzutage abgeht, jedem Song und jedem Album genau das gegeben, was gebraucht wurde.

Seine Produktionen sind klanglich unerreicht und bis heute state of the art, haben aber mit diesem ganzen Superfett-Wahn der heutigen Zeit überhaupt nichts zu tun. Und der ist ja letztlich auch nur eine Folge davon, dass Alben selbst auf den billigsten PC-Boxen und Handylautsprechern irgendwie noch nach was klingen sollen.

Doom, Gothic und Pagan gabs in den 80ern übrigens sehr wohl schon, auch als eigenständig definierte Sub-Genres. Also, mindestens ab Mitte der 80er waren diese Begriffe definitiv geläufig. Wenn auch gerade der Pagan-Bereich sicherlich erst in den letzten 20 Jahren so richtig in Fahrt gekommen ist.

So ein Dauergekreische wie Cradle Of Filth brauche ich persönlich übrigens überhaupt nicht. Da ist für mich die Schmerzgrenze überschritten, einfach nur nervtötend ;) . Aber jedem seins.
Also erst einmal haben Black Metal Bands wie BEHEMOTH oder AUSTERE mehr progressive Anteile verarbeitet als die Truppen welche sich aus NWOBHM / US-Metal irgendwas zusammenbrauen. Hinzu kommt noch die kompositorische Ausrichtung an klassischen Werken welche viel intensiver umgesetzt wurde als in den 70er/80ern (Jon Lord mal außen vor). Auch die Kollaboration mit dem Industrial-Genre hat den Metal noch mal nach vorne gebracht.
Doom hat auch erst in den letzen zwei Jahrzehnten seine Hochzeit erreicht, da (speziell Funeral-Doom) gerade im Tempo-Bereich kaum noch weiter runtergefahren werden kann.
Folk Einflüsse haben auch erst seit es Bands wie ARKONA oder KOORPIKLAANI gibt Sinn, weil sie konsequent umgesetzt werden, und nicht nur mal angeschrammelt.
Und sorry... ohne die gewisse Form von Düsternis funktioniert Metal nicht... wobei ich mit bunten Hosen keineswegs Hippie-Outfit meinte... aber schau dir bitte mal die Poser-Photos aus den 80ern an... ;)

P.S.: Hab mir mal einige der von dir angesprochenen Bands angehört... das hat was von Biedermeier. ;)
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#70

Beitrag: # 55396Beitrag Sabarthez
04.01.2019, 15:04

Oracle hat geschrieben:
03.01.2019, 23:13
Mal abgesehen von musikalischen Industrieprodukten bin ich ziemlich offen für alles.
Klar, es gibt eine Reihe von Genre, die ich generell ausschließe weil mir deren Ästhetik nicht zusagt.
Da fällt mir Alien Sex Fiend zuerst ein, da hatte ich mal die Acid Bath in den 80ern angetestet und bin bis heute davon angewidert.
Von den Christian Death, Marilyn Manson oder den Misfits hatte ich auch schon CDs, die mussten alle so schnell wie möglich wieder aus dem Haus raus.
Ich kann dieses Gehabe nicht nachvollziehen, ok ich bin ja auch ein Langeweiler.
Reign in Blood von Slayer nannte ich auch mein eigen aber sowas geht bei mir garnicht - No Way!
Dann gibt es so Klassik mit Metal oder opernhaftes Zeuchs wie Nightwish.
Bei den genannten Bands mag ich stellvertretend das ganze Genre nicht.
Hip Hop und Techno sind weitgehend auch passé, da gibt es aber interessante Randbereiche für mich.
Gewaltverherrlichung, Sexismus, Rassismus etc. verabscheue ich ebenfalls, Bands die damit kokettieren haben bei mir keine Chance.
Also CHRISTIAN DEATH und MARILYN MANSON laufen nach wie vor noch relativ oft bei mir... sehe darin aber kein Gehabe sondern eher die künstlerische Reaktion auf amerikanische Zustände in punkto Religiösität.
ALIEN SEX FIND und MISFITS kann ich mir auch gern geben... aber da unterscheiden sich unsere ästhetischen Vorlieben wahrscheinlich schon ein wenig. :biggrinn:
Bei NIGHTWISH gehe ich allerdings mit.... die haben eine ganze Szene versaut, da ich die Kombination von Klassik und Metal eigentlich sehr mag...
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#71

Beitrag: # 55397Beitrag Sabarthez
04.01.2019, 15:12

nixe hat geschrieben:
03.01.2019, 18:56
OK, Warum mag ich regelrecht die 80-er?
Weil alles, was musikalich bis dahin aufgebaut wurde, für Null & nichtig erklärt worden ist! Außer Punk, selbstverfreilicht, den ich auch nicht mag.
Somit mußten fast alle Federn lassen, sogar der Schlager hörte sich Scheiße an. OK, hier lag*s dann wirklich an der Produktion; Orchester wurden gesampelt, Schlagzeug elektronisch, wenn nicht sogar gleich ein drum Computer eingesetzt wurde.
Es ist schon manchmal erstaunlich, welche Außenwirkung einer Subkultur wie PUNK zugeschrieben wird, das sie trotz einer relativ geringen Zahl an Protagonisten und Anhängern es geschafft haben soll, die gesamte Rock-Musik - Disko - Schlager usw. eingestampft zu haben?
Ich sehe das eher so, das die Rockszene in Selbstverliebtheit und Stagnation feststeckte und es nur noch nen kleinen Stupser brauchte um den ganzen verfaulten Haufen zum Einsturz zu bringen.
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#72

