Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

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Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#1

Beitrag: # 48471Beitrag AusDemWegIchBinArzt
31.10.2018, 10:06

Breitbeiniger High Energy-US-Hardrock, kurz vor der Grenze zur Explosion, darauf verstand sich Onkel Ted in seinen besten Jahren meisterlich.

Alle Alben bis einschließlich "Scream Dream" (1980) sind uneingeschrĂ€nkt empfehlenswert, wobei mein persönliches Lieblingsalbum die zweite Soloscheibe "Free For All" von 1976 ist. Und das fiebrige, pulsierende "Dog Eat Dog" ist einer meiner favorisierten Songs daraus.

Schon alleine das unnachahmliche, markante Gitarrenspiel des Großmauls hĂ€tte fĂŒr sich genommen einen Orden verdient: Höchster Wiedererkennungswert und ein Sound (Gibson Byrdland !), als hĂ€tte man mit der Bratpfanne eins ĂŒbergezogen bekommen.

Das der Typ im Laufe seiner spĂ€teren Jahre zu einem durchgeknallten republikanischen Waffennarren mutiert ist, kann ich davon trennen. Es Ă€ndert nichts an der musikalischen QualitĂ€t seiner frĂŒhen Alben.

Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfĂŒllt.

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Vertigo
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#2

Beitrag: # 48472Beitrag Vertigo
31.10.2018, 10:10

machs doch ned sooo einfach, da brauch ich ja gar nicht hören fĂŒr die Bewertung ;)
Ich lese gerade:

RICHARD DAVID PRECHT - Die Kunst kein Egoist zu sein

ÉMILE ZOLA - Das Paradies der Damen

OSCAR DE MURIEL - Die Schatten von Edinburgh

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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#3

Beitrag: # 48473Beitrag AusDemWegIchBinArzt
31.10.2018, 10:15

Vertigo hat geschrieben: ↑
31.10.2018, 10:10
machs doch ned sooo einfach, da brauch ich ja gar nicht hören fĂŒr die Bewertung ;)
Mir fiel gerade nichts anderes ein und ich habe die letzten Tage schon wieder so viel Ted gehört, es lag irgendwie auf der Hand.... :biggrinn:
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfĂŒllt.

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Vertigo
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#4

Beitrag: # 48476Beitrag Vertigo
31.10.2018, 10:37

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
31.10.2018, 10:15
Vertigo hat geschrieben: ↑
31.10.2018, 10:10
machs doch ned sooo einfach, da brauch ich ja gar nicht hören fĂŒr die Bewertung ;)
Mir fiel gerade nichts anderes ein und ich habe die letzten Tage schon wieder so viel Ted gehört, es lag irgendwie auf der Hand.... :biggrinn:
Ich mach mir lÀngst einen Lupenzettel, wo ich mir, wann immer mir Songs einfallen die ich nehmen könnte, gleich notiere. Am Tag meiner Lupe entscheide ich dann spontan obs nun eher der oder der Song wird.
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Sabarthez
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#5

Beitrag: # 48484Beitrag Sabarthez
31.10.2018, 12:34

Die musikalische Blaupause von Donald Trump muß ich mir jetzt nicht auch noch anhören.... Könnte sicher einen Punkt dafĂŒr geben das er die Gitarre richtig halten kann.

(Das wird jetzt meiner "Beliebtheit" sicher nicht förderlich sein... :twisted: )
Freiheiten werden nicht geschenkt, man muß sie sich nehmen. (Kropotkin)

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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#6

Beitrag: # 48506Beitrag AusDemWegIchBinArzt
31.10.2018, 20:06

Sabarthez hat geschrieben: ↑
31.10.2018, 12:34
Könnte sicher einen Punkt dafĂŒr geben das er die Gitarre richtig halten kann.
Nicht nur das, er kann sie auch spielen..... ;)
Wenn Musik Bilder erzeugen und den Hörer mit auf eine Reise nehmen kann, hat sie eine ihrer edelsten Aufgaben erfĂŒllt.

