[REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

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[REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4465Beitrag Oracle
20.07.2017, 22:30

- - - - - - - - BaROCK trifft moderne Klang-Architektur - - - - - - - -
Jon Anderson: vocals, harp
Steve Howe: steel guitar, acoustic and electric guitars, vachalia, pedal steel guitar, vocals
Chris Squire: bass, vocals
Rick Wakeman: keyboards, Polymoog Synthesizer, church organ
Alan White: drums, percussion, tuned percussion

Additional personnel:
Ars Laeta of Lausanne – Chor auf "Awaken"
Richard Williams Singers – Chor auf "Awaken"

Produktion:
John Timperley – recording engineer
David Richards – assistant recording engineer
Sean Davis – disc cutting
Paul Van Der Sonckheyd – disc cutting
George Hardie – graphics
Alex Grob – inner spread photography
Jaques Straessle – inner spread photography
Hipgnosis – sleeve design, photography
Roger Dean – Yes logo design
Brian Lane – executive producer

Studio: Mountain Studios, Montreux, Schweiz
Atlantic Records
Veröffentlichung: 7. Juli 1977
Alle Tracks wurden arrangiert and produziert von Jon Anderson, Steve Howe, Chris Squire, Alan White und Rick Wakeman
Aufgenommen: Mountain Studios, Montreux, Schweiz

Bild

1. Going for the One [Anderson] (5:30)
2. Turn of the Century [Anderson/Howe/White] (7:58)
3. Parallels [Squire] (5:52)
4. Wonderous Stories [Anderson] (3:45)
5. Awaken [Anderson/Howe] (15:38)


Das Artwork zum achten Yes-Album lässt erahnen, dass die Band einen symbolträchtigen Einschnitt in ihrer Musikarchitektur vollzogen hat.
Zum ersten Mal seit Fragile verzichten YES auf die Cover-Künste von Roger Dean und beauftragen Hipgnosis.
Wie die Century Plaza Towers in Los Angeles wird Going for the One durch klare Linien, geometrisch definierte Höhen und monumentaler Form geprägt.

Nach dem 74er Höhepunkt „Relayer“ und den Aufnahmen zu „Going for the One“ gab es 3 bedeutende Ereignisse für YES.

1. Patrick Moraz verließ die Band und Rick Wakeman schloss sich erneut der Gruppe an, in die er nie wieder zurückkommen wollte.
2. Alle YES-Musiker hatten sich mit Solo-Alben eine eigene Existenz und einen kreativen Ausgleich geschaffen.
3. Die Ankunft der Sex Pistols löste ein neues Rock-Zeitalter aus.

Plötzlich waren YES nicht mehr die neue Sensation, sondern in die Jahre gekommene Altrocker.
Nach dem Triumph der „1976 Solo Albums Tour“ traf sich die Band im September 1976 im Steuerexil Schweiz, in Montreux am Genfer See.
Der Verlauf der Sessions war für Patrick Moraz musikalisch unbefriedigend und auch die Band nabelte sich von ihm ab.
Eine bittere Erfahrung für Patrick, denn er hatte viele Ideen beigesteuert.
Brain Lane der YES Manager, der gleichzeitig Manager von Rick Wakeman war, stellte den Kontakt her.
Zunächst sollte Rick als Sessionmusiker mitarbeiten, war aber schnell "Feuer und Flamme" für die neuen Songs.
Kurz: Moraz war draußen, Wakeman drin.

Der Zeitgeist hatte auch bei YES Veränderungen bewirkt.
Zunehmend setzten sich die Kräfte der Kommerzialisierung durch.
Es entwickelten sich die Fronten zwischen der Punkbewegung und saturierten Rockgöttern.
Der Anspruch, aufwendige Musikwerke zu komponieren, konnte nicht widersprüchlicher der gesellschaftlichen Situation der Punks sein.
Die Punks sprachen und waren eins mit ihrem Publikum, während die etablierten Acts allenfalls zu ihren Verehrern herabsprachen.

Rick Wakeman verzichtet auf den Einsatz von Mellotron und Hammond-Orgel.
Der Polymoog Synthesizer hält Einzug und drückt der YES Musik einen neuen Soundstempel auf.
Parallels und Awaken nahm Rick auf der Kirchenorgel in der Kirche von Vevey (St. Martin) auf.
Dafür wurde er via Telefonleitung mit dem Studio verbunden und die Stücke live im Studio eingespielt.

