[REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#26

Beitrag: # 51515Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 12:11

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Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 12:09
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 11:59
Eigentlich wäre das doch sogar eher der übliche Weg, anstatt ganz und gar mit einer Sache zu brechen.

Aber der Tod von Cozy kam damals dazwischen, stimmt. Das hat der ganzen Sache sicherlich einen Schlag versetzt, allerdings wäre Bobby Rondinelli als Ersatz denkbar gewesen oder er hätte weiter auf Chuck Bürgi setzen können, der war ja eh schon in der Band drin und ist kein schlechter Mann.
Das wäre der übliche Weg, aber wir sprechen eben hier über Ritchie, der niemals der übliche Rockstar war ;)

Wenn ein Musiker das aus nem Kalkül heraus macht, dann läuft sowas auch meist parallel. Aber das wars ja bei Ritchie nicht. Und wenns so ist, wie ich vermute, dass er den Hardrock quasi als Selbsttherapie für seinen Frust brauchte, dann war diese Triebfeder eben dann weg. Ich denke da war ganz simpel keine Energie mehr dafür da, er hat sich einfach nicht mehr danach gefühlt den wilden Mann zu geben, weil er endlich der sanfte Mann auch sein konnte und damit mehr als gut ankam. Und ohne Energie geht halt gscheiter Hardrock nicht, sieht man ja jetzt bei ihm. Eigentlich isser zu alt dafür, da ist kein Feuer mehr da, aber als Abschluß seines Rockerlebens sei ihm das herzlich gegönnt.

Dass Ritchie damals nur Cozy oder gar keinen haben wollte spricht aber sehr für ihn finde ich. Da gehts nicht darum ob Rondinelli oder Bürgi gute Drummer sind, ich denke da gings um die menschliche Geschichte. Mit Cozy konnte er eben sehr gut, den mochte er. Dass der trotzdem aus der Band ausstieg, nun das ist eben Ritchies persönliche Tragödie, dass er immer auch mal mit denen brach, die er eigentlich sehr mochte und wertschätzte. Da war er sich selber halt immer im Weg und hat das wohl erst nun im Alter erkannt.
Cozy konnte aber auch ein ziemlicher Arsch sein, genau wie Ritchie. Wahrscheinlich haben die sich deswegen so gut verstanden, die haben sich einfach ergänzt. Hattest Du mir nicht auch erzählt, dass die beiden Don Airey aus der Band gemobbt haben ?
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.

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Vertigo
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#27

Beitrag: # 51520Beitrag Vertigo
05.12.2018, 12:20

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 12:11
Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 12:09
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 11:59
Eigentlich wäre das doch sogar eher der übliche Weg, anstatt ganz und gar mit einer Sache zu brechen.

Aber der Tod von Cozy kam damals dazwischen, stimmt. Das hat der ganzen Sache sicherlich einen Schlag versetzt, allerdings wäre Bobby Rondinelli als Ersatz denkbar gewesen oder er hätte weiter auf Chuck Bürgi setzen können, der war ja eh schon in der Band drin und ist kein schlechter Mann.
Das wäre der übliche Weg, aber wir sprechen eben hier über Ritchie, der niemals der übliche Rockstar war ;)

Wenn ein Musiker das aus nem Kalkül heraus macht, dann läuft sowas auch meist parallel. Aber das wars ja bei Ritchie nicht. Und wenns so ist, wie ich vermute, dass er den Hardrock quasi als Selbsttherapie für seinen Frust brauchte, dann war diese Triebfeder eben dann weg. Ich denke da war ganz simpel keine Energie mehr dafür da, er hat sich einfach nicht mehr danach gefühlt den wilden Mann zu geben, weil er endlich der sanfte Mann auch sein konnte und damit mehr als gut ankam. Und ohne Energie geht halt gscheiter Hardrock nicht, sieht man ja jetzt bei ihm. Eigentlich isser zu alt dafür, da ist kein Feuer mehr da, aber als Abschluß seines Rockerlebens sei ihm das herzlich gegönnt.

Dass Ritchie damals nur Cozy oder gar keinen haben wollte spricht aber sehr für ihn finde ich. Da gehts nicht darum ob Rondinelli oder Bürgi gute Drummer sind, ich denke da gings um die menschliche Geschichte. Mit Cozy konnte er eben sehr gut, den mochte er. Dass der trotzdem aus der Band ausstieg, nun das ist eben Ritchies persönliche Tragödie, dass er immer auch mal mit denen brach, die er eigentlich sehr mochte und wertschätzte. Da war er sich selber halt immer im Weg und hat das wohl erst nun im Alter erkannt.
Cozy konnte aber auch ein ziemlicher Arsch sein, genau wie Ritchie. Wahrscheinlich haben die sich deswegen so gut verstanden, die haben sich einfach ergänzt. Hattest Du mir nicht auch erzählt, dass die beiden Don Airey aus der Band gemobbt haben ?
Ja genau, Don ging wegen den beiden, weil die so dicke miteinander waren und einen ScheiĂźscherz nach dem anderen auf seine und Bonnetts Kosten machten
Ich lese gerade:

