NWOBHM: Bekannte & unbekannte Highlights (mit Hörbeispielen)

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Re: NWOBHM: Bekannte & unbekannte Highlights (mit Hörbeispielen)

#176

Beitrag: # 50081Beitrag AusDemWegIchBinArzt
18.11.2018, 10:54

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Vertigo hat geschrieben:
18.11.2018, 10:09
Wie kamst jetzt auf Omega? Über die Band bin ich gestern das erstemal gestolpert, weil ich mal wieder bei Eclipsed im Forum gelesen hatte und jemand beim Saracen-Thema Omegas "The Prophet" Album erwähnte. Die hab ich dann auf die Liste gesetzt, klingt mir interessant
Echt ? Ha ha, scheint ja beim Eclipsed doch noch Leute mit Geschmack zu geben... :yahoo: ......da muß ich auch gleich mal reingucken.
Nee, ich hatte die "The Prophet" gestern abend in der Hand und hatte Lust, sie mal wieder zu hören. Und da dachte ich mir: Fein, das kann
ich doch gleich noch im NWOBHM-Thread unterbringen. :roll: ;)

Aber ein schöner Zufall. Und die ist wirklich empfehlenswert. Am sinnvollsten ist es wahrscheinlich, wenn Du Dir die Neuauflage von High Roller zulegst. Vor allem ist die auch problemlos erhältlich. Und Alex war da für die Neugestaltung des Artworks zuständig.... :roll:
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.



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Re: NWOBHM: Bekannte & unbekannte Highlights (mit Hörbeispielen)

#177

Beitrag: # 51098Beitrag AusDemWegIchBinArzt
01.12.2018, 16:34

116.) RANKELSON

Über Rankelson sind nicht übermäßig viele Informationen bekannt. Fest steht nur, dass die obskure Truppe aus Cardiff (Wales) stammte und erst relativ spät auf den Plan trat. Als Gründungsdatum ist 1984 vermerkt, als die Hochphase der NWOBHM bereits vorbei war.

Somit gehören Rankelson zur kleineren zweiten Welle, die nicht mehr die gleichen Ausmaße erreichte und zudem deutlichen Gegenwind durch die härteren Bands aus Übersee bekam, wie Metallica, Slayer, Exodus und Co., die fortan den Ton in Sachen harten Metalls angaben.

Bereits 1988 lösten sich Rankelson wieder auf, hatten es aber innerhalb dieser vier Jahre immerhin geschafft, zwei Longplayer aufzunehmen und unter das dürstende Rockervolk zu schmeißen, wenn auch gleichwohl mit bescheidenem Erfolg.

Der erste, "Hungry For Blood", erschien 1986 bei Ebony und der Nachfolger "The Bastards Of Rock´ n´ Roll" ein Jahr später ebenfalls, wobei angemerkt werden muß, dass die Klitsche Ebony, nach Neat und Heavy Metal Records immerhin der drittgrößte Spezialist unter den NWOBHM-Indies, zu dieser Zeit bereits aus dem letzten Loch pfiff.

Optisch hielten sich die Jungs von Rankelson an eine gewisse Glam-Optik, mit wilden Frisuren, Kajal, Schminke, Leder und viel Bling-Bling. Musikalisch ist das aber ganz solider, melodiöser Heavy Metal der eingängigeren Sorte, dem auch Keyboards nicht fremd sind.

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Re: NWOBHM: Bekannte & unbekannte Highlights (mit Hörbeispielen)

#178

Beitrag: # 55601Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.01.2019, 19:57

117.) VOLTZ

Voltz kamen aus der südenglischen Hafenstadt Portsmouth und wurden 1979 von den Brüdern Gary und Glen Leinster zunächst als Coverband gegründet, hervorgegangen aus den Überresten einer anderen Formation namens Airline.

Relativ schnell verlegte man sich jedoch, nachdem man von Quintett- auf Quartettgröße geschrumpft war, auf das Schreiben von eigenem Songmaterial, während man parallel dazu fleißig diverse Liveauftritte absolvierte.

Die Band konnte sich somit recht zügig einen zumindest lokalen Bekanntheitsgrad erspielen und fand sogar Erwähnung in den örtlichen Medien. So nahm man alsbald auch ein Demo auf, welches auf durchweg wohlwollende Resonanz stieß. Doch ehe man sich versah, hatten sich Voltz Anfang 1981 bereits wieder aufgelöst.