Die Texte bekamen zunehmend Erzählcharakter, man wollte nichts mehr entschlüsseln sondern klare Botschaften.

1. Going for the One [Anderson] (5:30)

Das Stück ist bereits 1974/75 entstanden und unterscheidet sich durch das rasende Tempo und die eingängige 5-Minuten-Struktur wesentlich von den YESSongs der letzten Jahre.
Der einzige YES-Track den Howe ausschließlich auf der Pedal-Steel-Gitarre spielt, wird von einer Rock’n’Roll Haltung geprägt.
Rick fügt ein hämmerndes Honky Tonk-Piano hinzu.
Im Text geht es um sportliche Wettkämpfe und wie beim durchlaufen einer Zielschnur endet der Track in einem hymnischen Chorgesang.
GftO ist der schnellste YES-Song überhaupt und ein wahnsinns Albumopener.

2. Turn of the Century [Anderson/Howe/White] (7:58)

Der Text von Turn of the Century bezieht sich auf den antiken Pygmalion mythos und die Oper La Bohème.
Der Gesang zieht einen in seinen Bann, ist sehr visuell und die Wörter erschaffen Szenen von figurativen Skulpturen.
Ein Paradebeispiel, wie YES es schaffen, musikalisch, Bilder zu malen.
Alan White hat großen Anteil an der Entstehung von Turn of the Century und viele Ideen beigetragen.
Gitarenklänge wie kristallklare Gebirgsbäche führen durch die komplexe Komposition, die sich dynamisch ständig steigert.
Live wurde das Stück selten aufgeführt, da es ohne Rhytmusstrukur sehr schwierig zu spielen war.
Einer dieser heiligen YES-Momente!

3. Parallels [Squire] (5:52)

Chris Squire hatte diesen Song von den Arbeiten zu seinem Solo-Album „Fish out of Water“ übrig.
Das tragende Element ist hier die Kirchenorgel die dem Stück eine barocke Stimmung verleiht.
Erst durch die Bassline von Chris und der aufbrausenden Gitarre von Steve wird ein YES Song daraus.
Steve setzt hier untypischerweise eine Stratocaster ein, die er klar und strahlend spielt.
Der Unisono Gesang von Anderson/Squire zählt für mich zu den gelungensten Gesangsbeiträgen die sie gemeinsam bestreiten.
Mit dem finalen Gitarren-Solo wird ein YES-typisches Instrumentalfeuerwerk abgebrannt.

4. Wonderous Stories [Anderson] (3:45)

Wonderous Stories ist der kompakteste Song seit Long Distance Runaround.
Jon Anderson zeigt sich hier, von seiner Seite, als Singer/Songwriter.
Steve entfacht mit seiner Vachalia , die wir von Your Move kennen, Folkintensität.
Polymoog Synthesizer heißt ein neues Instrument aus der Moog-Schmiede, das Rick hier zum niederknien in Szene setzt.
Nach Rick's Solo beginnt der schönste Harmony-Gesangsteil aller Zeiten.
Farben leuchten, Synth-Streicher schwelgen.
Bei vielen Progfreunden ist Wonderous Stories aufgrund seiner Eingängikeit nicht so beliebt.

5. Awaken [Anderson/Howe] (15:38)

Mit Awaken schufen YES, möglicherweise, ihren besten Longtrack, zumindest was Steigerung und Spannungsaufbau der Komposition betrifft.
Die kosmischen Lyrics stellen einen Höhepunkt im Yesschen Schaffen dar.
Andersons Gesang erstrahlt in Tonlagen, die es eigentlich gar nicht gibt (zumindest nicht auf dieser Welt!)
Kein anderer Rocksong nahm je eine ähnliche spirituelle Gestalt an.
Die Songarchitekten waren Jon und Steve gemeinsam, dennoch muß man hier eine besondere Gemeinschaftsleistung der ganzen Band würdigen.
Auch Patrick Moraz sollte erwähnt werden, den man nach seinem Ausstieg fallen ließ.
Rick rollt einen samtigen Keyboardteppich für Jons Stimme aus -dem Himmel ziemlich nah-.
Howes Gitarrenlinien klingen östlich-indisch was wohl auch zum Arbeitstitel ‘Eastern Numbers’ führte.
In rasantem Tempo überrollen und überschlagen sich Gitarrenlinien, Soli auf der Pfeifenorgel und komplizierte Rhytmusmuster.
Bei Minute 7 beginnt ein Improvisationsteil der in meditativer Ruhe Pfeifenorgel, Harfe und Perkussion korrespondieren lässt.
Ausufernd, voller Spielerei und abgedrehter Rhythmik steigert sich das Stück zur akustischen Himmelfahrt in den ProgOlymp.
Zum Finale blitzen Steelguitar und Orgel wie Streiflichter auf.
Der Sound zieht unendliche, sphärische, glühende Spiralen.
Ein Traum, der nie enden will. Halleluja!

