Stefan Zauner - "Pfeffer"

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AusDemWegIchBinArzt
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Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75257Beitrag AusDemWegIchBinArzt
03.12.2019, 22:10

Da ich wegen meiner Arbeitszeiten momentan manchmal zeitlich etwas schlecht vorausplanen bzw. kein extrem zuverlässiges Timing bieten kann, finde ich es eigentlich gar nicht so verkehrt, gelegentlich dann spontan mit einer Lupe einzuspringen, wenn ich gerade mal Zeit habe und feststelle, dass kein anderer Teilnehmer für den Tag vorgesehen war.

Diesmal habe ich Euch zur Abwechslung auch nichts aus dem härteren Lager bzw. dem NWoBHM-Bereich ausgesucht, sondern mal wieder was progressives, noch dazu eine Rarität.

Bei dem einen oder anderen dürfte es beim Namen Stefan Zauner durchaus klingeln, hat der Mann ab den 80er Jahren doch eine furiose Karriere als Sänger mit der Pop-Schlagertruppe Münchner Freiheit hingelegt. Heuler wie "Tausendmal Du" oder "Ohne Dich schlaf ich heut Nacht nicht ein" dürften eigentlich fast jedem unserer Generation ein Begriff sein ;).

Allerdings gab es auch ein Leben vor der Münchner Freiheit und das fand u.a. bei den exzentrischen Münchner Psychedelic-Krautrockern Amon Düül II statt, bei denen Zauner in den späten 70ern hauptsächlich als Keyboarder und Organist, aber auch als Bassist mitwirkte.

Doch schon vor Amon Düül II hatte Zauner bereits sein ganzes Können in die Waagschale geworfen und als blutjunger, völlig unbekannter Musiker mit gerade mal Anfang 20 recht mutig zwei Solowerke veröffentlicht, von denen allerdings - obwohl sie musikalisch voll in den damaligen Zeitgeist passten - schändlicherweise kaum ein Mensch Notiz nahm.

Diese beiden absolut nicht erfolgreichen Alben hießen "Narziss" (1975, deutschsprachig) und "Prism & Views" (1977, nun auf englisch). Letzteres wurde vor einigen Jahren von niemand geringerem als Dream Theater-Keybarder Jordan Rudess sogar als eines der besten zehn Progressive Rock-Alben aller Zeiten und großer musikalischer Einfluß geadelt.

Und damit sind wir direkt beim Thema, denn Zauners beiden solistischen Erstlingswerke bieten in der Tat lupenreinen 70er Progressive Rock im Stil der Zeit: Melodiös, verschachtelt, verspielt, versponnen.

Hier ist nichts, aber auch gar nichts zu finden, was an den späteren Bombast-Schlagerpop der Münchner Freiheit erinnert. Die Alben werden gerne als Konglomerat aus Yes-und Genesis-Versatzstücken beschrieben. Das haut auch durchaus hin, wobei ich persönlich sie passagenweise ein ganzes Stück dichter am Genesis-Sound sehe, wie der von mir hierfür ausgewählte dritte Track des "Narziss"-Albums eigentlich auch recht deutlich unter Beweis stellt.

Was das ganze über eine bloße Kopie hinaushebt und all dem eine charmante Originalität verleiht, sind die etwas schräg-verschrobenen, deutschen Lyrics, die man in einem solchen Kontext aber auch quasi zwangsläufig erwarten kann :mrgreen: .

Davon abgesehen finde ich aber auch, dass Zauner, der neben dem Gesang alle Instrumente im Alleingang einspielte und sich nur bei einigen wenigen Songs von einem zusätzlichen Drummer aushelfen ließ, eine durchaus angenehme Stimme besitzt und zumindest in diesem Zusammenhang konnte ich auch seinem Wirken bei der Freiheit immer schon was abgewinnen. ;)

Seine beiden Soloscheiben halte ich jedenfalls für bockstark und echte Geheimtips, die es einzusacken gilt - vorausgesetzt, man findet sie, denn sie wurden meines Wissens nie als CD neu aufgelegt und Zauner selbst möchte allem Anschein nach heute auch nicht mehr so gerne an sein (erfolgloses) frühes Schaffen erinnert werden. Ist ihm wohl peinlich. So ein Trottel.