ROBERT C. MARLEY - Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht

RICHARD DAVID PRECHT - Die Kunst kein Egoist zu sein

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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#28

Beitrag: # 51522Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 12:30

Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 12:20
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 12:11
Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 12:09


Das wäre der übliche Weg, aber wir sprechen eben hier über Ritchie, der niemals der übliche Rockstar war ;)

Wenn ein Musiker das aus nem Kalkül heraus macht, dann läuft sowas auch meist parallel. Aber das wars ja bei Ritchie nicht. Und wenns so ist, wie ich vermute, dass er den Hardrock quasi als Selbsttherapie für seinen Frust brauchte, dann war diese Triebfeder eben dann weg. Ich denke da war ganz simpel keine Energie mehr dafür da, er hat sich einfach nicht mehr danach gefühlt den wilden Mann zu geben, weil er endlich der sanfte Mann auch sein konnte und damit mehr als gut ankam. Und ohne Energie geht halt gscheiter Hardrock nicht, sieht man ja jetzt bei ihm. Eigentlich isser zu alt dafür, da ist kein Feuer mehr da, aber als Abschluß seines Rockerlebens sei ihm das herzlich gegönnt.

Dass Ritchie damals nur Cozy oder gar keinen haben wollte spricht aber sehr für ihn finde ich. Da gehts nicht darum ob Rondinelli oder Bürgi gute Drummer sind, ich denke da gings um die menschliche Geschichte. Mit Cozy konnte er eben sehr gut, den mochte er. Dass der trotzdem aus der Band ausstieg, nun das ist eben Ritchies persönliche Tragödie, dass er immer auch mal mit denen brach, die er eigentlich sehr mochte und wertschätzte. Da war er sich selber halt immer im Weg und hat das wohl erst nun im Alter erkannt.
Cozy konnte aber auch ein ziemlicher Arsch sein, genau wie Ritchie. Wahrscheinlich haben die sich deswegen so gut verstanden, die haben sich einfach ergänzt. Hattest Du mir nicht auch erzählt, dass die beiden Don Airey aus der Band gemobbt haben ?
Ja genau, Don ging wegen den beiden, weil die so dicke miteinander waren und einen ScheiĂźscherz nach dem anderen auf seine und Bonnetts Kosten machten
Bonnet hatte das Problem mit seinen für Ritchies Geschmack zu kurzen Haaren. Das geziemte sich nicht für einen "echten" Rocker. Nachdem Ritchie sich dann mal wieder darüber mokiert hatte, ließ sich Graham ja demonstrativ die Haare sogar extra kurz scheren.... :biggrinn: .....also, ich denke, der konnte Ritchie noch eher was entgegensetzen und ließ sich nicht alles gefallen. Während Don Airey einfach zu nett war und vielleicht zu sensibel, dem hat das stärker mental zugesetzt, wie er ständig von Ritchie (und Cozy) angegangen wurde.

Ich bin übrigens nach wie vor der Meinung, man hätte Graham in der Band behalten sollten. Der war stimmlich auf der Höhe, hatte Wiedererkennungswert (im Gegensatz zu Turner später) und vor allem fand ich gerade sein "seriöses" Outfit immer ganz hervorragend im Vergleich zum typischen Rockerdress der restlichen Band. Ein guter Kontrast. Der bestangezogenste Mann der Rockmusik. Sakko und Sonnenbrille statt Lack und Leder. ;)
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#29

Beitrag: # 51527Beitrag Vertigo
05.12.2018, 12:37

Ich glaube alle Beteiligten, vielleicht außer Ritchie, sind heute der Meinung, diese Rainbow-Inkarnation hätte weitermachen müssen. Sagte Glover auch dieses Jahr in nem Interview und Bonnett hats auch schon mal gesagt, ich mein Airey auch.

Ja, Graham lieĂź sich, nachdem Ritchie seine zu kurzen Haare mokiert hatte, extra einen Tag vor dem Fototermin fĂĽrs neue Album, die Haare kurz schneiden. Die waren vorher wohl so halblang und Ritchie gab da die Order. Bonnett ging wohl nicht, weil er zu sensibel wie Don war, aber genervt von dem ganzen ScheiĂź war er auch. Macht ja keinen SpaĂź da immer dagegenhalten zu mĂĽssen.
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#30

Beitrag: # 51529Beitrag nixe
05.12.2018, 12:39

Dio sagte, das er gut mit ihm klar kam, immerhin einer!
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

!!!I like Prog!!!

!!!Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten!!!

TschĂĽĂź
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#31

Beitrag: # 51536Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 13:08

nixe hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 12:39
Dio sagte, das er gut mit ihm klar kam, immerhin einer!
Stimmt, Dio hat eigentlich nach meiner Erinnerung kein schlechtes Wort ĂĽber Ritchie verloren und dieser auch nicht ĂĽber ihn. Obwohl die auch durchaus ihre Meinungsverschiedenheiten hatten, Dio ist ja nicht umsonst ausgestiegen.

