[REVIEW] Marshall Tucker Band‎‎ - Where We All Belong (1974)

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Oracle
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[REVIEW] Marshall Tucker Band‎‎ - Where We All Belong (1974)

Beitrag: # 118823Beitrag Oracle
13.06.2022, 18:49

Die ‎‎Marshall Tucker Band‎‎ bildet das goldene Dreieck im Southern Rock zusammen mit den beiden anderen ‎‎des Genres: The Allman Brothers und Lynyrd Skynyrd‎‎. ‎‎
Jede dieser Formationen hat eine andere musikalische Ausrichtung, aber alle behalten als Basis den ‎‎südlichen‎‎ Sound und ein gewisses Feeling als Wurzel ihrer Musik.‎

‎Das unverwechselbare Markenzeichen der ‎‎Marshall Tuckers‎‎ ist ‎‎der Country-Rock- und die Cowboy-Kultur‎‎.‎‎
Sie nahmen, mit großem Erfolg, in ihrer Musik eine bestimmte, aus dem ‎‎Wilden Westen‎‎ stammende Haltung ein, die von den Brüdern ‎‎Toy‎‎ und ‎‎Tommy Caldwell‎‎ ausging.
Stile wie ‎‎Rhythm &‎‎ Blues, ‎‎Rock‎‎, ‎‎Blues‎‎ oder sogar ‎‎Jazz‎‎ nahmen sie in ihre Arrangements auf, ihre Live-Konzerte waren pure Energie.

‎"Where We All Belong"‎‎ ist ein Doppel- und dritte Album in der Diskographie, wurde 1974 veröffentlicht und entstand aus einem Teil aus Studioaufnahmen und 1 LP mit Liveaufnahmen.
Sie beginnen mit dem Klassiker ‎‎"This Ol'Cowboy",‎‎ einem wunderschönen Song von ‎‎Toy Caldwell‎‎, der dem Schauspieler und ewigen Mythos des ‎‎Westerns‎‎, ‎‎John Wayne‎‎, gewidmet ist.
Als Kuriosität kaufte ‎‎ihm Caldwell‎‎ Jahre später das Pferd, das ‎‎John Wayne‎‎ in dem Oscar-prämierten Film "‎‎True Grit" ‎‎(1969) benutzte.‎

‎Mit klarem ‎‎Country-Rock-Stil‎‎ und dem Einsatz von Instrumenten des Genres wie dem Banjo, der Steelguitar, der Flöte und der Geige, finden wir Songs wie "‎‎Low Down Ways‎‎" oder die romantische Ballade ‎‎"In My Own Way".‎‎
Die restlichen Stücke dieses Teils wurde in den ‎‎Capricorn‎‎ Studios aufgenommen,"‎‎Where A Country Boy Legends"‎‎ entstand mit der Hilfe des außergewöhnlichen Gitarristen ‎‎Elvin Bishop‎‎,‎‎ der ‎‎Slide-Gitarre‎‎ gespielt hat.‎

‎Im Studiopart bestanden die ‎‎Marshall's ‎‎aus: Toy Caldwell (Gitarre), seinem Bruder ‎‎Tommy Caldwell‎‎ (Bass), ‎‎George McCorkle ‎‎(Gitarre und Banjo), ‎‎Jerry Eubanks‎‎ (Flöte und Saxophon), ‎‎Doug Gray‎‎ (Gesang) und ‎‎Paul Riddle‎‎ (Schlagzeug). ‎‎ ‎‎
Das waren die ursprünglichen Mitglieder der Band, die sich später einer großen Zahl renommierter Musiker wie dem legendären ‎‎Charlie Daniels (Violine‎‎), ‎‎Paul Hornsby ‎‎(Klavier), ‎‎Johnny Vernazza ‎‎(Slide) und unter anderem dem bereits erwähnten ‎‎Elvin Bishop‎‎ anschlossen.‎