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Pavlos
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75258Beitrag Pavlos
03.12.2019, 22:34

Wow. Den Sänger kannte ich zwar, aber eben nur als Sänger der MF. Als 1976 Geborener kam man in den 80ern nicht um die Truppe rum, waren sie doch stets im TV zu sehen. Den hier verlinkten Stoff kannte ich nicht, und hier hat der ADWIBA nicht zu viel versprochen, das ist prima!!!

Neun Punkte.

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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75280Beitrag AusDemWegIchBinArzt
05.12.2019, 18:06

Schade....will sonst niemand den Song bewerten ? boys_0137
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75308Beitrag Oracle
05.12.2019, 23:19

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
05.12.2019, 18:06
Schade....will sonst niemand den Song bewerten ? boys_0137
Natürlich bin ich dabei.
Bin gestern aber vorm Rechner eingepennt und dann war die Luft draußen.

Zu Zauner; Ich habe Zauners Prism & Views, dass mir ein Tacken besser gefällt als Narziss.
Das liegt vor allem am deutschen Gesang.
Nicht, dass der schlecht wäre im Gegenteil, mir gefällt nur die englische Aussprache bei Rockmusik besser.
Als Sänger generell ist Zauner großartig und auch seine Melodien sind für deutsche Verhältnisse überragend.
Was "Pfeffer" betrifft höre ich hier nich YES oder Genesis sondern Gentle Gaint.
Das vertrackte steht dem Zauner, finde ich, nicht so gut aber dafür gibt es exzellente Instrumentalteile.
Ich muss allerdings zugeben, dass Zauner eine besondere Gabe hat mit deutschen Texten ein guten Melodienfluss zu singen.
Trotz aller positiver Elemente gebe ich hier nur 7pkt. weil mir das Stück teilweise doch zu holprig und zu sehr nach Progschablone kommt.

Bemerkenswert, dass die Alben bis heute nicht in irgendeiner Form neu aufgelegt wurden.

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Vinyl
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75311Beitrag Vinyl
06.12.2019, 05:31

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
05.12.2019, 18:06
Schade....will sonst niemand den Song bewerten ? boys_0137
Ich höre am Wochenende.

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Vertigo
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75320Beitrag Vertigo
06.12.2019, 09:23

So nun hier mal gehört. Die Musik wäre durchaus interessant, aber den Gesang ertrag ich überhaupt nicht, der Klang seiner Stimme und wie er intoniert das geht gar nicht für mich, da kann ich nix machen, da stellts mir die Fußnägel auf.
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75321Beitrag AusDemWegIchBinArzt
06.12.2019, 09:30

Vertigo hat geschrieben:
06.12.2019, 09:23
Aber den Gesang ertrag ich überhaupt nicht, der Klang seiner Stimme und wie er intoniert das geht gar nicht für mich, da kann ich nix machen, da stellts mir die Fußnägel auf.
Das ist ja nun auch eine sehr interessante Sichtweise, die mal wieder zeigt, wie unterschiedlich Klänge wahrgenommen werden. Was gefällt Dir an der Stimme nicht ?
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Vertigo
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75322Beitrag Vertigo
06.12.2019, 09:34

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
06.12.2019, 09:30
Vertigo hat geschrieben:
06.12.2019, 09:23
Aber den Gesang ertrag ich überhaupt nicht, der Klang seiner Stimme und wie er intoniert das geht gar nicht für mich, da kann ich nix machen, da stellts mir die Fußnägel auf.
Das ist ja nun auch eine sehr interessante Sichtweise, die mal wieder zeigt, wie unterschiedlich Klänge wahrgenommen werden. Was gefällt Dir an der Stimme nicht ?
Vielleicht hab ich ihn einfach zu oft mit der Münchner Freiheit wahrnehmen müssen damals, aber der hat so das deutsche Betroffenheitsdings in seinem Gesang für mich zum einen und dann isses aber auch der reine Klang seiner Stimme der mich regelrecht aggressiv macht, kann ich gar nicht so beschreiben warum. Ich war neugierig, weil ich zwar um seine Amon Düül Vergangenheit wußte, aber nicht, dass er mal Soloalben mit brauchbarer Musik gemacht hat. Und irgendwie hab ich erwartet, dass er bei solcher Musik anders klingt. Aber so, bei nem Blind Date, hätte ich wohl gefragt ob die Münchner Freiheit mal auf irgendner B-Seite versucht hat echte Musik zu machen, so sehr war da sofort wieder der Klang der Stimme mit seiner Band verbunden.
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75323Beitrag AusDemWegIchBinArzt
06.12.2019, 09:46