Abgesehen vom Longtrack „Awaken“ gibt es auf GftO keine langen Instrumentalstrecken mehr.
Die Hinwendung zu kompakten Stücken wie Going for the One, Parallels und Wonderous Stories kommt dem allgemeinen Trend in der Rockmusik entgegen.
Das Album ist wesentlich zugänglicher als seine Vorgänger und gerade das macht GftO so beliebt.

Bis heute gilt es Vielen (darunter Yes-Sänger Jon Anderson) als gelungenstes Yes-Stück.
Going for the One (Atlantic K 50379) erreichte Platz 1 in den englischen Charts und Platz 8 in den USA.
Wonderous Stories etablierte sich in den Singlecharts und lief oft im Radio.

Moraz erhielt für seine musikalischen Beiträge zu Going for the One kein Geld.
Das führte zu einigen rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen ihm und der Band.
So geht etwa die Akkordfolge am Beginn von Awaken allein auf Moraz zurück.
Deshalb findet man den Part -ganz ähnlich gespielt- auf dem Track "Time for a Change" auf seinem Soloalbum Out in the Sun (1977).
Die Aufnahmen zogen sich über 6 Monate in Montreux hin.
Mehr als 1 Mio. $ hat die Produktion verschlungen aber es hat sich gelohnt!
Kirchenorgel-Rocker

Auch wenn der Sound einer Kirchenorgel elektronisch simuliert werden kann
ist die sakrale Stimmung einer echten Kirchen-Pfeifenorgel, nicht zu erreichen.
Rick Wright war der erste Rockmusiker, der sich 1969 an die Royal Festival Hall Organ wagte.
Keith Emerson nahm 1970 Teile für 'The Three Fates' dort auf,
was auf dem ELP-Debutalbum veröffentlicht wurde.
Rick Wakeman konnte es kaum erwarten ihrer Idee zu folgen und spielte 1972
den „I get up I get down“-Part in der St. Giles, Cripplegate Church –London- ein.
Für die Aufnahmen von Awaken und Parallels wählte Rick die Saint Martins Kirche
in Vevey ca. 15 Autominuten vom Studio entfernt.
Mit einer Telefonleitung war Rick von der Orgel mit dem Studio verbunden.
Die einzelnen Passagen wurden in Echtzeit mit der Band im Studio aufgenommen.
Jon Anderson war auch in der Kirche dabei und hat Rick mit seiner Harfe begleitet.
Ausschnitte von diesen Sessions sind unter dem Titel Vevey Part 1 & 2 zu hören.

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Vertigo
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4469Beitrag Vertigo
21.07.2017, 07:29

Sehr schöne Rezi, Andreas! Und es ist ein ganz besonderes Album geworden. "Turn Of The Century" und "Awaken" sind definitiv in meiner Yes-Top 10 vertreten. "Wonderous Stories" find ich nicht minder schön. Ich mußte mich anfangs eigentlich nur mit "Going For The One" anfreunden. Und seltsam, zu "Parallels" hab ich immer keine Erinnerung. Keine schlechte keine gute, der Song scheint mir immer durchzurutschen und vermutlich hätte ich ihn dir auch gar nicht nennen können, wenn du mich nach den Songtiteln des Albums gefragt hättest.

"heiliger Yes-Moment", in der Tat, meine beiden Songs hier strahlen das aus. Beide sind so erfüllt von Spiritualität, dass ich in manchen Momenten wenn ich die höre mit den Tränen kämpfe, so anrührend sind die. "Awaken" dazu ist schlicht ein Monster von einem Song was Aufbau, Steigerung, Dramatik und Erhabenheit angeht.

