NWOBHM - Einsteigeralben

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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#26

Beitrag: # 20325Beitrag AusDemWegIchBinArzt
22.01.2018, 16:56

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Vertigo hat geschrieben: ↑
22.01.2018, 10:26
Die erschien zwar zu der Zeit hat aber nix was da fĂĽr mich typisch fĂĽr den Heavy Metal ist. Das ist fĂĽr mich eine wunderbare 70er Hard-Rock Scheibe mit einem Hauch Progressive.
Alles richtig, das sehe ich auch so. Aber trotzdem wird das Album nun mal (ganz offiziell, das ist nicht auf meinem Mist gewachsen ;) ) in das NWOBHM-Umfeld gezählt und deswegen ist es hier dabei, aber Du weißt ja auch, dass die NWOBHM-Schublade sowieso sehr groß ist und viele stilistisch unterschiedliche Bands darin versammelt sind. Insofern ist das schon ok.
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfüllt.



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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#27

Beitrag: # 28130Beitrag AusDemWegIchBinArzt
28.04.2018, 09:37

22.) Venom - "Welcome To Hell" (1981)

Dieser derbe Brocken Schmutz gehört U-N-B-E-D-I-N-G-T zum Tafelsilber der NWOBHM, auch wenn der Silberschmuck in diesem Fall mit einer dicken Schicht Grünspan überzogen und alles andere als säuberlich poliert ist.

Nicht nur für NWOBHM-Verhältnisse, sondern für den harten Rock ganz allgemein war dieses Album in jeder Hinsicht wegweisend und hat, das kann man wohl so sagen, die Welt der Rockmusik verändert. Wenn nicht gar revolutioniert. Der Stil von Venom war absolut einzigartig, nie zuvor war den Rockfans ein solcher Sound zu Ohren gekommen.

Vergesst Motörhead, vergesst MC5, vergesst Judas Priest, vergesst Punk, vergesst einfach alles was es zuvor an extremeren Klängen gegeben hatte. Venom toppten ALLES und zwar weitreichend. Diese Band war wie eine Naturgewalt, die alles in Grund und Boden planierte, was sich ihr in den Weg stellte. Und das ohne jegliche Form musikalischen Feingefühls. Die Musiker waren alles andere als Chefvirtuosen, aber genau darin lag Venoms Geheimnis... :biggrinn:

Wer einmal "Welcome To Hell" aufgelegt hat, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Und das selbst heute nicht, obwohl es zwischenzeitlich viel extremere Entwicklungen in der Rockmusik gegeben hat, denn aus der Ursuppe Venoms gingen Stilrichtungen wie Black Metal, Death Metal oder Thrash Metal hervor, die technisch oftmals auf deutlich höherem, weniger hemdsärmeligem Niveau zockten und die Initialzündung und den Einfluß durch die Briten dazu nutzen, das Ganze zu perfektionieren. Und dabei oftmals noch deutlich extremer vorgingen.

Dennoch erkennt man immer noch sofort, wie markerschĂĽtternd die Wirkung von Venom damals auf andere Musiker gewesen sein muĂź und massenkompatibel ist der Sound der Truppe nach wie vor garantiert NICHT.

Das Ding reißt einem auch heute noch die Eingeweide in Stücke - so skrupellos, so unglaublich böse und einfach dermaßen dahingerotzt und rumpelig, dass es einen wirklich nach Luft schnappen läßt. Garniert durch ein stetig vorhandenes, unterschwelliges Rock´n´Roll-Feeling, also in etwa so, als hätte man Motörhead, Heavy Metal und Punk durch einen Fleischwolf gedreht und danach zu etwas neuem, völlig eigenständigem wieder zusammengesetzt. Hart, absolut brachial, maximal authentisch. Ein Götteralbum, das Zeichen gesetzt hat !


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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#28

Beitrag: # 28143Beitrag AusDemWegIchBinArzt
28.04.2018, 10:47

23.) A II Z - "The Witch Of Berkeley (1980)

Sollte man auch in der Sammlung haben, wenn man sich ernsthaft mit dem Thema NWOBHM befasst. Auch wenn die Band zu keinem Zeitpunkt in die Popularitätssphären der "großen" Kollegen aufgestiegen ist und im Prinzip nur ein NWOBHM-Randthema blieb, so hat sie doch ihren Beitrag zu dieser musikalisch aufregenden Zeit geleistet und genießt in Undergroundkreisen bis zum heutigen Tage durchaus einen gewissen Ruf, der sich insbesondere auf das raue 80er "The Witch Of Berkeley"-Debüt gründet.

