[REVIEW] FLASH - IN THE CAN (1972)

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[REVIEW] FLASH - IN THE CAN (1972)

Beitrag: # 75841Beitrag Oracle
26.12.2019, 00:07

Flash - In The Can 1972 Capitol [US]; Sovereign [UK]

Bild

Band members:
Peter Banks: lead guitar, vocals, ARP synthesizer
Ray Bennett: bass guitar, vocals
Colin Carter: lead vocals
Mike Hough: drums, percussion

Produced by Derek Lawrence
Engineers: Louie Austin, John Acock
Recorded at De Lane Lea Studios
Cover design: John Hoernle
Cover photo: Rick Rankin
Innerspread design & photography by Hipgnosis


Tracks:
Side 1:
1. Lifetime [Carter] (10:05)
2. Monday Morning Eyes [Bennett] (5:03)

Side 2:
3. Black and White [Banks/Bennett] (12:04)
4. Stop That Banging [Hough] (1:50)
5. There No More [Bennett] (11:35)

Das Nachfolgealbum, des gelungenen Debüts, wurde noch im gleichen Jahr (1972) fertig gestellt und diesmal von Derek Lawrence produziert.
Nachdem Tony Kaye als Keyboarder nicht mehr zur Verfügung stand, machte man ohne Tasten weiter, wobei dennoch einige Synthesizerpassagen von Peter Banks eingespielt wurden.
Durch die fehlenden Keyboards entstand eine erhebliche Lücke im Flash-Sound sodass die Songs rauer und weniger ausgereift klingen.

Der Opener, Lifetime, besticht durch melodiöse Gitarrenhooks, treibendem Bass und von Becken dominiertem Schlagzeugspiel.
Besonderes Merkmal sind die sehr vertrackten Songstrukturen -viele Breaks und Tempiwechsel!
Sowohl Bill Bruford als auch Chris Squire gebühren hier einige Sondertantiemen, schamlos werden sie kopiert.
Dennoch verfügt Flash auch über eigene Ideen was Arrangements und Soli betrifft.
Allerdings schwächelt die Band bei den Kompositionen und so hört sich alles aneinandergereiht und unfertig an.

Beim getragenen Monday Morning Eyes ragen sehr schöne Harmonien und Synthiepassagen hervor.

Spielerisch auf höchstem Niveau ist Black and White das Highlight der Platte.
Hier werden alle Fähigkeiten der Musiker optimal zusammengefasst.
Trotz des komplexen Songgefüges klingt alles homogen und spannungsgeladen.
Auch das Songwriting sowie der mehrstimmige Gesang gefallen mir hier sehr gut.

Bei Stop That Banging handelt es sich um ein Drum-Intermezzo welches die handwerkliche Klasse von Mike Hough präsentiert.

Das letzte 11 minütige There No More wird mit einem Jimi Hendrix-Riff eröffnet, wirkt ansonsten ziemlich in die Länge gezogen, steigert sich aber zum Ende hin mit einem wunderbaren Chorfinale.

Insgesamt fällt dieses Zweitwerk gegenüber dem ersten Album etwas ab.
Der Gesang von Colin Carter klingt immer noch wenig variabel und kann nur bei den mehrstimmigen Passagen punkten.
Viele musikalische Elemente weisen auf Fremdbezüge von den frühen YES oder auch Focus hin.
Gerade Fans dieser Bands könnten aber ihre Freude an diesem soliden Scheibchen haben.


Bild

Flash - Liftime
http://www.youtube.com/watch?v=Omq2TMQF ... re=related

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Re: [REVIEW] FLASH - IN THE CAN (1972)

Beitrag: # 75842Beitrag Vertigo
26.12.2019, 08:01

Dafür dass ich schon sehr lange mich mit Progressive Rock der 70er beschäftigt hatte, hab ich die Band erst sehr sehr spät kennengelernt. Ich meine ich bin irgendwann auf diese Hipgnosis Cover gestossen, die gefielen mir aber noch nichtmal da kam die Beschäftigung. Erst du glaub ich, bei Eclipsed oder schon hier hast mich dann mal draufgestossen. Inzwischen hab ich die drei Alben und mag sie gerne, war überrascht, dass Peter Banks da doch nochmal nen etwas yessigen (zu Anfang) und dann eigenen Weg im Progressive Rock ging.
"Ich glaube, dass ein Optimist, der erkennen muß, dass seine Ideale sich nicht erfüllen, trotzdem ein erfüllteres Leben hat, als ein Pessimist, der sich bestätigt sieht" (Richard David Precht)

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Re: [REVIEW] FLASH - IN THE CAN (1972)

Beitrag: # 75862Beitrag Oracle
29.12.2019, 00:01

Vertigo hat geschrieben:
26.12.2019, 08:01
Dafür dass ich schon sehr lange mich mit Progressive Rock der 70er beschäftigt hatte, hab ich die Band erst sehr sehr spät kennengelernt. Ich meine ich bin irgendwann auf diese Hipgnosis Cover gestossen, die gefielen mir aber noch nichtmal da kam die Beschäftigung. Erst du glaub ich, bei Eclipsed oder schon hier hast mich dann mal draufgestossen. Inzwischen hab ich die drei Alben und mag sie gerne, war überrascht, dass Peter Banks da doch nochmal nen etwas yessigen (zu Anfang) und dann eigenen Weg im Progressive Rock ging.
Peter Banks war der große Pechvogel bei YES.
Hätte ruhig etwas mehr Erfolg verdient.
Alle seine Projekte gingen in die Brüche und auch vom Kuchen der ersten beiden YES-Alben bekam er nichts ab.
Auf der Union Tour wurde er von Jon A. eingeladen, um an einem Konzertabend mitzuspielen, was Steve Howe dann im letzten Moment verhindert hat.

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Re: [REVIEW] FLASH - IN THE CAN (1972)

Beitrag: # 75875Beitrag Vertigo
29.12.2019, 10:34

Oracle hat geschrieben:
29.12.2019, 00:01
Auf der Union Tour wurde er von Jon A. eingeladen, um an einem Konzertabend mitzuspielen, was Steve Howe dann im letzten Moment verhindert hat.
Echt? Na das ist ja ein Scheiß. Ich freu mich immer über sowas, wenn ehemalige Mitglieder mal die Möglichkeit bekommen bei sowas Hallo zu sagen. Howe sieht sich da schon sehr als den gitarristischen Platzhirschen, mit Rabin hat er ja auch immer Zoff gehabt meine ich
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