Irgendwann im Laufe des Jahres taten sich die Brüder Leinster aber wieder zusammen und bastelten in Eigenregie weiter an Songs, an denen sie bereits zu Voltz-Zeiten gearbeitet hatten. Auch neue Lieder wurden geschrieben - das alles jedoch, ohne zunächst einen Gedanken an eine Neuformierung der Band zu verschwenden.

Erst Ende 1981 wurden Voltz dann mit neuer Besetzung reaktiviert, aber schon noch kurzer Zeit kehrten an Bass und Gitarre die Originalmitglieder aus dem ersten Line-Up zurück. Durch die Aufnahme eines weiteren Demos konnte man schließlich einen Plattendeal mit der ominösen Firma Airship Records einsacken, was den Jungs ermöglichte, endlich eine richtige LP einspielen zu können. Diese erschien Mitte 1982 unter dem Titel "Knight´s Fall".

Sogar die altehrwürdige BBC - gut, das mit dem "ehrwürdig" ist so eine Sache, wenn man das jahrelang totgeschwiegene, hausinterne Problem Jimmy Savile betrachtet - ließ es sich nicht nehmen, Songs des Albums im Radioprogramm zu spielen.

Durch die Radiopromotion und die recht guten Verkäufe des Albums konnte die Band es sich erlauben, weitere Konzerte zu spielen und ihren Bekanntheitsgrad auch überregional auszudehnen. U.a. spielte man sogar im Londoner Marquee oder im Hammersmith, teilweise zusammen mit Grand Prix, der damaligen Band der heutigen Uriah Heep-Mitglieder Bernie Shaw und Phil Lanzon.

Kaum zu glauben, aber nicht nur in England, sondern auch in Resteuropa lief es für die Band ganz ordentlich. Schließlich wurde sogar ein französisches Label mit unaussprechlichem / unmerkbarem Namen auf Voltz aufmerksam, wo man 1983 schlußendlich einen Deal unterzeichnete. Man spielte einige Konzerte in Frankreich und stellte vor allem flugs neues Material zusammen, um ein weiteres Album aufnehmen zu können. Doch aus unerfindlichen Gründen kündigte das Label den Deal vorzeitig wieder auf, so dass es nie zu einer Veröffentlichung der neuen Songs kam.

Zurück in England dümpelte die Band noch eine Weile mehr schlecht als recht vor sich hin und mußte sich schließlich sogar noch eine Art Zwangspause verordnen, da Sänger Glen Leinster zu einer Stimmband-OP ins Krankenhaus mußte und länger aus dem Verkehr gezogen war.
Irgendwie hatte es sich dann damit aber auch erledigt und aus der Pause wurde schließlich das Ende der Band.

Musikalisch pflegten Voltz einen typischen NWOBHM-Sound....energetisch, rau und oft düster, mit erkennbaren Einflüssen beispielsweise von Black Sabbath oder Quartz, aber auch von frühen Rush, was sich in den oft progressiveren Strukturen bemerkbar macht.

Definitiv einer der gehaltvollsten Geheimtips der NWOBHM !



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Re: NWOBHM: Bekannte & unbekannte Highlights (mit Hörbeispielen)

#179

Beitrag: # 55603Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.01.2019, 20:33

118.) CHASAR

Habe ich in diesem Thread noch gar nichts zu einer meiner liebsten NWOBHM-Truppen überhaupt geschrieben ? Das verstehe, wer will. :shock:
Nun gut, hole ich es hiermit nach. Vorhang auf für: Chasar ! :yahoo:

Sehr viel ist über die Band eigentlich nicht bekannt. Lediglich, dass es sich um ein Trio handelte, welches aus Schottland stammte und ursprünglich von 1982 bis 1988 existierte. Dass Chasar eine der funkelndsten Perlen unter der Sonne sind, die verdammt nochmal viel mehr Beachtung verdient gehabt hätte, das sei an dieser Stelle zudem auch noch mal nachdrücklich betont !

Die musikalische Qualität und das instrumentale Niveau der einzigen, für NWOBHM-Verhältnisse im Jahr 1985 bereits etwas verspätet erschienenen Chasar-LP (zuvor hatte es die Songs bereits 1983 in geringer Auflage auf Kassette gegeben) sind geradezu umwerfend gut !