Außerdem hat die 1979 gegründete Band aus Manchester im Bestreben, eine kommerziellere Richtung einschlagen zu wollen, etwas später das sensationelle Kunststück geschafft eine 7"-Single ("I´m the one who loves you", 1981) aufzunehmen, die fast Ton für Ton identisch mit dem Rainbow-Smasher "Since you´ve been gone" war und peinlicherweise auch noch von der Resterampe des für eben diesen Rainbow-Hit verantwortlichen Russ Ballard stammte.

Während es Rainbow eigentlich ganz gut ging mit ihrem Hit, donnerten A II Z mit ihrer Ausführung geradewegs ins Verderben und waren nicht mehr ernstzunehmen. An diese Geschichte erinnert man sich auch heute noch in manchen Kreisen mit süffisantem Grinsen, die Bandmitglieder selbst möchten allerdings wahrscheinlich weniger gerne daran erinnert werden...

Wie auch immer, die "The Witch Of Berkeley"-LP war auf jeden Fall zunächst ein guter Einstieg ins Geschäft für die Combo: Rau, pur, ungefiltert, mit dem nötigen Rumpelfaktor. Eher einfach gehaltener Heavy Rock / Metal mit übersichtlichen Songstrukturen, auch nicht sonderlich originell, aber mitreißend dargeboten und voller jugendlicher Energie und Frische, was eine Menge ausmacht.

Das zusätzliche Geheimnis des Albums war, dass es live eingespielt wurde (wenn auch seltsam für ein Debüt normalerweise). Das wurde damals in NWOBHM-Kreisen gerne mal so vorgegeben von den Plattenfirmen, da billig und kostensparend. Dadurch ist der Sound natürlich absolut roh und nicht gerade was für HiFi-Fetischisten, zeigt die Band auf der anderen Seite aber naturgemäß auch von einer absolut ungekünstelten, authentischen Seite und das macht daher einige andere Mängel durchaus wett und ist zumindest nicht wirklich als Nachteil wahrnehmbar.

Hätten es sich A II Z etwas später bloß nicht mit dieser dämlichen Single versaut (warum hat das eigentlich keiner im Vorfeld gemerkt ?), vielleicht hätten sie auf anderem Wege noch mehr erreichen und sich entwickeln können. Ich denke, Potenzial wäre vorhanden gewesen. Also, wer "The Witch Of Berkeley" irgendwo sieht - mitnehmen, in die Sammlung stellen und Spaß haben ! :biggrinn:


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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#29

Beitrag: # 28159Beitrag AusDemWegIchBinArzt
28.04.2018, 12:34

24.) Motörhead - "Ace Of Spades"

Nein - dieses Album ist kein Heavy Metal-Album. Es ist daher auch mit Sicherheit kein NWOBHM-Album (wobei auch klar sein sollte, dass der Begriff NWOBHM eine Epoche umschreibt und keinen bestimmten Musikstil, da die Bands in dieser Schublade sehr vielseitig agierten), obwohl das immer wieder gerne von einigen Freigeistern, die weniger tief in der Materie drinstecken, behauptet wird.

Damit räumen wir auch gleich schon mal das gerne seit Jahrzehnten unreflektiert widergekäute Mißverständnis aus dem Weg, Motörhead seien eine Heavy Metal-Band. Sind sie nicht und waren sie auch nie. Punkt- ein für allemal.

Motörhead sind eine Rock´n´Roll-Band. Eine harte, brachiale und laute zwar und damit eine ganze Evolutionsstufe weiter als ihre Vorbilder, aber eben eine, die ihre Wurzeln klar erkennbar im Rock´n´Roll und Rhythm´n´Blues der 50er Jahre hat. Motörhead sind dichter an Little Richard, Chuck Berry oder Eddie Cochran, als an Iron Maiden oder Judas Priest. Wer das nicht hört oder hören will, sollte mal ganz dringend den HNO-Arzt aufsuchen, schon, weil es einfach zu offensichtlich ist als das man es überhören könnte.

Auf dieser Basis haben Lemmy & seine Jungs ihren ganz eigenen Sound geformt - dazu eine Prise Hardrock oder Psychedelic (Lemmys Hawkwind-Vergangenheit geschuldet) hier, eine Prise Punk dort - am Ende kam das raus, was man am ehesten völlig schubladenfrei als ureigenen Motörhead-Sound bezeichnen müßte. Oder nach Lemmy Sichtweise weiterhin schlicht als Rock´n´Roll, gerne auch mit ö-Umlaut geschrieben. ;)

Dabei gelang Motörhead aber das Kunststück, genre- und somit fanübergreifend Einfluß durch ihr einzigartiges Klangbild auszuüben. Motörhead waren so ziemlich die einzige Band - und damals ging es unter den Fangruppierungen teilweise noch hoch her - bei der Punks, Metaller und Rockabilly-Freaks vereinigt in der ersten Reihe standen, ohne sich gleich gegenseitig auf die Fresse zu hauen - das kam meist erst nach dem Konzert. Die Band wurde so gesehen von allen akzeptiert und gleichermaßen respektiert.

