[REVIEW] The Allman Betts Band - Bless Your Heart

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[REVIEW] The Allman Betts Band - Bless Your Heart

Beitrag: # 84425Beitrag Oracle
30.09.2020, 22:46

"Bless Your Heart" wurde in den legendären Muscle Shoals Sound Studios aufgenommen und folgt dem Debütalbum "Down To The River" der Allman Betts Band aus dem Jahr 2019.
Das Album enthält Gastauftritte von Jimmy Hall, Shannon McNally, Art Edmaiston, Susan Marshall und Reba Russell.
Als The Allman Betts Band im Juni 2019 "Down to the River" veröffentlichte, war das Debütalbum nicht nur das erste Mal, dass die Gruppe ein Album zusammen aufgenommen hatte, sondern tatsächlich das erste Mal, dass das siebenköpfige Ensemble jemals zusammen gespielt hatte.
Es folgte eine ausgedehnte Tour durch die USA und später durch Europa.
Leider musste die Band ihre Europatournee wegen einer Blinddarmentzündung von Devon Allman vorzeitig beenden.

Die Band war in der folgenden Zeit nicht untätig und hat in kurzer Zeit ein brandneues Album fertiggestellt!
Das Album lebt von der Kameradschaft und musikalischen Intensität der sieben Musiker.
In nur einer Woche nahm die Band eine Reihe von Songs in den legendären Muscle Shoals Sound Studios auf, genau wie beim Vorgänger "Down to The River".
Bild
Das 13-Song-Album beginnt stark mit dem von Allman gesungenen Pale Horse Rider.
Wir hören eine Verflechtung von Gitarren in einem Duell zwischen zwei guten Gitarristen, die sich in allen Bereichen herausfordern und ergänzen.
Ein schön aufgebauter Song, der mich an Neil Young erinnert und in einem großartigen Refrain mit einem leidenschaftlichen Gitarrensolo von Betts gipfelt.
Carolina Song beginnt als leiser Blues-Rock-Song, der mich in den ersten Minuten sogar ein bisschen an einen Tom Petty-Song erinnert!
Scharfe Gitarrensoli wechseln sich ab und insgesamt ist dieses Lied sehr angenehm zu hören!
Dann hören wir das Saxophon-Intro des würzigen King Crawler, in dem sich Betts um den Gesang kümmert.
In Ashes of My Lovers klingt Duanes etwas nasale Stimme überraschend kräftig und ist mit einer dominanten Mundharmonika durchsetzt.
Der Song hat eine wundervolle Stimmung ... Auf jeden Fall eins meiner Lieblingslieder.
Danach werden vor allem Liebhaber von Jam-Bands mit Savannah's Dream verwöhnt, einem nicht weniger als zwölf Minuten langen Instrumental-Stück mit messerscharfen (Slide-) Gitarrensoli und jazzigen Klavierparts.
Klassisches Allman Brothers Material!
Berry Oakley Jr. zeigt sich hier als meisterhaft flexibler Bassist, der auf subtile Weise mächtig viel Drive in den Song bringt.
Ein Highlight!
Das pumpende Airboats And Cocaine ist purer Southern Rock'n'Roll und gibt Gelegenheit das Tanzbein zu schwingen.
Southern Rain glänzt durch eine schöne, schwüle Atmosphäre und wird von Allman gesungen.
Auf die wahnsinnig mitreißende Gitarrenarbeit folgt ein wunderschönes Blues-Stück, die semi-akustische Blues-Ballade Rivers Run diesmal von Betts gesungen.
Weder von Betts noch von Allman geschrieben, erinnert Magnolia Road an The Band oder Grateful Dead.
Das Lied Should We Ever Part hat viel Energie! Mit wunderschönem Backgroundgesang wird erneut unser Ohr mit einem würzigen Gitarrenduell zwischen den Herren Allman und Betts verwöhnt.
Einer der Höhepunkte ist das langsame The Doctors Daughter, gesungen und geschrieben von Bassist Berry Oakley Jr., mit wunderschöner Slide-Gitarrenarbeit.
Auf Much Obliged scheint Devon in die Fußstapfen von Johnny Cash getreten zu sein.
Mit seiner schweren, langsamen Baritonstimme fängt dieser Song die Atmosphäre von Cashs Country-Musik der 60er und 70er Jahre wunderbar ein.
Das letzte Lied auf dieser CD ist das leise Congratulations, in dem John Gintys schönes Klavierspiel im Honky-Tonk-Stil die Hauptrolle spielt.
Es erzählt vom "Weitermachen im Leben" und ist ein wunderschönes Lied, um dieses tolle Album zu beenden.

"Bless Your Heart" ist eine Zusammenfassung vieler Einflüsse und fängt in 13 leidenschaftlichen Rocksongs den modernen Southern Rock Stil perfekt ein.
Von der Westküste über die Golfküste, den Mittleren Westen, Chicago bis zu den Sümpfen Floridas.
Das Album ist gut produziert, mit fantastischen, sowohl elektrischen als auch akustischen Gitarrenparts, die sich sehr gut ergänzen.
Eine feine Rhythmus-Sektion und einer Reihe exzellenter Sänger, die viel Abwechslung bieten.
Hier haben sieben Klassemusiker das Album ihres Lebens gemacht.
Die Band kreiert zunehmend einen eigenen Sound, voller exzellenter Slide-Gitarren-Parts und sanfter Blues-Licks.
Je öfter ich dieses Album höre, desto mehr geht es mir ins Blut.
Mit "Bless Your Heart" hat die Allman Betts Band den Erfolg ihres Debütalbums weit übertroffen und sich fest in der Southern Music-Szene verankert.
Was für ein tolles Album! Schließ deine Augen und genieße!

Spielzeit: 71:29 Min.

Lineup:
Devon Allman – Guitars, Vocals
Duane Betts – Guitars, Vocals
Barry Duane Oakley – Bass, Vocals
John Ginty – Keyboards
Johnny Stachela – Guitars, Slide Guitar, Vocals
R. Scott Bryan – Percussion, Vocals
John Lum – Drums

Produziert von Matt Ross-Spang

Track List:

1. Pale Horse Rider
2. Carolina Song
3. King Crawler
4. Ashes of My Lovers
5. Savannah’s Dream
6. Airboats & Cocaine
7. Southern Rain
8. Rivers Run
9. Magnolia Road
10. Should We Ever Part
11. The Doctor’s Daughter
12. Much Obliged
13. Congratulations
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Re: [REVIEW] The Allman Betts Band - Bless Your Heart

Beitrag: # 84426Beitrag Oracle
30.09.2020, 22:56






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Vertigo
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Re: [REVIEW] The Allman Betts Band - Bless Your Heart

Beitrag: # 96196Beitrag Vertigo
03.08.2021, 11:02

Ab und zu mal auf den Button "ungelese Beiträge" klicken ist nicht so schlecht. Den Thread hier hatte ich komplett übersehen. Tolles Album und auch ihre erste mag ich sehr gern
Ich glaube jedem der die Wahrheit sucht
Ich glaube keinem der sie gefunden hat
(Kurt Tucholsky)

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