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nixe
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#7

Beitrag: # 48522Beitrag nixe
01.11.2018, 08:35

OK, anhören muß ich ihn, da ich bei Ted schon vor JahrZenten aufgegeben habe, den sowas wiw Stranglehold bekommt er ja doch nicht wieder hin. Das wĂ€re mein Zehner, aber der ist fĂŒr mich 0815, einer von vielen, einfach nur HighLevel, wie Du ihn beschreibst. Aber das reicht mir nicht! 4 Punkte
Musik hat die FÀhigkeit uns geistig, körperlich & emotional zu beeinflussen!

!!!I like Prog!!!

!!!Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten!!!

TschĂŒĂŸ
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Schwarzwurst
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#8

Beitrag: # 48526Beitrag Schwarzwurst
01.11.2018, 09:43

Das ist solider Ted Nugent wie man ihn kennt. Das StĂŒck ist an fĂŒr sich fĂŒr mich gut hörbarer Durchschnitt. Leider kann ich bei dem Herren und seiner extremen Gesinnung nicht so gut zwischen Musik und Charakter trennen, weshalb ich immer wieder ĂŒberlege ob ich meine 3 Nugent-Platten nicht abgebe.

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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#9

Beitrag: # 48551Beitrag AusDemWegIchBinArzt
01.11.2018, 12:57

Schwarzwurst hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 09:43
Das ist solider Ted Nugent wie man ihn kennt. Das StĂŒck ist an fĂŒr sich fĂŒr mich gut hörbarer Durchschnitt. Leider kann ich bei dem Herren und seiner extremen Gesinnung nicht so gut zwischen Musik und Charakter trennen, weshalb ich immer wieder ĂŒberlege ob ich meine 3 Nugent-Platten nicht abgebe.
Ich kann das sehr gut trennen, weil das eine fĂŒr mich mit dem anderen nicht zwingend was zu tun hat. Außerdem war Ted damals noch nicht so abgedriftet, im Gegenteil: Das StĂŒck "Great White Buffalo", welches noch mit seiner vorherigen Band Amboy Dukes entstand und jahrelang danach noch in seinem Liveprogramm zu finden war, beschĂ€ftigt sich beispielsweise kritisch mit der Eroberung der indianischen Ureinwohner durch die Weißen und in dem Zusammenhang wird von Ted in den Lyrics auch das Bedauern geĂ€ußert, dass den Indianern durch die Ausrottung der BĂŒffel die Lebensgrundlage genommen wurde.

Was er sonst privat heute macht bzw. von sich gibt, muß man nicht gut finden und das tue ich auch absolut nicht. Aber letztlich ist das seine Sache. Zumal er in seinen Liedern schließlich weder dazu aufruft, Leute abzuknallen, noch irgendwelche rassistischen Parolen in seinen Texten verbreitet.

Und was glaubst Du wohl, wieviele Rockmusiker privat konservative bis reaktionĂ€re und völlig seltsame Positionen vertreten (gerade insbesondere in den USA) oder denkst Du, die sind zwingend alle linke Hippies, nur weil sie Rockmusik machen ? Möglicherweise sind da sogar Leute bei, die Du schĂ€tzt. Sicherlich kommt Rockmusik ursprĂŒnglich aus der linken Gegenkultur, aber die Menschen dahinter sind letztlich genauso Menschen wie jeder andere auch, mit Zu- und Abneigungen oder Ansichten, die sich vielleicht auch geĂ€ndert haben im Laufe der Zeit.

Aber wie gesagt, die Musik kann da nichts fĂŒr und solange in den Texten keine Hassparolen verbreitet werden, kann ich das voneinander abgrenzen und privat darf schließlich auch jeder denken, was er will.