Weiß man näheres was den Moraz gestört hat oder umgekehrt bei den gemeinsamen Arbeiten?
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4471Beitrag nixe
21.07.2017, 08:48

THX Oracle!
Eins der schönsten Alben von Yes, da muß ich Vertigo Recht geben! Natürlich sind auch meine HighLights Awaken & Turn of the Century & Going for the One nervt sogar ein bißchen.
Zurück zu Turn of the Century: dieser an die Gitarre angepaßter Gesang, was habe ich daran zu knuppern gehabt & jetzt im Zeichen der expandet CDs, wo es mit normalem Gesang auch zu hören ist, kann ich mit der Normalen Version nix mehr anfangen! So ändern sich die Zeiten.
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4472Beitrag Vinyl
21.07.2017, 09:37

Eine ganz tolle Rezi. Vielen Dank. Macht Spaß und Lust die Platte am Wochenende aufzulegen! Wird mit "Parallels" nicht auch die Yesshows eröffnet?

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Vertigo
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4473Beitrag Vertigo
21.07.2017, 11:03

Schwarzwurst hat geschrieben:
21.07.2017, 09:37
Eine ganz tolle Rezi. Vielen Dank. Macht Spaß und Lust die Platte am Wochenende aufzulegen! Wird mit "Parallels" nicht auch die Yesshows eröffnet?
Ups....echt? :oops:

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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4484Beitrag Vinyl
21.07.2017, 13:24

Vertigo hat geschrieben:
21.07.2017, 11:03
Schwarzwurst hat geschrieben:
21.07.2017, 09:37
Eine ganz tolle Rezi. Vielen Dank. Macht Spaß und Lust die Platte am Wochenende aufzulegen! Wird mit "Parallels" nicht auch die Yesshows eröffnet?
Ups....echt? :oops:

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Schau hier https://www.discogs.com/Yes-Yesshows/master/35481

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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4490Beitrag Vertigo
21.07.2017, 15:01

Schwarzwurst hat geschrieben:
21.07.2017, 13:24
Vertigo hat geschrieben:
21.07.2017, 11:03
Schwarzwurst hat geschrieben:
21.07.2017, 09:37
Eine ganz tolle Rezi. Vielen Dank. Macht Spaß und Lust die Platte am Wochenende aufzulegen! Wird mit "Parallels" nicht auch die Yesshows eröffnet?
Ups....echt? :oops:

...wo ich die doch sehr gern mag...
Schau hier https://www.discogs.com/Yes-Yesshows/master/35481
Ich hab wahrscheinlich die Nadel des CD-Players immer erst beim zweiten Stück eingesetzt :oops: :mrgreen:
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4620Beitrag Oracle
23.07.2017, 22:27

Vertigo hat geschrieben:
21.07.2017, 07:29
Weiß man näheres was den Moraz gestört hat oder umgekehrt bei den gemeinsamen Arbeiten?
Dazu äußern sich die beteiligten Herren unterschiedlich.
Moraz prägte den schönen Spruch über YES mit "The Carnival of Egos"
Jon Anderson störte die zunehmend dominierende Rolle von Moraz, der nicht auf die Wünsche der Band einging.
Die Band war allgemein von Moraz genervt und mit einigen Keyparts war man unglücklich.
So kam die Idee, Wakeman als Sessionmusiker für einige Parts zu holen.
Der war von dem neuen Material hell begeistert und freundete sich zunehmend mit Anderson an, Seither sind sie dicke Kumpel.
Moraz sah sich zunehmend auf dem Abstellgleis und zog seine Konsequenzen, wohl-wissend, dass die Rückkehr von Wakeman nur eine Frage der Zeit war.
Aber wie gesagt, über die Jahrzehnte gibt es unterschiedliche Stories dazu.

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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4625Beitrag nixe
24.07.2017, 07:56

Ich hatte mal gelesen, das sich Steve & Patrick nicht gut verstanden & Chris sagte auf einer DVD, das niemand bei Yes gefeuert wurde! Nur bei Patrick bin ich mir da nicht so sicher?
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4635Beitrag Vertigo
24.07.2017, 09:29

Also wie meistens bei Yes, alles im Nebel irgendwo verschwommen. Aber den "Carnival Of Egos", den glaub ich sofort. Braucht man sich ja nur den weiteren Werdegang von Yes anschauen
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4652Beitrag nixe
24.07.2017, 12:06