Warum steht "Ace Of Spades" dann trotzdem an dieser Stelle ? Ganz einfach - man kann die Scheibe als (absolut wichtige) NWOBHM-Begleiterscheinung werten. Genau als "Ace Of Spades" herauskam, befand sich die NWOBHM bereits auf ihrem ersten Höhepunkt oder steuerte zumindest geradewegs drauf zu. Und dieser durch die NWOBHM ausgelöste Schwung und Enthusiasmus wiederum kam wie ein Boomerang auf Motörhead zurück, so dass "Ace Of Spades" zu ihrer bis dato erfolgreichsten Scheibe wurde. Zur richtigen Zeit mit der richtigen Musik am richtigen Ort, so könnte man es vielleicht am treffendsten sagen.

Das Album hat auf unzählige NWOBHM-Musiker einen immensen EInfluß ausgeübt (wie auch schon die Motörhead-Scheiben zuvor) und sicherlich war Lemmy interessiert genug mitzubekommen, was bei den Bands der NWOBHM so vor sich ging. Man befruchtete sich praktisch gegenseitig.

Das gilt übrigens nicht nur für Motörhead, sondern auch für diverse andere Alt-Recken, die damals schon zu alt und zu lange dabei waren, um zur NWOBHM gezählt werden zu können, dennoch in jener Phase ihre seit langer Zeit stärksten Alben vorlegten oder zumindest ein plötzliches Karrierehoch erlebten. Es war wie ein kreativer Austausch zwischen den jungen, hungrigen Bands der NWOBHM und den (damals noch gar nicht sooo) alten Säcken.

Andere Beispiele für eigentlich-nicht-NWOBHM-Bands, die dennoch während der NWOBHM einen Aufschwung erlebten, Einflüsse durch die NWOBHM absorbierten und diese ihrerseits beeinflussten, wären neben Motörhead:

1. Black Sabbath mit "Heaven And Hell", "Mob Rules" und "Born Again"
2. Hawkwind mit "Levitation" und "Sonic Attack"
3. Gillan mit sämtlichen Alben ab "Mr.Universe"
4. Whitesnake mit "Ready An´willing", "Come An´Get It" und "Saints An´Sinners"
5. Judas Priest mit "British Steel"
6. Budgie mit "Power Supply" und "Nightflight"

Insofern ist "Ace Of Spades" durchaus ein berechtigter Kandidat an dieser Stelle, wenn es um Einstiegsalben in die NWOBHM oder eben auch deren direktes Umfeld geht. Die Platte war wegweisend und ist auch heute noch ein absoluter Burner, der nur Killer enthält, aber keinen Filler und durch die Bank voll auf den Gong geht. Ein schnoddriges und gleichermaßen bretthartes musikalisches Statement par excellence, welches locker zu den 100 besten Alben aller Zeiten zählt !

Abgesehen davon, dass das Artwork mit den drei verwegen aussehenden Gestalten im Westernlook auch heute noch brandgefährlich und total Outlaw-mäßig wirkt (kein Wunder, dass Eltern bis zum heutigen Tage nicht begeistert sind, wenn sie das sehen), muß ich noch mal zusätzlich attestieren, dass es kein Wunder ist, dass Motörhead später nie wieder mit der legendären frühen Triobesetzung mithalten konnten:

Das Zusammenspiel aus Lemmys dominantem Bass, Philthys gleichermaßen knochentrockenen wie auch luftig swingenden Drums und der Gitarre von Fast Eddie, der für mich zu den unterbewertetsten Gitarristen aller Zeiten zählt, war definitiv zu einmalig um jemals reproduziert werden zu können. Egal von wem.

Und damit auch gleich: R.I.P. ihr drei da oben, ich vergesse Euch nicht !

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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#30

Beitrag: # 28160Beitrag AusDemWegIchBinArzt
28.04.2018, 13:00

25.) Handsome Beasts - "Beastiality" (1981)

Tja....welcher aufgeschlossene Musikfreund kennt nicht das legendäre Foto vom schwer adipösen Handsome Beasts-Frontklops Garry Dalway, auf dem er nackt mit fettigen Haaren neben einem Schwein kniet, vor welchem wiederum ein Schild mit der Aufschrift "Please do not feed animals" postiert wurde ? Um das Bild zu kennen, muß man eigentlich nicht mal Heavy Metal-Fan sein.

Es wurde als Coverfoto für die "Beastiality"-Debüt-LP der Band verwendet und taucht seither in schöner Regelmäßigkeit in allen möglichen Wertungslisten auf, wenn es beispielsweise um die Wahl des schlechtesten Albumcovers aller Zeiten geht.