Beitrag: # 55404Beitrag AusDemWegIchBinArzt
04.01.2019, 16:31

Folk Einflüsse haben auch erst seit es Bands wie ARKONA oder KOORPIKLAANI gibt Sinn, weil sie konsequent umgesetzt werden, und nicht nur mal angeschrammelt.
Dann hast Du aber noch nie Skyclad gehört....und die waren schon etliche Jahre früher am Start, inklusive eigener Violinistin. ;)
Und sorry... ohne die gewisse Form von Düsternis funktioniert Metal nicht... wobei ich mit bunten Hosen keineswegs Hippie-Outfit meinte... aber schau dir bitte mal die Poser-Photos aus den 80ern an... ;)
Natürlich funktioniert das....siehe Maiden, Priest, Saxon, Accept, und und und....die sind jedenfalls alle nicht sonderlich düster. Rau, kraftvoll und aggressiv schon, aber sie klingen deswegen nicht gleich wie ein Trauermarsch und das muß für Metal aus meiner Sicht auch nicht zwangsläufig sein. Die Frage ist natürlich auch, wie Du eine "gewisse Form von Düsternis" definierst. Wo fängt das an, wo hört das auf ? Und überhaupt: Die frühen Black Sabbath waren zum Beispiel im Vergleich zwar extrem düster, dafür allerdings definitiv kein Metal, auch wenn sie als dessen Urväter gelten. Das war einfach bleischwerer, harter und düsterer Rock mit erkennbaren Wurzeln im Jazz und Blues.

Und über schräge Poser-Outfits kann ich immer noch allemal schmunzeln - aber auch die gehören letztlich zum Metal dazu, als eine von diversen unterschiedlichen Ausprägungsformen (unerreichte Spitzenreiter der optischen und musikalischen Grausamkeiten: Poison), die halt einfach einen bestimmten Zeitgeist reflektieren, wie viele andere Dinge auch.

Aber man sollte sich davon alleine nicht täuschen lassen, denn auch in den bunten 80ern gab es diverse hervorragende Metalbands -und Platten, die trotz bisweilen seltsamer Optik musikalisch saustark waren. Die (Poser-)Welt bestand ja schließlich nicht nur aus Nichtskönnern wie Poison oder Twisted Sister.

Und im Übrigen haben diverse Bands diese Outfit-Exzesse auch gar nicht mitgemacht oder nur sehr dezent. Außerdem stellt sich auch hier die Frage: Wo fängt das an, wo hört das auf ? Sind gestreifte Spandexhosen, knöchelhohe Turnschuhe und Muskelshirts schon der Weltuntergang oder wird es doch erst dann seltsam, wenn die gesamte Band aussieht wie ein Trupp entwicklungsgestörter Tunten ? Und wie eben schon gesagt, merkwürdige Optik ist das eine, die Musik steht dann aber doch noch mal auf einem anderen Blatt.
P.S.: Hab mir mal einige der von dir angesprochenen Bands angehört... das hat was von Biedermeier. ;)
Deine exklusive Meinung sei Dir unbenommen. Da ticken wir beide einfach völlig unterschiedlich. Aber in Bezug auf Heavy Metal bin ich eben immer eher CDU-Wähler gewesen, wenn Du verstehst was ich meine. :biggrinn:

Wenns nur noch um Grunz-Kreisch-Brüll geht oder um industriale Lärmattacken (abgesehen von Ministry, die mag ich), hört es bei mir in den meisten Fällen einfach auf. Ich brauch das nicht und mit meinem Verständnis von gutem Heavy Metal im traditionellen Sinne hat das einfach nix zu tun, egal wie vermeintlich progressiv und innovativ das doch alles sein soll.

Gegen die Verbindung aus Hardrock / Heavy Metal und klassischer Musik habe ich indes überhaupt nichts einzuwenden, ganz im Gegenteil. Aber bitte nicht in Form dieser schmalztriefenden Bombast-Symphonic-Suppe mit Operngeträller a´la Nightwish, die in den letzten Jahren so inflationär salonfähig geworden ist.

Und Metalsongs mit Orchesterbegleitung aufgemotzt, bei denen einfach nur stumpf das bereits Vorhandene mit klassischen Instrumenten untermalt wird, ist mir auch zu wenig. Außerdem wird es da dann oft schnell zu kitschig für meinen Geschmack. Aber in einer eigenständigen Form, so wie Jon Lord / Deep Purple das mit dem "Concerto..." gemacht haben, das mag ich herzlich gerne. So macht eine solche Verbindung auch Sinn in meinen Augen.