Vertigo hat geschrieben:
06.12.2019, 09:34
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
06.12.2019, 09:30
Vertigo hat geschrieben:
06.12.2019, 09:23
Aber den Gesang ertrag ich überhaupt nicht, der Klang seiner Stimme und wie er intoniert das geht gar nicht für mich, da kann ich nix machen, da stellts mir die Fußnägel auf.
Das ist ja nun auch eine sehr interessante Sichtweise, die mal wieder zeigt, wie unterschiedlich Klänge wahrgenommen werden. Was gefällt Dir an der Stimme nicht ?
Vielleicht hab ich ihn einfach zu oft mit der Münchner Freiheit wahrnehmen müssen damals, aber der hat so das deutsche Betroffenheitsdings in seinem Gesang für mich zum einen und dann isses aber auch der reine Klang seiner Stimme der mich regelrecht aggressiv macht, kann ich gar nicht so beschreiben warum. Ich war neugierig, weil ich zwar um seine Amon Düül Vergangenheit wußte, aber nicht, dass er mal Soloalben mit brauchbarer Musik gemacht hat. Und irgendwie hab ich erwartet, dass er bei solcher Musik anders klingt. Aber so, bei nem Blind Date, hätte ich wohl gefragt ob die Münchner Freiheit mal auf irgendner B-Seite versucht hat echte Musik zu machen, so sehr war da sofort wieder der Klang der Stimme mit seiner Band verbunden.
Ja, das ist doch irgendwie sehr lustig, weil mich seine Stimme noch nie aggressiv gemacht hat. Ich fand die immer ausgesprochen angenehm und in diesem Zusammenhang auch schon bei der Freiheit positiv auffallend, während man über deren sonstige Musik ja eher den Mantel des Schweigens decken sollte.
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Vertigo
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75326Beitrag Vertigo
06.12.2019, 10:21

AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
06.12.2019, 09:46
Vertigo hat geschrieben:
06.12.2019, 09:34
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
06.12.2019, 09:30


Das ist ja nun auch eine sehr interessante Sichtweise, die mal wieder zeigt, wie unterschiedlich Klänge wahrgenommen werden. Was gefällt Dir an der Stimme nicht ?
Vielleicht hab ich ihn einfach zu oft mit der Münchner Freiheit wahrnehmen müssen damals, aber der hat so das deutsche Betroffenheitsdings in seinem Gesang für mich zum einen und dann isses aber auch der reine Klang seiner Stimme der mich regelrecht aggressiv macht, kann ich gar nicht so beschreiben warum. Ich war neugierig, weil ich zwar um seine Amon Düül Vergangenheit wußte, aber nicht, dass er mal Soloalben mit brauchbarer Musik gemacht hat. Und irgendwie hab ich erwartet, dass er bei solcher Musik anders klingt. Aber so, bei nem Blind Date, hätte ich wohl gefragt ob die Münchner Freiheit mal auf irgendner B-Seite versucht hat echte Musik zu machen, so sehr war da sofort wieder der Klang der Stimme mit seiner Band verbunden.
Ja, das ist doch irgendwie sehr lustig, weil mich seine Stimme noch nie aggressiv gemacht hat. Ich fand die immer ausgesprochen angenehm und in diesem Zusammenhang auch schon bei der Freiheit positiv auffallend, während man über deren sonstige Musik ja eher den Mantel des Schweigens decken sollte.
Das war für mich nie zu trennen, denk ich an die Münchner Freiheit Band (denn das ist ja eigentlich ein Platz in München mit historischem Hintergrund), dann denk ich an seinen unerträglichen Gesang. Ich kann gar nicht genau sagen was die Münchner Freiheit musikalisch probiert hat oder nicht, weil der Gesang absolut alles zugekleistert und unbrauchbar gemacht hat für mich
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75327Beitrag Vinyl
06.12.2019, 12:11