Ist übrigens lustig - mir fällt gerade so auf, dass es hier so bestimmte thematische Schwerpunkte gibt, über die wir uns immer wieder die Köpfe heißreden und aus denen längere Diskussionen entstehen. Auch eigentlich bereits bekannte Anekdoten werden da immer wieder gerne hervorgekramt und genüßlich aufgeführt.

Und der Themenbereich Purple / Rainbow / Whitesnake / Gillan / Blackmore / Coverdale und alles, was dazu gehört, wäre einer davon.
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#32

Beitrag: # 51538Beitrag Vertigo
05.12.2018, 13:12

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 13:08
nixe hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 12:39
Dio sagte, das er gut mit ihm klar kam, immerhin einer!
Stimmt, Dio hat eigentlich nach meiner Erinnerung kein schlechtes Wort ĂĽber Ritchie verloren und dieser auch nicht ĂĽber ihn. Obwohl die auch durchaus ihre Meinungsverschiedenheiten hatten, Dio ist ja nicht umsonst ausgestiegen.

Ist übrigens lustig - mir fällt gerade so auf, dass es hier so bestimmte thematische Schwerpunkte gibt, über die wir uns immer wieder die Köpfe heißreden und aus denen längere Diskussionen entstehen. Auch eigentlich bereits bekannte Anekdoten werden da immer wieder gerne hervorgekramt und genüßlich aufgeführt.

Und der Themenbereich Purple / Rainbow / Whitesnake / Gillan / Blackmore / Coverdale und alles, was dazu gehört, wäre einer davon.
Is ja auch ergiebigst, Purple, seine Musiker und Ablegerbands nehmen einen riesengroĂźen Teil der 70er Rockmusik ein.

Dio ist ja nur gegangen weil Ritchie wollte, dass er sowas wie "Since You've Been Gone" sang und Dio gesagt hatte, nein das macht er nicht. Da war wohl beiden dann klar, dass es nicht mehr miteinander weitergeht.

Graham Bonnett ärgert sich übrigens, dass er nicht blieb, dann hätte er "I Surrender" gesungen und damit nochmal einen Russ Ballard Hit gelandet, sagt er
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#33

Beitrag: # 51540Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 13:27

Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 13:12
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 13:08
nixe hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 12:39
Dio sagte, das er gut mit ihm klar kam, immerhin einer!
Stimmt, Dio hat eigentlich nach meiner Erinnerung kein schlechtes Wort ĂĽber Ritchie verloren und dieser auch nicht ĂĽber ihn. Obwohl die auch durchaus ihre Meinungsverschiedenheiten hatten, Dio ist ja nicht umsonst ausgestiegen.

Ist übrigens lustig - mir fällt gerade so auf, dass es hier so bestimmte thematische Schwerpunkte gibt, über die wir uns immer wieder die Köpfe heißreden und aus denen längere Diskussionen entstehen. Auch eigentlich bereits bekannte Anekdoten werden da immer wieder gerne hervorgekramt und genüßlich aufgeführt.

Und der Themenbereich Purple / Rainbow / Whitesnake / Gillan / Blackmore / Coverdale und alles, was dazu gehört, wäre einer davon.
Is ja auch ergiebigst, Purple, seine Musiker und Ablegerbands nehmen einen riesengroĂźen Teil der 70er Rockmusik ein.

Dio ist ja nur gegangen weil Ritchie wollte, dass er sowas wie "Since You've Been Gone" sang und Dio gesagt hatte, nein das macht er nicht. Da war wohl beiden dann klar, dass es nicht mehr miteinander weitergeht.

Graham Bonnett ärgert sich übrigens, dass er nicht blieb, dann hätte er "I Surrender" gesungen und damit nochmal einen Russ Ballard Hit gelandet, sagt er
Ja, Dio hatte überhaupt keine Lust auf die von Ritchie angestrebte kommerzielle Richtung. Einmal musikalisch nicht und er wollte auch nicht solche schnulzigen, banalen Texte singen. Er stand ja immer mehr auf Sword, Sorcery and Mystery. Das konnte er dann dafür bei Black Sabbath und vor allem bei seinen eigenen Platten später wieder zu Genüge einbringen.

Aber Graham war ein guter Ersatz. Das der nur so kurz dabei war, empfinde ich immer noch als tragischen Verlust (das gleiche wiederholte sich ja kurz darauf bei MSG, da war er bekanntlich auch nach nur einer - exzellenten - Scheibe wieder draußen). Das ist für mich der einzig 100%ig würdige Dio-Nachfolger und ich denke nach wie vor, dass da noch das Potenzial für mehr gewesen wäre.