Ach, es gibt da übrigens doch eine modernere Band die ich schätze: Mastodon....eine der wenigen Ausnahmen. :roll:
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#73

Beitrag: # 55412Beitrag Vertigo
04.01.2019, 16:46

Toten Hosen und Ärzte, das sind so zwei Bands von mir die in der "brauch ich nicht mal ernst zu nehmen" Schublade landen. Die sind mir nicht mal ne Diskussion wert, so leer und überflüssig sind die.
Ich lese gerade:

ERNST HOFACKER - 1967 Als Pop unsere Welt für immer veränderte

MICHAEL JACKSON - Whisky

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#74

Beitrag: # 55429Beitrag nixe
04.01.2019, 17:44

Sabarthez hat geschrieben:
04.01.2019, 15:12
den ganzen verfaulten Haufen zum Einsturz zu bringen.
Oha, harte Worte, die ich ungern höre!
Da ich mich ja erst in den ominösen 80-ern zum Prog habe durchringen können, kann ich ja nichtmal was dazu sagen!
Fakt ist, das es Ende der 70-er schon bergab ging. Nur an wen hat es denn gelegen hat, an den Mangern der PlattenIndustrie, oder an den Musikern selber?
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

!!!I like Prog!!!

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Tschüß
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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#75

Beitrag: # 55433Beitrag sopor joe
04.01.2019, 18:27

nixe hat geschrieben:
04.01.2019, 17:44
Sabarthez hat geschrieben:
04.01.2019, 15:12
den ganzen verfaulten Haufen zum Einsturz zu bringen.

Fakt ist, das es Ende der 70-er schon bergab ging. Nur an wen hat es denn gelegen hat, an den Mangern der PlattenIndustrie, oder an den Musikern selber?
Fakt ist, dass sich ab Mitte 70er der größte Teil der Mainstream Rockmusik reich und fett gefressen hatte.. Da gab es nichts Neues, der Markt stagnierte, wie Dirk ja einige Posts vorher auch schon anmerkte.

ABER es kamen neue , jüngere Leute nach, so wie das nun mal eben ist, die diese Stagnation nicht mehr hinnehmen wollten, die ihre eigene Musik brauchte und sie sich schuf. Damit ist nicht nur Punk gemeint, dazu gehört auch der NWOBHM! Und so ganz allmählich kamen auch in den anderen Bereichen die neueren Leute dazu.
Sowas passierte auch Anfang der 60er, als sich der Rock´n´Roll tot gelaufen hatte und nur noch überwiegend Schlagerhaftes und Oberflächliches in den Charts lief. Da war dann erst im Kleinen der Surf Sound und danach im Großen die Beatwelle das Neue. Auch damals haben Leute gejammert, dass es mit der Musik bergab ging.
Und haben die Leute Recht behalten?????

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Re: Das geht bei mir gar nicht - Bands und Interpreten, die ihr überhaupt nicht mögt!

#76

Beitrag: # 55434Beitrag Sabarthez
04.01.2019, 18:46

nixe hat geschrieben:
04.01.2019, 17:44
Sabarthez hat geschrieben:
04.01.2019, 15:12
den ganzen verfaulten Haufen zum Einsturz zu bringen.
Oha, harte Worte, die ich ungern höre!
Da ich mich ja erst in den ominösen 80-ern zum Prog habe durchringen können, kann ich ja nichtmal was dazu sagen!
Fakt ist, das es Ende der 70-er schon bergab ging. Nur an wen hat es denn gelegen hat, an den Mangern der PlattenIndustrie, oder an den Musikern selber?
Na warum hätte man eine florierende, sich stetig entwickelnde Musikszene ad acta legen sollen da es Plattenfirmen logischerweise um Gewinn gehen muß? Punk war ja nun wirklich nichts, was auch nur im entferntesten Massenkompatibel war. Wie soll demnach eine "No Future" Subkultur für das Umschwenken von Plattenfirmen verantwortlich sein? Also scheint vieles schon am Ende gewesen zu sein, wobei du das verfault nicht als abwertend gegenüber der Musik selbst sehen solltest.
Ich verstehe übrigens auch nicht das Gejammer, das plötzlich alle nur noch digital Instrumente, Drumcomputer etc verwendeten. Ich sehe dahinter nun wirklich keine Verschwörung der Musikindustrie, sondern Musiker selbst bedienten sich der neuen Elemente um ihrer Musik ein anderes Spektrum hinzuzufügen. Das da zu Anfang auch viel schief und blechern klang ist dem natürlich noch ungeübten Umgang mit den Neuen Medien zuzuschreiben. Trotzdem entwickelte sich daraus eine Vielfalt an neuer Musik, die absolut ihren Stellenwert in der Musikgeschichte hat. Das es dadurch auch einfacher wurde flache Sounds zu produzieren liegt aber deshalb noch lange nicht an der Digitalisierung des Instrumentariums. Schließlich waren Schlager, Marschmusik und dieser ganze Sch... auch schon vorher genau so unterirdisch wie heutige Top-10 Charts.
AMBIENT und seine Sub-Genre z.B. wären heute in dieser Qualität undenkbar. Stockhausen wäre von den Möglichkeiten jedenfalls begeistert gewesen.
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