Ich denke, die Leute haben den Witz nicht verstanden und vor allem nicht die gnadenlose Selbstironie, mit der Dalway und seine Band hier zu Werke gehen. Dass das Foto generell ordentlich Aufmerksamkeit generiert hat, im positiven wie negativen Sinne, ist natĂĽrlich ein sicherlich nicht unbeabsichtigter Nebeneffekt gewesen.

Der sich aber leider nie in barer MĂĽnze fĂĽr die Band ausgezahlt hat - allerdings vielleicht auch deshalb, weil sie musikalisch dafĂĽr ĂĽberwiegend zu bieder-durchschnittlich blieb und nie wirklich zu den "big three" (Maiden, Saxon, Leppard) aufschlieĂźen konnte, noch nicht mal zu den groĂźen aus der 2.Reihe (Diamond Head, Samson, Tygers).

Eine NWOBHM-Kultscheibe ist das Album nichtsdestotrotz und sogar eine, die viel Spaß bereiten kann, wenn man nicht gerade musikalische Höchstleistungen von überirdischer Qualität und Songwriting von Weltformat erwartet.

Ich stufe das Album daher ohne Zweifel als wichtiges NWOBHM-Kulturgut ein und von daher als besitzens- und auch hörenswert, sofern man ein Exemplar erwischt. Songs wie "Sweeties", "Breaker", "One In A Crowd" oder "Local Heroes" atmen definitiv den damaligen Aufbruchsgeist und haben Spaß sowie Adrenalin in den Backen, trotz dünner und eher rumpelig-charmanter Produktion. Die schlicht gestrickten Stücke gehen straight und ohne Schnörkel nach vorne, bums auf die Zwölf, sind manchmal auch ein bisschen bluesig.

Wie gesagt, keine sensationsheischenden Meisterwerke, aber allemal spaĂźig und kurzweilig fĂĽr einen netten Abend mit Salzstangen und Dosenbier (oder Fanta, wenn man keinen Alkohol trinkt) :mrgreen: . Ein durchaus unterhaltsames StĂĽck Musikgeschichte, wenn auch aus besagten GrĂĽnden immer nur eine Insider-Randnotiz geblieben.

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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#31

Beitrag: # 28258Beitrag Vertigo
29.04.2018, 10:44

....erst gestern abend mal wieder das Stück "Local Heroes" im Kopf gehabt. In einer Quizshow fiel in irgendeinem Zusammenhang der Begriff "Local Hero" und meine innere Jukebox spuckte daraufhin gleichmal diesen Song aus. Geht mir übrigens sehr, sehr oft so. Ich höre so nebenbei, oft eher unterbewusst, einen Begriff und beginne auf einmal einen Song zu singen oder rumzutrommeln und wundere mich dann (meine Frau sich auch :mrgreen: ) wie ich grade auf das Stück jetzt komme. Dann verfolge ich das zurück und dann ists in der Regel eben ein Begriff, irgendwo grad aufgeschnappt
Ich lese gerade:

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#32

Beitrag: # 28383Beitrag AusDemWegIchBinArzt
29.04.2018, 15:12

Vertigo hat geschrieben: ↑
29.04.2018, 10:44
....erst gestern abend mal wieder das Stück "Local Heroes" im Kopf gehabt. In einer Quizshow fiel in irgendeinem Zusammenhang der Begriff "Local Hero" und meine innere Jukebox spuckte daraufhin gleichmal diesen Song aus. Geht mir übrigens sehr, sehr oft so. Ich höre so nebenbei, oft eher unterbewusst, einen Begriff und beginne auf einmal einen Song zu singen oder rumzutrommeln und wundere mich dann (meine Frau sich auch :mrgreen: ) wie ich grade auf das Stück jetzt komme. Dann verfolge ich das zurück und dann ists in der Regel eben ein Begriff, irgendwo grad aufgeschnappt
Ich habe das oft, dass mir in irgendeiner beliebigen Situation aus heiterem Himmel ein passendes Lied dazu einfällt, welches meine Stimmung in dieser Situation irgendwie reflektiert. Und das summe oder pfeife ich dann vor mich hin oder trage es zumindest im Kopf spazieren.
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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#33

Beitrag: # 46424Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.10.2018, 20:20

26.) Tank - "Filth Hounds Of Hades" (1982)

Diese Scheibe MUSS man einfach kennen (und lieben), wenn mal als der britischen Hartwurst zugeneigter Fan was auf sich hält !
"Filth Hounds Of Hades" war die Debütscheibe von Tank und wurde passenderweise von niemand geringerem als Motörheads Fast Eddie produziert.

Dessen Engagement hinter den Mischpultreglern war wenig später allerdings auch einer von mehreren Gründen für das interne Zerwürfnis bei Motörhead, welches den Rauswurf von Fast Eddie zur Folge hatte.