Sonst dĂŒrfte man Richard Wagner auch nicht hören, weil er von den Nazis (insbesondere dem unsĂ€glichen Gröfaz) so verehrt und geradezu vereinnahmt wurde und bekanntermaßen privat ein Antisemit war (was aber in seinem Werk meines Wissen nicht unbedingt zum Tragen kam). Und was wĂ€re gewesen, wenn Adolf statt Wagner Bach oder Beethoven vergöttert hĂ€tte ? DĂŒrfte man die dann deswegen auch nicht hören / mögen ? Und was ist mit Lemmy, der zwar erwiesenermaßen kein Nazi war, aber Kriegs-und Nazimemorabilia gesammelt hat ? Es gibt political correctness-Fanatiker, die alleine deswegen Motörhead ablehnen, was ich absurd und völlig schwachsinnig finde. Wo will man da die Grenze ziehen ?

Wir reden hier schließlich auch nicht ĂŒber irgendeine Rechtsrockband mit offensiv menschenverachtenden, volksverhetzenden Hass-Texten... die gehören natĂŒrlich verboten, das ist völlig klar, aber das ist ein ganz eigenes Thema, welches man nicht mit "Kill it and grill it"-Ted ohne weiteres in die gleiche Schublade stecken kann.
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Vertigo
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#10

Beitrag: # 48554Beitrag Vertigo
01.11.2018, 13:28

Bei dem Thema fĂ€llt mir immer George Harrison ein. Der wollte 1967 unbedingt die Hippies in Haight/Ashbury in San Francisco besuchen. Zu der Zeit nahm er selber LSD, entdeckte grade die indische Musik und war ĂŒberzeugt davon, dass er dort drĂŒben eine große Menge von liebenswerten, inspirierten, spirituell und friedensorientierten, einem anderen Lebensstil zugewandten Leuten finden wird.

Nach zwei Tagen flog er frustriert heim, denn er fand vor allem Herumlungerer und Gesindel, ohne Interesse irgendetwas zu tun, zu arbeiten, geschweige denn nach etwas höherwertigem zu suchen als das was ihnen die Gesellschaft vorgab. Alles was die wollten war nichts tun, Drogen konsumieren, rumvögeln und diskutieren ĂŒber die bessere Welt, die man aber gefĂ€lligst ihnen hĂ€tte anbieten mĂŒssen.

Danach hörte er sofort mit dem LSD auf, weil ihn die Hippies zutiefst anwiderten in ihrem sinnlosen dahinvegetieren.
Ich lese gerade:

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Schwarzwurst
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#11

Beitrag: # 48557Beitrag Schwarzwurst
01.11.2018, 13:33

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 12:57
Schwarzwurst hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 09:43
Das ist solider Ted Nugent wie man ihn kennt. Das StĂŒck ist an fĂŒr sich fĂŒr mich gut hörbarer Durchschnitt. Leider kann ich bei dem Herren und seiner extremen Gesinnung nicht so gut zwischen Musik und Charakter trennen, weshalb ich immer wieder ĂŒberlege ob ich meine 3 Nugent-Platten nicht abgebe.
Ich kann das sehr gut trennen, weil das eine fĂŒr mich mit dem anderen nicht zwingend was zu tun hat. Außerdem war Ted damals noch nicht so abgedriftet, im Gegenteil: Das StĂŒck "Great White Buffalo", welches noch mit seiner vorherigen Band Amboy Dukes entstand und jahrelang danach noch in seinem Liveprogramm zu finden war, beschĂ€ftigt sich beispielsweise kritisch mit der Eroberung der indianischen Ureinwohner durch die Weißen und in dem Zusammenhang wird von Ted in den Lyrics auch das Bedauern geĂ€ußert, dass den Indianern durch die Ausrottung der BĂŒffel die Lebensgrundlage genommen wurde.

Was er sonst privat heute macht bzw. von sich gibt, muß man nicht gut finden und das tue ich auch absolut nicht. Aber letztlich ist das seine Sache. Zumal er in seinen Liedern schließlich weder dazu aufruft, Leute abzuknallen, noch irgendwelche rassistischen Parolen in seinen Texten verbreitet.