WeiĂźt Du eigentlich, warum Graham letztlich gegangen ist nach nur einem Album ? Das kann doch nicht nur wegen seiner Haare gewesen sein.
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#34

Beitrag: # 51542Beitrag Vertigo
05.12.2018, 13:38

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 13:27

WeiĂźt Du eigentlich, warum Graham letztlich gegangen ist nach nur einem Album ? Das kann doch nicht nur wegen seiner Haare gewesen sein.
Weil er Ritchies Eskapaden satt hatte. Das Gehabe und Geklüngel mit Cozy Powell damals, sein Herrschergetue, eben all das wie sich Ritchie damals so gab. Und er hatte den Eindruck, dass Ritchie ihn nicht genug wertschätzte. Das mit den Haaren war nur eine Kleinigkeit bei all dem was Bonnett so an Ritchie nervte.
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#35

Beitrag: # 51544Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 13:44

Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 13:38
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 13:27

WeiĂźt Du eigentlich, warum Graham letztlich gegangen ist nach nur einem Album ? Das kann doch nicht nur wegen seiner Haare gewesen sein.
Weil er Ritchies Eskapaden satt hatte. Das Gehabe und Geklüngel mit Cozy Powell damals, sein Herrschergetue, eben all das wie sich Ritchie damals so gab. Und er hatte den Eindruck, dass Ritchie ihn nicht genug wertschätzte. Das mit den Haaren war nur eine Kleinigkeit bei all dem was Bonnett so an Ritchie nervte.
Aber schade ist es auf jeden Fall. Ist aber auch wieder so ein typisches Beispiel: Kaum wurde es harmonischer in der Band (weil mit Turner endlich ein Sänger da war, der nach Ritchies Pfeife tanzte) und kaum gab es weniger Reibereien als vorher, verlor die Musik an explosiver Durchschlagskraft und wurde regelfrecht langweilig und gefällig. Sicherlich war das zu einem Teil auch von Ritchie beabsichtigt, in diese Richtung zu gehen, aber ich schätze, dass auch das zwischenmenschliche seinen Anteil daran gehabt hat.

Man beachte auch mal, wie entfesselt Ritchie teilweise noch zu Dio-Zeiten auf der BĂĽhne agierte und wie vergleichsweise harmlos sein Stageacting zu Turner-Zeiten wirkte.

Was hältst Du eigentlich von Bonnet als Sänger ? Hatten wir uns darüber schon mal unterhalten ?
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#36

Beitrag: # 51548Beitrag nixe
05.12.2018, 14:01

Ritchie sagte auch, das nur gute Musik entsteht, wenn man sich ordentlich streitet! So in etwa jedenfalls.
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#37

Beitrag: # 51549Beitrag Vertigo
05.12.2018, 14:04

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 13:44

Was hältst Du eigentlich von Bonnet als Sänger ? Hatten wir uns darüber schon mal unterhalten ?
Er hat eine faszinierende Stimme, die ich manchmal ein wenig anstrengend finde, die aber für sich genommen schon Sonderklasse hat. Ein weiteres Album wäre schon schön gewesen.

Mit Turner hab ich Rainbow ja mal gesehen und das war dann schon die Zeit als Ritchie zur Zugabe eine Gitarre zerstörte, weils halt ein Showeffekt war. Hat mich beeindruckt, bis ich gelesen hatte, dass das so geplant ist und Ritchie dafür japanische Billignachbau-Stratocaster auf Tour mit sich führt, die er sich kurz vorher geben lässt, damit noch ein wenig soliert und die dann zerlegt. Vom echten wilden Mann zum gespielten wilden Mann.

Ich glaub auch, dass Ritchie damals mit Harmonie nicht gut umgehen konnte. Je mehr Reibereien, die er dann aber zu seinen Gunsten entscheiden können mußte, desto besser sein Spiel.
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#38

Beitrag: # 51554Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 14:26

Die Geschichte mit dem Stratocaster-Billigimitat habe ich auch schon öfter gelesen. Das hat leider nichts mehr mit wirklicher Leidenschaft zu tun, sondern eher mit "Rockstar auf Bestellung". So, als wenn man sich zu Weihnachten halt einen weißen Bart anklebt und in einen roten Mantel schlüpft um die Kinder zu überraschen, obwohl man eigentlich keinen Bock dazu hat. Aber es wird halt erwartet. Im Prinzip könnte man davon fast ableiten, dass Ritchie schon zu jener Zeit gar nicht mehr wirklich Lust auf den ganzen Rockzirkus gehabt haben könnte, aber noch nicht soweit war, den Weg zu etwas neuem einzuschlagen. Das kam dann wahrscheinlich wirklich erst durch Candice zustande.

Außerdem stand ja erst noch die Purple-Reunion im Raum und das war natürlich zu verlockend, zumal Reunions bis dahin was völlig neuartiges und ausgefallenes waren. Die Rockmusik gab es noch nicht soooo wahnsinnig lange und das Bands nach einer Trennung wieder zusammenkommen, hätte sich bis dato kaum jemand denken können. Das war ja absolut nicht so inflationär wie heute, wo jede noch so unbedeutende Garagencombo sowas durchzieht. Das war damals noch eine kleine Sensation und brachte natürlich auch einen satten Popularitätsschub sowie Geld in die Kasse.