Müßte man das Ganze innerhalb des recht weit greifenden NWOBHM-Kontextes stilistisch präziser einordnen, könnte man vielleicht von einem Epic-Prog-Heavy Metal-Sound sprechen.

Die progressiven Wurzeln der Band sind auf jeden Fall sehr umfasssend und deutlich erkennbar, man hört deutliche Einflüsse von Rush, die ja im Übrigen ebenso wie Chasar als Trio agierten.

Aber es tauchen auch feine Reminiszenzen an andere Bands wie etwa Genesis auf, was Chasar schon mal ein Alleinstellungsmerkmal verleiht und von anderen Bands der NWOBHM auf sehr eigenständige Art und Weise abhebt. Vieles klingt sehr episch und luftig, dabei von verspielter Komplexheit angetrieben ("Underground"; "Visions Of Time"; "Kings"), aber die Band kann auch bei straighteren Nummern ("Deceiver") restlos überzeugen.

Manches wirkt in Art und Ausführung ansatzweise auch wie ein englisches Äquivalent zu gewissen US-Kauzmetal-Kapellen. Auf jeden Fall ist die selbstbetitelte Debüt-LP ein Knaller vor dem Herrn und einer der musikalisch besten, stimmigsten Releases der gesamten NWOBHM-Periode, jedoch seinerzeit ungerechterweise gnadenlos untergegangen.

1987 wurde "Chasar" von der belgischen Firma Mausoleum Records noch einmal neu aufgelegt, mit anderem Artwork und zu "Gypsy Roller" umtituliert, aber mit ansonsten identischer, unveränderter Tracklist. Diese Version ist auch nicht gerade leicht zu finden, dürfte im Bedarfsfall aber einfacher zu bekommen sein als die ursprüngliche Version des Albums von 1983/85.

Seit etwa 2009 gibt es die Band übrigens wieder, allerdings trat sie seitdem nur sporadisch auf dem Livesektor in Erscheinung. Neues Material ist bislang Fehlanzeige.






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Re: NWOBHM: Bekannte & unbekannte Highlights (mit Hörbeispielen)

#180

Beitrag: # 56084Beitrag AusDemWegIchBinArzt
09.01.2019, 23:46

119.) BLITZKRIEG

Blitzkrieg sind zweifellos eine der stilprägendsten Bands innerhalb der NWOBHM, auch wenn sie vom kommerziellen Erfolg her betrachtet nie zu den großen Hausnummern gehörten. Musikalisch einflußreich waren und sind sie dennoch, denn ohne Bands wie Blitzkrieg hätte es nachfolgend hervorgegangene Genres wie Speed-und Thrash Metal wohl kaum in der uns bekannten Form gegeben.

Nicht umsonst haben Metallica auf ihrer "Garage Inc."-Coverscheibe der Band die Ehre erwiesen und eine Version der Bandhymne "Blitzkrieg" aufgenommen (neben Songs von u.a. Holocaust, Budgie oder Diamond Head).

Gegründet wurde die Band jedenfalls 1980 in Leicester und nach einem im gleichen Jahr aufgenommenen Demo konnte relativ schnell ein Deal mit Neat Records, quasi das Wohnzimmer vieler NWOBHM-Bands, eingetütet werden. So konnte bereits nach kurzer Zeit die 7"-Single "Buried Alive" aufgenommen werden, auf deren B-Seite sich das besagte, später von Metallica gecoverte "Blitzkrieg" befindet.

Man gab etliche Konzerte quer durch das Vereinigte Königreich und nahm anschließend mit "Inferno" einen weiteren Song auf, der dann auf der Neat-eigenen "Lead Weight"-Compilation landete. Bitches Sin, Venom, White Spirit oder Raven waren weitere Bands auf diesem legendären Sampler.

Danach hätte man eigentlich, da man sich ja auf einem vielversprechenden Weg befand, weitermachen und theoretisch auch die Debüt-LP einspielen können. Aber irgendwie war der Wurm drin, so dass sich Blitzkrieg stattdessen bereits Ende 1981 wieder auflösten.

Sänger Brian Ross, einer der hyperaktivsten Köpfe der NWOBHM, gründete zunächst Avenger, sang dann kurz für Satan und fand nebenbei noch Zeit, seine Lone Wolf-Scheibe einzuspielen, deren Songs vermutlich Überreste seiner anderen Betätigungsfelder waren, die er nicht einfach in der Schublade versauern lassen wollte. Durch die starke stilistische Überschneidung ist das naheliegend.