Und was glaubst Du wohl, wieviele Rockmusiker privat konservative bis reaktionĂ€re und völlig seltsame Positionen vertreten (gerade insbesondere in den USA) oder denkst Du, die sind zwingend alle linke Hippies, nur weil sie Rockmusik machen ? Möglicherweise sind da sogar Leute bei, die Du schĂ€tzt. Sicherlich kommt Rockmusik ursprĂŒnglich aus der linken Gegenkultur, aber die Menschen dahinter sind letztlich genauso Menschen wie jeder andere auch, mit Zu- und Abneigungen oder Ansichten, die sich vielleicht auch geĂ€ndert haben im Laufe der Zeit.

Aber wie gesagt, die Musik kann da nichts fĂŒr und solange in den Texten keine Hassparolen verbreitet werden, kann ich das voneinander abgrenzen und privat darf schließlich auch jeder denken, was er will.

Sonst dĂŒrfte man Richard Wagner auch nicht hören, weil er von den Nazis (insbesondere dem unsĂ€glichen Gröfaz) so verehrt und geradezu vereinnahmt wurde und bekanntermaßen privat ein Antisemit war (was aber in seinem Werk meines Wissen nicht unbedingt zum Tragen kam). Und was wĂ€re gewesen, wenn Adolf statt Wagner Bach oder Beethoven vergöttert hĂ€tte ? DĂŒrfte man die dann deswegen auch nicht hören / mögen ? Und was ist mit Lemmy, der zwar erwiesenermaßen kein Nazi war, aber Kriegs-und Nazimemorabilia gesammelt hat ? Es gibt political correctness-Fanatiker, die alleine deswegen Motörhead ablehnen, was ich absurd und völlig schwachsinnig finde. Wo will man da die Grenze ziehen ?

Wir reden hier schließlich auch nicht ĂŒber irgendeine Rechtsrockband mit offensiv menschenverachtenden, volksverhetzenden Hass-Texten... die gehören natĂŒrlich verboten, das ist völlig klar, aber das ist ein ganz eigenes Thema, welches man nicht mit "Kill it and grill it"-Ted ohne weiteres in die gleiche Schublade stecken kann.
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#12

Beitrag: # 48559Beitrag AusDemWegIchBinArzt
01.11.2018, 13:38

Schwarzwurst hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 13:33
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 12:57
Schwarzwurst hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 09:43
Das ist solider Ted Nugent wie man ihn kennt. Das StĂŒck ist an fĂŒr sich fĂŒr mich gut hörbarer Durchschnitt. Leider kann ich bei dem Herren und seiner extremen Gesinnung nicht so gut zwischen Musik und Charakter trennen, weshalb ich immer wieder ĂŒberlege ob ich meine 3 Nugent-Platten nicht abgebe.
Ich kann das sehr gut trennen, weil das eine fĂŒr mich mit dem anderen nicht zwingend was zu tun hat. Außerdem war Ted damals noch nicht so abgedriftet, im Gegenteil: Das StĂŒck "Great White Buffalo", welches noch mit seiner vorherigen Band Amboy Dukes entstand und jahrelang danach noch in seinem Liveprogramm zu finden war, beschĂ€ftigt sich beispielsweise kritisch mit der Eroberung der indianischen Ureinwohner durch die Weißen und in dem Zusammenhang wird von Ted in den Lyrics auch das Bedauern geĂ€ußert, dass den Indianern durch die Ausrottung der BĂŒffel die Lebensgrundlage genommen wurde.

Was er sonst privat heute macht bzw. von sich gibt, muß man nicht gut finden und das tue ich auch absolut nicht. Aber letztlich ist das seine Sache. Zumal er in seinen Liedern schließlich weder dazu aufruft, Leute abzuknallen, noch irgendwelche rassistischen Parolen in seinen Texten verbreitet.