Das gefällt mir gut. Ich kannte Solo von ihm nichts, sondern kenne ihn nur als Düülanten und von der Münchner Freiheit. Ich teile Andreas´Meinung, dass das vertrackte eher nach Gentle Giant klingt. Beim Gesang bin ich hin- und hergerissen. Schlimm ist er nicht, gut und passend zur Musik auch nicht, das hochziehende klingt befremdlich, sänge er Englisch würde es mir vermutlich noch besser gefallen. Aber sehr interessant, wenn ich mal über die Scheibe zu einem vernünftigen Preis stolper, dann ist sie meins. 7 Punkte sind locker drin.

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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75329Beitrag AusDemWegIchBinArzt
06.12.2019, 14:50

Vinyl hat geschrieben:
06.12.2019, 12:11
Das gefällt mir gut. Ich kannte Solo von ihm nichts, sondern kenne ihn nur als Düülanten und von der Münchner Freiheit. Ich teile Andreas´Meinung, dass das vertrackte eher nach Gentle Giant klingt.
Ja, das vertrackte klingt vielleicht nach Gentle Giant, aber die Melodien erinnern mich eher an Genesis. Und ich gehe meistens zunächst von den Melodien aus, wenn ich eine Schublade aufmache. ;)
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75356Beitrag Oracle
07.12.2019, 23:01

Vertigo hat geschrieben:
06.12.2019, 10:21
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
06.12.2019, 09:46
Vertigo hat geschrieben:
06.12.2019, 09:34


Vielleicht hab ich ihn einfach zu oft mit der Münchner Freiheit wahrnehmen müssen damals, aber der hat so das deutsche Betroffenheitsdings in seinem Gesang für mich zum einen und dann isses aber auch der reine Klang seiner Stimme der mich regelrecht aggressiv macht, kann ich gar nicht so beschreiben warum. Ich war neugierig, weil ich zwar um seine Amon Düül Vergangenheit wußte, aber nicht, dass er mal Soloalben mit brauchbarer Musik gemacht hat. Und irgendwie hab ich erwartet, dass er bei solcher Musik anders klingt. Aber so, bei nem Blind Date, hätte ich wohl gefragt ob die Münchner Freiheit mal auf irgendner B-Seite versucht hat echte Musik zu machen, so sehr war da sofort wieder der Klang der Stimme mit seiner Band verbunden.
Ja, das ist doch irgendwie sehr lustig, weil mich seine Stimme noch nie aggressiv gemacht hat. Ich fand die immer ausgesprochen angenehm und in diesem Zusammenhang auch schon bei der Freiheit positiv auffallend, während man über deren sonstige Musik ja eher den Mantel des Schweigens decken sollte.
Das war für mich nie zu trennen, denk ich an die Münchner Freiheit Band (denn das ist ja eigentlich ein Platz in München mit historischem Hintergrund), dann denk ich an seinen unerträglichen Gesang. Ich kann gar nicht genau sagen was die Münchner Freiheit musikalisch probiert hat oder nicht, weil der Gesang absolut alles zugekleistert und unbrauchbar gemacht hat für mich
Mich erinnert deine Empfindung hier an deine Replik zu Rio Reiser.
Ich finde Zauner und Reiser haben ähnliche Artikulationswerkzeuge

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Vertigo
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75369Beitrag Vertigo
08.12.2019, 11:35

Oracle hat geschrieben:
07.12.2019, 23:01
Vertigo hat geschrieben:
06.12.2019, 10:21
AusDemWegIchBinArzt hat geschrieben:
06.12.2019, 09:46