Angeblich wollte Eddie, beflügelt von der Arbeit mit Tank, nun auch unbedingt den kurz darauf anstehenden Motörhead-Dreher "Iron Fist" produzieren und setzte sich gegen den Widerstand von Lemmy und Philthy durch, lieferte dann allerdings nur desaströsen Bockmist ab und reagierte sowohl verschnupft wie auch uneinsichtig, als man ihm deswegen innerhalb der Band aber auch von Seiten der ebenfalls wenig begeisterten Fans her die Meinung geigte. Eddie schmollte vor sich hin und die nervtötenden Sessions zur insgesamt wenig erbaulichen Single "Stand By Your Man" (Lemmy im Duett mit Wendy O´Williams) gaben ihm dann den Rest.

Bei Tank jedenfalls hat der Gute seinen Job ordentlich gemacht - die Scheibe klingt, wie ein solches Album klingen muß: Rau, dreckig und unpoliert. "Filth Hounds..." ist gespickt mit Songs, die früher oder später zu Klassikern wurden und trotz ebenfalls guter Nachfolgewerke muß man klar konstatieren, dass diese allesamt im Schatten des übermächtigen Debüts stehen.

Die beiden Brabbs-Brüder Peter und Mark (Gitarre und Schlagzeug) ballern gemeinsam mit Algy Ward (Gesang, Bass) ein Feuerwerk brachialer Hymnen in den Orbit, dass einem schwindelig werden kann. Musikalisch deutlich von Motörhead beeinflußt, nur ungleich roher, bisweilen punkiger und überaus schroff explodieren die durchweg eingängig gehaltenen Songgranaten punktgenau und bügeln einem die Falten aus dem Gesicht.

Dass die martialischen Texte dabei haupsächlich Kriegsthematik bedienen - geschenkt. Es paßt auf jeden Fall eines zum anderen. Eine ganz famose Scheibe, ohne die keine NWOBHM-Sammlung vollständig ist !

Anspieltips: "Shellshock", "Struck By Lightning", "Blood, Guts And Beer", "Heavy Artillery" oder die den Erstpressungen beigefügte Liveversion von "Don´ t Walk Away".


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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#34

Beitrag: # 46443Beitrag Vertigo
06.10.2018, 07:54

Ja diese Tank is schon ein Pflichtteil, die muß man kennen, wenn man sich mit NWOBHM beschäftigen will. Da mir aber auf jedem Album Stücke gefallen oder auf fast jedem, wird da auch mal eine eigene Best Of fällig werden
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#35

Beitrag: # 46447Beitrag AusDemWegIchBinArzt
06.10.2018, 08:44

Vertigo hat geschrieben: ↑
06.10.2018, 07:54
Da mir aber auf jedem Album Stücke gefallen oder auf fast jedem, wird da auch mal eine eigene Best Of fällig werden
Ich schrieb ja, die anderen Alben sind ebenfalls alles andere als schlecht - wenn auch "Filth Hounds...." einfach ĂĽbergroĂź erscheint. Wenn Du mal soweit bist, bin ich echt gespannt, was Du da fĂĽr Songs zusammengestellt hast. ;)
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#36

Beitrag: # 46450Beitrag Vertigo
06.10.2018, 09:00

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
06.10.2018, 08:44
Vertigo hat geschrieben: ↑
06.10.2018, 07:54
Da mir aber auf jedem Album Stücke gefallen oder auf fast jedem, wird da auch mal eine eigene Best Of fällig werden
Ich schrieb ja, die anderen Alben sind ebenfalls alles andere als schlecht - wenn auch "Filth Hounds...." einfach ĂĽbergroĂź erscheint. Wenn Du mal soweit bist, bin ich echt gespannt, was Du da fĂĽr Songs zusammengestellt hast. ;)
Da werd ich uns dann beide ĂĽberraschen, weiĂź auch noch nicht welche Songs, aber das wird kommen, weil das ein Thema ist, das immer wieder mal vorbeischaut bei mir
Ich lese gerade:

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#37

Beitrag: # 56064Beitrag AusDemWegIchBinArzt
09.01.2019, 20:02

27.) Dedringer - "Direct Line" (1981)

Sehr zu empfehlen ist auch "Direct Line", die 81er DebĂĽt-LP von Dedringer. Musikalisch bewegt sich die Band in einem Umfeld, welches dem Begriff Heavy Metal eigentlich nur ansatzweise gerecht wird.

Es handelt sich - wie ĂĽbrigens bei etlichen damaligen Kollegen ebenfalls - eigentlich viel mehr um noch stark in den 70er Jahren verwurzelten Hardrock, der allerdings energisch und mit einer ordentlichen Portion Frische dargeboten wird. Aber unterm Strich bleibt es eben eher Hardrock als Metal, vor allem aus heutiger Sicht betrachtet.