Und was glaubst Du wohl, wieviele Rockmusiker privat konservative bis reaktionĂ€re und völlig seltsame Positionen vertreten (gerade insbesondere in den USA) oder denkst Du, die sind zwingend alle linke Hippies, nur weil sie Rockmusik machen ? Möglicherweise sind da sogar Leute bei, die Du schĂ€tzt. Sicherlich kommt Rockmusik ursprĂŒnglich aus der linken Gegenkultur, aber die Menschen dahinter sind letztlich genauso Menschen wie jeder andere auch, mit Zu- und Abneigungen oder Ansichten, die sich vielleicht auch geĂ€ndert haben im Laufe der Zeit.

Aber wie gesagt, die Musik kann da nichts fĂŒr und solange in den Texten keine Hassparolen verbreitet werden, kann ich das voneinander abgrenzen und privat darf schließlich auch jeder denken, was er will.

Sonst dĂŒrfte man Richard Wagner auch nicht hören, weil er von den Nazis (insbesondere dem unsĂ€glichen Gröfaz) so verehrt und geradezu vereinnahmt wurde und bekanntermaßen privat ein Antisemit war (was aber in seinem Werk meines Wissen nicht unbedingt zum Tragen kam). Und was wĂ€re gewesen, wenn Adolf statt Wagner Bach oder Beethoven vergöttert hĂ€tte ? DĂŒrfte man die dann deswegen auch nicht hören / mögen ? Und was ist mit Lemmy, der zwar erwiesenermaßen kein Nazi war, aber Kriegs-und Nazimemorabilia gesammelt hat ? Es gibt political correctness-Fanatiker, die alleine deswegen Motörhead ablehnen, was ich absurd und völlig schwachsinnig finde. Wo will man da die Grenze ziehen ?

Wir reden hier schließlich auch nicht ĂŒber irgendeine Rechtsrockband mit offensiv menschenverachtenden, volksverhetzenden Hass-Texten... die gehören natĂŒrlich verboten, das ist völlig klar, aber das ist ein ganz eigenes Thema, welches man nicht mit "Kill it and grill it"-Ted ohne weiteres in die gleiche Schublade stecken kann.
:handshake: Alles gut Matthias. Ich kenne Deine Argumente ja diesbezĂŒglich!
Klar ist alles gut, ich wollte Dich auch keineswegs angreifen oder belehren, auch wenn das vielleicht so geklungen haben mag. Ich war mir aber auch nicht mehr ganz sicher, ob ich schon mal was dazu gesagt hatte oder nicht. ;) :handshake:
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#13

Beitrag: # 48561Beitrag Schwarzwurst
01.11.2018, 13:41

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 13:38
Schwarzwurst hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 13:33
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 12:57


Ich kann das sehr gut trennen, weil das eine fĂŒr mich mit dem anderen nicht zwingend was zu tun hat. Außerdem war Ted damals noch nicht so abgedriftet, im Gegenteil: Das StĂŒck "Great White Buffalo", welches noch mit seiner vorherigen Band Amboy Dukes entstand und jahrelang danach noch in seinem Liveprogramm zu finden war, beschĂ€ftigt sich beispielsweise kritisch mit der Eroberung der indianischen Ureinwohner durch die Weißen und in dem Zusammenhang wird von Ted in den Lyrics auch das Bedauern geĂ€ußert, dass den Indianern durch die Ausrottung der BĂŒffel die Lebensgrundlage genommen wurde.

Was er sonst privat heute macht bzw. von sich gibt, muß man nicht gut finden und das tue ich auch absolut nicht. Aber letztlich ist das seine Sache. Zumal er in seinen Liedern schließlich weder dazu aufruft, Leute abzuknallen, noch irgendwelche rassistischen Parolen in seinen Texten verbreitet.

Und was glaubst Du wohl, wieviele Rockmusiker privat konservative bis reaktionĂ€re und völlig seltsame Positionen vertreten (gerade insbesondere in den USA) oder denkst Du, die sind zwingend alle linke Hippies, nur weil sie Rockmusik machen ? Möglicherweise sind da sogar Leute bei, die Du schĂ€tzt. Sicherlich kommt Rockmusik ursprĂŒnglich aus der linken Gegenkultur, aber die Menschen dahinter sind letztlich genauso Menschen wie jeder andere auch, mit Zu- und Abneigungen oder Ansichten, die sich vielleicht auch geĂ€ndert haben im Laufe der Zeit.