Vertigo hat geschrieben:
24.07.2017, 09:29
Also wie meistens bei Yes, alles im Nebel irgendwo verschwommen. Aber den "Carnival Of Egos", den glaub ich sofort. Braucht man sich ja nur den weiteren Werdegang von Yes anschauen
Wo bei Anderen StarAllüren nachlassen, fangen sie hier erst richtig an!
Musik hat die Fähigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4655Beitrag Vertigo
24.07.2017, 14:28

nixe hat geschrieben:
24.07.2017, 12:06
Vertigo hat geschrieben:
24.07.2017, 09:29
Also wie meistens bei Yes, alles im Nebel irgendwo verschwommen. Aber den "Carnival Of Egos", den glaub ich sofort. Braucht man sich ja nur den weiteren Werdegang von Yes anschauen
Wo bei Anderen StarAllüren nachlassen, fangen sie hier erst richtig an!
Ganz genau, je schlechter Yes' Musik wurde, desto größer ihre Allüren doch zu den Größten immer noch zu gehören
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4667Beitrag nixe
24.07.2017, 17:35

Vertigo hat geschrieben:
24.07.2017, 14:28
nixe hat geschrieben:
24.07.2017, 12:06
Vertigo hat geschrieben:
24.07.2017, 09:29
Also wie meistens bei Yes, alles im Nebel irgendwo verschwommen. Aber den "Carnival Of Egos", den glaub ich sofort. Braucht man sich ja nur den weiteren Werdegang von Yes anschauen
Wo bei Anderen StarAllüren nachlassen, fangen sie hier erst richtig an!
Ganz genau, je schlechter Yes' Musik wurde, desto größer ihre Allüren doch zu den Größten immer noch zu gehören
Besser hätt ich es auch nicht in Worte fassen können, THX.
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4692Beitrag AusDemWegIchBinArzt
24.07.2017, 21:06

Nun ja, um es kurz zu machen - eine meiner Top 5-Yes-Scheiben, die mir über die Jahre auch immer mehr ans Herz gewachsen ist. Und sehr schön geschrieben natürlich auch, die Rezi. :D
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.



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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4693Beitrag Oracle
24.07.2017, 21:17

nixe hat geschrieben:
24.07.2017, 17:35
Vertigo hat geschrieben:
24.07.2017, 14:28
nixe hat geschrieben:
24.07.2017, 12:06


Wo bei Anderen StarAllüren nachlassen, fangen sie hier erst richtig an!
Ganz genau, je schlechter Yes' Musik wurde, desto größer ihre Allüren doch zu den Größten immer noch zu gehören
Besser hätt ich es auch nicht in Worte fassen können, THX.
Wobei der Abnabelungsprozess von Moraz nicht unbedingt was mit Allüren zu tun hatte.
Patrick sagte wörtlich (1991) "I eventually left YES because it was like a big Festival (nicht Carnival wie ich schrieb) of egos.
I was not fired as such".
Es gab wohl auch Kommunikationsprobleme zwischen Anderson / Howe und Moraz, der zwar viel komponierte aber nicht auf die Vorstellungen der Band einging.
Patricks Parts klangen düster, Jon und Steve wollten aber eine feierliche Stimmung erzeugen.
Wakeman schrieb das dann in Dur um, mit Moraz wäre Awaken ein ganz anderes Stück geworden.
Ein weiterer Grund war, dass Brain Lane der sowohl YES als auch Wakeman managte, Rick wieder bei YES haben wollte.
Zum einen erregte das Aufmerksamkeit für YES, zum anderen war Rick hoch verschuldet, da er mit seinen Riesenshows ein Haufen Miese machte.
Solange Wakeman bei YES war, kam er schon nicht auf dumme Gedanken um weitere Megaevents zu planen.

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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4717Beitrag Vertigo
25.07.2017, 08:15

Moraz hat "Awaken" aber nie selber irgendwo aufgenommen oder gespielt nehm ich an? Tät mich nämlich interessieren wie er das interpretieren würde
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Re: [REVIEW] Yes - Going For The One (1977)

Beitrag: # 4754Beitrag Oracle
25.07.2017, 10:56

Vertigo hat geschrieben:
25.07.2017, 08:15
Moraz hat "Awaken" aber nie selber irgendwo aufgenommen oder gespielt nehm ich an? Tät mich nämlich interessieren wie er das interpretieren würde
Akkorde und Meldiefolgen hat er bei diesen Stücken verarbeitet:

Time for a Change [Album: Out of the sun]
...das Intro von Awaken.
Temples of Joy [Album: Patrick Moraz]
...das Finale von Awaken.


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