‎Der zweite Teil des Albums wurde am 11. Juli 1974 im ‎‎Uihlein Hall Arts Center‎‎ in ‎‎Milwaukee‎‎ aufgenommen, mit der Originalband und der unschätzbaren Zusammenarbeit mit ‎‎Charlie Daniels‎‎.
Sie beginnen mit dem explosiven ‎‎"Ramblin'",‎‎ einem schnellen Track mit einem unaufhaltsamen ‎‎Toy‎‎ auf der E-Gitarre, ähnlich dem legendären ‎‎Duane Allman‎‎.
"‎‎24 Hours At A Time"‎‎ ist einer der bekanntesten Songs und wurde von einem herausragenden Line-Up gespielt mit einem großartigen ‎‎Jam‎‎, der zu ihrer offiziellen Hymne wurde.
Als nächstes kommt der ‎‎Klassiker ‎‎"Everyday (I Have The Blues)"‎‎ von B.B King‎‎, der ihnen einen Hit beschert.
Mit "Take The Higway",‎‎beenden sie das Set mit einem weiteren ihrer Klassiker.‎
Diese Band, erzählt uns musikalische Epen des ‎‎alten Westens‎‎... Als wären wir mit einer alten Postkutsche unterwegs!

Side one
1. This Ol' Cowboy - 6:42
2. Low Down Ways - 3:00
3. In My Own Way - 7:17
Side two
1. How Can I Slow Down - 3:19
2. Where a Country Boy Belongs - 4:32
3. Now She's Gone (Toy and Tommy Caldwell) - 4:20
4. Try One More Time - 4:46
Side three
1. Ramblin' - 6:13
2. 24 Hours at a Time - 13:57
Side four
1. Everyday (I Have the Blues) (Peter Chatman) - 11:48
2. Take the Highway - 7:26


Bild

-----------------------------------------------------------------------------

Doug Gray – lead vocals, percussion
Toy Caldwell – electric and acoustic guitars, steel guitar, lead vocals on "This Ol' Cowboy" and "Everyday (I Have the Blues)"
Tommy Caldwell – bass guitar, backing vocals
George McCorkle – electric and acoustic guitars, banjo
Jerry Eubanks – flute, alto, baritone and tenor saxophone, backing vocals
Paul Riddle – drums

Additional musicians
Charlie Daniels – fiddle on “24 Hours At a Time” and "This Ol' Cowboy"
Elvin Bishop – slide guitar on "Where a Country Boy Belongs"
Johnny Vernazza – slide guitar on "Where a Country Boy Belongs"
Billy Sanders – harmonica, rhythm guitar
Paul Hornsby – piano, organ, clavinet
Earl Ford – trombone
Jerry Joseph – conga
Steve Madaio – trumpet
Sam McPhearson – harp
Stein – fiddle

-----------------------------------------------------------------------------

Released: November 1974
Recorded: Live at Uhlein Hall, Performing Arts Center, Milwaukee, Wisconsin July 31, 1974
Capricorn Studios, Macon, Georgia, 1974
Genre: Rock and roll
Label: Capricorn Records
Producer: Paul Hornsby
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Vertigo
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Re: [REVIEW] Marshall Tucker Band‎‎ - Where We All Belong (1974)

Beitrag: # 118858Beitrag Vertigo
14.06.2022, 09:07

Großartige Scheibe, wie so viele der MTB. Ein wenig ein Rätsel, warum die heute so untergehen wo sie neben Lynyrd Skynyrd und den Allman Brothers klar die eigenständigsten waren. Drei Bands, drei Southern Rock Pfeiler, dreimal eine individuelle Ausrichtung. Diese Mixtur aus Countrymusik, Rock und einer Prise Jazz ist eine sehr verführerische für mich.
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Emma Peel
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Re: [REVIEW] Marshall Tucker Band‎‎ - Where We All Belong (1974)

Beitrag: # 120625Beitrag Emma Peel
01.07.2022, 18:01

Mit der Marshall Tucker Band hast du sicherlich eine der herausragenden Bands des Südstaatenrocks ausgewählt. Zu den genannten Gruppen wie der ABB und Lynyrd Skynyrd würde ich allerdings auch die Outlaws und die Charlie Daniels Band zählen, die das Genre des frühzeitlichen Southern Rock entscheidend mitgeprägt haben.