Ein paar Jahre vorher sah das mit der brennenden, leidenschaftlichen Energie jedenfalls noch ganz anders aus. Du kennst mit Sicherheit den "Live in Munich 1977"-Mitschnitt. Wie er da in "Kill The King" einsteigt, aggressiv, enthemmt, emotional, voller Leidenschaft, das war noch echt. Und hatte meines Wissens auch eine Vorgeschichte, nämlich die, das Ritchie zuvor aus irgendwelchen Gründen an der österreichischen Grenze endlos lange aufgehalten worden war und das Konzert deswegen mit deutlicher Verspätung begann. Dementsprechend angepisst war er und das spürt man auch zu jeder Sekunde, wenn man sich den Auftritt anguckt.
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#39

Beitrag: # 51575Beitrag Vertigo
05.12.2018, 15:22

München 1977 hab ich natürlich hier auf CD und DVD. Leider war ich da grad noch etwas zu jung, sonst wär ich da dabei gewesen und hätte wohl mächtig Ärger mit meinen Eltern bekommen.

Ritchie hatte in Wien einen Ordner, wenn ichs richtig behalten habe, an den Kopf getreten vor Wut, weil der die Fans immer so unsanft zurückstieß. Dafür sollte er inhaftiert werden, das war Bruce Payne, dem Tourmanager, wohl klar. Nach wohl einigem Hin- und Her mit den Behörden, schaffte Payne es dann Ritchie in nem Equipmentkoffer aus der Halle rauszuschmuggeln, inzwischen war die Band aber längst unterwegs nach München. Payne und Ritchie hetzen dem Tourbus also nach, immer in der Angst irgendwo in Österreich verhaftet zu werden.

Rainbow stehen längst bereit, die Olympiahalle ist gefüllt und fertig, aber Ritchie nicht da. Es wurde später und später und dann wurde durchgesagt, dass wer heimgehen will (oder muß) sein Geld zurückbekommt, wer aber dableiben will, soll bleiben weil Rainbow auf alle Fälle noch spielen werden, Ritchie sei aufgehalten worden. Gegen Mitternacht kam Blackmore in der Olympiahalle an und Rainbow gingen auf die Bühne. Und Ritchie mit einer Wut wie er sie wohl noch nie zuvor bei nem Konzertbeginn im Bauch hatte. Und so spielte er dann für die Handvoll Dagebliebenen auch. Dio bat wohl vor Beginn die Leute nach vorne an die Bühne zu rücken, denn die Halle war inzwischen mehr leer als voll und das Konzert sollte ja gefilmt werden.

Diese Wut ist wohl auch der Grund, dass es eine fast halbstĂĽndige "Do You Close Your Eyes" Version da gab.
Ich lese gerade:

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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#40

Beitrag: # 51578Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 15:33

Da sieht man aber auch mal wieder, das Musiker (oder Künstler allgemein) häufig gerade dann zu kreativen Höchstleistungen fähig sind, wenn irgendwas schiefgelaufen ist. Streit in der Band, Reibereien, sonstige Schwierigkeiten welcher Art auch immer, dass sind gerade in der Rockmusik immer Motoren, die antreiben. Wenn alles zu harmonisch läuft, wirds schnell langweilig.

Sieht man auch bei Purple heutzutage ganz gut. Seit Morse mitspielt, herrscht im zwischenmenschlichen Bereich eitel Sonnenschein. Man mag sich, man respektiert sich, es ist wie Dauerurlaub im Erholungsheim. Aber musikalisch ist es zeitweise seitdem böse langweilig geworden (abgesehen von den besseren beiden letzten Alben, die wieder erstaunlich inspiriert waren zum Teil).

Bei anderen Bands sinds die Drogen. Mit denen fährt der Fahrstuhl zwar langfristig betrachtet nur noch nach unten, aber am Anfang wirken sie sich oft positiv auf manches aus. Natürlich nicht bei jeder Band. Und über psychisch labile Leute, die von vorneherein die Finger davon lassen sollten, sprachen wir erst kürzlich. Aber nehmen wir als Beispiel Aerosmith. Solange die sich die Kante gegeben haben, benahmen sie sich zwar wie Idioten, haben aber ihre besten und kreativsten Alben eingespielt.Seitdem sie trockengelegt sind, ist ihre Musik nur noch glattgebügelter Hausfrauen-Rock fürs Mainstreamradio.
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#41

Beitrag: # 51579Beitrag Vertigo
05.12.2018, 15:40

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 15:33
Da sieht man aber auch mal wieder, das Musiker (oder Künstler allgemein) häufig gerade dann zu kreativen Höchstleistungen fähig sind, wenn irgendwas schiefgelaufen ist. Streit in der Band, Reibereien, sonstige Schwierigkeiten welcher Art auch immer, dass sind gerade in der Rockmusik immer Motoren, die antreiben. Wenn alles zu harmonisch läuft, wirds schnell langweilig.