Aber wie gesagt, die Musik kann da nichts fĂŒr und solange in den Texten keine Hassparolen verbreitet werden, kann ich das voneinander abgrenzen und privat darf schließlich auch jeder denken, was er will.

Sonst dĂŒrfte man Richard Wagner auch nicht hören, weil er von den Nazis (insbesondere dem unsĂ€glichen Gröfaz) so verehrt und geradezu vereinnahmt wurde und bekanntermaßen privat ein Antisemit war (was aber in seinem Werk meines Wissen nicht unbedingt zum Tragen kam). Und was wĂ€re gewesen, wenn Adolf statt Wagner Bach oder Beethoven vergöttert hĂ€tte ? DĂŒrfte man die dann deswegen auch nicht hören / mögen ? Und was ist mit Lemmy, der zwar erwiesenermaßen kein Nazi war, aber Kriegs-und Nazimemorabilia gesammelt hat ? Es gibt political correctness-Fanatiker, die alleine deswegen Motörhead ablehnen, was ich absurd und völlig schwachsinnig finde. Wo will man da die Grenze ziehen ?

Wir reden hier schließlich auch nicht ĂŒber irgendeine Rechtsrockband mit offensiv menschenverachtenden, volksverhetzenden Hass-Texten... die gehören natĂŒrlich verboten, das ist völlig klar, aber das ist ein ganz eigenes Thema, welches man nicht mit "Kill it and grill it"-Ted ohne weiteres in die gleiche Schublade stecken kann.
:handshake: Alles gut Matthias. Ich kenne Deine Argumente ja diesbezĂŒglich!
Klar ist alles gut, ich wollte Dich auch keineswegs angreifen oder belehren, auch wenn das vielleicht so geklungen haben mag. Ich war mir aber auch nicht mehr ganz sicher, ob ich schon mal was dazu gesagt hatte oder nicht. ;) :handshake:
Das hast Du und ich wußte schon als ich schrieb was kommen wĂŒrde :mrgreen: Du hast mich nicht angegriffen o.Ă€., ich konnte und wollte mir nur die kurze Bemerkung zu ihm nicht verkneifen.

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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#14

Beitrag: # 48563Beitrag AusDemWegIchBinArzt
01.11.2018, 13:43

Schwarzwurst hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 13:41
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 13:38
Schwarzwurst hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 13:33


:handshake: Alles gut Matthias. Ich kenne Deine Argumente ja diesbezĂŒglich!
Klar ist alles gut, ich wollte Dich auch keineswegs angreifen oder belehren, auch wenn das vielleicht so geklungen haben mag. Ich war mir aber auch nicht mehr ganz sicher, ob ich schon mal was dazu gesagt hatte oder nicht. ;) :handshake:
Das hast Du und ich wußte schon als ich schrieb was kommen wĂŒrde :mrgreen: Du hast mich nicht angegriffen o.Ă€., ich konnte und wollte mir nur die kurze Bemerkung zu ihm nicht verkneifen.
Allet jut, wie der Berliner sagen wĂŒrde. :mrgreen:
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Vertigo
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#15

Beitrag: # 48565Beitrag Vertigo
01.11.2018, 13:49

Vertigo hat geschrieben: ↑
01.11.2018, 13:28
Bei dem Thema fĂ€llt mir immer George Harrison ein. Der wollte 1967 unbedingt die Hippies in Haight/Ashbury in San Francisco besuchen. Zu der Zeit nahm er selber LSD, entdeckte grade die indische Musik und war ĂŒberzeugt davon, dass er dort drĂŒben eine große Menge von liebenswerten, inspirierten, spirituell und friedensorientierten, einem anderen Lebensstil zugewandten Leuten finden wird.