Gerade die Kombination aus kraftvollen Rock, bluesigen Elementen und verfeinerten Country zeichnet die Spielweise dieser Band aus. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass sich auf der einen Hälfte der Platte perfekt eingespielte Studiostücke befinden und auf der anderen Livestücke präsentiert werden. Und gerade diese Livestücke zeigen auf, wozu die Band auf der Bühne imstande war und hier ein wahres Feuerwerk abbrannte.

Aber auch die Hinzunahme zahlreicher anderer Musiker bei den Studioaufnahmen hat ihre positiven Spuren hinterlassen und zu Abrundung einzelner Titel erheblich beigetragen.

Wenn ich mich entweder für die Studio- oder den Liveaufnahmen entscheiden müsste, wäre die Entscheidung einfach. Ich würde nämlich beide gleichermaßen auswählen, weil es nach meiner Einschätzung auf der "Where We All Belong" Einspielung ausschließlich überzeugende Musikstücke gibt.

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Louder Than Hell
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Re: [REVIEW] Marshall Tucker Band‎‎ - Where We All Belong (1974)

Beitrag: # 128205Beitrag Louder Than Hell
27.09.2022, 12:37

Nicht ohne Grund standen die Marshall Tucker Band mit an der Spitze des Southern Rocks. Nach ihrer Gründung im Jahre 1971 haben sie ein überzeugendes Album nach dem anderen herausgebracht. Sie waren nicht nur Impulsgeber des Southernrocks, sondern haben ihn mit ihrer vielseitigen Spielart bereichert und weiterentwickelt.

Und diese Spielfreude spiegelt sich perfekt auf dem Album "Where We All Belong" wider. Es ist für mich eine reine Freude, den live und auch im Studio eingespielten Stücken zu folgen. Hierbei überzeugen sie beim Jamming als auch in der kürzer gehalten Studioaufnahmen. Insofern ist es müßig, hier einzelne Titel des Albums herauszustellen, weil es faktisch über keine Schwachstellen verfügt. Auch die Hinzunahme zahlreicher Gastmusiker bereichert das Album ungemein.

Leider sind im Verlauf der zurückliegenden Jahre etliche der Musiker verstorben: Toy Caldwell, Tommy Caldwell und George McCorkie, so dass mit neuen Ergüssen kaum zu rechnen ist.

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Vertigo
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Re: [REVIEW] Marshall Tucker Band‎‎ - Where We All Belong (1974)

Beitrag: # 128207Beitrag Vertigo
27.09.2022, 12:42

Louder Than Hell hat geschrieben: 27.09.2022, 12:37 Nicht ohne Grund standen die Marshall Tucker Band mit an der Spitze des Southern Rocks. Nach ihrer Gründung im Jahre 1971 haben sie ein überzeugendes Album nach dem anderen herausgebracht. Sie waren nicht nur Impulsgeber des Southernrocks, sondern haben ihn mit ihrer vielseitigen Spielart bereichert und weiterentwickelt.

Und diese Spielfreude spiegelt sich perfekt auf dem Album "Where We All Belong" wider. Es ist für mich eine reine Freude, den live und auch im Studio eingespielten Stücken zu folgen. Hierbei überzeugen sie beim Jamming als auch in der kürzer gehalten Studioaufnahmen. Insofern ist es müßig, hier einzelne Titel des Albums herauszustellen, weil es faktisch über keine Schwachstellen verfügt. Auch die Hinzunahme zahlreicher Gastmusiker bereichert das Album ungemein.