Sieht man auch bei Purple heutzutage ganz gut. Seit Morse mitspielt, herrscht im zwischenmenschlichen Bereich eitel Sonnenschein. Man mag sich, man respektiert sich, es ist wie Dauerurlaub im Erholungsheim. Aber musikalisch ist es zeitweise seitdem böse langweilig geworden (abgesehen von den besseren beiden letzten Alben, die wieder erstaunlich inspiriert waren zum Teil).
Ich glaub auch, dass es für Künstler durchaus gut ist wenn nicht alles so rundläuft wie sie sich das wünschen. Das stachelt echte Künstler in aller Regel an intensiver zu malen, schreiben, schauzuspielern oder Musik zu machen.
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#42

Beitrag: # 51580Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 15:44

Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 15:40
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 15:33
Da sieht man aber auch mal wieder, das Musiker (oder Künstler allgemein) häufig gerade dann zu kreativen Höchstleistungen fähig sind, wenn irgendwas schiefgelaufen ist. Streit in der Band, Reibereien, sonstige Schwierigkeiten welcher Art auch immer, dass sind gerade in der Rockmusik immer Motoren, die antreiben. Wenn alles zu harmonisch läuft, wirds schnell langweilig.

Sieht man auch bei Purple heutzutage ganz gut. Seit Morse mitspielt, herrscht im zwischenmenschlichen Bereich eitel Sonnenschein. Man mag sich, man respektiert sich, es ist wie Dauerurlaub im Erholungsheim. Aber musikalisch ist es zeitweise seitdem böse langweilig geworden (abgesehen von den besseren beiden letzten Alben, die wieder erstaunlich inspiriert waren zum Teil).
Ich glaub auch, dass es für Künstler durchaus gut ist wenn nicht alles so rundläuft wie sie sich das wünschen. Das stachelt echte Künstler in aller Regel an intensiver zu malen, schreiben, schauzuspielern oder Musik zu machen.
Ich habe eben noch einen Absatz an mein Posting drangehängt, Stichwort Drogen.
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.

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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#43

Beitrag: # 51584Beitrag Vertigo
05.12.2018, 15:57

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 15:44

Ich habe eben noch einen Absatz an mein Posting drangehängt, Stichwort Drogen.
ja mit den Drogen ists schon auch eine faszinierende Sache. Tatsächlich gibts nicht wenige Künstler die ihre besten Platten unter Drogen machten. Als sie dann irgendwann runter davon waren war nicht halb so viel Kreativität noch übrig wie zuvor. Es scheint schon so, als ob Drogen bei manchen Menschen erst diese Kanäle öffnen. Andere wiederum haben auch nüchtern darauf Zugriff. Nur wenn man eben ein labiler, sehr sensibler Mensch ist und keine guten echten Freunde hat, dann sollte man wohl doch eher davon lassen. Aber ich würde nicht sagen, Drogen sind pfui. Für mich wärs nix, aber meine Phantasie läuft auch so auf Hochtouren. Aber bei anderen ists schon hilfreich. Und dann gibts ja noch die Leute die ein Leben lang damit umgehen und in der Balance bleiben, siehe Dave Brock. Der ist wohl längst so, wenn du dem die Drogen wegnimmst, fällt der tot um. Der wußte immer die zu benützen und dabei nicht kaputtzugehen.
Ich lese gerade:

ROBERT C. MARLEY - Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht

RICHARD DAVID PRECHT - Die Kunst kein Egoist zu sein

ÉMILE ZOLA - Das Paradies der Damen

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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#44

Beitrag: # 51586Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 16:02

Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 15:57
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 15:44

Ich habe eben noch einen Absatz an mein Posting drangehängt, Stichwort Drogen.
ja mit den Drogen ists schon auch eine faszinierende Sache. Tatsächlich gibts nicht wenige Künstler die ihre besten Platten unter Drogen machten. Als sie dann irgendwann runter davon waren war nicht halb so viel Kreativität noch übrig wie zuvor. Es scheint schon so, als ob Drogen bei manchen Menschen erst diese Kanäle öffnen. Andere wiederum haben auch nüchtern darauf Zugriff. Nur wenn man eben ein labiler, sehr sensibler Mensch ist und keine guten echten Freunde hat, dann sollte man wohl doch eher davon lassen. Aber ich würde nicht sagen, Drogen sind pfui. Für mich wärs nix, aber meine Phantasie läuft auch so auf Hochtouren. Aber bei anderen ists schon hilfreich. Und dann gibts ja noch die Leute die ein Leben lang damit umgehen und in der Balance bleiben, siehe Dave Brock. Der ist wohl längst so, wenn du dem die Drogen wegnimmst, fällt der tot um. Der wußte immer die zu benützen und dabei nicht kaputtzugehen.
Und Brocki ist immerhin schon 76 oder 77, erfreut sich aber bester Gesundheit, physisch wie psychisch und ist nach wie vor kreativ. Ich glaube, Mani Neumeier kann man ebenfalls dazu zählen, der hat auch das gleiche Alter ungefähr.