Dabei gehörten Dedringer grundsätzlich zu den lebensbejahenderen Bands, womit gemeint ist, dass die Musik eher ein positives Grundfeeling ausstrahlt und deutlich weniger düster oder dramatisch ist als etwa bei den von Black Sabbath beeinflussten Genregenossen, wie beispielsweise Angel Witch, Holocaust oder Witchfynde.

Nein, Dedringer sind sehr melodiös und haben angenehm eingängige Songs verfasst, deren Roots überwiegend in der klassischen Hardrock-Schule der Marke Status Quo, Kiss oder AC/DC liegen, demnach also auch gerne mal etwas bluesiger ausfallen oder eine knackige Boogie-Kante aufweisen.

Was überdieshinaus noch auffällt, ist die gute Produktion des Albums, die nach wie vor als sehr gelungen gelten darf. Während viele andere NWOBHM-Genossen, gerade die Unbekannteren, häufig eher mit billig, dünn und rumpelig klingenden Low Budget-Einspielungen aufwarteten, was zweifellos auch seinen unbedingten Charme besitzt und zur NWOBHM natürlich dazugehört wie das Salz zur Suppe, waren Dedringer diesbezüglich deutlich professioneller unterwegs und lieferten eine angenehm tönende, gut ausbalancierte Aufnahme ab, die warm und druckvoll, aber auch sauber klingt. Auch der Bass ist schön herauszuhören.

Das Album ist sicherlich nicht weltbewegend originell, hat aber wohldosierten Dampf auf dem Kessel und die Kompositionen sind zweifellos gelungen, lassen sich mit Freude anhören und liefern ebenfalls ihr Mosaiksteinchen zum vielgestaltigen Bild des NWOBHM-Kosmos ab. Mit JJ Hoyle ist zudem ein prägnanter Sänger zugegen. Also summa summarum absolut empfehlenswert.

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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#38

Beitrag: # 56079Beitrag AusDemWegIchBinArzt
09.01.2019, 22:33

28.) Demon - "The Unexpected Guest" (1982)

Zu den unbedingt hörens-und besitzenswerten NWOBHM-Alben gehört auch das 82er Zweitwerk von Demon.

Die Band um Mastermind Dave Hill zählt sowieso zu den interessantesten und unberechenbarsten Formationen und verfügt über einen recht exklusiven und eigenständigen Sound, der sich in vielen Punkten von anderen NWOBHM-Gruppen unterscheidet, bisweilen auch nicht sofort zugänglich ist, aber definitiv viel Klasse besitzt.

Gleichwohl muß man sagen, dass sowohl "The Unexpected Guest" als auch der direkte Vorgänger, das "Night Of The Demon"-Debüt (1981), die wohl NWOBHM-typischsten Alben der Band sind, denn bereits ab "The Plague" (1983) und insbesondere ab "British Standard Approved" (1984) erfolgte eine deutliche Kurskorrektur und Hinwendung zum Progressive Rock und experimentelleren Klängen.

Die Band machte noch öfter stilistische Metamorphosen durch, mal mehr in Richtung Hardrock / Pomp Rock, manchmal auch mit AOR-Einflüssen sympathisierend, aber auch in Richtung Power Metal. Dabei blieb man aber immer als Demon erkennbar, folgte halt nur keinem in Stein gemeißelten stilistischen Schema. Dieser Abwechslungsreichtum im kreativen Oeuvre sorgt natürlich dafür, dass eigentlich kaum ein Demon-Album exakt wie ein anderes klingt und der musikalische Output der Band somit eher als heterogen zu bezeichnen ist.

Wichtig zu wissen ist dabei auf jeden Fall, dass es kein wirklich schlechtes Demon-Album gibt. Es gibt natürlich gewisse qualitative Schwankungen, die auch völlig normal sind, aber die Band hat nie ein richtig mieses Werk veröffentlicht.

Und es gibt natürlich zumindest eine feste Konstante, die auch einen wesentlichen Teil des Wiedererkennungswertes sämtlicher Demon-Alben ausmacht: Der äußerst markante, expressive und kraftvolle Gesang von Dave Hill nämlich. Vielleicht technisch nicht der beste Sänger aller Zeiten, aber mit einer ungeheuren Eigenständigkeit gesegnet. Weiterhin wäre da zumindest auf den ersten vier Alben auch noch das fraglos extrem geschmackvolle Gitarrenspiel des leider viel zu früh verstorbenen Mal Spooner, welches sehr viel zum positiven Gesamteindruck beiträgt.

Die ersten beiden Alben nun wie gesagt, von denen der Zweitling eben die Grundlage dieser Rezension darstellt, sind einfach die am stärksten in den klassischen NWOBHM-Kontext passenden Scheiben. Dabei ist der melodische und eigenwillige, bisweilen (vor allem textlich) leicht okkult angehauchte Heavy Rock-/Metal, der dort geboten wird, erstaunlich zeitlos und hervorragend gealtert, wirkt auch heute noch kein bißchen angestaubt.