Parallel zu den anderen Aktivitäten fanden sich Blitzkrieg dann aber doch irgendwie wieder zusammen und konnten schließlich doch mit den Aufnahmen zu einer Debüt-LP beginnen, die nun statt etwa 1981 eben erst 1985 erschien. Das Werk, "A Time Of Changes" betitelt, gehört ohne Untertreibung in die Kategorie essentieller NWOBHM-Alben, trotz des eher späten Erscheinungsdatums.

Danach folgten über die Jahre unzählige Umbesetzungen. Die Zahl der Leute, die seitdem bei Blitzkrieg gespielt haben, ist fast unüberschaubar. Eine der wenigen Konstanten bis zum heutigen Tage blieb lediglich Brian Ross.

Die Band nahm in mehr oder weniger großen Abständen immer wieder Alben unterschiedlicher Qualität auf, machte Tourneen oder trat auf Festivals (z.B. in Wacken) auf, legte aber zeitweise auch längere Pausen ein, die der umtriebige Brian Ross für seine anderen Projekte nutzte. Heute ist er hauptsächlich sowohl mit Blitzkrieg als auch mit Satan tätig. Und beide Bands haben aktuell auch sehr gute, frische Scheiben am Start und sind durchaus ernstzunehmende Konstanten in der gegenwärtigen Hartmetall-Welt.




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Re: NWOBHM: Bekannte & unbekannte Highlights (mit Hörbeispielen)

#181

Beitrag: # 56359Beitrag AusDemWegIchBinArzt
12.01.2019, 21:50

120.) CRYER

Zu den großen Unbekannten der NWoBHM zählen auch Cryer aus Birmingham, über die es, wie so oft, nicht übermäßig viele Informationen gibt.
Fest steht nur, das die Gruppe als Sextett unterwegs war und bereits 1974 gegründet wurde, also zu den ganz frühen Vertretern zählt, in dessen
Anfangsjahren der Terminus NWoBHM überhaupt noch nicht existierte.

Musikalisch wurde durchaus gehaltvolles geboten und zudem gehörten Cryer zu den wenigen Bands in diesem Segment, die zusätzlich zur Gitarrenpower auch auf Synthesizer setzten, was damals im härteren Bereich eher eine Ausnahme war.

Stilistisch erinnerte die Band teilweise an eine härtere, düsterere und rauere Ausgabe von Magnum und 1980 ergab sich dann sogar die Möglichkeit,
eine 7"-Single aufzunehmen, welche sinnigerweise als, äh, "The Single" betitelt war und 2 Stücke enthielt.

Obwohl Cryer sogar noch mit einem Song auf dem MCA-Sampler "Brute Force" landeten und bei der landesweit bekannten "BBC Friday Rock Show" von Tommy Vance spielen durften, war ihnen kein Glück auf breiterer Ebene beschieden.

Um 1983 herum brach die Gruppe schließlich auseinander, erlebte wenig später allerdings nochmal eine kurze Wiederauferstehung unter dem Namen Force. Unter diesem Namen wurde dann 1984 die - übrigens exzellente ! - LP "Set Me Free" veröffentlicht, deren Songs man ursprünglich noch als Cryer aufgenommen hatte. Auch diese Songs erinnerten des öfteren an Magnum, waren allerdings eine Spur mainstreamiger als das frühere Material der Single. Dennoch eine tolle Scheibe, die auf diesen Seiten bereits ebenfalls zur Sprache gekommen ist (Beitrag Nr.104 - Force)

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Re: NWOBHM: Bekannte & unbekannte Highlights (mit Hörbeispielen)

#182

Beitrag: # 56612Beitrag AusDemWegIchBinArzt
15.01.2019, 13:44

121.) CLOVEN HOOF

Cloven Hoof aus Wolverhampton hätten es eigentlich schaffen können, denn sie hatten schon sehr frühzeitig prominente Fürsprecher: Keine geringeren als Rob Halford und Robert Plant waren unabhängig voneinander äußerst angetan von der Gruppe und ließen keine Gelegenheit aus, sie ins Gespräch zu bringen.

Das erste Demo der 1979 gegründeten Band wurde sowohl von Plant als auch von Halford an verschiedene Radiostationen weitergereicht, die es auch gerne und häufig spielten.