Und bei Lemmy war es eigentlich auch so, der hat alles genommen außer Heroin, wußte aber auch immer, wie weit er gehen konnte. Nur die letzten Jahre hat er sich dann hauptsächlich auf Alkohol konzentriert und wohl Speed & Co. nicht mehr angerührt. :biggrinn:
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#45

Beitrag: # 51587Beitrag Vertigo
05.12.2018, 16:11

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 16:02

Und bei Lemmy war es eigentlich auch so, der hat alles genommen außer Heroin, wußte aber auch immer, wie weit er gehen konnte. Nur die letzten Jahre hat er sich dann hauptsächlich auf Alkohol konzentriert und wohl Speed & Co. nicht mehr angerührt. :biggrinn:
Wie er ja in der einen Doku sagte, er darf keinen Whisky-Cola mehr trinken und dann sagt er zum Interviewer, lass bloß die Finger von dem Cola, das Zeug bringt dich um. Da hab ich mich weggeworfen wie ich das das erstemal gehört habe, Lemmy wie er leibt und lebte. Ich glaub er ist dann ja, weil er den ärztlichen Rat auch umsetzen wollte, von Whisky-Cola auf Wodka-Orange umgestiegen :biggrinn:
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#46

Beitrag: # 51588Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 16:22

Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 16:11
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 16:02

Und bei Lemmy war es eigentlich auch so, der hat alles genommen außer Heroin, wußte aber auch immer, wie weit er gehen konnte. Nur die letzten Jahre hat er sich dann hauptsächlich auf Alkohol konzentriert und wohl Speed & Co. nicht mehr angerührt. :biggrinn:
Wie er ja in der einen Doku sagte, er darf keinen Whisky-Cola mehr trinken und dann sagt er zum Interviewer, lass bloß die Finger von dem Cola, das Zeug bringt dich um. Da hab ich mich weggeworfen wie ich das das erstemal gehört habe, Lemmy wie er leibt und lebte. Ich glaub er ist dann ja, weil er den ärztlichen Rat auch umsetzen wollte, von Whisky-Cola auf Wodka-Orange umgestiegen :biggrinn:
Richtig, Cola war ja wegen seiner Diabetes pures Gift und dunkler Alkohol Lemmys Logik zufolge auch schädlicher als heller Alkohol. Als ich diese Lemmy-Argumentation gelesen hatte, konnte ich auch nur noch breit grinsen. Ich meine, er hatte zwischenzeitlich sogar eine kurze Phase (das war, nachdem er 2013 erstmals zusammengeklappt war), während der er auf Anraten seines Arztes auschließlich Weißwein statt harter Sachen konsumieren sollte. Allerdings wußte sein Arzt sicherlich nicht, dass das bei Lemmy dann 4-6 Flaschen Weißwein pro Tag bedeutete und da konnte er stattdessen auch genauso gut Wodka trinken. boys_lol

Den Arzt führte Lemmy ja auch immer als Argument an, wenn es um seine Einstellung zum Rauchen ging, schließlich habe der Arzt zu ihm gesagt, es könne schädlicher für seinen Körper sein, nach jahrelangem Nikotinkonsum plötzlich aufzuhören, als einfach weiterzuqalmen. Und ich glaube, das stimmt sogar tatsächlich zum Teil, weil das für einen so an Nikotin gewöhnten Körper quasi einem Schockzustand gleichkommen würde.

Außerdem entgegnete Lemmy mal auf die Frage, was er von gesunder Ernährung hielte, dass sei nichts führ ihn. Er habe es einmal im Leben mit Salat versucht und selten sei es ihm so schlecht gegangen. :mrgreen:
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#47

Beitrag: # 51589Beitrag Vertigo
05.12.2018, 16:31

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 16:22

Außerdem entgegnete Lemmy mal auf die Frage, was er von gesunder Ernährung hielte, dass sei nichts führ ihn. Er habe es einmal im Leben mit Salat versucht und selten sei es ihm so schlecht gegangen. :mrgreen:
Einfach herrlich! Lemmy wird noch lange in seinen Anekdoten weiterleben
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#48

Beitrag: # 51592Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 16:45

Viele wundern sich ja, das er trotz seines Lebenswandels so alt werden konnte. Abgesehen davon, dass er vermutlich ´ ne robuste Konstitution hat, denke ich aber auch, er ist gerade deswegen so alt geworden weil er es - Legendenbildung hin oder her - nie dermaßen übertrieben hat, dass es ihn zerrissen hätte. Wie schon gesagt, er konnte eben das Ganze kontrollieren und irgendwie damit umgehen, das ist halt nicht jedem gegeben. Wenn er wirklich so auf die Kacke gehauen hätte wie oft behauptet (und wir wissen natürlich alle, dass er kein Engel war), hätte er sich wahrscheinlich wirklich schon mit 45 die Radieschen von unten angucken können.