Zudem erfreut das Album mit einer für damalige (NWOBHM-)Verhältnisse überdurchschnittlich gut klingenden Produktion und verbreitet einfach unglaublich tolle Vibes. Die Kompositionen sind qualitativ rund, nie oberflächlich, manchmal rifflastiger, manchmal epischer und setzen sich oft erst nach dem zweiten oder dritten Hören in den Ohren fest, wo sie dann aber auch nachhaltig kleben bleiben.

An tollen und originellen Songs wie "Don´t Break The Circle", "Sign Of A Madman", "The Spell", "The Grand Illusion", "Total Possession", "Deliver Us From Evil" oder "Strange Institution" hört man sich nie satt, sie sind eine Liga für sich. Dieses grandiose Album gehört verdammt nochmal in jede anständige NWOBHM-Sammlung ! Demon haben ohne jeden Zweifel zur Blütezeit der NWOBHM eine Menge Gutes beigetragen.


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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#39

Beitrag: # 56094Beitrag Vertigo
10.01.2019, 08:49

"Night Of The Demon" war das Debut (1981) und "The Unexpected Guest" (1982) der Nachfolger, Matthias. Kenn ich beide gut, hatte ich. Das Intro zu "Night Of The Demon", dem Song, gehört zum besten und grusligsten was es damals gab.
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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#40

Beitrag: # 56103Beitrag AusDemWegIchBinArzt
10.01.2019, 09:24

Vertigo hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 08:49
"Night Of The Demon" war das Debut (1981) und "The Unexpected Guest" (1982) der Nachfolger, Matthias. Kenn ich beide gut, hatte ich. Das Intro zu "Night Of The Demon", dem Song, gehört zum besten und grusligsten was es damals gab.
Ha, jetzt habe ich mich auch mal vertan. Du hast natürlich vollkommen recht. Nobody is perfect. Danke für den Hinweis, ich korrigiert das gleich mal ! :good: An der grundsätzlichen Aussage über das Album ändert sich aber natürlich nichts. ;)
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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#41

Beitrag: # 56104Beitrag Vertigo
10.01.2019, 09:26

passiert schon mal, ging mir auch schon so
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#42

Beitrag: # 56105Beitrag AusDemWegIchBinArzt
10.01.2019, 09:27

Vertigo hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 09:26
passiert schon mal, ging mir auch schon so
Yep. Wir sind ja nun mal Menschen und keine Roboter.
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#43

Beitrag: # 56107Beitrag Vertigo
10.01.2019, 09:53

Die "The Plague" hatte ich auch noch und die gefiel mir auch noch. Dann hab ich die Band nimmer verfolgt
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#44

Beitrag: # 56109Beitrag AusDemWegIchBinArzt
10.01.2019, 10:06

Oh, von den späteren sind auch noch einige sehr empfehlenswert. Besonders ans Herz legen würde ich da mal die "British Standard Approved", die wohl am stärksten in Richtung Progressive Rock geht und recht sperrig ist, auch stellenweise vernehmbare Pink Floyd-Einflüsse aufweist, aber eben ein sehr interessantes und tolles Album abgibt.

Ansonsten noch die "Taking The World By Storm", die eher wieder in die klassische Hardrock/Heavy Metal-Richtung tendiert und die "Hold On To The Dream", die etwas mehr Pomp Rock-Elemente besitzt und stellenweise an Magnum oder auch Queen erinnert.
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#45

Beitrag: # 56144Beitrag Vertigo
10.01.2019, 17:05

Wollt ich schon lange mal antesten wie die Band so später dann unterwegs war, danke für die Tips
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#46

Beitrag: # 56158Beitrag AusDemWegIchBinArzt
10.01.2019, 17:39

Vertigo hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 17:05
Wollt ich schon lange mal antesten wie die Band so später dann unterwegs war, danke für die Tips
Gerne, Jürgen. Wobei mir hinterher noch einfiel, dass ich glaube, wir haben uns zumindest über die "Hold On To The Dream" schon mal in grauer Vorzeit unterhalten (Eclipsed-Forum ?) und das Lied, welches ich Dir da als Beispielvideo gepostet hatte, gefiel Dir irgendwie nicht so. Oder täusche ich mich da ?
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#47

Beitrag: # 56159Beitrag Vertigo
10.01.2019, 17:40

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 17:39
Vertigo hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 17:05
Wollt ich schon lange mal antesten wie die Band so später dann unterwegs war, danke für die Tips
Gerne, Jürgen. Wobei mir hinterher noch einfiel, dass ich glaube, wir haben uns zumindest über die "Hold On To The Dream" schon mal in grauer Vorzeit unterhalten (Eclipsed-Forum ?) und das Lied, welches ich Dir da als Beispielvideo gepostet hatte, gefiel Dir irgendwie nicht so. Oder täusche ich mich da ?
Kann gut sein Matthias. So genau weiĂź ichs nimmer, manchmal rutscht mir auch was durch
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#48