Doch leider nützte die Unterstützung nicht viel. 1982 erschien zunächst die EP "The Opening Ritual", zwei Jahre später dann die selbstbetitelte Debüt-LP, doch beide konnten keine nennenswerten Erfolge verzeichnen. Die Band, die sich zu dieser Zeit noch mit einem okkulten, teilweise auch leicht Glam-artigen Image umgab, verschwand erst mal wieder von der Bildfläche.

1988 (zwischendurch hatte es 1986 lediglich den Livemitschnitt "Fighting Back" gegeben) tauchte sie mit der - musikalisch hervorragenden - zweiten Studio-LP "Dominator" wieder auf. Inzwischen hatte es diverse Besetzungswechsel gegeben, die eine Wandlung des stilistischen Bildes vom stellenweise noch etwas biederen, düsteren Heavy Metal der frühen Veröffentlichungen in Richtung Power Metal mit sich gebracht hatten. Auch das bisherige Image hatte man weitestgehend abgelegt und inzwischen stand ex-Tredegar-Sänger Russ North hinterm Mikro.

Nach einer weiteren vorzüglichen LP ("A Sultan´s Ransom", 1989) lösten sich Cloven Hoof aber dann fürs Erste auf, da außer kleineren Achtungserfolgen einfach nicht viel passierte.

Erst im Jahr 2004 gab es beim deutschen Keep It True-Festival ein grandioses Reunion-Konzert der reaktivierten Truppe, auch Sänger Russ North war wieder mit von der Partie. Doch bis zum 2006 erschienenen Comeback-Album "Eye Of The Sun" hatte sich das Besetzungskarussell erneut gedreht. Übrig blieb lediglich Bassist Lee Payne als Bandlenker und einziges Originalmitglied und das ist bis heute auch so geblieben. Seitdem gab es mit "Resist Or Serve" (2014) und "Who Mourns For The Morning Star" (2017) zwei weitere gutklassige bis starke Alben, die allerdings mit dem ursprünglichen NWoBHM-Spirit nicht mehr viel gemein haben und sich eher an US-Metal-Einflüssen orientieren.

Möglicherweise ist auch die stilistische Inkonsequenz über die Jahre betrachtet mit ein Grund dafür gewesen, dass die Band sich nie eine richtige Identität aufbauen und größere Popularität erreichen konnte.





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Re: NWOBHM: Bekannte & unbekannte Highlights (mit Hörbeispielen)

#183

Beitrag: # 56617Beitrag Vertigo
15.01.2019, 14:00

"The Gates Of Gehenna" ist mir noch in guter Erinnerung
Ich lese gerade:

HENRYK M. BRODER - Kritik der reinen Toleranz

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#184

Beitrag: # 56619Beitrag AusDemWegIchBinArzt
15.01.2019, 15:34

Vertigo hat geschrieben:
15.01.2019, 14:00
"The Gates Of Gehenna" ist mir noch in guter Erinnerung
Positiv oder negativ ? ;)
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#185

Beitrag: # 56620Beitrag Vertigo
15.01.2019, 15:40

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
15.01.2019, 15:34
Vertigo hat geschrieben:
15.01.2019, 14:00
"The Gates Of Gehenna" ist mir noch in guter Erinnerung
Positiv oder negativ ? ;)
Von der Erinnerung her, positiv. Müsste aber den Clip mal gegenhören ob dem noch so ist ;)

Übrigens ladet auch der Thread extrem langsam bei mir, wie du ja die Tage auch meintest
Ich lese gerade:

HENRYK M. BRODER - Kritik der reinen Toleranz

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#186

Beitrag: # 56622Beitrag AusDemWegIchBinArzt
15.01.2019, 15:47

Vertigo hat geschrieben:
15.01.2019, 15:40
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
15.01.2019, 15:34
Vertigo hat geschrieben:
15.01.2019, 14:00
"The Gates Of Gehenna" ist mir noch in guter Erinnerung
Positiv oder negativ ? ;)
Von der Erinnerung her, positiv. Müsste aber den Clip mal gegenhören ob dem noch so ist ;)

Übrigens ladet auch der Thread extrem langsam bei mir, wie du ja die Tage auch meintest

Ja, das nervt mich auch total. Ich werde demnächst für die Fortführung einen neuen Thread einrichten.
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