Da kursierte ja auch immer dieses Gerücht von den 2000 Frauen, die er angeblich gehabt hätte. Wenn Lemmy darauf angesprochen wurde, hat er das immer schlagfertig zerpflückt und genüßlich gekontert, dass es nur 1000 gewesen seien. Und dann hat er dem jeweiligen Interviewpartner immer ganz nüchtern vorgerechnet, dass diese 1000 Frauen sich auf sagen wir mal 50 Jahre verteilt hätten. Also 1000 : 50 gerechnet, macht 20 pro Jahr. Das nochmal durch 12 geteilt, macht im Schnitt 1-2 Frauen pro Monat. Also keine wahnsinnig absurde Zahl. Da schlafen viele Männer im Monat häufiger mit ihrer eigenen Frau. :biggrinn:
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#49

Beitrag: # 51593Beitrag Vertigo
05.12.2018, 16:50

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 16:45
Viele wundern sich ja, das er trotz seines Lebenswandels so alt werden konnte. Abgesehen davon, dass er vermutlich ´ ne robuste Konstitution hat, denke ich aber auch, er ist gerade deswegen so alt geworden weil er es - Legendenbildung hin oder her - nie dermaßen übertrieben hat, dass es ihn zerrissen hätte, Wie schon gesagt, er konnte eben das ganze kontrollieren und irgendwie damit umgehen, das ist halt nicht jedem gegeben. Wenn er wirklich so auf die Kacke gehauen hätte wie oft behauptet (und wir wissen natürlich alle, dass er kein Engel war), hätte er sich wahrscheinlich wirklich schon mit 45 die Radieschen von unten angucken können.

Da kursierte ja auch immer dieses Gerücht von den 1000 Frauen, die er angeblich gehabt hätte. Wenn Lemmy darauf angesprochen wurde, hat er das immer schlagfertig zerpflückt und genüßlich gekontert, dass es sogar 2000 gewesen seien. Und dann hat er dem jeweiligen Interviewpartner immer ganz nüchtern vorgerechnet, dass diese 2000 Frauen sich auf sagen wir mal 50 Jahre verteilt hätten. Also 2000 : 50 gerechnet, macht 40 pro Jahr. Das nochmal durch 12 geteilt, macht im Schnitt 3 Frauen pro Monat. Also keine wahnsinnig absurde Zahl. Da schlafen viele Männer im Monat häufiger mit ihrer eigenen Frau. :biggrinn:
Und wenn man dann die Gelegenheiten die sich einem Rockstar so bieten ins Spiel bringt, sind drei pro Monat vermutlich sogar eher wenig. Bei sagen wir mal mindestens 10 Konzerten in nem Monat wenn ne Tour läuft (in der Regel ja eher viel mehr Konzerte dann) und nach jedem Konzerten wenigstens fünf Mädels die auf dich warten, da sind drei im Monat wirklich wenig.
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Re: [REVIEW] Whitesnake - "The Purple Album" (2015)

#50

Beitrag: # 51594Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 16:51

Vertigo hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 16:50
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
05.12.2018, 16:45
Viele wundern sich ja, das er trotz seines Lebenswandels so alt werden konnte. Abgesehen davon, dass er vermutlich ´ ne robuste Konstitution hat, denke ich aber auch, er ist gerade deswegen so alt geworden weil er es - Legendenbildung hin oder her - nie dermaßen übertrieben hat, dass es ihn zerrissen hätte, Wie schon gesagt, er konnte eben das ganze kontrollieren und irgendwie damit umgehen, das ist halt nicht jedem gegeben. Wenn er wirklich so auf die Kacke gehauen hätte wie oft behauptet (und wir wissen natürlich alle, dass er kein Engel war), hätte er sich wahrscheinlich wirklich schon mit 45 die Radieschen von unten angucken können.

Da kursierte ja auch immer dieses Gerücht von den 1000 Frauen, die er angeblich gehabt hätte. Wenn Lemmy darauf angesprochen wurde, hat er das immer schlagfertig zerpflückt und genüßlich gekontert, dass es sogar 2000 gewesen seien. Und dann hat er dem jeweiligen Interviewpartner immer ganz nüchtern vorgerechnet, dass diese 2000 Frauen sich auf sagen wir mal 50 Jahre verteilt hätten. Also 2000 : 50 gerechnet, macht 40 pro Jahr. Das nochmal durch 12 geteilt, macht im Schnitt 3 Frauen pro Monat. Also keine wahnsinnig absurde Zahl. Da schlafen viele Männer im Monat häufiger mit ihrer eigenen Frau. :biggrinn:
Und wenn man dann die Gelegenheiten die sich einem Rockstar so bieten ins Spiel bringt, sind drei pro Monat vermutlich sogar eher wenig. Bei sagen wir mal mindestens 10 Konzerten in nem Monat wenn ne Tour läuft (in der Regel ja eher viel mehr Konzerte dann) und nach jedem Konzerten wenigstens fünf Mädels die auf dich warten, da sind drei im Monat wirklich wenig.
Ich habs gerade korrigiert, hatte es selber durcheinandergebracht - es war genau anders herum, nicht 2000 sondern nur 1000 Frauen. Also noch weniger pro Monat. Aber es war immer schön zu lesen, wenn Lemmy mit solchen Märchen aufräumte.

Ich glaube, am meisten hat er sich sowieso fĂĽr seine Spielautomaten interessiert. :biggrinn:
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#51

Beitrag: # 51603Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2018, 18:30

Schön, wie wir heute mal wieder von einem ins andere gekommen sind und die Reise von Gillan und Blackmore aus angetreten haben, dann einen Haken über Bonnet geschlagen haben, um schließlich bei Lemmy zu landen. ;)
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.

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