Beitrag: # 56165Beitrag AusDemWegIchBinArzt
10.01.2019, 18:02

Vertigo hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 17:40
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 17:39
Vertigo hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 17:05
Wollt ich schon lange mal antesten wie die Band so später dann unterwegs war, danke für die Tips
Gerne, Jürgen. Wobei mir hinterher noch einfiel, dass ich glaube, wir haben uns zumindest über die "Hold On To The Dream" schon mal in grauer Vorzeit unterhalten (Eclipsed-Forum ?) und das Lied, welches ich Dir da als Beispielvideo gepostet hatte, gefiel Dir irgendwie nicht so. Oder täusche ich mich da ?
Kann gut sein Matthias. So genau weiĂź ichs nimmer, manchmal rutscht mir auch was durch
Aber ich kann Dir das Album trotzdem guten Gewissens empfehlen, manchmal brauchts ja auch Zeit. Da könnte ich theoretisch morgen eigentlich sogar mal einen Lupensong draus auswählen...
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#49

Beitrag: # 56166Beitrag Vertigo
10.01.2019, 18:04

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 18:02
Vertigo hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 17:40
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
10.01.2019, 17:39


Gerne, Jürgen. Wobei mir hinterher noch einfiel, dass ich glaube, wir haben uns zumindest über die "Hold On To The Dream" schon mal in grauer Vorzeit unterhalten (Eclipsed-Forum ?) und das Lied, welches ich Dir da als Beispielvideo gepostet hatte, gefiel Dir irgendwie nicht so. Oder täusche ich mich da ?
Kann gut sein Matthias. So genau weiĂź ichs nimmer, manchmal rutscht mir auch was durch
Aber ich kann Dir das Album trotzdem guten Gewissens empfehlen, manchmal brauchts ja auch Zeit. Da könnte ich theoretisch morgen eigentlich sogar mal einen Lupensong draus auswählen...
Gut mach mal, mal schauen wie mir das taugt
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#50

Beitrag: # 56858Beitrag AusDemWegIchBinArzt
17.01.2019, 20:54

29.) Tytan - "Rough Justice" (1985)

Das einzige Album von Tytan ist Pflicht und gehört in jeden verdammten, gutsortierten Heavy-Haushalt ! Die Scheibe ist ein Juwel, ein Meisterstück der Extraklasse, auf dem es eigentlich keine schwache Nummer gibt, dafür aber jede Menge Klassiker.

Als "Rough Justice" 1985 erschien, existierten Tytan schon gar nicht mehr. Nachdem das ursprüngliche Label finanziellen Schiffbruch erlitten hatte, verzögerte sich der Release der bereits 1982 aufgenommenen Scheibe immer wieder. Die Band löste sich 1983 darüber frustriert auf und am Ende kam das Album dann erst posthum 1985 heraus.

Ausnahmesänger Kal Swan, der auf "Rough Justice" genauso wie auf allen anderen Alben, an denen er später mitgewirkt hat, eine absolute Ohrenweide ist, war zu diesem Zeitpunkt schon längst auf und davon in Richtung USA, wo er wenig später auf Doug Aldrich traf, mit dem er dann lange bei Lion und anschließend bei Bad Moon Rising zusammenspielte.

Mein Gott, was hätten Tytan möglicherweise abräumen können, wenn das Album rechtzeitig erschienen wäre, zeitgleich mit Granaten wie "Number Of The Beast"....darf gar nicht dran denken.

Bei Tytan haben sich überhaupt über die Jahre zahlreiche Könner die Klinke in die Hand gegeben: Gegründet wurde die Band 1981 von den ex-Angel Witch-Leuten Kevin Riddles und Dave Dufort, wenig später kam Kal Swan dazu.

Weitere Leute, die zeitgleich oder nacheinander bei Tytan zockten, waren Gary Owens (ex-A II Z), Les Binks (ex-Judas Priest), Simon Wright (später u.a. AC/DC, Dio und UFO) oder Steve Mann (ex-Lionheart, später MSG, heute u.a. Live-Gitarrist von Eloy).

Jedenfalls ist "Rough Justice" ein abwechslungsreiches Hammerteil mit grandiosen Songs wie "Rude Awakening", "The Watcher", "Far Cry" oder "Blind Men & Fools"...und und und....ein absoluter Heavy Metal-Burner !

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Re: NWOBHM - Einsteigeralben

#51

Beitrag: # 56859Beitrag Pavlos
17.01.2019, 21:04

Yes Sir, sehr coole Scheibe.

Aber nicht (mehr) das einzige Album der Band, denn 2017 kam mit "Justice: Served" der Nachfolger raus...

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