Nach zwei Tagen flog er frustriert heim, denn er fand vor allem Herumlungerer und Gesindel, ohne Interesse irgendetwas zu tun, zu arbeiten, geschweige denn nach etwas höherwertigem zu suchen als das was ihnen die Gesellschaft vorgab. Alles was die wollten war nichts tun, Drogen konsumieren, rumvögeln und diskutieren ĂŒber die bessere Welt, die man aber gefĂ€lligst ihnen hĂ€tte anbieten mĂŒssen.

Danach hörte er sofort mit dem LSD auf, weil ihn die Hippies zutiefst anwiderten in ihrem sinnlosen dahinvegetieren.
Ich zitiere mich da mal selber, damits nicht untergeht. Denn ich finde, das Beispiel zeigt ganz gut die Erwartungshaltung die man so hat und die RealitÀt die man dann oft vorfindet. Und das gibts in allen politischen und gesellschaftlichen Richtungen.

Leute die eine Meinung haben und diese auch rauslassen bieten da halt immer ein leichteres Ziel an. Aber mir ist ein Nugent mit Meinung (auch wenn ich sie teilweise nicht teile) immer noch lieber als ein Heer von Menschen ohne Meinung, weil sie "sich noch keine Gedanken darĂŒber gemacht haben". Sowas finde ich viel schlimmer, Ignoranz ist fĂŒr mich die Pest, dieses nur auf sich selber reflektieren. Eine meiner Meinung nach falsche Ansicht ist wenigstens eine, sprich derjenige hat sich wenigstens irgendwelche Gedanken gemacht, auch wenn er vielleicht dann die fĂŒr mich falschen RĂŒckschlĂŒsse zieht.

Aber ich wĂŒnsche mir keine Welt die genau so ist wie ich sie haben mag oder eine die nur links oder nur rechts oder nur gemĂ€ĂŸigt ist usw.

Die Kunst ist, das auszubalancieren, das genug fĂŒr jeden Geschmack drin ist im Topf, dann ist auch Ruhe unterm Deckel.
Ich lese gerade:

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sopor joe
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#16

Beitrag: # 48567Beitrag sopor joe
01.11.2018, 13:59

Habe mir das jetzt angehört, weil es schon lÀnger her ist und ich nie ein Ted Nugent Album besessen habe.
Aber dieser Track und das Album ist mir natĂŒrlich bestens bekannt und es hat damals als 16/17 JĂ€hriger ganz schön reingeknallt, als jemand das erste Mal mit was von diesem Gitarristen, ich denke, es war sogar Free For All, ankam.
7 Punkte von mir, weil es mir immer noch gefĂ€llt seine heutige politische Einstellung mal ganz scharf Außen vorgelassen).
Ja, es war wohl auch einer der ersten Musiker aus der frĂŒheren Detroit Szene, den ich kennen lernen durfte. Deshalb noch einen Punkt dazu!
Lese gerade:
Elijah Wald "Vom Mississippi zum Mainstream"

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Oracle
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Re: Ted Nugent - "Dog Eat Dog"

#17

Beitrag: # 48610Beitrag Oracle
01.11.2018, 23:37

Nugent kenne ich nur in Form der ersten 3 Amboy Dukes Platten.
Warum ich noch nie eine Ted Nugent-Platte gekauft habe, liegt wohl daran, dass mich noch kein Cover von ihm angesprochen hat.
Egal, die Gitarrenarbeit bei dem Song hier hat mich gleich umgehauen, das klingt Spitze!
Leider finde ich aber den Refrain total langweilig, das hÀtte ich auch selbst hingekriegt.
Mir ist der Gesang, Melodien und Harmonien sehr wichtig und hier finde ich das eher mau.
7Pkt.

Das gleiche Problem mit den politischen Ansichten gibt es bei Charlie Daniels, leider!
Ich liebe aber seine Scheiben aus den 70ern und werde sie immer in ehren halten, egal was ist.

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