Leider sind im Verlauf der zurückliegenden Jahre etliche der Musiker verstorben: Toy Caldwell, Tommy Caldwell und George McCorkie, so dass mit neuen Ergüssen kaum zu rechnen ist.
Die Band gibts noch Siegie und Doug Gray, der Sänger, hält die auch zusammen. Da war erst ein Interview irgendwo mit ihm und er sagte, er arbeitet an neuen Songs.
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Re: [REVIEW] Marshall Tucker Band‎‎ - Where We All Belong (1974)

Beitrag: # 128263Beitrag Louder Than Hell
27.09.2022, 23:10

Vertigo hat geschrieben: 27.09.2022, 12:42
Louder Than Hell hat geschrieben: 27.09.2022, 12:37 Nicht ohne Grund standen die Marshall Tucker Band mit an der Spitze des Southern Rocks. Nach ihrer Gründung im Jahre 1971 haben sie ein überzeugendes Album nach dem anderen herausgebracht. Sie waren nicht nur Impulsgeber des Southernrocks, sondern haben ihn mit ihrer vielseitigen Spielart bereichert und weiterentwickelt.

Und diese Spielfreude spiegelt sich perfekt auf dem Album "Where We All Belong" wider. Es ist für mich eine reine Freude, den live und auch im Studio eingespielten Stücken zu folgen. Hierbei überzeugen sie beim Jamming als auch in der kürzer gehalten Studioaufnahmen. Insofern ist es müßig, hier einzelne Titel des Albums herauszustellen, weil es faktisch über keine Schwachstellen verfügt. Auch die Hinzunahme zahlreicher Gastmusiker bereichert das Album ungemein.

Leider sind im Verlauf der zurückliegenden Jahre etliche der Musiker verstorben: Toy Caldwell, Tommy Caldwell und George McCorkie, so dass mit neuen Ergüssen kaum zu rechnen ist.
Die Band gibts noch Siegie und Doug Gray, der Sänger, hält die auch zusammen. Da war erst ein Interview irgendwo mit ihm und er sagte, er arbeitet an neuen Songs.
Das wusste ich nicht. Irgendwie bin ich aber skeptisch, ob Doug Gray mit seinen Mitspielern an alten Höchstleistungen anknüpfen können. Wenn doch, umso schöner.

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Re: [REVIEW] Marshall Tucker Band‎‎ - Where We All Belong (1974)

Beitrag: # 128288Beitrag Vertigo
28.09.2022, 10:25

Louder Than Hell hat geschrieben: 27.09.2022, 23:10
Vertigo hat geschrieben: 27.09.2022, 12:42
Louder Than Hell hat geschrieben: 27.09.2022, 12:37 Nicht ohne Grund standen die Marshall Tucker Band mit an der Spitze des Southern Rocks. Nach ihrer Gründung im Jahre 1971 haben sie ein überzeugendes Album nach dem anderen herausgebracht. Sie waren nicht nur Impulsgeber des Southernrocks, sondern haben ihn mit ihrer vielseitigen Spielart bereichert und weiterentwickelt.

Und diese Spielfreude spiegelt sich perfekt auf dem Album "Where We All Belong" wider. Es ist für mich eine reine Freude, den live und auch im Studio eingespielten Stücken zu folgen. Hierbei überzeugen sie beim Jamming als auch in der kürzer gehalten Studioaufnahmen. Insofern ist es müßig, hier einzelne Titel des Albums herauszustellen, weil es faktisch über keine Schwachstellen verfügt. Auch die Hinzunahme zahlreicher Gastmusiker bereichert das Album ungemein.

Leider sind im Verlauf der zurückliegenden Jahre etliche der Musiker verstorben: Toy Caldwell, Tommy Caldwell und George McCorkie, so dass mit neuen Ergüssen kaum zu rechnen ist.
Die Band gibts noch Siegie und Doug Gray, der Sänger, hält die auch zusammen. Da war erst ein Interview irgendwo mit ihm und er sagte, er arbeitet an neuen Songs.
Das wusste ich nicht. Irgendwie bin ich aber skeptisch, ob Doug Gray mit seinen Mitspielern an alten Höchstleistungen anknüpfen können. Wenn doch, umso schöner.
junge Southern Rock Musiker gibts in den USA genug, das wird sicher nicht das Problem, aber ob er sich so schöne Songs aus dem Ärmel schütteln kann bin ich gespannt.
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