Ja, das ist doch irgendwie sehr lustig, weil mich seine Stimme noch nie aggressiv gemacht hat. Ich fand die immer ausgesprochen angenehm und in diesem Zusammenhang auch schon bei der Freiheit positiv auffallend, während man über deren sonstige Musik ja eher den Mantel des Schweigens decken sollte.
Das war für mich nie zu trennen, denk ich an die Münchner Freiheit Band (denn das ist ja eigentlich ein Platz in München mit historischem Hintergrund), dann denk ich an seinen unerträglichen Gesang. Ich kann gar nicht genau sagen was die Münchner Freiheit musikalisch probiert hat oder nicht, weil der Gesang absolut alles zugekleistert und unbrauchbar gemacht hat für mich
Mich erinnert deine Empfindung hier an deine Replik zu Rio Reiser.
Ich finde Zauner und Reiser haben ähnliche Artikulationswerkzeuge
Oh ehrlich? Die Gemeinsamkeit ist mir noch nicht aufgefallen, find ich aber hochinteressant deine Bemerkung, danke!!
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75395Beitrag Oracle
08.12.2019, 21:56

Vertigo hat geschrieben:
08.12.2019, 11:35
Oracle hat geschrieben:
07.12.2019, 23:01
Vertigo hat geschrieben:
06.12.2019, 10:21


Das war für mich nie zu trennen, denk ich an die Münchner Freiheit Band (denn das ist ja eigentlich ein Platz in München mit historischem Hintergrund), dann denk ich an seinen unerträglichen Gesang. Ich kann gar nicht genau sagen was die Münchner Freiheit musikalisch probiert hat oder nicht, weil der Gesang absolut alles zugekleistert und unbrauchbar gemacht hat für mich
Mich erinnert deine Empfindung hier an deine Replik zu Rio Reiser.
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Oh ehrlich? Die Gemeinsamkeit ist mir noch nicht aufgefallen, find ich aber hochinteressant deine Bemerkung, danke!!
Ich meine, dass sie beide eine ziemlich dialektfreie Aussprache haben, das "r" nicht so rollen und stattdessen woll'n, soll'n usw. singen.

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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75398Beitrag AusDemWegIchBinArzt
09.12.2019, 04:05

Oracle hat geschrieben:
08.12.2019, 21:56
Vertigo hat geschrieben:
08.12.2019, 11:35
Oracle hat geschrieben:
07.12.2019, 23:01


Mich erinnert deine Empfindung hier an deine Replik zu Rio Reiser.
Ich finde Zauner und Reiser haben ähnliche Artikulationswerkzeuge
Oh ehrlich? Die Gemeinsamkeit ist mir noch nicht aufgefallen, find ich aber hochinteressant deine Bemerkung, danke!!
Ich meine, dass sie beide eine ziemlich dialektfreie Aussprache haben, das "r" nicht so rollen und stattdessen woll'n, soll'n usw. singen.
Eigentlich kein Wunder.....Reiser war gebürtiger Berliner und Zauner stammt ursprünglich aus Göttingen (Niedersachsen), da ist klar, dass die beiden eher ein dialektfreies Hochdeutsch pflegen bzw. gepflegt haben.
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Re: Stefan Zauner - "Pfeffer"

Beitrag: # 75409Beitrag Vertigo
09.12.2019, 08:38

Oracle hat geschrieben:
08.12.2019, 21:56
Vertigo hat geschrieben:
08.12.2019, 11:35
Oracle hat geschrieben:
07.12.2019, 23:01


Mich erinnert deine Empfindung hier an deine Replik zu Rio Reiser.
Ich finde Zauner und Reiser haben ähnliche Artikulationswerkzeuge
Oh ehrlich? Die Gemeinsamkeit ist mir noch nicht aufgefallen, find ich aber hochinteressant deine Bemerkung, danke!!
Ich meine, dass sie beide eine ziemlich dialektfreie Aussprache haben, das "r" nicht so rollen und stattdessen woll'n, soll'n usw. singen.
Ja das können schon Punkte sein. Zu sehr hochdeutsch klingendes ist meist nicht so meines, das stimmt schon
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